Space Marine 2 im Test - Gameplay
In diesem Artikel
Dies ist vielleicht besonders eindrücklich, da nun ein neues Studio, ein neuer Publisher sowie eine andere Grafik-Engine zum Einsatz kommen, der Vorgänger außerdem bereits 13 Jahre auf dem Buckel hat. Doch das Gameplay und die Story greifen das Ende des ersten Space Marine auf und knüpfen nahezu nahtlos daran an. Sie schlüpfen abermals in die Rolle von Captain Demetrian Titus, dem Protagonisten des ersten Teils. Diesen hat es nach dem Finale des Vorgängers zur Deathwatch verschlagen, wo unser Held Buße für seine Sünden tut. Zumindest zu Beginn des Spiels, denn bald schon sind wir wieder Teil der Ultra Marines. Dieses Mal geht es gegen die Tyraniden, einer alles verschlingenden, insektoiden Schwarmintelligenz. Wer sich im Übrigen an Tychus Findlay, die Zerg oder Starcraft im Allgemeinen erinnert fühlt, liegt eventuell nicht ganz falsch. Und nicht nur Starcraft hat sich offenkundig einige "Inspirationen" bei Warhammer 40K entliehen.
Doom Guy meets Zerg Rush
In folgendem Video sehen Sie die ersten rund 30 Minuten, die Einleitung des Spiels. Sie steuern das Spiel in Third-Person-Perspektive. Als mit übermenschlicher Stärke gesegneter, das Geschehen mit grunzigen Sprüchen markierender, aber auch tonnenschwerer Ultramarine fühlt man sich am Controller beinahe wie in einem Gears of War. Allerdings ohne Deckungsmechanik. Deckung ist für Warmduscher. Die Space Marines, der Adeptus Astartes (benannt nach der alten Kriegsgöttin Astarte), gehen immer sogleich in den Angriff über und dies mit maximaler Gewalt. Dabei ähnelt unser Protagonist einem anderen, sehr bekannten Space Marine.
Um Ihre Rüstung, Ihre Gesundheit zu regenerieren, müssen Sie mitten in die Gegnerhorden und mit möglichst viel Brutalität vorgehen, "Rip and Tear"! Blutige Finisher auslösen, Ihre Gegner in der Luft zerreißen oder im richtigen Moment den Abzug drücken, um mit Ihrem Explosivgeschosse spuckendem Bolter insektoide Schädel zum Platzen zu bringen. Warhammer 40K: Space Marine 2 fühlt sich beim Spielen ein wenig an, als hätte man Doom Guy im Berseker-Mode in den Anzug eines Gears-of-War-Soldaten gesteckt, ihn darauf mit einer Doppeldosis Quad Damage gedopet und hätte den stinklaunigen, herumwütenden und schwer bewaffneten Übersoldaten dann einfach mit einem Drop Pod auf einer Starcraft-Map mitten in einen Zerg-Rush geworfen.
Warhammer 40K: Space Marine 2 bietet eine ganze Reihe Gameplay-Features, Einzel- oder Mehrspieler-Missionen, eine gut ausgeschmückte Story sowie eine merkliche Hingabe zum W40K-Universum, was insbesondere Fans respektive Nerds verzücken dürfte. Mit den Ultramarines spielt man die "spacemarine-igsten" der Space Marines. Die "schnöden Fußtruppen", die Ihrem Protagonisten kaum bis zur Hüfte reichen und die Space Marines wie Engelsgestalten feiern, sind vom 8. Cadia Regiment (8th Cadian Regiment). Dieses ist unter den "menschlichen" Truppen im Warhammer-40K-Universum so ziemlich das tougheste, tapferste und ehrenhafteste überhaupt (einzig das Todeskorps von Krieg ist vielleicht noch berüchtigter) und findet nahezu in jedem W40K-Spiel zumindest eine Referenz. Und natürlich ist auch der aberwitzige "Größenwahn" von Warhammer 40K wieder mit von der Partie. Dieses Mal vielleicht noch eindrücklicher.
Quelle: PCGH
Geht es vielleicht auch eine Nummer kleiner? Nicht in W40K. Alles ist maximal gigantisch: die Gebäude, die Space Marines, die Gegnerhorden, die Waffen, die Brutalität, die Vernichtung!
Eine besondere Beachtung wert ist obendrein, dass Space Marine 2 gar über eine gelungene deutsche Synchronisation verfügt. Aufgrund der typisch breiten, extrem britischen Akzente, ist allerdings die englische Tonspur deutlich vorzuziehen. Dass es überhaupt eine deutsche Sprachfassung gibt, ist lobenswert - diesbezüglich war es allerdings auch schon der Vorgänger, der ebenfalls über eine deutsche Tonspur verfügt. Generell werden Warhammer-40K-Spiele relativ selten deutsch vertont. Viele Spiele (oftmals allerdings auch kleinere Produktionen) bieten lediglich eine englische Sprachausgabe mit wählbaren Untertiteln.
Doch genug zum Spiel, Mechaniken und Gameplay. Wir wollen uns schließlich primär mit der Technik beschäftigen. Wenn Sie mehr zum Spiel, den Missionen, Gameplay, Story und Koop erfahren möchten, legen wir Ihnen den Test unserer Kollegen der PC Games ans Herz. Einige grob umrissene Eigenschaften im Voraus zu kennen, ist bezüglich Technik allerdings recht nützlich. Denn die Art des Spiels samt Koop-Faktor, die an einen "Zerg-Rush" erinnernden Tyraniden-Horden spielen definitiv einen Faktor bei der genutzten Engine. Tatsächlich hat die in Space Marine 2 genutzte, von Saber Interactive stammende Engine ihren Namen redlich verdient.
Dieser grafische Unterbau ist eine Eigenentwicklung von Saber Interactive und war einmal als Saber Engine bekannt. Sie kam in vielen Spielen zum Einsatz, darunter etwa dem bereits 2009 erschienenen Will Rock. Darauf wühlte sie sich in modernisierter Form bei Spintires, Snowrunner und Expeditions durch dynamischen Schlamm und kämpfte sich im flinken Shooter Quake Champions durch Multiplayer-Arenen. In Warhammer 40K: Space Marine 2 kommt allerdings ein tüchtig aufgebohrter Nachfolge-Branch dieses Unterbaus zum Einsatz, die Swarm Engine. Diese wurde 2019 für die Videospielumsetzung von World War Z entwickelt und genutzt. Nochmals deutlich ausgebaut, erkennt man in Space Marine 2 bezüglich Koop, Zombie- respektive Tyraniden-Schwärmen einige Gemeinsamkeiten und Stärken der genutzten Engine. Kommen wir also zur Technik.

Kompliziert fand ich bei dem Spiel aber, die ganzen Bezeichnungen zu Waffen, Fähigkeiten und auch zu den Personen im Spiel. Das habe ich beim ersten Durchgang alles kaum verstanden und das Spiel erklärt es auch leider wenig.
Battletech Bücher habe ich an die 80-90 gelesen. Ich bin seit 30 Jahren Fan von Battletech. Wobei es meiner Meinung nach kaum gute Spiele dazu gibt. Und warum man noch keinen Film oder Serie gemacht hat, verstehe ich nicht. Die Möglichkeiten wären riesig.
Bei den 40K Büchern habe ich jetzt erst angefangen zu lesen. Die Reihe Feuerdämmerung ist mein Einstieg hier, ich bin beim sechsten Band. Finde die Reihe bisher sehr gut geschrieben und werde sie wohl auch zu ende lesen. Sind ja nur aktuell 8 Bände.
YT Videos zu den ganzen Sachen habe ich mir noch nie zu Gemüte geführt. Irgendwie fehlt mir die Zeit oder das Interesse wenn ich Zeit habe.
Seit dem Spiel habe ich angefangen die Bücher zu lesen und bin begeistert wie umfangreich die Story ist. Das hat Ausmaße wie das Battletech Universum. Dagegen wirken Start Trek und Star Wars wie Kurzgeschichten und ich habe Unmengen an Büchern aus diesen Welten gelesen.
Aber spielen werde ich Rogue Trader definitiv auch noch
Ist vielleicht für Einsteiger etwas viel auf einmal, aber generell könnte ich mir vorstellen, dass man da recht viel von der Lore mitbekommt - und auch viel von den ganzen Fraktionen, man hat ja allein schon recht unterschiedliche in der Party.
War bei mir bei 40K aber auch ähnlich. Erst habe ich es für etwas albern und oberflächlich gehalten, aber wenn man dann erst mal anfängt, sich ein wenig mit der Lore und den Büchern zu beschäftigen...
Und ja, Battletech geht auch ein wenig in die Richtung. Da gibt es ja auch ewig viel Hintergrund/Lore und vielleicht Dutzende, vielleicht Hunderte(?) Bücher...
Da bin ich allerdings schon relativ früh reingekommen, schon damals zu MW2 (da hab ich auch die ersten paar Bücher gelesen).
Dass es auf YT ein paar echt gute Kanäle sowohl für 40K (Luetin09, Baldermort, Janovic, Dutzende weitere...) und auch ein paar für Battletech (Black Pants Legion, z. B.) gibt, hilft aber sicherlich auch. Wahrscheinlich auch bei der aktuell mW in beiden Fällen recht deutlich zunehmenden Popularität.
Gruß,
Phil
Seit dem Spiel habe ich angefangen die Bücher zu lesen und bin begeistert wie umfangreich die Story ist. Das hat Ausmaße wie das Battletech Universum. Dagegen wirken Start Trek und Star Wars wie Kurzgeschichten und ich habe Unmengen an Büchern aus diesen Welten gelesen.