Windows-Entwickler erklärt: Darum gibt es Bluescreens
In einem Video bei Youtube erklärt der ehemalige Windows-Entwickler Dave Plummer, warum bei Systemabstürzen ein blauer Bildschirm zu sehen ist.
Intern heißt ein Bluescreen übrigens Bugscreen. Ein solcher Bildschirm ist immer dann zu sehen, wenn sich das Betriebssystem komplett herunterfährt und sich verriegelt, um den Kernel vor einem Schaden zu bewahren. Es ist die letzte Möglichkeit des Betriebssystems, wenn keine andere Option zum Schutz funktioniert hat. Allerdings stellt sich der ein oder andere Nutzer mal die Frage, woher der Bluescreen seinen Namen und seine Farbe hat. Der ehemalige Windows-Entwickler Dave Plummer lüftet das Geheimnis. Sein Kollege John Vert hatte als Arbeitsrechner eine MIPS RISC Box und dessen Firmware war ein blauer Bildschirm mit weißem Text. Sein favorisierter Code-Editor Slick Edit war ebenfalls in den Farben blau und weiß gehalten. In Anlehnung an diese Gestaltung, gestaltete Vert dann den Bugscreen in Blau mit weißer Schrift für Windows, um ein konsistentes Benutzererlebnis zu haben.
Was passiert eigentlich bei einem Bluescreen mit Windows?
Sobald der Versuch unternommen wird, in einen Speicher außerhalb der Kontrolle des Betriebssystem-Kernels zu schreiben, wird dies von einem Teil des Prozessors, der sogenannten Speicherverwaltungseinheit, erkannt und eine Ausnahme ausgelöst. Auf dem Bildschirm erscheint dann der Bluescreen. All diese Vorgänge finden statt, bevor der Speicher angegriffen wird und schützen so das OS. Man kann zwar gerade geschriebene Dateien verlieren, aber die bislang abgespeicherten Dateien bleiben erhalten. Laut Dave Plummer sind die meisten Bluescreens in stabilen Versionen von Windows auf schlechte Gerätetreiber zurückzuführen, da diese Treiber auf der gleichen Ebene operieren, wie der Betriebssystem-Kernel. Ein Gerätetreiber verhält sich immer so, als wäre er ein Teil des OS-Kernels. So kann etwa ein schlecht geschriebener Grafikkarten-Treiber direkt zu einem Bluescreen führen.
Quelle: PC Games
Bluescreen bei Windows.
Quelle: blogs.msdn.com
Text zum Bluescreen kommt von Steve Balmer persönlich.
Manche Gerätetreiber hat Microsoft in aktuellen Versionen von Windows auf eine andere Ebene gehoben. So laufen einige Treiber in Windows 10 im sogenannten User-Modus, sodass ein Druckertreiber etwa nicht mehr zu einem Bluescreen führt, wie etwa noch zu Zeiten von Windows 98, sondern lediglich den jeweiligen Task abstürzen lässt. Raymond Chen war verantwortlich für die Gestaltung diverser Bugscreens beginnend mit Windows 3.1. Den Text zur Meldung auf dem "Steuerung-Alt-Entfernen"-Bildschirm steuerte allerdings Steve Balmer bei, da er eine möglichst sprechende Angabe haben wollte und nicht den Text, der während der Software-Entwicklung angezeigt worden ist.
Ebenfalls lesenswert: Windows 10 Cloud PC: Microsoft leakt wohl neuen Online-Service
Sammlung zu Bluescreens bei Windows 10 & Co.:
- Der ehemalige Windows-Entwickler Dave Plummer erklärt, woher der Bluescreen seine Farbe hat und was eigentlich im Hintergrund passiert.
- Sobald der Versuch unternommen wird, in einen Speicher außerhalb der Kontrolle des Betriebssystem-Kernels zu schreiben, wird dies von einem Teil des Prozessors erkannt und eine Ausnahme ausgelöst sowie der Bluescreen dargestellt.
- All diese Vorgänge finden statt, bevor der Speicher angegriffen wird und schützen so das OS.
- Die Farbe Blau mit weißer Schrift hat der intern Bugscreen genannte Bluescreen dem Windows-Entwickler John Vert zu verdanken, der auf seinem Arbeits-PC eine konsistente Optik haben wollte.
Quelle: Youtube


Bei XP hatte ich die zuletzt noch einige male, aber nur selten, spätestens ab dem zweiten Service Pack war das völlig weg.
Bei Win10 hatte ich die blaue Wand auf mehreren PCs noch nie, im stabilen betrieb, aber...
Wenn man so die Neuigkeiten verfolgt, sehe ich weniger die Treiber als primären Grund, sondern eher die Windows Updates die zu wenig getestet wurden... meine Ansicht.
um den Kernel vor einem Schaden zu bewahren. Es ist die letzte Möglichkeit des Betriebssystems, wenn keine andere Option zum Schutz funktioniert hat
In einem Video bei Youtube erklärt der ehemalige Windows-Entwickler Dave Plummer, warum bei Systemabstürzen ein blauer Bildschirm zu sehen ist.
Bitte beachten Sie: Der Kommentarbereich wird gemäß der Forenregeln moderiert. Allgemeine Fragen und Kritik zu Online-Artikeln von PC Games Hardware sind im Feedback-Unterforum zu veröffentlichen und nicht im Kommentarthread zu einer News. Dort werden sie ohne Nachfragen entfernt.
Unter einem Linux-Kernel bricht mal ein (selbstkompiliertes/als nicht kompatibles bezeichnetes)
Modul ab, eine Anwendung, aus einem "diversen" Repository, die man mal so richtig reinwürgt.
Aber niemals das komplette System. Egal, was ich mache, Kernel/System bleibt stabil.
Scheint bri Windows anders zu sein.
Neuen PC zusammengeschraubt mit Ryzen 5800X und beim zocken häufig Bluescreens bekommen.
Hat sich herausgestellt, dass Precision Boost Overdrive, eine Übertaktungsfunktion, für die neuen 5000er-Ryzen von manchen Mainboard-Herstellern nicht fehlerfrei implementiert wurde & auf meinem (Gigabyte B550M) war die Funktion standardmäßig auf Auto, was reihenweise zu Abstürzen geführt hat.
Hatte schon fast vergessen wie solche Bluescreens aussehen.
Ansonsten: Schöner Artikel. Mir gefallen solche Trivia und Hintergründe warum was ist wie es ist ziemlich gut.
Mich würde aber eine Antwort von einem erfahrenen User dazu sehr interessieren!
Aber das ist auch selten geworden, je älter man wird umso geiler wird dann eher UV. ^^
I
Ansonsten: Schöner Artikel. Mir gefallen solche Trivia und Hintergründe warum was ist wie es ist ziemlich gut.