AiO-Phasenwechselkühler: der8auer zeigt außergewöhnlichen CPU-Kühler (jetzt mit Video)
Roman "der8auer" Hartung hat auf der Computex 2018 eine neue Umsetzung des Phasenwechselprinzips bei der PC-Hardware-Kühlung vorgestellt. Statt das ganze Mainboard in Kühlflüssigkeit unterzutauchen, entspricht der Aufbau eher einer klassischen Kompakt-Wasserkühlung - bloß dass keine Pumpe zur Bewegung der Kühlflüssigkeit benötigt wird.
Auf der Gamescom 2017 hatte Roman Hartung alias der8auer die erste Iteration des Aqua Exhalare vorgestellt, die mit einer Nvidia-Edition vor einigen Wochen eine Überarbeitung erfahren hat. Bei den Systemen wird der Großteil der Hardware, allen voran der Prozessor und die Grafikkarte, in Kühlflüssigkeit von 3M getaucht. Diese ist elektrisch nichtleitend und hat einen niedrigen Siedepunkt von 61 Grad Celsius. Direkt an den Siliziumchips verdampft die Flüssigkeit durch die Abwärme, steigt zum Deckel auf und wird dort wieder heruntergekühlt, um zu kondensieren. Das Problem bisher: Die Kühlung erforderte einen zusätzlichen Wakü-Kreislauf mit einer Pumpe, sodass das Konzept vor allem gut aussieht, aber kaum Vorteile gegenüber einer Custom-Wasserkühlung bietet.
Mit einem neuen Projekt skaliert der8auer das Konzept herunter und macht es für Endkunden zugänglicher. Statt den Großteil der Hardware abzutauchen, wird nur der Prozessor gekühlt - im gezeigten Testsystem ein Core i9-7920X mit 12 Rechenkernen aus Intels Skylake-X-Familie. Der Heatspreader hat keinen direkten Kontakt zur Kühlflüssigkeit, stattdessen ähnelt der Aufbau einer klassischen All-in-One- beziehungsweise Kompakt-Wasserkühlung.
Im Inneren befindet sich allerdings kein Wasser mit Zusätzen, sondern eine dieses Mal nicht weiter benannte Kühlflüssigkeit mit weiterhin niedrigem Siedepunkt. Diese verdampft an der CPU, woraufhin der Dampf durch den Schlauch aufsteigt, am Radiator oben heruntergekühlt wird, kondensiert und daraufhin wieder zur CPU zurückfließt. Das geschlossene System ist deutlich günstiger als ein komplettes Becken und benötigt darüber hinaus keine Pumpe. Im Falle von klassischen AiO-Wasserkühlungen ist die Pumpe häufig die lauteste Lärmquelle, da sie sich schlecht entkoppeln lässt.
Bei der gezeigten Lösung handelt es sich noch um einen frühen Prototyp. Ein CPU-Kühler mit diesem Konzept soll auf den Markt gelangen, aber deutlich anders aussehen: Der Drucksensor am Kühlblock wird entfallen, der Schlauch dünner gehalten und der Radiator größer. Insgesamt sollte das Design später noch mehr einer AiO-Wakü ähneln.
In geschlossenen Heatpipes ist das kein Problem.
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Quelle: Was passiert mit Wasser, wenn der Luftdruck immer geringer wird?
Naja, die Wärmeleitfähigkeit von Wasser ist eher sehr bescheiden - macht aber nichts weil man die hier ja auch nicht braucht (die Wärme wird hier bewegt durch Konvektion, nicht durch Leitung).
Ansonsten kann ich mir auch gut vorstellen dass es schlicht Wasser ist. Nicht nur dass es billig ist - es ist auch noch ungiftig und vergleichsweise einfach dicht irgendwo einzusperren (im Gegensatz zum superdünnflüssigen Novek...). Man muss "nur" das Problem lösen den Innenraum auf Größenordnung 100-200 Millibar runterzudrücken (was Kondensation bei rund 50-60°C entspräche) und das ganze dauerhaft 100%tig dicht zu halten... denn wenn der Unterdruck raus kann bzw. Außendruck rein kann siehts schlecht aus mit der Siederei bei für CPUs gesunden Temperaturen.
Wasserabweisendes Material: Da perlt alles ab - SPIEGEL ONLINE
RGT-Regel – Wikipedia
- Schlauscheißermodus aus -
Der Ingenieur erkennt dass siedende Suppe im Phasenwechselkühler ziemlich dasselbe ist wie siedende (essbare) Suppe im Kochtopf und unterstellt dem Ding einfach, dass es wie der Kochtopf höchstwahrscheinlich nicht in den ersten 20 Jahren an Kavitation sterben wird und bautn Prototyp.
...und am Ende beantworten beide die Frage des vorgesetzten BWLlers gleich: "Wird es während der Garantiezeit ausfallen?" "Nein."
Ein halbes Jahr später war man schlauer und einige CPUs ärmer.
Hohe Temperaturen wirken sich dagegen nur vergleichsweise gering aus. Wie bei vielen physikalischen Prozessen sollte man sich hier an der absoluten Temperatur orientieren – bei 350 statt 330 Kelvin bewegen sich Teilchen nicht relevant stärker.