Windows 11 SE: Das bietet die neue Edition für günstige (Schul-)Laptops

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Microsoft Surface Laptop SE mit Windows 11 SE.
Quelle: Microsoft

Microsoft hat das neue Windows 11 SE für günstige Notebooks vorgestellt. Mit dieser Version will der Hersteller Bildungseinrichtungen mit erschwinglichen PCs versorgen, die leicht zu managen sein sollen.

In Zeiten der Coronapandemie hat die Digitalisierung der Bildung neue Fahrt aufgenommen und hierzulande viele Baustellen aufgezeigt. In anderen Ländern sind Computer längst in den schulischen Unterricht integriert. Microsoft hat gemeinsam mit dem günstigen Surface Laptop SE das neue Betriebssystem Windows 11 SE vorgestellt. Hierbei handelt es sich um eine abgespeckte Version von Windows 11, die speziell für Bildungseinrichtungen gedacht ist und nicht an Konsumenten verkauft wird. In einer FAQ von Microsoft ist nun ersichtlich, wie sich die SE-Version vom normalen Windows 11 unterscheidet.

Administratoren mit Microsoft Azure Active Directory bestimmen, was installiert wird

Windows 11 SE wird direkt an PC-Hersteller ausgeliefert, die damit Education-PCs ausstatten und an Bildungseinrichtungen zu einem günstigen Preis verkaufen können. Bei Windows 11 SE sind die Office-Desktop-Programme Microsoft Word, Excel, Powerpoint und Onenote, die allesamt auch offline genutzt werden können, vorinstalliert. Nutzer können aber selbst keinerlei klassische Programme installieren. Zur Anmeldung am Windows-11-SE-PC braucht man ein Microsoft-Konto mit gültigem Abonnement von Microsoft 365.

Via Microsoft Azure Active Directory kann dann der registrierte Administrator alle PCs mit Windows 11 SE managen und bestimmen, welche Apps/Programme die Nutzer von Windows 11 SE herunterladen und installieren können. Natürlich laufen auch x86-Programme, wie Zoom oder Google Chrome auf allen Computern mit Windows 11 SE, doch welche Software installiert wird, kann nur der Administrator via Azure Active Directory bestimmen. PCs mit Windows 11 SE müssen folgende Anforderungen erfüllen:

  • CPU: Intel Celeron, Pentium N oder AMD Athlon,
  • Speicher: Maximal 8 GiByte Arbeitsspeicher und/oder eine Festplatte/SSD/Flash-Speicher mit maximal 128 Gigabyte Speicherkapazität,
  • Display: Touchscreen,
  • Verkaufspreis: Maximal 350 US-Dollar (ohne Steuern)

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Um auf diesen PCs flüssig arbeiten zu können, erlaubt Windows 11 SE nur die Anzeige von zwei Fenstern auf einem Bildschirm und verzichtet somit auf den Snap-Assist. Die einzige Option, Apps selbstständig als Nutzer zu installieren, stellen Web-Apps dar, die man mit dem vorinstallierten Webbrowser Microsoft Edge auf Basis von Google Chrome auf die günstigen PCs bringen kann. Microsoft verzichtet bei Windows 11 SE sogar auf den Microsoft Store und legt so viel Kontrolle wie möglich in die Hände von IT-Admins mit einem kostenpflichtigen Abonnement von Azure Active Directory. Wer möchte, kann zur Datensicherung Cloudspeicher wie etwa Microsoft Onedrive benutzen.

Mit Microsoft Surface Laptop SE & Co. sollen Chromebooks angegriffen werden

Mit dieser Strategie will Microsoft endlich den Chromebooks Paroli bieten, nachdem der letzte Versuch mit Windows 10X - schon vor Marktstart - gescheitert war. In den USA ist digitale Bildung längst Alltag, wobei mehrheitlich im schulischen Bildungsbereich auf günstige Laptops mit Google Chrome OS gesetzt wird und so Schüler ab fünf Jahren mit Notebook/Tablet unterrichtet werden. Chromebooks kosten nur um die 150 US-Dollar und stechen durch ihre einfache Handhabung sowie die Koppelung an die Internetverbindung, um etwa Dokumente bearbeiten zu können, hervor.

Windows 11 SE erfordert ein Abo von Microsoft 365 Education. Quelle: Microsoft Dynabook Satellite Pro E10-S mit Windows 11 SE. Quelle: Dynabook

Das Microsoft Surface Laptop SE besitzt einen Touchscreen mit 11,6 Zoll und einer Auflösung von 1.366 x 768 Pixeln. Im Inneren verrichtet ein Intel Celeron N4020 oder N4120 seinen Dienst. In Sachen Speicher haben Kunden die Wahl, zwischen vier und acht GiByte RAM und einem eMMC-Flash-Speicher mit 64 oder 128 Gigabyte Kapazität. Laut Microsoft lassen sich die Tastatur, der Bildschirm, der Speicher und der Akku austauschen. Bildungseinrichtungen in den USA können bereits jetzt das Surface Laptop SE zu einem Preis ab rund 250 US-Dollar kaufen.

Ab dem ersten Quartal 2022 bringt u. a. Dynabook ein günstiges Laptop für Bildungseinrichtungen in Deutschland auf den Markt. Zur UVP von rund 320 Euro bekommen Bildungseinrichtungen in B2B-Geschäften dann das Satellite Pro E 10-S, welches neben einer spritzwassergeschützten Tastatur und einem stabilen Gehäuse über einen LAN- und einen HDMI-Anschluss verfügt. Zudem stehen noch zwei USB-A-Ports und ein USB-C-Port zur Verfügung. Als Antrieb dienen Intel Celeron-CPUs, die Daten werden auf einer SSD gespeichert. Natürlich gibt es bei B2B-Händlern auch Mengenrabatt, sodass wohl kaum ein Notebook mit Windows 11 SE zur UVP verkauft werden wird.

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Ebenfalls lesenswert: [PLUS] Windows 11 im Technik-Check: Keine Angst vor VBS, HVCI oder TPM

Sammlung zu Windows 11 SE:

  • Microsoft startet - nach dem gescheiterten Windows 10X - einen neuen Versuch, im Bildungsmarkt dem bisherigen Klassenprimus Google Chromebook Paroli zu bieten. Mit Windows 11 SE soll dies nun gelingen.
  • Hierzu bindet Microsoft diese spezielle Edition von Windows 11 an ein Abonnement von Microsoft 365 und erlaubt die Installation von Apps nur noch durch Administratoren, die ein kostenpflichtiges Abo bei Azure Active Directory haben.
  • Um den Gerätepreis niedrig zu halten, dürfen PCs mit Windows 11 SE nur eine eingeschränkte Hardwareausstattung bieten.
  • Im ersten Quartal 2022 wird es Notebooks mit Windows 11 SE auch hierzulande geben. So können dann Bildungseinrichtungen in B2B-Geschäften beispielsweise das Dynabook Satellite Pro E10-S für rund 320 Euro erwerben.

Quellen: Microsoft (1), Microsoft (2), FAZ

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