Vulkan: Multi-GPU auch für Windows 7, 8.1 und Linux
Die Khronos Group, das Industriekonsortium hinter OpenGL und Vulkan, hat ein Missverständnis zur Multi-GPU-Unterstützung von Vulkan geklärt. Entwickler können unter allen unterstützten Betriebssystemen inklusive Windows 7 und 8.1 sowie Linux-Distributionen mehrere GPUs an den Frames rendern lassen. Eine Limitierung auf Windows 10 gibt es nicht.
Im Nachgang der letzten Game Developers Conference (GDC) haben die Vortragenden ihre Präsentationen veröffentlicht, so auch die Khronos Group mit Folien über Vulkan. Dabei sorgte eine Formulierung für Verwirrung, wonach das Windows Display Driver Model (WDDM) für eine Crossfire- beziehungsweise SLI-Konfiguration im "Linked Display Adapter"-Modus (LDA) laufen muss. Fälschlicherweise gingen Spekulationen davon aus, dass der LDA-Modus WDDM 2.0 und damit Windows 10 vorbehalten wäre - Multi-GPU unter Vulkan liefe somit nur mit Microsofts aktuellem Betriebssystem.
Tatsächlich gibt es den LDA-Modus schon seit Windows Vista, wie die Khronos Group in einer Stellungnahme berichtigt. Und die "verlinkte" Verbindung wird nur dann benötigt, wenn Spiele- oder Engine-Entwickler klassisches Crossfire oder SLI anstreben: Die GPUs sind identisch, daher exakt gleich schnell, was die Programmierung stark vereinfacht. Entwicklern steht es offen, AFR (Alternate Frame Rendering) zu implementieren, bei dem mehrere GPUs abwechseln Frames rendern, oder SFR-ähnliche Modi zu nutzen, bei denen mehrere GPUs am selben Frame rechnen. Letzteres ist jedoch vor allem "unlinked" interessant, wenn unterschiedlich schnelle GPUs zusammenarbeiten, eine integrierte GPU eines Prozessors zum Beispiel Physikberechnungen übernimmt. Das kann unter allen unterstützten Betriebssystemen implementiert werden, so die Khronos Group. Allerdings gehen die Verantwortlichen davon aus, dass die meisten Entwickler den einfacheren Weg über den LDA-Modus (vorwiegend mit AFR) gehen werden.
Am Ende steht fest, dass Vulkan keine Einschränkungen beim Thema Multi-GPU und Betriebssystem mit sich bringt. Unter Windows wird lediglich wie gewohnt das WDDM benötigt, bei Linux-basierten Betriebssystemen logischerweise nicht. Laut der Khronos Group sollen bereits mehrere Studios an einer Multi-GPU-Unterstützung auf Basis von Vulkan unter Linux arbeiten. Die Plattformunabhängigkeit ist einer der größten Vorteile von Vulkan gegenüber DirectX 12.
Benutze Linux als Hauptsystem und Windows nur gezwungener Maßen zum zocken. Vielleicht wird sich das durch Vulkan bald ändern und ich kann Windows endlich entsorgen.
Finde schade, dass hier überhaupt falsch berichtet wurde, genauso in anderen Medien, denn als die News dann tatsächlich "live" ging, wurde das schon längst von Khronos korrigiert. War mal wieder wichtiger eine News schnell rauszujagen statt korrekt
So ein Spiel müsste erst einmal existieren, ich würde mir 0 Gedanken oder gar Hoffnungen in der Richtung machen.
Viele GameWorks-Effekte sind von Nvidia allgemein mit DX11/12/OpenGL(in der Zukunft vielleicht auch Vulkan) entwickelt worden und da ist es egal welche GPU und Kombination das berechnen würde.
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