Varjo XR-4: Neues Mixed-Reality-Headset ab 4.000 Euro für "Immersion der Superlative"
Mit 4K-Display, Autofokus-Kameras und Eye-Tracking beim Mixed-Reality-Headset XR-4 will der finnische Hersteller Varjo einen neuen Maßstab am Markt setzen. Das Ganze hat aber auch seinen Preis.
Der bereits seit ein paar Jahren am Markt vertretene Hersteller Varjo hat mit dem XR-4 eine neue Generation an Mixed-Reality-Headsets vorgestellt, die eine Auflösung von 3.840 x 3.744 Pixeln pro Auge bei 90 Hertz Bildwiederholrate bietet. In drei verschiedenen Versionen setzen die XR-4-Headsets allesamt auf die gleichen Mini-LED-Displays mit einer maximalen Helligkeit von 200 cd/m² und einem Blickfeld von 120 Grad horizontal sowie 105 Grad vertikal, während es Unterschiede bei der restlichen Ausstattung gibt: In der Standardversion haben etwa die 20-Megapixel-Kameras keinen Autofokus und eine Passthrough-Auflösung von 33 PPD, statt den zum VR-Bild identischen 51 PPD beim Topmodell.
Bei der XR-4 Focal Edition gibt es zudem ein Eye-Tracking-System zur Erkennung der Blickrichtung des Nutzers und die Passthrough-Kameras sollen per Autofokus sowie Lidar schneller fokussieren als das menschliche Auge scharf stellen kann. Zudem gibt es auch eine XR-4 Secure Edition, die für den Einsatz in sicherheitskritischen Umgebungen gedacht ist und aus Sicherheitsgründen vollständig in Finnland unter Einhaltung von TAA-Richtlinien hergestellt werden soll. Diese soll ohne Online-Verbindung auskommen und ohne Hardware für drahtlose Kommunikation konfigurierbar sein.
Anschluss, Nvidia-Exklusivität, Software-Support und Ergonomie
Angeschlossen wird das Headset per Displayport 1.4 und zusätzlich via USB-Typ-C-3.1-Gen2 für die Datenübertragung, während auf Hardware-Seite ausschließlich Nvidia-Grafikkarten unterstützt werden und offiziell keine weiteren Hersteller. In Sachen Software will Varjo gängige Industrie-Software wie Autodesk Vred, Keyshot, IC.IDO, Nvidia Omniverse, Unreal Engine 5, Unity, Lockheed Martin Prepared und Achelon Simulator unterstützen.
Hinsichtlich Ergonomie verspricht der Hersteller unter anderem ein schnelles Einstellen der Kopfbandlänge mit Lockerung per Handgriff zum Absetzen, während das ausbalancierte Gewicht für ein angenehmes Tragen sorgen soll. Dadurch soll die Last überwiegend oberhalb der Augen und auf dem Stirnband liegen, wohingegen Nase und der Rest vom Gesicht nicht durch Druck belastet werden sollen.
Varjo XR-4: Mixed-Reality-Headset ab 4.000 Euro
Bereits bestellbar ist das Varjo XR-4 ab sofort für industrielle Kunden, während es nach Abschluss der notwendigen Zertifizierungen auch für Endkunden angeboten werden soll. In der Basisversion werden 4.000 Euro aufgerufen, während es bei der XR-4 Secure Edition mindestens 8.000 Euro sind und die Focal Edition ab 10.000 Euro startet. Dafür verspricht der Hersteller eine "Immersion der Superlative" mit einer virtuellen Umgebung, die kaum von der echten Welt zu unterscheiden sein soll.

Wer in sicherheitskritischen Umgebungen unterwegs ist, sollte sich vielleicht nicht die Augen mit so einem Ding zupappen.
Unlike other headsets in the XR-4 Series, all XR-4 Secure Edition units are assembled in a state-of-the-art facility in Finland, ensuring full TAA compliancy.
Each headset runs completely offline and can be configured to have no radio components, ensuring they are suitable for exceptionally high-security situations and closed-loop network environments.
The XR-4 Secure Edition comes with access to world-class support with less than one business day support guarantees, guided onboarding sessions, priority shipping, and more."
Zieh die Dinger einfach mal auf und vergleiche dann, anstatt nur Datasheets.
Es ist ein Preislevel, das für einen Normalverdiener erreichbar ist. Wenn Du das wirklich willst und voll drauf stehst, dann stecjst du die 4k € in das Hobby.
Frühere Profi-Varjo's lagen etwas höher, plus einer Jährlichen Softwarelizenz von 1,5k €.
DAS war nur was für Profi-Anwendungen und Trainingssimulatoren.
Es ist nicht einfach nur irgendein "weiteres VR Headset". -> YT Bericht
-> Mixed Reality vom Varjo XR-3
Wer in sicherheitskritischen Umgebungen unterwegs ist, sollte sich vielleicht nicht die Augen mit so einem Ding zupappen.
Ich dachte eigentlich, VR wäre inzwischen ebenso auf dem sterbenden Ast wie damals 3D...
Das Militär und Flugesellschaften nutzen dieses für Flugsuimluatoren oder Einsatzszenarien-Trainings.
VR ist nicht am Aussterben. Was passiert ist, dass wir von diesem unsäglich übertriebenen Hype und Erwartungen weggekommen sind, das Tal der Tränen durchwandert haben (die Enttäuschungsphase) und jetzt in die realistischen Einsatzszenarien kommen.
([Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] -> später?)
Auch 3D ist nicht "tot". Es wird nur nicht mehr so unsäglich gehyped. Endlich ist mal nüchterne Ruhe eingekehrt.
Die Technik lebt und entwickelt sich auf realistischem Niveau weiter.
Sehe da jetzt irgendwie im Trailer auch nichts, das die Bezeichnung Mixed Reality rechtfertigen würde, scheint mir nur ein weiteres VR Headset zu sein. Diese Funktion hätte man vielleicht mal etwas zeigen sollen, wie die sich das vorstellen. Dazu sieht das Ding auch wieder recht massig und dadurch schwer aus.
Und sicherheitskritische Umgebungen sind dann was? Draußen auf der Straße oder was ist damit gemeint?
Wer in sicherheitskritischen Umgebungen unterwegs ist, sollte sich vielleicht nicht die Augen mit so einem Ding zupappen.
Ich dachte eigentlich, VR wäre inzwischen ebenso auf dem sterbenden Ast wie damals 3D...
Sicherheitskritische Umgebungen' sind zB militärische Einrichtungen oder R&D Abteilungen.
Bei der XR-4 Focal Edition gibt es zudem ein Eye-Tracking-System zur Erkennung der Blickrichtung des Nutzers
Als sehr zufriedener Nutzer eine VR-3 habe ich die XR-4 jetzt auch bestellt und freue mich, dass keine jährlichen Lizenzgebühren mehr anfallen. Für meinen Motion Rig ist das erst mal das Bestmögliche.
Sehe da jetzt irgendwie im Trailer auch nichts, das die Bezeichnung Mixed Reality rechtfertigen würde, scheint mir nur ein weiteres VR Headset zu sein. Diese Funktion hätte man vielleicht mal etwas zeigen sollen, wie die sich das vorstellen. Dazu sieht das Ding auch wieder recht massig und dadurch schwer aus.
Zudem gibt es auch eine XR-4 Secure Edition, die für den Einsatz in sicherheitskritischen Umgebungen gedacht
Wer in sicherheitskritischen Umgebungen unterwegs ist, sollte sich vielleicht nicht die Augen mit so einem Ding zupappen.
Ich dachte eigentlich, VR wäre inzwischen ebenso auf dem sterbenden Ast wie damals 3D...