Windows 10: Microsoft setzt auf Machine Learning bei Verteilung von Updates
Microsoft will nach den vielen Problemen, die große Windows 10-Updates in der Vergangenheit plagten, künftig einen runderen Rollout bieten. Dafür greife man auch auf ein Machine Learning-System zurück. Damit sollen Probleme frühzeitig erkannt und der ideale Zeitpunkt für die Verteilung der Aktualisierung bestimmt werden.
Die großen Updates für Windows 10 brachten bislang nicht nur diverse neue Funktionen mit sich, sondern auch viele Probleme. Bei Microsoft sorgte das für Chaos, bei Nutzern war derweil Frust angesagt. Die "Update-Erfahrung" soll verbessert werden, verspricht Microsoft. Dafür wird mitunter auch Machine Learning genutzt. Die ersten Resultate präsentiert das Unternehmen nun auf dem eigenen Blog.
Erster Einsatz mit Windows 10 Version 1803
Erstmals kam Machine Learning bei der Verteilung von Updates mit Version 1803 von Windows 10 zum Einsatz, besser bekannt als das April 2018-Update. Microsoft analysierte auf Basis von damals noch sechs Kernkriterien, beispielsweise die Stabilität des Systems, wie rund der Update-Prozess lief. Mit Version 1903 sei man mittlerweile bei 35 Bereichen angekommen, wobei noch weitere in der Zukunft hinzukommen sollen.
Anhand der Daten nominiert das System zum einen diejenigen Rechner, für die ein problemloses Update am wahrscheinlichsten ist und bietet die Aktualisierung im Anschluss an. Die Resultate seien laut der Statistik von Microsoft positiv. Im Vergleich mit verteilten Updates ohne das Machine Learning seien die System-initiierten Deinstallationen um mehr als die die Hälfte gesunken. Noch besser sehe es bei der Anzahl der Kernel Mode-Abstürze aus, die ebenfalls deutlich zurückgehen, während fünfmal weniger Treiberprobleme nach den Updates verzeichnet wurden.
Quelle: Microsoft
Verteilung von Windows 10-Updates - Vergleich von Problemen bei normalem Rollout und Verteilung mithilfe von Machine Learning
Zum anderen nutze man das Machine Learning zur frühzeitigen Identifikation von Kompatibilitätsproblemen. Der Rollout des jeweiligen Updates für potentiell betroffene PCs könne so beispielsweise ausgesetzt werden. Abseits der konventionellen Kanäle - darunter beispielsweise Labortests, Feedback und Support-Anfragen - nutze man das Machine Learning um die jeweiligen Probleme zu analysieren und die wahrscheinlichsten Auslöser auszumachen.
"Noch viel Arbeit nötig" für sofortige Problemerkennung
Laut Microsoft profitieren jedoch nicht immer alle Windows 10-Rechner von Machine Learning-System im Zuge eines Update-Rollout, wie im Blogbeitrag erklärt wird. Der richtige Zeitpunkt für eine Aktualisierung könne damit nur dann bestimmt werden, wenn entsprechende Daten ähnlicher Hardware-Konfigurationen vorliegen, bei denen das Update reibungslos über die Bühne ging.
Da die Anzahl an Hardware-Konstellationen mitsamt Treibern, Anwendungen und anderen Faktoren jedoch recht umfangreich ist, greift das Machine Learning-System jedoch erst ab einem gewissen Sättigungsgrad. Darunter versteht sich die Anzahl der Hardware-Komponenten, Treiber, Anwendungen sowie andere Komponenten, mit denen die jeweilige Aktualisierung in Berührung kam.
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Noch brauche das Machine Learning-Systeme einige Stunden, bis es Probleme erkennt. Damit diese binnen nur weniger Sekunden auffallen, brauche es laut Microsoft "noch viel Arbeit".
Windows-10: April-Update im Praxistest mit Benchmarks - Werden Ruckler reduziert?
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Wobei mein Feedback da auch nicht wirklich helfen würde, wenn ich höre das bei den Leuten hier gefühlt im 3 Tages Rythmus das BS zerschossen wird. Nichtmals im "Fast Ring" hatte ich solche Probleme bisher.
Das System läuft und irgendwann kommt plötzlich das Zwangs-Update welches das OS mit einem Treffer versenkt.
Die Leute stehen dann da und haben Null Plan wie man das System wieder zum laufen bekommt.
Wenn MS wenigsten nur die Sicherheits-Patches zwangsweise verteilen würde und alles andere optional ließe wär das so super.
Von den Leuten welchen ich ein System zusammengebastelt habe kommen immer wieder welche zu mir weil plötzlich was anders aussieht und ungewohnt ist, ohne dass die das wollten.
Da ist dann auf einmal ein "Virus" auf der Platte weil MS eine "Konakt-App" in die Taskleiste gepackt hat oder weil sich irgendwelche Verknüpfungen geändert haben...
Wenn möglich installiere ich den recht ahnungslosen Nutzern ein LTS Ubuntu, zumindest wenn's beim Rechner nur um Office/Web geht. Drei konnte ich schon dafür begeistern, von denen hab ich dann nie wieder was gehört. ^^
So ein 2/3 Stunden Crashkurs für Ubuntu ist mir lieber als jemand der alle paar Wochen auf der Matte steht weil er sein Win geschrottet hat.
So ist Win eigentlich super, wenn man sich bissl auskennt und weiß was man tut kommt man normalerweise auch echt gut über die Runden. Es bietet halt zu viel Angriffsfläche für DAU's was dann vorangig der Grund ist weshalb Probleme auftreten.