Virtual Reality: Kickstarter-Projekt baut Korrekturgestelle für Rift und Vive
Eine aktuelle Kickstarter-Kampagne nimmt sich einer besonderen Kundengruppe der Virtual-Reality-Fans an: Brillenträgern. Wer keine Kontaktlinsen trägt, hat öfters Probleme, seine Brille und ein VR-Headset unter einen Hut zu bekommen. Das Projekt entwirft spezielle Brillengestelle, die ins Headset integriert werden.
Brillenträger, die sich mit Virtual Reality beschäftigen, stoßen hier und da auf diverse Komfort-Probleme. Da schon manche Gaming-Headsets unangenehme Druckstellen mit den Brillenbügeln hervorrufen, ergibt sich das Problem mit größeren und schwereren Virtual-Reality-Headsets verschärft. Wer ein größeres Brillenmodell sein Eigen nennt, hat womöglich schon Probleme, dieses im VR-Headset unterzubringen.
Das Projekt der deutschen VR Lens Labs hat sich dieses Problems nun angenommen und entwickelt für Oculus Rift und HTC Vive Korrekturlinsen, oder eher Korrekturgestelle. Die Kickstarter-Kampagne der Entwickler hat sein Finanzierungsziel von 5.000 Euro schon längst erreicht und befindet sich aktuell bei 20.000 Euro Unterstützungsgeld, was zeigt, dass durchaus Nachfrage besteht. Das System recht einfach: Die Linsen oder Gestelle kommen komplett ohne Bügel aus und können in das VR-Headset integriert werden.
Zunächst werden die in den Gestellen verbauten Gläser nur Schutz gegen Kratzer bieten und noch keine Fehlsichtigkeit korrigieren. Nach Ablauf der Kickstarter-Kampagne (in 31 Tagen), schreibt das Projekt, könne man auf der Webseite aber eigens Korrekturlinsen von minus 6 bis plus 6 Dioptrien erstehen können. Ansonsten steht es natürlich frei, mit den Gestellen einen Optiker seiner Wahl aufzusuchen und dort Gläser anfertigen zu lassen. Die Preise für echte Korrekturlinsen sollen sich bei einfachen Fehlsichtigkeiten auf 49 Euro belaufen, aufwendigere Korrekturen, beispielsweise für Hornhautverkrümmungen, sollen gegen Aufpreis ebenso möglich werden.
Unterstützer können spätestens im Juni mit der Auslieferung der Gestelle rechnen, in der Kampagnen-Beschreibung vermuten die Entwickler, dass sie dieses Ziel aber unterbieten können. Inwiefern sich diese Ziele mit der wachsenden Zahl an Unterstützern und Unterstützungsgeldern verändern, ist bis dato noch ungeklärt.
