Riesiger IT-Ausfall: Auswirkungen auf Kliniken, Flughäfen und mehr

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Riesiger IT-Ausfall: Auswirkungen auf Kliniken, Flughäfen und mehr
Quelle: Golem

Der Bluescreen of Death grassiert aufgrund eines fehlerhaften Updates des Dienstleisters Crowdstrike auf zahlreichen Windows-Servern - mit globalen Auswirkungen.

Seit mehreren Stunden rollt eine Bluescreen-Welle durch die globale IT-Infrastruktur. Ausgelöst wurde diese durch ein fehlerhaftes Update des IT-Security-Dienstleisters Crowdstrike, das von zahlreichen Diensten weltweit genutzt wird, die nun entsprechend unter den Serverabstürzen leiden. Eine erste Einordnung der Problematik finden Sie im unten verlinkten Artikel; im Folgenden fassen wir globale Auswirkungen und Reaktionen auf den Crowdstrike-GAU zusammen.

In Deutschland sind insbesondere Flughäfen betroffen. Der Berliner Flughafen BER kündigte bereits um 8 Uhr morgens an, dass der Flugverkehr vorläufig eingestellt werden muss. Ursprünglich lautete die Hoffnung, um 10 Uhr wieder abheben (via RBB) zu können, doch inzwischen ist hier mindestens bis 14 Uhr alles stillgelegt. Auch erste Krankenhäuser haben Probleme gemeldet. So musste das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) geplante Operationen absagen; die (Notfall-)Versorgung von Patienten sei aber gesichert. Das BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik) hat inzwischen einen Pressetermin einberufen, auf dem um 14 Uhr weitere Informationen folgen sollen.

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Auch weltweit sind primär Flughäfen betroffen. Der australische Airport in Sydney erklärte, dass ein Problem derzeit zu Verzögerungen führt. Im Gegensatz zum Berliner Flughafen wird hier allerdings weitergeflogen. In Indien sollen "nahezu alle" Airports betroffen sein, die aber ebenfalls nur unter Verspätungen leiden. Zudem müssen Boardingpässe derzeit handschriftlich ausgestellt werden, wie ein Nutzer auf X/Twitter erklärt:

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Grundsätzlich scheint Australien am vielfältigsten von dem Crowdstrike-Problem betroffen zu sein. Wie das Reuters-Magazin berichtet, meldet unter anderem die Commonwealth Bank einen Ausfall des Zahlungsverkehrs, unter anderem Überweisungen können nicht durchgeführt werden. Die Polizei im Bundesstaat Victoria erklärte, dass "interne Systeme getroffen wurden, Notfallsysteme aber weiterhin funktional sind".

Ebenfalls in Australien sowie in Großbritannien sind laut dem Reuters-Bericht Medienunternehmen betroffen. Der UK-Nachrichtensender Sky News etwa konnte für mehrere Stunden nicht auf Sendung gehen; auch weitere Fernseh- und Radiosender erklärten, dass bis auf Weiteres kein Programm ausgestrahlt werden könne.

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Crowdstrike selbst hat sich inzwischen ebenfalls zum Vorfall geäußert und einen "Tech Alert" ausgerufen, der allerdings nur nach vorheriger Anmeldung einsehbar ist. Hier wird erklärt, dass das jüngste Update tatsächlich der Auslöser für die Ausfälle verantwortlich ist und die Änderungen rückgängig gemacht wurden. Wurde das Update auf die jeweiligen Server bereits aufgespielt, müssen die Administratoren dennoch über den Workaround versuchen, die Probleme zu beheben.

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    • Kommentare (18)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von empy Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von latiose88
        hm bist du dir sicher das die aufwachen,manche sagen ,hm das war ja nur 1 x was,das können wir schon packen.Wir machen weiter und igronieren das einfach mal,wird schon gut gehen,irgendwie.
        Zitat von empy
        Vielleicht wachen jetzt, wo sich rausgestellt hat, dass so was auch ein extrem teurer Spaß werden kann, wenn jemand anderes Schuld ist, mal ein paar Leute in den entsprechenden Positionen auf.
        Zitat von latiose88
        So könnten auch welche denken.Mit mei das war halt mal passiert,kann schon mal vorkommen.Später wird sich die Lage schon wieder beruhigen.So könnten wirklich welche Denken.
        Ich bin mir sicher, dass viele auch weiterhin so denken werden. Zum Teil wird das der Markt regeln, weil sich Firmen solche Zwischenfälle nicht so oft leisten können dürften, aber bei kritischen Anwendungen wäre auch ein Eingreifen der Politik sinnvoll, wo es ja auch langsam aber sicher ein Umdenken zu geben scheint.
      • Von empy Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von latiose88
        hm bist du dir sicher das die aufwachen,manche sagen ,hm das war ja nur 1 x was,das können wir schon packen.Wir machen weiter und igronieren das einfach mal,wird schon gut gehen,irgendwie.
        Zitat von empy
        Vielleicht wachen jetzt, wo sich rausgestellt hat, dass so was auch ein extrem teurer Spaß werden kann, wenn jemand anderes Schuld ist, mal ein paar Leute in den entsprechenden Positionen auf.
        Zitat von latiose88
        So könnten auch welche denken.Mit mei das war halt mal passiert,kann schon mal vorkommen.Später wird sich die Lage schon wieder beruhigen.So könnten wirklich welche Denken.
        Ich bin mir sicher, dass viele auch weiterhin so denken werden. Zum Teil wird das der Markt regeln, weil sich Firmen solche Zwischenfälle nicht so oft leisten können dürften, aber bei kritischen Anwendungen wäre auch ein Eingreifen der Politik sinnvoll, wo es ja auch langsam aber sicher ein Umdenken zu geben scheint.
      • Von Maddoc6 Software-Overclocker(in)
        Zitat von Bl4d3runn3r
        Bei meiner Arbeit sind alle Windows Rechner und Server betroffen.
        Alle Rechner haben einen Bootloop mit BSOD, über 2000 PCs und 200 Server betroffen. Sind gerade dabei und versuchen so schnell wie möglich die Hauptsysteme wiederherzustellen. Absolute Katastrophe.
        Ihr verwendet für eure Server Windows? Mein aufrichtiges Beileid.
      • Von latiose88 BIOS-Overclocker(in)
        hm bist du dir sicher das die aufwachen,manche sagen ,hm das war ja nur 1 x was,das können wir schon packen.Wir machen weiter und igronieren das einfach mal,wird schon gut gehen,irgendwie.
        So könnten auch welche denken.Mit mei das war halt mal passiert,kann schon mal vorkommen.Später wird sich die Lage schon wieder beruhigen.So könnten wirklich welche Denken.Bei mir auf der Arbeit ist mancher Zustand auch unerträglich,es wird aber weiter gemacht als ob nix wäre.Probleme werden irgendwie umschifft,so das es gerade so noch passt.Bei manchen Entscheidungen kriegt man kopfschmerzen.Ich denke nicht mehr dran,wenn ich was sage,bringt es leider nix.
        Das ist normal zustand.Solange bis mal was wirklich gefährliches passiert.Dann denken diese mal anderst,aber vorher nicht.Mit solchen Menschen zu reden hat keinen sinn,weil es nicht wahrhaben wollen.Ich lasse die ruhig in das Fettnäpchen treten,weil selbst schuld.

        Oder wie willst du mit solchen Menschen die so denken umgehen?
      • Von empy Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von Birdy84
        In dem Fall wohl nicht, ist CrowdStrike wohl eine Ausnahme. Die Rollen offenbar ihre Updates ungetestet an ihre Kunden aus und ohne denen eine Möglichkeit zu bieten dies zu testen. Eine riesige Sauerei!
        Anders kann mir wirklich nicht erklären, warum das überall einfach so durchgegangen ist. Es fällt mir wirklich schwer, dieses Maß an Fahrlässigkeit zu fassen. Für viele ist IT scheinbar wirklich noch ein Gimmick. Solange sie läuft und man jemanden bezahlt, der die Verantwortung übernimmt, wenn sie es nicht mehr tut, passt das schon. Wie eine einzelne Firma die Verantwortung für so einen Vorfall tragen und vor allem für die Folgen aufkommen können soll, fragt sich aber wohl niemand. Vor allem, weil wohl auch medizinische Einrichtungen betroffen waren. Vielleicht wachen jetzt, wo sich rausgestellt hat, dass so was auch ein extrem teurer Spaß werden kann, wenn jemand anderes Schuld ist, mal ein paar Leute in den entsprechenden Positionen auf.
      • Von Gast1764587403
        Zitat von Lotto
        Bei meinem Arbeitgeber (200 Mitarbeiter) werden Updates (Windows, Security, ...) immer erst testweise an einzelne PCs ausgerollt und dann schaut man mal 2-3 Tage.
        Erschreckend finde ich also, dass die IT-Abteilungen von Großkonzernen und sogar Krankenhäusern oder Banken (welche man ja beide schon zur Infrastruktur eines Landes zählen kann) das anscheinend nicht machen.
        Weil dein Unternehmen die Verantwortung erkannt hat und die Konsequenzen selbst ausbaden muss.
        Solche Sicherheitsfirmen verkaufen aber eigentlich nur Aussagen über Dinge, die nie auftreten werden, und bringen meist Probleme die du ohne Sie nie hättest.
        Und wenn es ganz dumm läuft, hast du zwar den Vertrag mit einer US-amerikanischen Firma abgeschlossen, deine Sicherheit regelt aber ein Billiglohn-Admin der in Indien mit seinen fünf Kumpels in einer Zweizimmerwohnung hockt und mit drei Klicks deine Produktion lahm legt.
      Direkt zum Diskussionsende
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