Statt Geforce 2018: Nvidia Quadro GV100 bringt 32 GiByte HBM2 und Volta-GPU
Nvidia hat zur Eröffnung der GTC 2018 gestern die Quadro GV100 veröffentlicht. Die Spezifikationen ähneln jenen der Titan V: Das Herzstück bildet die ebenfalls teildeaktivierte Volta-GPU GV100, an der nun jedoch - bei Nvidia erstmalig - 8 GiByte große HBM2-Stacks hängen. Das macht summa summarum 32 GiByte Grafikspeicher. Darüber hinaus wird NV-Link 2.0 unterstützt. Preisschild: 8.699 Euro.
Erste offizielle Informationen zu den kommenden Geforce-Grafikkarten, angeblich mit dem Codenamen Turing, gab Nvidias CEO Jensen Huang auf der gestrigen Eröffnungs-Keynote der GTC 2018 nicht preis. Das Hauptaugenmerk wurde auf die Bereiche HPC und Workstation gelegt. Für Letzteren legt Nvidia seine erste Volta-basierte Grafikkarte auf, die Quadro GV100. Bisher gab es ausschließlich die Tesla V100 als HPC-Beschleunigerkarte und die Titan V für ambitionierte Profi-Anwender und gut betuchte Spieler, welche die zertifizierten Quadro-Treiber nicht benötigen.
Die Quadro GV100 kommt mit einer großen Änderung daher, die sie von den Schwestermodellen abhebt: Der Grafikspeicher wird auf 32 GiByte angehoben. Das heißt, Nvidia verbaut zum ersten Mal HBM2-Stacks mit acht Speicherlagen ("8-Hi"), nachdem diese bisher ausschließlich AMD auf der Radeon Vega Frontier Edition, Radeon Pro Vega 64 (Apple-exklusiv) und Radeon Pro WX 9100 eingesetzt hat. Der Einsatz auf der Quadro GV100 spricht für eine bessere Verfügbarkeit seitens Samsung. Das Speicher-Interface ist bei der Workstation-Grafikkarte mit 4.096 Bit vollaktiviert, sodass vier HBM2-Stacks mit insgesamt 32 GiByte auf der Quadro GV100 sitzen. Die Tesla V100 nutzt 4 × 4 GiB, die Titan V 3 × 4 GiB an 3.072 Bit. Konkrete Taktraten nennt Nvidia bei den Workstation-Modellen nicht. Die angegebene Übertragungsrate von 870 GB/s spricht für die gewohnten 850 MHz HBM2-Takt.
Abseits des Speicher-Interfaces ist die Quadro GV100 so weit teildeaktiviert wie die Titan V und die Tesla V100. Von den physisch vorhandenen 84 Shader-Multiprozessoren beziehungsweise 5.376 Shadern sind 80 SMs respektive 5.120 Shader tatsächlich nutzbar. Die theoretische Rechenleistung entspricht mit 7,4 FP64-TFLOPS, 14,8 FP32-TFLOPS und 118,5 Tensor-TFLOPS jener der Titan V. Die GPU-Frequenzen sollten dementsprechend, wenn überhaupt, minimal von den 1.200 MHz Basis- und 1.455 MHz Boost-Takt abweichen. Die TDP beträgt 250 Watt, der Kühler dürfte abgesehen von der Farbgebung jenem der Titan V entsprechen.
Im Nvidia-Store ist die Quadro GV100 für 8.699 Euro bereits verfügbar. Der Chiphersteller bewirbt jetzt verstärkt den Einsatz von zwei Modellen im Verbund - dank NV-Link 2.0 können die GPUs untereinander mit einer Bandbreite von 200 GB/s kommunizieren. Die Bestellungen sind allerdings auf ein Exemplar pro Kunde beschränkt. Die Workstation-Anbieter Dell EMC, HP, Lenovo und Fuijitsu sollen ab April entsprechende Systeme ins Programm aufnehmen.

Edit: Leder ist Gift!
Ich schreib den Huang mal an. Die Jacke ist bombe.