Windows 10: Bedenken wegen eventuell unzulässiger Arbeitnehmer-Überwachung

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Windows 10 könnte bei einem Einsatz in Unternehmen ein Datenschutz-Problem sein, wenn nicht die Enterprise-Version genutzt wird.
Quelle: Microsoft

Das aktuelle Betriebssystem Windows 10 sammelt bekanntlich eine ganze Reihe an Daten über den Einsatz des Betriebssystems oder der Nutzung von Apps. Vieles davon lässt sich deaktivieren, doch manche Funktionen könnten angeblich sogar die Rechte von Arbeitnehmern verletzen, wenn Windows 10 in Unternehmen verwendet wird.

Laut einem Bericht von Heise Online untersucht das Bayerische Landesamt für Datenschutzaufsicht, ob das aktuelle Betriebssystem Windows 10 von Microsoft eventuell Rechte von Arbeitnehmern verletzt und ob ein Einsatz unter Einhaltung des Datenschutzes möglich ist. Grund dafür ist laut der Meldung, dass Windows 10 viele persönliche Daten über Suchanfragen bei Bing, in Edge aufgerufene Webadressen oder auch Klickpfade von Office-Software an Microsoft überträgt.

Das könnte beim Einsatz in Unternehmen auf eine Überwachung von Arbeitnehmern hinauslaufen, die laut Heise nach gängiger Rechtsauffassung nicht zulässig wäre. Zwar gibt es Windows 10 auch in einer speziellen Enterprise-Version, die das komplette Abschalten der Übermittlung von Telemetriedaten ermöglicht, doch in Unternehmen kommen auch die Pro- und Home-Version zum Einsatz.

In diesen Versionen können nicht alle Funktionen und manche auch nur recht kompliziert deaktiviert werden. Dafür, dass Arbeitnehmer nicht überwacht werden, ist allerdings der Arbeitgeber verantwortlich. Hinzu kommt, dass laut Heise die Verschlüsselung der übertragenen Daten mangelhaft ist und diese abgefangen und manipuliert werden könnten.

Auch Golem berichtet über die Warnung des Sicherheitsexperten Lukas Grunwald, laut dem beispielsweise der Windows Defender eine Liste aller installierten Anwendungen an Microsoft verschickt. Sein Rat ist das Aufsetzen eines DNS-Proxys, der die DNS-Anfragen zu Microsofts Telemetrie-Servern, die er "Spionage Cloud" nennt, auf die Adresse 0.0.0.0 umleitet.

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    • Kommentare (32)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von blasiusx Freizeitschrauber(in)
        AW: Windows 10: Bedenken wegen eventuell unzulässiger Arbeitnehmer-Überwachung

        Tja, die User strafen jetzt Microsoft Haltung zum Datenschutz und den Zwangs und Treiber Updates ab. Für mich absolut nachvollziehbar.

        Kein Wachstum mehr seit 2 Monaten. Nicht vorstellbar, wie desaströs das ganze geworden wäre, wenn es nicht "Gratis aufgedrückt" worden wäre.

        Windows 10: Die Aufholjagd ist wohl endgültig zu Ende - Dr. Windows

        Windows 10: Der Aufstieg ist gestoppt, das Microsoft-OS stagniert - WinFuture.de
      • Von rum BIOS-Overclocker(in)
        AW: Windows 10: Bedenken wegen eventuell unzulässiger Arbeitnehmer-Überwachung

        ... Bedenken
        ... eventuell
        ... "Spionage Cloud"

        Ich frag mich grad: warum so schüchtern, PCGH?
        Und die Wortfindung zu "Spionage Cloud" war sicher sehr interessant!

        Zum Topic: Was würde ich, wenn ich eine Firma wäre, von einem Betriebssystem halten, von dem ich weiß, dass es "in der Grundeinstellung" Daten zu amerikanischen Servern schickt, insbesondere, wenn ich eine Firma wäre, welche weltweiter Technologieführer für "XYZ" ist? Also eigentlich sollte diese Art von Software dann doch nur noch auf Workstations installiert werden, welche weder Zugriff aufs Firmen-interne Intranet noch auf sonst irgendwelche Daten, insbesondere der Kennzeichnungsstufe "Confidential" oder höher, haben oder auf welche <keine> Mitarbeiter der Firma Zugriff haben, welche gegebenenfalls Zugriff auf entsprechend brisante Daten haben könnten. Nicht? Klar hat jede Firma ein Team von Admins, welche vorher entsprechende Schulungen im Ausschalten eventueller Spionagefunktionen erhalten haben. Das gilt natürlich im selben Maße für Kommunikations- als auch andere Software , welche ebenfalls Daten weiter geben könnte. WhatsApp ist eher Privatkundenorientiert (hoffentlich installiert sich keine Firma wirklich so etwas auf Ihre Mitarbeiterhandys?), aber schon mal jmd. geschaut was mit Skype passiert ist ... ?
        Quelle Wikipedia: Skype ist ein im Jahre 2003 eingeführter, kostenloser Instant-Messaging-Dienst, der seit 2011 im Besitz von Microsoft ist.
        Was genau bezweckt Microsoft eigentlich mit seinem ganzen Linux-Interesse? Zehn Jahre Ubuntu: Spyware Ubuntu | ZEIT ONLINE
        Und hier noch was zum Nachdenken allgemein: Microsoft gab NSA & Co wohl Zugriff auf OneDrive, Skype & Co - WinFuture.de

        Nunja ... für mich ist W10 eigentlich nur die logische Konsequenz, halt für Privathaushalte und halt ... ***Trommelwirbel*** ... Tatsache! Erst mal kostenfrei!

        Yay!
      • Von T-Drive
        AW: Windows 10: Bedenken wegen eventuell unzulässiger Arbeitnehmer-Überwachung

        Zitat von yojinboFFX
        Ich (und die Anderen 6 Milliarden) haben doch nix zu verbergen!
        Und noch wichtiger....ich sach ma: kostenlos...da leuchten die Augen!
        Gruß Yojinbo,Der paranoid,fortschrittsfeindlich und überhaupt ist
        Das ist mal ne Aussage.
      • Von Gast1730761801
        AW: Windows 10: Bedenken wegen eventuell unzulässiger Arbeitnehmer-Überwachung

        Zitat von Insider
        ist aber auch schon längst bekannt, das bei Windows 7 und 8.1 genauso geschnüffelt wird.
        Das ist die Ausrede für die Leute die's nicht mehr unter Kontrolle haben. Eines ist sicher wenn man gegen das Schnüffeln arbeiten kann dann bei Windows 7 oder 8 ohne zwangsupdates die noch mehr löcher in PC schießen. Windows 10 sollte man in Virus 10 umtaufen.
      • Von yojinboFFX Software-Overclocker(in)
        AW: Windows 10: Bedenken wegen eventuell unzulässiger Arbeitnehmer-Überwachung

        Ich (und die Anderen 6 Milliarden) haben doch nix zu verbergen!
        Und noch wichtiger....ich sach ma: kostenlos...da leuchten die Augen!
        Gruß Yojinbo,Der paranoid,fortschrittsfeindlich und überhaupt ist
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