Oculus Quest 2: Wieder bei Amazon lieferbar (Update)
Jetzt aktualisiert: Wie Facebook bestätigt, wird das VR-Headset Oculus Quest 2 aktuell nicht mehr bei Amazon verkauft. Der pausierte Verkauf gilt nur für Europa.
Update vom 26.07.
Überraschend listet Amazon Deutschland nun wieder die Oculus Quest 2. Zum Preis von rund 490 Euro kann man nun das VR-Headset kaufen.
Original-Artikel vom 19.05.
Oculus hatte Mitte September 2020 mitgeteilt, dass man den Verkauf von Oculus-Produkte wegen andauernder Gespräche mit deutschen Regulierungsbehörden in Deutschland pausiert hat. Hintergrund ist eine Untersuchung des Bundeskartellamts, da jeder neue Oculus-Nutzer sich mit einem Facebook-Konto anmelden, um sein VR-Headset betreiben zu können. Eine derartige Verknüpfung könnte kartellrechtlich problematisch sein. Zudem läuft ein zweites Gerichtsverfahren, das prüft, ob die Verknüpfung zwischen dem Facebook-Konto und der Nutzung eines VR-Headsets der Facebook-Tochterfirma Oculus kartellrechtlich problematisch ist. Facebook hat mittlerweile bekannt gegeben, dass die Oculus Quest 2 in ganz Europa nicht mehr über Amazon verkauft wird.
Warum ist der Verkauf der Oculus Quest 2 gestoppt worden?
Hintergrund für den aktuellen Verkaufsstopp für neue Oculus-Headsets in Europa ist eine weitere Klage der EU-Kommission in dieser Woche bezüglich des Schaumstoff-Interfaces. Wenn es nach Facebook geht, dann wurde dieses Problem bereits gelöst, sodass die Quest 2 bald wieder bei Amazon verfügbar sein sollte, zumindest außerhalb Deutschlands. In der Bundesrepublik wird sich dagegen wohl weiterhin nichts ändern, da gleich mehrere Gerichtsverfahren gegen Facebook laufen.
Bereits im Januar hatte das Bundeskartellamt verkündet, dass das laufende Verfahren ausgeweitet wird. Seit dem 19. Januar gilt in Deutschland das neue GWB-Digitalisierungsgesetz mit dem neuen Paragrafen 19a. Hierbei kann das Bundeskartellamt frühzeitig Eingreifen, wenn Digitalkonzerne aufgrund ihrer Stellung im Markt eine besondere marktübergreifende Bedeutung zukommt und diese im Begriff sind, den freien Markt zu gefährden. So können dann bestimmte Verhaltensweisen "vorbeugend untersagt" werden. Es wird befürchtet, dass das Unternehmen andere Anbieter wie Valve mit der HTC Vive aus dem Markt drängen könnte.
Ebenfalls lesenswert: Oculus Quest 2 & Co.: Streit geht vors EuGH, evtl. noch Jahre keine neuen VR-Headsets
Sammlung zum Verkaufsstopp der Oculus Quest 2 in Europa:
- Wie Facebook mitteilt, kann man aktuell keine Oculus Quest 2 in Europa bei Amazon kaufen. Hintergrund ist ein laufendes Gerichtsverfahren bezüglich des eingesetzten Schaumstoff-Interfaces.
- Angeblich hat Facebook dieses Problem mittlerweile gelöst und arbeitet nun daran, wieder neue VR-Headsets in den Verkauf zu bringen.
- Für Deutschland bleibt es aber erstmal beim Verkaufsstopp, da weiterhin zwei Gerichtsverfahren gegen Facebook laufen.

Ich würde bei dem Ding daher ganz klar vom Kauf abraten.
Ich werde mir das Quest 2 als nächstes genauer ansehen. 500€ werde ich aber nicht zahlen.
Man sollte Oculus (und auch andere, Hallo Razor!) dazu zwingen, die Grundfunktionalität der Hardware auch offline ohne Account zu ermöglichen. Ich nutze den Oculus Online Kram nicht. Da kann sich FB dann auch nicht mit einer Umstellung der Anmeldung rausreden.
Na egal, die Rift läuft auf einem LTS-Windows (Unterstützung bis 2028), die aktuellste Oculus-Version ist installiert und die komplette Oculus Software ist per Firewall vom Internet abgeklemmt. Das wird bei mir also auch nach 2022 noch problemlos laufen. (Sofern ich mir bis dahin nicht eh die Index geholt habe...)
Und wer weiß was für zeitstempel die jetzt haben. (kann man das rausfinden?)
Aber dieser "Traum" erfüllt eben auch nicht das Kriterium "geht bei SteamVR". Genau wie alle anderen größeren Kritipunkte an der Technik von Oculus, die mir bislang eingefallen sind. Funktional ist das weitestgehend das Gleiche wie SteamVR, nur halt von einer anderen Firma.