Linux: DXVK poliert Klassiker auf und jagt GPU-Abstürze
Philip Rebohle hat mit DXVK 3.0.2 ein weiteres Wartungsupdate für die Direct3D-zu-Vulkan-Übersetzer veröffentlicht und damit fünf Windows-Spiele unter Linux repariert. Wer über Proton spielt, erhält die Korrekturen automatisch über Steam.
Das DXVK-Projekt hat seinen Direct3D-zu-Vulkan-Layer rund drei Wochen nach dem Versionssprung auf DXVK 3.0 nachgeschärft, das den hauseigenen Shader-Übersetzer durch den Compiler dxbc-spirv ersetzt hat. Die neue Version 3.0.2 (Release Notes) bleibt ein reines Wartungsupdate und bündelt demnach Spielekorrekturen für fünf Windows-Spiele sowie ein neues Debugging-Werkzeug, wie Phoronix meldet.
Über die kommenden Builds der aktuellen Proton 11 erreicht die neueste Version von DXVK in der Regel ohne manuelles Zutun das Steam Deck, die Steam Machine und den Linux-Desktop, sofern auch der Steam-Client aktuell gehalten wird.
DXVK 3.0.2 räumt Bildfehler in fünf Spielen unter Linux aus
Spieler auf dem Steam Deck, der Steam Machine oder einem Linux-Desktop müssen für die Neuerungen nichts weiter tun: Valve zieht DXVK üblicherweise zeitnah in Proton nach, sodass die Fixes automatisch über Steam eintreffen.
Diese fünf Spiele laufen unter Linux nun runder
DXVK 3.0.2 behebt diverse Fehler in Dying Light: The Beast, Granblue Fantasy: Relink, Halo: Combat Evolved ("Halo CE"), Overwatch und Splinter Cell: Chaos Theory, wie die offiziellen Versionshinweise auf GitHub dokumentieren.
Quelle: Github
Die offiziellen Release Notes von DXVK 3.0.2 auf der Entwicklerplattform GitHub.
Am deutlichsten wirkt der Fix bei Dying Light: The Beast: Das Open-World-Spiel des polnischen Studios Techland erzeugt bei aktivem FSR-Upscaling in jedem Einzelbild ein neues DXGI-Factory-Objekt, was die Bildrate ausbremste. Dieser Workaround entschärft diese Leistungsregression und dürfte auch andere Direct3D-12-Titel ("D3D12") mit demselben Verhalten beschleunigen.
Bei Granblue Fantasy: Relink verschwinden sporadische GPU-Aussetzer auf Nvidias Geforce-Grafikkarten, was laut Entwickler vergleichbare Probleme in weiteren Spielen beheben kann. Halo: Combat Evolved rendert nach einem umgangenen Spielefehler wieder korrekt, der bislang zu Darstellungsfehlern führte, und Overwatch zeigt nun keinerlei Bildfehler mehr, sobald es abseits der nativen Monitorauflösung läuft.
Im Stealth-Klassiker Splinter Cell: Chaos Theory stellt das Update die Nachtsicht ebenfalls endlich wieder fehlerfrei dar.
Neue Umgebungsvariable spürt GPU-Abstürze auf
Die Umgebungsvariable DXVK_DEBUG=hang liefert ab Version 3.0.2 Zusatzinformationen, wenn eine GPU hängt oder der Grafiktreiber mit einem VK_ERROR_DEVICE_LOST abstürzt. Die dabei erzeugten Protokolldaten lassen sich Fehlerberichten anhängen und helfen dem DXVK-Projekt, die potenzielle Absturzursache noch besser einzugrenzen.
So landet DXVK 3.0.2 auf dem Rechner
Valve integriert neue DXVK-Versionen in der Regel zeitnah in Proton, weshalb die meisten Nutzer nichts manuell installieren müssen. Wer aber nicht auf das nächste Proton-Update warten will, kann die auf GitHub bereitgestellten DXVK-Dateien in das jeweilige Proton-Verzeichnis kopieren und somit manuell updaten.
Weitere Informationen liefert die Projektseite auf der Entwicklerplattform GitHub.
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Quelle: GitHub via Phoronix
