Richtige Actionspiele für die Rift: Arktika.1 und From Other Suns ausprobiert

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Special Roland Austinat (US-Korrespondent) Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
ARKTIKA.1 (4)
Quelle: 4A Games

Ein Ego-Shooter von den Metro-Machern und eine Mischung aus FTL und Borderlands: Arktika.1 und From Other Suns sind waschechte Action-Titel für Oculus Rift, die erstaunlich gut funktionieren - auch viele Stunden lang. Wir haben uns beide Titel angeschaut.

VR-Skeptiker schimpfen gerne, dass es keine "richtigen" Spiele für Virtual-Reality-Systeme gebe - und wenn sie sich dann doch vom kurzweiligen Demo-Spaß abheben, es sich um Umsetzungen "normaler" PC-Titel handele. Dem will insbesondere Oculus VR entgegensteuern: Der Hersteller des Oculus-Rift-Headsets verpflichtete zahlreiche Entwicklungsstudios für die Produktion von Exklusivtiteln für sein System. Auf der Game Developer Conference in San Francisco konnten wir zwei Action-Titel ausgiebig anspielen - beide mit den Oculus-Touch-Controllern.

Arktika.1

4A Games, die ukrainischen Entwicklern der Metro-Shooter, arbeiten derzeit an Arktika.1, einem einmal mehr apokalyptischen Endzeit-Shooter. In dem geht es ins ehemalige Russland, das nach einer Umweltkatastrophe von Schnee und Eis überzogen ist, und in dem sich Plünderer, Söldner und seltsame Monster tummeln und auf eine Abreibung warten. Wie weiland in Half-Life startet das Spiel mit einer Fahrt ins Zielgebiet. Wir sitzen dabei neben einer Dame im engen Bodysuit, die unseren Panzerwagen steuert und uns über Sehenswertes in der Umgebung aufmerksam macht. Ganz untätig sind wir nicht: Wir öffnen an einem Kontrollposten das Fenster, woraufhin Schneeflocken ins Innere wirbeln, nehmen den Ausweis unserer Begleiterin und geben ihn einem Soldaten, der ihn uns nach ein paar Sekunden wieder zurückreicht.
Dann geht es in die Waffenkammer der Basis, wo wir den Umgang mit den Schießprügeln lernen, unsere zwei Startknarren auswählen, mit Modifikationen ausrüsten und sogar mit einer Farbspraydose umlackieren oder mit Mustern versehen. 4A Games setzt bei der Bewegung auf Teleportation zwischen festgelegten Positionen, wobei hellblaue Umrisse unseres Helden verhältnismäßig sichere, gelbe von den Feinden sichtbare Orte anzeigen. Wir ducken uns hinter Kisten, Wänden und Vorsprüngen und brennen den Gegnern eins auf den Pelz, während wir uns bei Scanner-Drohnen nicht bewegen dürfen, damit wir keinen Alarm auslösen. Das alles spielt sich überraschend flüssig und ist extrem atmosphärisch - von 4A Games sind wir allerdings nichts anderes gewöhnt.

From Other Suns

Gunfire Games nennt From Other Suns eine Mischung aus FTL und Borderlands: Das Spiel schickt drei Mitspieler in prozedural generierte Raumschiffe, in denen sie Waffen einsammeln, Beute machen und Gegner ausschalten müssen. Das Ganze aber nicht in der FTL-Iso-Ansicht, sondern in waschechtem 3D. Gesteuert wird From Other Suns entweder in klassischer Shooter-Manier mit kontinuierlichen Bewegungen aus der Ego-Perspektive, bei der es uns jedoch schnell etwas mulmig wurde. Komfortabler ist eine clevere Idee, bei der wir uns in fest definierten Winkeln drehen und beim Laufen einen aus der Ego-Ansicht hervorstürmenden Spielcharakter in fester Umgebung steuern. Das erinnert etwas an Resident Evil und Co., da auch hier die Kamera an den Zielort umschaltet, wenn wir beispielsweise durch eine Tür rennen. Bis auf dadurch hervorgerufene, gelegentliche Überraschungen - Hoppla, hinter der Tür steckt ja ein Gegner! - machte diese Kontrollmethode einen guten Eindruck.
Extrem spaßig auch das Miteinander mit unseren zwei Teamkollegen. Die rennen flugs durch das zu erkundende Raumschiff, auf das wir uns zuvor im besten Star-Trek-Stil herübergebeamt haben - und sacken alle neuen Waffen ein, die sie unterwegs und vor uns finden. Zeit, den Burschen etwas Wind aus den Segeln zu nehmen. Wir schnappen uns eine Schlüsselkarte, die wie unsere nicht benutzten Waffen in ein 3D-Inventar wandert - und von nun an müssen sie darauf warten, dass wir die Türen öffnen. Beim Kampf gegen die verständlicherweise etwas ungehaltenen Schiffsbesatzungen heißt es aufpassen, denn unsere Teammitglieder können sich auch gegenseitig treffen. Uns passiert das bei einem finalen Bosskampf: Aus der Deckung strecken wir versehentlich - wirklich! - einen Mitstreiter nieder. Großes Gelächter in den Kopfhörern, während ein Entwickler unseren Mitspieler grinsend ermahnt: "Warum rennst du auch blindlings in den Raum und in den Weg deiner Freunde?" Wir warten am Zielpunkt auf ihn, doch zurück aufs eigene Schiff kommen wir nicht mehr - denn nun werden wir unsererseits von dem Nachzügler niedergeballert. Damit im fertigen Spiel keine Trolle dadurch den Spielspaß rauben, kann der Gruppenleiter sie im Handumdrehen aus der Party werfen - oder gar eine geschlossene Veranstaltung ausschließlich für Mitspieler von der Freundesliste starten.

Bildergalerie

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    • Kommentare (6)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von N8Mensch2 BIOS-Overclocker(in)
        Die exklusiven Oculus-Spiele oder auch zukünftige Spiele würde es ohne die finanziellen Mittel von Facebook nicht geben. Und macht ja auch keinen Sinn, hochwertige Spiele zu entwickeln, die dann von dem noch kleinen VR Markt nur über den "Parasiten" Steam verkauft und mit z.B. Vive gespielt werden. Da bleibt doch jetzt noch nix für Spieleentwickler hängen.
        Viele über Steam vertriebene Spiele sind ja auch Steam exklusiv und ein Teil der ganzen Kohle geht nur an Valve.Valve kassieren immer kräftig ab, klaut den Entwicklern einen großen Teil des Gewinns. Und mittlerweile sind sehr viele Spiele auf Steam total überteuert und im Sale erst zum Normalpreis (wenn überhaupt) aufgeführt. Alte Gurken die früher in der Pyramide für nen 5er lagen, werden mit UVP 20 Euro übers Jahr geführt und kosten mit "ach so tollem 50 % Rabatt" im Sale dann 9,90 €uro und tausende Blinde glauben, ein Schnäppchen zu machen.

        Oculus möchte jedoch wohl, da ja viele Vive-Spieler bereits jetzt mit einer fremden Software Rift-Spiele spielen, in Zukunft Vive und andere Brillen unterstützen. Aber natürlich über Oculus-Store die Spiele verkaufen. Richtig so! Warum auch nur Steam, UPlay oder Origin? Jeder Spielehersteller bzw. Publisher (ist quasi auch Oculus) hat das recht wie z.B. Valve / Steam sein eigenes Süppchen zu kochen.
        Oculus / Facebook möchte jeden Monat coole Games rausbringen, finde ich klasse. Diese Spiele würde es sonst eh nicht geben, ohne die Mittel von Facebook, da es noch nicht so viele VR-Kunden gibt, die fette Gewinne garantieren. Von daher, verpasst ihr eigentlich nix. Und zukünftig werden andere Brillen unterstützt und dann gibts schon genügend Content.

        Edit: Dank an die Facebook Nutzer, die im Grunde meinen Spielspaß finanzieren. Facebook-Konto habe ich nämlich nicht .
        So, jetzt geht's paar Roboter polieren - in Robo Recall - und überprücke die Zeit damit, bis die o.g. Games "Artika" und "From the Suns" erscheinen. Freue mich drauf. Sollten nur das Teleportieren als Option einbauen und freie Bewegungsmöglichkeit für die Harten reinprogrammieren.
      • Von N8Mensch2 BIOS-Overclocker(in)
        Die exklusiven Oculus-Spiele oder auch zukünftige Spiele würde es ohne die finanziellen Mittel von Facebook nicht geben. Und macht ja auch keinen Sinn, hochwertige Spiele zu entwickeln, die dann von dem noch kleinen VR Markt nur über den "Parasiten" Steam verkauft und mit z.B. Vive gespielt werden. Da bleibt doch jetzt noch nix für Spieleentwickler hängen.
        Viele über Steam vertriebene Spiele sind ja auch Steam exklusiv und ein Teil der ganzen Kohle geht nur an Valve.Valve kassieren immer kräftig ab, klaut den Entwicklern einen großen Teil des Gewinns. Und mittlerweile sind sehr viele Spiele auf Steam total überteuert und im Sale erst zum Normalpreis (wenn überhaupt) aufgeführt. Alte Gurken die früher in der Pyramide für nen 5er lagen, werden mit UVP 20 Euro übers Jahr geführt und kosten mit "ach so tollem 50 % Rabatt" im Sale dann 9,90 €uro und tausende Blinde glauben, ein Schnäppchen zu machen.

        Oculus möchte jedoch wohl, da ja viele Vive-Spieler bereits jetzt mit einer fremden Software Rift-Spiele spielen, in Zukunft Vive und andere Brillen unterstützen. Aber natürlich über Oculus-Store die Spiele verkaufen. Richtig so! Warum auch nur Steam, UPlay oder Origin? Jeder Spielehersteller bzw. Publisher (ist quasi auch Oculus) hat das recht wie z.B. Valve / Steam sein eigenes Süppchen zu kochen.
        Oculus / Facebook möchte jeden Monat coole Games rausbringen, finde ich klasse. Diese Spiele würde es sonst eh nicht geben, ohne die Mittel von Facebook, da es noch nicht so viele VR-Kunden gibt, die fette Gewinne garantieren. Von daher, verpasst ihr eigentlich nix. Und zukünftig werden andere Brillen unterstützt und dann gibts schon genügend Content.

        Edit: Dank an die Facebook Nutzer, die im Grunde meinen Spielspaß finanzieren. Facebook-Konto habe ich nämlich nicht .
        So, jetzt geht's paar Roboter polieren - in Robo Recall - und überprücke die Zeit damit, bis die o.g. Games "Artika" und "From the Suns" erscheinen. Freue mich drauf. Sollten nur das Teleportieren als Option einbauen und freie Bewegungsmöglichkeit für die Harten reinprogrammieren.
      • Von Grendizer Freizeitschrauber(in)
        Aufgepasst VR-Besitzer und Fanboy hier

        Kann schon verstehen, dass viele sich gegen VR aussprechen. Es wurde bereits versucht und schlug fehl, ist heute sehr teuer, alleine die Brille kostet schon so viel wie eine HighEnd-GPU, die Auflösung ist oft suboptimal und wir hängen noch am Kabel. Der Massenmarkt ist ebenfalls noch nicht wirklich bedient und gute Gelegenheiten anständiges VR richtig auszuprobieren fehlen noch.

        ABER:

        Ich kann nur aus eigener Erfahrung sagen, dass jeder, dem ich VR gezeigt habe absolut begeistert war. Besonders Leute, die mit Computerspiele absolut nichts am Hut hatten, fanden sich super in jeder Welt zurecht und hatten Spaß.

        Der VR-Zug ist bereits abgefahren und wird sich nicht mehr stoppen lassen. Als Argumente könnte man Gaming komplett auf der Seite lassen und sich bloss in der Medizin, Psychologie, Mechanik umsehen. Es ist ein großer Schritt in die Zukunft und die Technik wird besser und billiger.

        Gerade eben hat Oculus Rift eine permanente 200-€ Preissenkung angekündigt und dieses Jahr wird VR bereits kabellos. PSVR hat sich in der kurzen Zeit sehr gut verkauft. Die Grafikkarten werden immer performanter, so dass mann das Scaling hochtreiben und der schlechten Auflösung entgegenwirken kann. Man sieht also...es geht voran.

        Es fehlt halt leider noch im Gamingbereich an Titel, die man als komplette Spiele ansehen kann. Ich rate sowieso jedem noch zu warten. Für den Mainstream muss das ganze kabellos sein, billiger, bessere Auflösung , einfacheres Setup und mehr Spiele.
      • Von cann0nf0dder BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von Woyzeck
        Mir wird übel. Dieser Ausdruck...
        dann kotz doch, ich halte dich von nix ab
      • Von Woyzeck PC-Selbstbauer(in)
        Zitat von cann0nf0dder
        habe bisher keinen einzigen cent für exklusivshice ausgegeben und werde es auch niemals tun, lieber renn ich lachend in die Kreissäge und beerdige die ganze technologie bevor sie überhaupt richtig in fahrt gekommen ist
        Mir wird übel. Dieser Ausdruck...
      • Von cann0nf0dder BIOS-Overclocker(in)
        habe bisher keinen einzigen cent für exklusivshice ausgegeben und werde es auch niemals tun, lieber renn ich lachend in die Kreissäge und beerdige die ganze technologie bevor sie überhaupt richtig in fahrt gekommen ist
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