Fractal Design Celsius S36: Kühleistung, Lautheit, Fazit
Die Kühlung, Lautheit und das Fazit zum Fractal Design Celsius S36
In diesem Artikel
Fractal Design Celsius S36: Kühlleistung
Quelle: PC Games Hardware
Fractal Design Celsius: Mit einem Dreh der äueren Pumpenverkleidung wechselt man zwischen externer PWM- und interner, automatischer Regelung.
Zu hohe Temperaturen sind nur bei wenigen Kompaktwasserkühlungen ein Problem - und mit einem 3×120-mm-Radiator hat die Celsius S36 noch einmal mehr Reserven als die 2×120-mm-Konkurrenz. Der maximalen Lüfterdrehzahl von 2.000 U/min können wir somit getrost das Prädikat "so viel Kühlleistung braucht keine CPU" verleihen: 43,1 °C (bezogen auf 20 °C Umgebungstemperatur) meldet unser 150-W-TDP-Test-Prozessor unter Volllast. Nach der ebenfalls 3×120-mm-großen EKWB EK-XLC Predator 360 (43,2 °C) liegt die S36 damit als zweite Kompaktwasserkühlung im PCGH-Testlabor (deutlich) unter 44,5 °C. In einem typischen Spiele-PC mit geringerer Abwärme kann man
aber getrost niedrigere Lüfterdrehzahlen anstreben. Mit auf 1.020 U/min gedrosselten Lüftern erreichen wir 48,2 °C - neben der Arctic Liquid Freezer 240 (47,4 °C, vier Lüfter) und der Predator 360 (48,1 °C) der bislang beste Wert in unserer 1,0-Sone-Messung. Wer zusätzlich auch die Pumpe drosselt, erzielt jeweils 1,0 - 1,5 K höhere und somit weiterhin sehr gute Temperaturen. Regelt man sowohl Lüfter als auch Pumpe über den integrierten Hub, erreicht Letztere bei 50 Prozent PWM ihre Minimaldrehzahl. Die Lüfter drehen dann mit 800 U/min und sind ähnlich leise wie die Pumpe selbst, am Prozessor messen wir kalte 52,6 °C. Das untere Ende der Fahnenstange sind 65,4 °C (braucht man niedrigere Temperaturen wirklich?) bei 500 U/min. In diesem Modus sind die Lüfter zwar nicht vollkommen lautlos, werden aber vollständig von der Pumpe übertönt.
Fractal Design Celsius S36: Lautheit
Quelle: PC Games Hardware
Fractal Design Celsius: Halterung und Bodenplatte entsprechen dem Asetek-Standard
Viele Wasserkühlungen haben ein Problem mit Pumpen, welche die verbauten Lüfter bei reduzierter Drehzahl übertönen. Dass dies auch der Celsius geschieht, ist aber kein großer Makel, denn in frei stehendem Zustand ohne Resonanzkörper schafft es die Pumpe ihrerseits gerade noch so in die elitäre 0,1-Sone-Klasse. Verglichen mit ungedämmten Asetek-Modellen wie zum Beispiel von Arctic (Liquid Freezer 240: 0,2 Sone) hat sich der zusätzliche Materialeinsatz also gelohnt - solange die Pumpe nicht auf ein Mainboard montiert wird, was im Praxiseinsatz natürlich immer der Fall ist. Hier dominieren, wie so oft, die an das Mainboard übertragenen Vibrationen die Geräuschentwicklung und wir messen auf einem Beispiel-Mainboard bis zu 0,6 Sone; je nach Mainboard-Modell und Resonanzen sind auch abweichende Werte möglich. Das ist immer noch nicht laut, aber auffällig - und glücklicherweise beeinflussbar. Drosselt man die Pumpe auf ihre Minimaldrehzahl, reduziert sich der Luftschall deutlich und auch mit zusätzlicher Resonanz messen wir nur noch knapp 0,2 Sone. Empfindliche Naturen werden diese Geräusche in leiser Umgebung heraushören, mit zusätzlich gedrosselten Lüftern ist die Celsius S36 aber durchaus für leise Rechner geeignet.
Erwartungsgemäß alles andere als "Silent" sind dagegen die höheren Lüftergeschwindigkeiten. Bei 75 Prozent der Maximaldrehzahl messen wir bereits störende 2,8 Sone, mit vollen 2.000 U/min sind es gar 5,3 Sone. Verglichen mit den traurigen Rekordhaltern im Kompaktwasserkühlungssegment ist dies immer noch wenig, aber alles andere als alltagstauglich - und wie durch die sehr guten Temperaturen belegt auch alles andere als notwendig.
Fractal Design Celsius S36: Fazit
Zusammenfassend bietet Fractal Designs neues Topmodell sehr viel mehr Kühlleistung, als man für eine reine CPU-Kühlung benötigt in einem Format, das einige Gehäuse vor Probleme stellt. Die beigelegten Lüfter zeigen aber trotz ihrer hohen Maximalleistung auch bei niedrigen Drehzahlen keine Schwächen und sind zudem gut auf die Pumpe als zweite Geräuschquelle abgestimmt. Regelt man die Kühlung ausreichend weit herunter, erhält man so rekordverdächtige Temperaturen bei einer sehr annehmbaren Geräuschkulisse - und das ohne zusätzliche Investitionen in andere Lüfter, wie wir sie in der Vergangenheit bei anderen Asetek-Partnern aus der gleichen Preisklasse empfehlen mussten. Eigentliches Highlight ist aber der Preis als solcher. Während die Celsius S24 für eine UVP von 124,99 Euro harte Konkurrenz hat, gibt es für einen minimalen Aufpreis auf 134,99 Euro UVP bereits die große S36. Ersten Händlern im PCGH-Preisvergleich zufolge dürften diese Preise bald noch fallen, so Fractal Design mit einer sauber designten 3×120-mm-Kompaktwasserkühlung gegen gleich teure 2×120-mm-Konkurrenzmodelle antreten und gewinnen würde.
Bildergalerie
| Produkt | Celsius S36 |
|---|---|
| Hersteller | Fractal Design (www.fractal-design.com) |
| Preis/Preis-Leistungs-Verhältnis | Ca. € 140,-/ausreichend |
| Link zum PCGH-Preisvergleich | www.pcgh.de/preis/1621923 |
| Ausstattungsnote | 2,41 |
| Enthaltene Lüfter/Anschluss/Entkopplung | 3× 120 mm/4 Pin/keine |
| Montierbare Lüfter | 3× 120 mm vorne oder hinten |
| Lüfterdrehzahl min. – max. | 470 – 1.950 U/min |
| Wärmeleitmittel/Lüftersteuerung/Extras | Voraufgetragen/automatisch nach Wassertemperatur/PWM-Hub an Radiator |
| Erweiterbarkeit | Prinzipiell möglich (G1/4-Zoll-Gewinde am Radiator) |
| Beiliegende Schrauben Radiator | UNC 6-32 Gewinde, 31, 5 mm |
| Eigenschaftennote | 2,57 |
| Sockelunterstützung AMD | AM4/AM2(+)/AM3(+)/FM1/FM2(+) |
| Sockelunterstützung Intel | 1150/1155/1156/2011/2011-v3 |
| Anpresskraft Sockel 1151 | 180 N |
| Maße (L × B × D Radiator), Gewicht mit Serienlüfter(n), Schlauchlänge | 404 × 122 × 56 mm, 1499 g, 37 cm |
| Montageaufwand (AMD/115X/2011) | Gering/gering/gering |
| Platinenausbau nötig (AMD/115X/2011) | Nein/ja/nein |
| Gedrehte Montage (AMD/115X/2011) | Möglich/möglich/möglich |
| Leistungsnote | 1,74 |
| CPU-Temp., Serienlüfter (100/75/50 %) | 43,1/45,0/49,1 °C |
| Lautheit Serienlüfter (100/75/50 %) | 5,3/2,8/0,9 Sone |
| Schalldruckpegel Serienlüfter (100/75/50 %) | 47,1/39,9/29,1 dB(A) |
| CPU-Temp., Serienlüfter bei 1.0 Sone | 48,2 °C (1.020 U/min) |
| CPU-Temp., Referenzlüfter (100/75/50 %) | 46,0/48,0/54,9 °C |
| Lautheit Referenzlüfter (100/75/50 %) | 2,3/0,9/0,1 Sone (3 × 120 mm) |
| Schalldruckpegel Referenzlüfter (100/75/50 %) | 37,1/27,7/17,7 dB(A) (3 × 120 mm) |
| Lautheit Pumpe | 0,1 Sone |
| Fazit | + Relativ Günstig |
| + Leistungsstark | |
| - Sehr sperrig | |
| Endnote | 2,09 |

Meinen 3770K habe ich damals für 30€ köpfen lassen und die TIM durch Flüssigmetal ersetzt. Das würde ich immer wieder tun. Ein besserer Kühler kostet auch mehr Geld und hat dann evtl auch noch mehr Lüfter (Lärm) und braucht mehr Platz.
Der Sensor ist 3-polig und benötigt einen kleinen Preamp.
Mit diesem kann man dann überall dran wo man möchte, da Line-Signal
Das geht sogar per Onboard-Soundkarte + kostenfreier Demoversion von ARTA,
Wie gesagt, den Bewertungsfilter, würde ich einfach raus lassen,
da sich hiermit keine absoluten, genauen Werte vergleichen lassen. Eigentlich nutzt man die A-Bewertung nurnoch beim Bewertungspegel (LAeq), bzw. für den TA Lärm.
Hat man nur ein einfaches Messgerät, empfiehlt es sich zumindest auf C samt langsamer Integrationszeit umzuschalten.
Anm.: Hat man ein Brummen im Raum oder System, kann man das natürlich auch gerne steil Hochpassen, was nicht unüblich ist,
als Anmerkung aber immer mit * unterhalb der Tabellen zu finden ist.
Messungen in kurzen Entfernungen können schon Sinn machen, da man hier dem Grundpegel aus dem Weg gehen kann,
bzw. "leiser" messen kann, oder auch den Raum besser ausblendet.
Sagen wir der Raum hat einen Grundgeräuschpegel von 30dB, der Lüfter hat 17dB /1m, also wie messen?
Lüfter: 100cm 17dB, 50cm = 23dB, 25cm = 29dB, 12,5cm = 35dB.
Somit muss man auf unter 25cm um den genauen Pegel zu ermitteln. Die anfangs krumm wirkende Zahl von 12,5cm
erweist dich dann als äußerst praktisch, da man nur 3x 6dB drauf rechnen muss um den Pegel auf 1m zu erhalten.
PS:
Fast alle Pegelangaben (nicht nur bei Lautsprechern) werden immer auf 1 Meter ermittelt bzw. skaliert. (Ne Software kann das idR. sogar fast von selbst skalieren).
Ist aber prinzipiell Wurscht, sofern man zum Vergleich alles identisch angibt/skaliert, was ihr ja macht.
In die Tabelle sollte dann aber z.B. "37 dBA / 0,5m". (In Klammern setzt man die Bewertung übrigens nicht)
oder in die erste Spalte "Schalldruckpegel auf 0,5m"
Gut, schreibt man's nicht bei, ist der Leser gezwungen den Text zu lesen, bis er's findet
Edit:
Damit man mal was zum Anschauen hat, habe ich mir in YT irgend ein Rauschen gesucht.
Gemittelter Verlauf, oberes Bild
Darunter sieht man die einfache Pegelbewertung mit Z (Linear. Blau) und A-Bewertung (Grün),
der Pegelunterschied beträgt hier ganze 6dB.
[Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
Haben wir jetzt einen Lüfter, welcher den Buckel im Bereich 300Hz hat anstatt um die 50Hz,
würde dieser nicht mit 108, sondern mit rund 112dB angegeben werden.
Kurzum, mit A-Bewertung fällt der Pegel in diesem Fall um 6dB zu niedrig aus, was schon knapp einer Halbierung des empfundenen Lautstärkepegels entspricht.
Die Bewertungsfilter sind für Vergleiche völlig sinnlos und dienen nur für Beurteilungspegel, z.B. im Bereich TA-Lärm/ Immission und Schutz.
Und egal, ob dB, Phon oder Sone, ein Problem an der ganzen Sache ist, dass entweder die Peaks gewertet werden, oder der Pegel über die Zeit gemittelt wird,
wobei hier die Peaks aber ebenfalls mit einspielen.
Damit man das obere Diagramm noch mal in Sone sieht:
[Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
Im Diagramm gibt man hier keine Frequenz an, sondern Bark.
1 Bark entspricht 100Hz, anfangs erhöht sich der wert Linear mit der Frequenz, später (blöderweise) logarithmisch.
Also auch wieder Blöd -> Tabelle zur Hand nehmen, oder mühselig umrechnen.
Also wie bei Sone, ist Bark wieder eine durch Versuche ermittelte psychoakustische Größe und entspricht hier der empfundenen Tonhöhe und nicht direkt der Frequenz.
Verdopplung vom Bark-Wert = Der Ton wird doppelt so hoch wahrgenommen.
Normalerweise müsste man eine Messung (Siehe Bild, obiges Diagramm) machen und den Durchschnittspegel selbst ermitteln,
aber eben auf die Peaks verweisen. Das wäre hier aber zu viel des Guten
Damit man weiß, was ich mit Letzterem meine, verweise ich mal auf einen Artikel von mir,
der das denke ich anhand eines Lautsprecher gut vermittelt.
Pegel-, Dezibel- und Leistungsangaben - Erklarung | Jobst-Audio - Tontechnik
(Einfach bis zum ersten Bild scrollen und anschauen.)
Das Schalldruckpegel als auch Lautheit in der Tabelle sind finde ich super, um so mehr Werte, um so besser. Nur der Bewertungsfilter muss raus.
Da hat sich wirklich wer Gedanken gemacht
Fassen wir mal zusammen:
- "-pegel" in Artikel und in der seit fast drei Jahren gebrauchten Maske ergänzt
- Die Messentfernung beträgt 50 cm. Das steht auch über dem Benchmark, die Testtabelle dient lediglich als Zusammenfassung ohne Erläuterung des Testsystems – zum Beispiel für Temperaturmessungen würde das an dieser Stelle schlicht den Platz sprengen.
- Die Messeentfernung gilt einheitlich für alle PCGH-Tests, da muss man gar nichts im Kopf rechnen
- Messungen in 10 cm Entfernung oder allgemein allem, was sogar unter einer Objektbreite liegt, finde ich persönlich übrigens genauso nutzlos, wie Messungen ohne Entfernungsangabe.
- Sone und dB(A) werden getrennt gemessen, allerdings mit dem gleichen Gerät und im gleichen Aufbau. Ich schalte zwischen beiden Messarten hin und her.
- Für PCGH-Wertungen ist allein Sone entscheident, eben gerade weil es die menschliche Wahrnehmung etwas besser wiederspiegelt und weil es Personen, die nicht an dB-Angaben gewöhnt sind (also der Mehrheit unserer Leser) leichter fällt, Angaben auf einer linearen Skala zu vergleichen.
- Die dB(A)-Angaben dienen nur als Zusatzinformation für Personen, die nicht mit dem PCGH-Messverfahren vertraut sind und greifen dafür auf das beliebteste Gewichtungsverfahren zurück. Daran plane ich auch nichts zu ändern.
- Eine faire Benotung von Schalldruckmessungen bei wechselnden Frequenzen ist nicht möglich. Ebensowenig ist es praktikabel, die Wertung auf einen subjektiven Höreindruck aufzubauen. Besonders auffällige Charakteristiken spreche ich bei Bedarf an, aber für das Wertungssytem ist Sone immer noch die beste Grundlage. Das größte Problem bei Lüftern und Pumpen sind heutzutage ohnehin zyklische Geräuschmuster, nicht bestimmte Frequenzen. Darin unterscheiden sich Lüfter kaum und auch pfeifende Pumpen sind selten geworden.
- Über Beschleunigungssensoren habe ich auch schon nachgedacht, aber bislang ist mir keine sinnvolle Auswertung der Informationen eingefallen. Die Auswirkungen in der Praxis hängen ja nicht nur von der Intensität, sondern auch der Frequenz ab – und vom Resonanzverhalten von Gehäuse und Mainboard. Deswegen gebe ich auch Messwerte auf dem Beispielboard nie in Tabellenform an und berücksichtige sie auch in der Wertung nicht, sondern nenne sie nur als Zusatzinfo um das 0,1-Sone-und-kleiner Feld zu differenzieren. Der genannte Sensor hat übrigens nicht einmal einen passenden Stecker für unser NC-1
Als jemand, der sich für das Thema Lärmpegel am Rechner interessiert - aber selbst nur einen Bruchteil der von dir beschriebenen Dinge ad hoc einordnen kann - klingen deine Ausführen sehr logisch und gut.
Bin gespannt was die Redaktion dazu sagt.
Für mich wäre eine hochwertige Auswertung des Themas Geräuschpegel von Komponenten definitiv ein weiterer Grund, mich bei Kaufentscheidungen stark an euren Tests zu orientieren
Vielen Dank für den Test.
Ich hätte noch 2 Wünsche, eine Korrektur und einen Vorschlag. Danach eine Frage samt etwas Fachgemecker
+ In die Tabelle, Spalte Schalldruck(Pegel) bitte den Abstand mit angeben (wichtig!). (Da pro Entfernungsverdopplung -6dB)**
+ Bitte ohne Bewertungsfilter messen (300Hz ist mit A-Bewertung ganze 10dB leiser als 1kHz, 100Hz sogar schon ganze 20dB. Zwischen -6dB bis -10dB empfinden wir subjektiv als halb so laut)****
- Schalldruck wird in Pascal angegeben, es sollte Schalldruckpegel (SPL bzw. dBSPL) heißen.
(Man könnte es auch mit Schallpegel abkürzen, aber das ist eher inoffiziell und kann sowohl für Schalldruckpegel als auch Schallintensitätspegel stehen)
• Wie wäre es künftig Pumpen und ggf. auch Lüfter mit einem Vibrationssensor zu messen?
Diesen kann man einfach anstatt Mikrofon anklemmen und kostet nur ein paar Euro.
Ergebnisse mit sowas sind idR. ziemlich aufschlussreich, vor allem falls man nicht sauber in Tiefen Bereichen messen kann.
**
Ein Auszug von Herrn Sengpiel:
"Wenn bei einer Schallpegelmessung der Abstand zur Schallquelle nicht angegeben ist, dann ist das Messergebnis absolut sinnlos"
Auch wenn die Entfernung irgendwo im Text versteckt ist, sollte das definitiv mit in die Tabelle, bzw. bei alle Pegelangaben
****
Beispiel:
Ein Gerät macht bei 300Hz 100dB, das andere macht hier 90dB. Ab 1kHz erreichen beide Geräte 90dB
In dBA würden beide Geräte mit 90dB in der Tabelle stehen, obwohl das eine mehr als Doppelt, evtl. sogar subjektiv vier mal lauter bei 300Hz ist
und ohne Bewertungsfilter somit mit 100dB in der Tabelle stehen würde.
Den einen stören die 300Hz wie Harrie, den anderen nicht.... Sone ebenfalls nicht
Frage:
Habt ihr Sone und SPL separat ermittelt?
Ich mag Sone immer noch nicht wirklich, da man es nicht in dB und schon gar nicht in dBA umrechnen kann (maximal nur ganz grob schätzen), sondern nur in Phon,
ebenfalls kann man hier nicht easy auf andere Entfernungen umrechnen.
Nur ein einzelner Sinusston von 1 kHz gemessen in Phon ist der Angabe in dB-SPL gleichzusetzen.
Lautheit (Sone) ist eine persönliche subjektiv empfundene Eigenschaft des Schalls - im Gegensatz zum Schalldruckpegel SPL in Dezibel, der dagegen objektiv und direkt messbar ist.
Die Lautheit gibt an, wie laut Schall rein subjektiv empfunden wird. Sie ist also eine psychoakustische Empfindungsgröße mit großer Toleranz und keine wirkliche Messgröße. Es gibt keine Umrechnungsformel.
Die persönlichen subjektiven Empfindungen der Lautstärke und der Lautheit beim Lärmempfinden entziehen sich als psychoakustische Werte einfacher physikalischer Messung.
dBA ist ein Filter für grob vereinfachte Bewertung der Lautstärke.
Wenn ihr schon Angaben in Sone und SPL macht, dann sollte man den Bewertungsfilter weglassen, denn das wäre quasi doppelt gemoppelt
(Zudem nicht aussagekräftig unterhalb 1kHz und oberhalb 9kHz)
Anm.:
Bevor die Frage aufkommt "Wie würdest du das denn richtig machen?"
Messung in dB(SPL) ohne Bewertungsfilter mit Angabe des Messabstandes.
Ebenfalls würde ich die 1-3 Peak-Frequenzen mit angeben. (Das kann man auch wunderbar Screenshotten und mit anderen vergleichen)
Im Text dann, wie das Geräusch subjektiv empfunden wird.
Die Pumpe würde ich genau so messen, jedoch mit ganz geringem Abstand (Grundpegel) und noch mal mit großem Abstand auf Referenzmainboard/Aufbau (Vibration/Mitschwingen)
Für gescheite Vergleiche, einfach nur ein Beschleunigungsaufnehmer (Vibrationsmesser) anstatt Mikrofon angeklebt. (Hier muss man net mal was in der Software umstellen)
Bevor ihr euch krumm sucht:
Der ACH-01 von Measurement Specialties ist ein preiswerter universell einsetzbarer Beschleunigungssensor mit Polymerfolie, der inkl. Kabel + Stecker net mal 8g wiegt.
Allerdings benötigt das Ding einen kleinen Vorverstärker, den man für 5€ in 60 Minuten gebaut hat. (Tipp bei Störungen: dünne Kupferfolie drum wickeln.)
Schluss:
Hebt euch von anderen Magazinen ab und macht das (oft sehr wichtige) Thema "Lautstärke/Silent" korrekt und vergleichbar.
Tipp: Einheitliche Messabstände wählen, welche einfach im Kopf umzurechnen sind, zB. 12,5cm, 25cm, 50cm, 1m (Bsp.: 100dB, 94dB, 88dB, 82dB)
Was nützt es dem Leser, wenn ihr auf 10cm messt, er aber den Pegel auf 1m wissen möchte, da sein PC so weit weg steht. -> Hinweis im Text auf -6dB pro Verdopplung.