Allied Control kühlt 1,4 Megawatt im Flüssigkeitsbad weg

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Allied Control kühlt 1,4 Megawatt im Flüssigkeitsbad weg
Quelle: Allied Control

Das Zugpferd des einstigen Startups Allied Control stellt die "Immersionskühlung" dar, bei der die Hardware in Novec-Flüssigkeit von 3M getaucht und über einen Phasenwechsel gekühlt wird. Die größten Tanks können 1,4 Megawatt an Verlustleistung abführen. Einsatzzweck: Server, Datenzentren und Mining-Farmen.

Auf der Gamescom 2017 zeigte der8auer zusammen mit Caseking bereits den Komplett-PC Aqua Exhalare, bei dem die Hardware in Novec-Flüssigkeit von 3M getaucht wird. Diese leitet keine Elektrizität und hat einen niedrigen Siedepunkt von 61 Grad Celsius und weniger je nach Produkt. Entsprechende Systeme nutzen den Phasenwechsel aus, bei dem die Flüssigkeit an der Hitzequelle in Form der CPU, GPU und anderen Komponenten verdampft, dabei Wärmeenergie aufnimmt und effektiv kühlt. Der Dampf wird an der Decke abgekühlt, kondensiert dadurch und tropft zurück ins Becken, um dort wieder zu verdampfen.

Im Desktop-Bereich ist die Phasenwechselkühlung nur bedingt sinnvoll, weil das Herunterkühlen des Dampfes die Vorteile wieder weitgehend negiert. Das Aqua Exhalare etwa setzt auf einen Wasserkreislauf mit Pumpe, die Geräusche verursacht. Interessanter ist der Einsatz im HPC-Bereich, wo Allien Control tätig ist. 2010 begann das damalige Startup, Kühlungssysteme mit der Novec-Flüssigkeit von 3M zu entwickeln. 2015 wurde es von Bitfury aufgekauft, das Bitcoin-Mining-Farmen betreibt.

Als Flaggschiff bietet Allied Control Tanks an, die bis zu 1,4 Megawatt an Verlustleistung wegkühlen können. Zur Kühlung des Dampfs setzt der Anbieter auf Kompressoren, die unabhängig von der Hardware gestellt werden können. Laut eigenen Aussagen spare man gegenüber klassischen Kühllösungen mindestens 90 Prozent Strom. Zudem sei die Umsetzung und Aufrüstung einfach, weil man sich kaum Gedanken über die Kühlsysteme machen müsse. Der womöglich größte Vorteil sei das Platzersparnis, weil keine großen Kühlkörper benötigt werden.

Kleinere Systeme werden derweil auf der Supercomputing-Messe SC17 gezeigt, um das Funktionsprinzip zu veranschaulichen. AMDs Head of Brand, Nick Knupffer, teilte ein Video über Twitter. Auf der vergangenen Computex stellte Allied Control ein kompaktes Mining-Rig mit zehn Geforce-GTX-1070-Grafikkarten aus. Zurzeit betreibt der Anbieter zusammen mit 3M und anderen Partnern viel Marketing, um die Verbreitung von Phasenwechselkühlsystemen zu erhöhen.

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    • Kommentare (20)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        AW: Allied Control kühlt 1,4 Megawatt im Flüssigkeitsbad weg

        Zitat von NatokWa
        Ok . die Zahl hatte ich nie mitbekommen , habe aber natürlich gleich mal nachgeschaut was es mit dieser "Version" auf sich hat ... die Chemische Formel die ich dann auch endlich mal gefunden habe ist : C2F5C(O)CF(CF3)2 ohne Bezeichnugn nach IRGENDEINER gängigen Chemischen Nomenklatur (Gibt leider mehrere ARten der Benennung) .
        Zugegeben KEIN FKW da tatsächlich klein H , also Wasserstoff enthalten ... ABER .... schockshit .... diesmal sogar 12!!! mal Fluor in EINEM Molekühl ..

        Schlecht wird mirt auch bei dem Absatz : mit einer atmosphärischen Lebensdauer von 1 bis 2 Wochen ist das Erderwärmungspotenzial von in der Praxis unerheblich.“

        Das zersetzt sich derart schnell und die erwähnen mit KEINEM Wort was von möglichen Wirkungen auf die Ozon-Schicht ... und die gibt es GARANTIERT ..... Feuerlöschmittel ..... Da krieg ich gleich einen ganz anderen Blick auf das Ozonloch .... ich sag nur KOTZ !!
        *lange ungenutze Hirnregionen verweisen auf Wiki*:

        2-Methyl-Dodecafluor-3-pentanon?
        (Von rechts nach links in der Formel: CF3-CF-CF3, am mittleren C dann CO-CF2-CF3. Also eine Art Propyl-Methyl-Keton mit komplett substituierten Wasserstoff.)

        Zitat von 4B11T
        Ja, ich habe den Artikel gelesen und das Promo Video gesehen und ich glaube einfach nicht daran, weil die Innovation = null ist. Ich sehe einfach keinen Vorteil darin.

        Egal über welches Trägermedium die Wärme von der Wärmequelle hin zur Kühlung transportiert wird, das spart ja erstmal nichts ein. Die Idee hier ist: eine Kompressorkühlung anstatt vieler Lüfter zu verwenden, aber das geht sich finanziell niemals aus, da Luftkühlung so viel billiger in der Herstellung & Installation ist. Das ist genau wie bei Tesla: toll ein emissionsfreies Elektroauto zu haben, wenn der Strom aus dem Kohlekraftwerk kommt. Und noch besser: bei der Akkuherstellung für einen einzigen Akku so viel CO2 und sonstige Umweltverschmutzung entsteht, dass ein regulärer Diesel bereits 90.000km fahren könnte.
        Kleinmaßstäblich lohnt sich die Technik nicht, aber für Server und Großrechner sind konventionelle Luftkühler eben nicht ausreichend, sondern bedürfen einer Aufbereitung der Luft mittels Klimaanlage, also ebenfalls einer Kompressorkühlung. Allied Control ersetzt die Kette Hardware-Kupferplatte-Heatpipewandung-Heatpipefüllung-Heatpipewandung-Lamellen-Luft-Lüfter-Umluftanlage-Lamelle-Rohrwandungklimaanlage-Klimaanlagenfüllung-... durch Hardware-Kupferkühler-Klimaanlagenfüllung-... und spart zusammen mit den ganzen Wärmeübergängen auch einiges an Energie und Aufwand ein. Nebenbei verbessert sich die Kühlung all derjenigen Bauteile deutlich, die normalerweise keinen eigenen Kühlkörper erhalten.

        Über den Innvationsgehalt lässt sich nach rund 3,5 Jahrzehnten großmaßstäblichen Einsatzes von Immersionskühlungen im Großrechner-Segment streiten. Meinem Wissen nach gab es bislang aber keine direkte Integration in den Kompressorkreislauf, welche die Effizienz deutlich steigern dürfte – aber auch eine enorme Herausforderung für die Abdichtung des Systems mit sich bringt.

        Zitat von Diablokiller999
        Kann man mit sowas nicht besser eine Dampfturbine betreiben, um dann wieder etwas Strom heraus zu bekommen und die Effizienz zu erhöhen? Es gibt auch eine Universität, die die Abwärme der Serverräume nutzt um den gesamten Campus zu heizen, was knapp 1 Mio. USD im Jahr sparen soll (weiß grad nicht welche). Ansonsten ist das doch auch nur Energieverschwendung im großen Stil und gerade bei Mining-Farmen nimmt das ganze dann abstruse Ausmaße an.
        Zum heizen kann man derartige Systeme nehmen, aber für Dampfturbinen sind die Temperaturen zu niedrig. Man muss im Gegenteil Spezialflüssigkeiten mit sehr niedrigem Dampfdruck verwenden, damit die Füllung überhaupt siedet bevor die Hardware abraucht.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        AW: Allied Control kühlt 1,4 Megawatt im Flüssigkeitsbad weg

        Zitat von NatokWa
        Ok . die Zahl hatte ich nie mitbekommen , habe aber natürlich gleich mal nachgeschaut was es mit dieser "Version" auf sich hat ... die Chemische Formel die ich dann auch endlich mal gefunden habe ist : C2F5C(O)CF(CF3)2 ohne Bezeichnugn nach IRGENDEINER gängigen Chemischen Nomenklatur (Gibt leider mehrere ARten der Benennung) .
        Zugegeben KEIN FKW da tatsächlich klein H , also Wasserstoff enthalten ... ABER .... schockshit .... diesmal sogar 12!!! mal Fluor in EINEM Molekühl ..

        Schlecht wird mirt auch bei dem Absatz : mit einer atmosphärischen Lebensdauer von 1 bis 2 Wochen ist das Erderwärmungspotenzial von in der Praxis unerheblich.“

        Das zersetzt sich derart schnell und die erwähnen mit KEINEM Wort was von möglichen Wirkungen auf die Ozon-Schicht ... und die gibt es GARANTIERT ..... Feuerlöschmittel ..... Da krieg ich gleich einen ganz anderen Blick auf das Ozonloch .... ich sag nur KOTZ !!
        *lange ungenutze Hirnregionen verweisen auf Wiki*:

        2-Methyl-Dodecafluor-3-pentanon?
        (Von rechts nach links in der Formel: CF3-CF-CF3, am mittleren C dann CO-CF2-CF3. Also eine Art Propyl-Methyl-Keton mit komplett substituierten Wasserstoff.)

        Zitat von 4B11T
        Ja, ich habe den Artikel gelesen und das Promo Video gesehen und ich glaube einfach nicht daran, weil die Innovation = null ist. Ich sehe einfach keinen Vorteil darin.

        Egal über welches Trägermedium die Wärme von der Wärmequelle hin zur Kühlung transportiert wird, das spart ja erstmal nichts ein. Die Idee hier ist: eine Kompressorkühlung anstatt vieler Lüfter zu verwenden, aber das geht sich finanziell niemals aus, da Luftkühlung so viel billiger in der Herstellung & Installation ist. Das ist genau wie bei Tesla: toll ein emissionsfreies Elektroauto zu haben, wenn der Strom aus dem Kohlekraftwerk kommt. Und noch besser: bei der Akkuherstellung für einen einzigen Akku so viel CO2 und sonstige Umweltverschmutzung entsteht, dass ein regulärer Diesel bereits 90.000km fahren könnte.
        Kleinmaßstäblich lohnt sich die Technik nicht, aber für Server und Großrechner sind konventionelle Luftkühler eben nicht ausreichend, sondern bedürfen einer Aufbereitung der Luft mittels Klimaanlage, also ebenfalls einer Kompressorkühlung. Allied Control ersetzt die Kette Hardware-Kupferplatte-Heatpipewandung-Heatpipefüllung-Heatpipewandung-Lamellen-Luft-Lüfter-Umluftanlage-Lamelle-Rohrwandungklimaanlage-Klimaanlagenfüllung-... durch Hardware-Kupferkühler-Klimaanlagenfüllung-... und spart zusammen mit den ganzen Wärmeübergängen auch einiges an Energie und Aufwand ein. Nebenbei verbessert sich die Kühlung all derjenigen Bauteile deutlich, die normalerweise keinen eigenen Kühlkörper erhalten.

        Über den Innvationsgehalt lässt sich nach rund 3,5 Jahrzehnten großmaßstäblichen Einsatzes von Immersionskühlungen im Großrechner-Segment streiten. Meinem Wissen nach gab es bislang aber keine direkte Integration in den Kompressorkreislauf, welche die Effizienz deutlich steigern dürfte – aber auch eine enorme Herausforderung für die Abdichtung des Systems mit sich bringt.

        Zitat von Diablokiller999
        Kann man mit sowas nicht besser eine Dampfturbine betreiben, um dann wieder etwas Strom heraus zu bekommen und die Effizienz zu erhöhen? Es gibt auch eine Universität, die die Abwärme der Serverräume nutzt um den gesamten Campus zu heizen, was knapp 1 Mio. USD im Jahr sparen soll (weiß grad nicht welche). Ansonsten ist das doch auch nur Energieverschwendung im großen Stil und gerade bei Mining-Farmen nimmt das ganze dann abstruse Ausmaße an.
        Zum heizen kann man derartige Systeme nehmen, aber für Dampfturbinen sind die Temperaturen zu niedrig. Man muss im Gegenteil Spezialflüssigkeiten mit sehr niedrigem Dampfdruck verwenden, damit die Füllung überhaupt siedet bevor die Hardware abraucht.
      • Von Honkalonka78 PC-Selbstbauer(in)
        AW: Allied Control kühlt 1,4 Megawatt im Flüssigkeitsbad weg

        Bei Servern ist doch der Sinn, möglichst viel auf kleinem Raum unterzubringen (und natürlich kostengünstig).
        So ein Wassertank braucht Platz.
        Einsatzzweck wäre doch nur Farmen, die die Hardware übertakten und ans Limit gehen, aber das dürften wohl eine kleine Zielgruppe sein. Selbst Miningfarmen gehen ja nicht ans Limit, sondern versuchen eine hohe Effizienz zu erreichen.
      • Von Diablokiller999 Freizeitschrauber(in)
        AW: Allied Control kühlt 1,4 Megawatt im Flüssigkeitsbad weg

        Kann man mit sowas nicht besser eine Dampfturbine betreiben, um dann wieder etwas Strom heraus zu bekommen und die Effizienz zu erhöhen? Es gibt auch eine Universität, die die Abwärme der Serverräume nutzt um den gesamten Campus zu heizen, was knapp 1 Mio. USD im Jahr sparen soll (weiß grad nicht welche). Ansonsten ist das doch auch nur Energieverschwendung im großen Stil und gerade bei Mining-Farmen nimmt das ganze dann abstruse Ausmaße an.
      • Von 4B11T Software-Overclocker(in)
        AW: Allied Control kühlt 1,4 Megawatt im Flüssigkeitsbad weg

        Zitat von okam2
        Solche Leute nerven... Du bist sicher so einer, der fragt auch bei Ebay-Auktionen nach Details, die in der Beschreibung FETT beschrieben stehen...

        Digger, die Innovation ist nicht das Kühlsystem an sich, sondern das es so gebaut ist, dass damit 64.000 USD, bzw, Strom gespart werden kann!
        Ja, ich habe den Artikel gelesen und das Promo Video gesehen und ich glaube einfach nicht daran, weil die Innovation = null ist. Ich sehe einfach keinen Vorteil darin.

        Egal über welches Trägermedium die Wärme von der Wärmequelle hin zur Kühlung transportiert wird, das spart ja erstmal nichts ein. Die Idee hier ist: eine Kompressorkühlung anstatt vieler Lüfter zu verwenden, aber das geht sich finanziell niemals aus, da Luftkühlung so viel billiger in der Herstellung & Installation ist. Das ist genau wie bei Tesla: toll ein emissionsfreies Elektroauto zu haben, wenn der Strom aus dem Kohlekraftwerk kommt. Und noch besser: bei der Akkuherstellung für einen einzigen Akku so viel CO2 und sonstige Umweltverschmutzung entsteht, dass ein regulärer Diesel bereits 90.000km fahren könnte.
      • Von efdev Volt-Modder(in)
        AW: Allied Control kühlt 1,4 Megawatt im Flüssigkeitsbad weg

        Zitat von farming
        Festplatten
        SSDs sollte das doch auch wieder egal sein oder?
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