HTC Vive: Entwickler spricht bei VR-Brille von Premium-Erlebnis mit höherem Startpreis
Der Virtual-Reality-Markt wird immer umkämpfter. Zuletzt kündigten HTC und Valve an, mit Vive eine Oculus-Konkurrenz ins Rennen zu schicken. HTC Vive soll dabei nicht über einen möglichst niedrigen Preis überzeugen - HTC gab jetzt bekannt, dass HTC Vive ein Premium-Erlebnis bieten soll, auch wenn das einen höheren Preis zur Folge hat.
Lange Zeit wurde der Virtual-Reality-Markt von einem Produkt bestimmt: Der Oculus Rift von Oculus VR. Inzwischen ist der Markt hart umkämpft, und das obwohl noch kaum Hardware veröffentlicht wurde. Nach Sony, Samsung und anderen hat auch HTC mit Vive eine VR-Brille vorgestellt, die zusammen mit Valve entwickelt wird. Und möglicherweise wird Vive die erste erhältliche VR-Brille sein: "Wir werden noch in diesem Kalenderjahr ein Consumer-Produkt in die Läden bringen." Das sind die Worte von Jeff Gattis, dem Produktmarketing-Beauftragten bei HTC. Ähnliches versprach einst auch Oculus VR für die Oculus Rift, inzwischen scheint es jedoch so, dass die Oculus Rift erst 2016 erscheinen wird.
Zwar will sich HTC mit Vive zunächst auf Spieler konzentrieren, doch die Einsatzmöglichkeiten von VR gehen deutlich weiter: "Wir haben Kooperationen mit HBO, Lionsgate und Google bekanntgegeben – wir schauen auch auf Entertainment, Bildung und Trainingserfahrungen. [...] Wenn du kein Spieler bist, denkst du vielleicht, dass VR nichts für dich ist. Diese Einstellung möchten wir ändern. Wir möchten den Leuten verschiedene Erfahrungen bieten, beispielsweise das Anschauen eines Films über VR oder das Erlebnis, mithilfe von Google Maps durch die Straßen von London zu spazieren."
Dieses Erlebnis soll aber wohl seinen Preis haben: "Wir wollen das beste Premium-Erlebnis liefern, das die Welt je gesehen hat. Das sind keine Marketing-Aussagen, vielmehr sollen sie die Marktposition der Vive zeigen. Diese ist im High-End-Bereich. Aus strategischer Sicht ist der Premium-Ansatz richtig, auch wenn dieser für einen leicht höheren Startpreis sorgt. Der Preis kann immer noch sinken, wenn der Markt wächst. Wir wissen, dass es aufgestaute Nachfrage gibt, weshalb die Preissensitivität zu Beginn gering ist." Gattis erwähnt jedoch auch, dass die Preise auf langfristige Sicht sinken müssen, um VR-Technik zugänglicher zu machen. Viele weitere Tests und News zum Thema Virtual Reality finden Sie auf unserer Themenseite.
Quelle: MCV
