Tpcast macht HTC Vive für 349 Euro kabellos [Update 3]

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Tpcast macht HTC Vive für 200 Euro kabellos (2)
Quelle: Tpcast/HTC

Tpcast möchte die HTC Vive kabellos machen. Dazu hat das Startup eine Erweiterung entwickelt, mit der das Bild kabellos übertragen wird. Nötig ist dafür eine kleine Empfängerbox auf dem Kopf neben einem Akkumodul. Das Bildsignal wird in den vollen 2.160 × 1.200 Pixeln und 90 Hertz übertragen. Die Auslieferung wird in China Anfang 2017 für umgerechnet 200 Euro beginnen. In Deutschland sind es 349 Euro.

Update vom 04.09.2017:

In einer Pressemeldung bestätigt Tpcast den Start der Vorbestellphase für den Wireless Adapter für die HTC Vive. Ausgeliefert werden soll das Produkt dann am 22. Oktober, zumindest die erste Vorbesteller-Charge. Die Übertragungsverzögerung einer 2K-Auflösung soll unter 2ms liegen. Als Partner in Deutschland werden unter anderem Amazon, Alternate und Caseking genannt. Bei Amazon ist aber immer noch ein Mondpreis zu finden.


Update vom 01.09.17:

Es gibt weitere Neuigkeiten zu Tpcast für die HTC Vive, denn mittlerweile sind die Pläne für Europa sehr konkret. Ab dem 1. September soll das Wirelesssystem für die Vive zu einem Preis von 349 Euro mit einem Akku, der rund fünf Stunden reicht, auch bei uns vorbestellbar sein. Das erklärt auch den Preisunterschied zu China, dort kostet quasi die Basisversion mit einem schwächeren Akku umgerechnet 200 Euro. Bei Amazon ist bisher aber nur eine Importversion gelistet, die 499 Euro kostet. Wir aktualisieren die News, sobald Tpcast vorbestellbar ist.

So oder ist die Preisgestaltung überdenkenswert, denn zum Zeitpunkt der Ankündigung des TPCast Wireless Adapters lag die Vive noch bei 899 Euro - mittlerweile kostet die Vive noch 699 Euro. Da erscheint der Preis von 349 Euro alleine für die Kabelfreiheit doch im Vergleich relativ hoch.


Update vom 16.11.16:

Inzwischen hat Tpcast eine eigene Webseite für das Wireless-Upgrade-Kit für die HTC Vive eingerichtet, die eine Angabe zur Latenz macht. Diese soll zum Übermitteln eines Frames vom PC zur VR-Brille bei maximal zwei Millisekunden liegen. Zum Vergleich: Bei 90 Fps wird ein Frame in 11,11' ms gerendert. Welche Technologie hinter der kabellosen Übertragung steckt, verheimlicht Tpcast weiterhin.

Im Originalartikel hat sich indes ein Fehler eingeschlichen, was das Lighthouse-Tracking-System betrifft. Nicht die Stationen, sondern Sensoren auf der HTC Vive und dessen Controller selbst übernehmen das Tracking anhand von Infrarotlicht, das von den Lighthouse-Stationen ausgestrahlt wird. Das Tpcast-Modul auf der HTC Vive und jenes am PC müssen Daten folglich sowohl senden, als auch empfangen können. Wir haben den Artikel entsprechend angepasst.


Originalartikel vom 14.11.16:

Das größte Manko von "High-End-VR", bei dem ein PC die aufwendigen Spielwelten rendert, sind die notwendigen Kabel. Weder Oculus VR noch HTC hatten zur Markteinführung der Oculus Rift CV1 beziehungsweise Vive eine Technologie am Start, welche das Bild kabellos mit akzeptablen Latenzen hätte übertragen können. Da man die Verbindungen in der virtuellen Realität nicht sieht, besteht stets eine Stolpergefahr. Das bleibt im Hinterkopf, sodass man sich nicht mit allen Sinnen in die virtuelle Realität begeben kann.

Das chinesische Startup Tpcast möchte das mit einer Erweiterung ändern. Entwickelt wurde diese vermutlich im Rahmen von HTCs "Vive X Accelerator"-Programm, bei dem zahlreiche Unternehmen mit einem Geldtopf von 100 Millionen US-Dollar finanziell unterstützt werden. Die Erweiterung besteht aus einer Sende- und Empfangseinheit, die auf den Kopf gesetzt wird, einem Akkumodul, das die HTC Vive und die Einheit mit Strom versorgt und beliebig platziert werden kann, sowie einer Sende- und Empfangsbox für den PC. Die Technik dahinter erklären HTC oder Tpcast noch nicht. Sie soll jedoch schnell genug sein, um die 2.160 × 1.200 Pixel in 90 Hertz ohne spürbare Latenzsteigerung übertragen zu können. Die maximale Reichweite von etwa fünf Metern spricht für die Nutzung eines hochfrequenten Standards - denkbar wäre zum Beispiel ad-WLAN mit rund 60 GHz. Die Standard-Akkumodule sollen 1,5 Stunden halten, größere Ausführungen später angeboten werden.

Aktuell kann man kabelloses VR nur über zwei Wege erreichen: Wahlweise steckt die Hardware in der Brille, beispielsweise durch ein Smartphone wie bei der Samsung Gear VR und Google Daydream oder einem Mini-PC an der VR-Brille, oder man schnallt sich den PC auf den Rücken. Entsprechende Systeme gibt es unter anderem von MSI, Schenker und Zotac. Die Nachteile liegen aber auf der Hand: Mobile-Hardware ist nicht so leistungsstark und ein PC auf dem Rücken schwer sowie stark von Akkus limitiert.

Vorerst soll die Erweiterung von Tpcast nur in China angeboten werden. In Kürze wird dort die Vorbestellung für 1.500 chinesische Yuan beginnen, was umgerechnet rund 200 Euro entspricht. Die Auslieferung ist für das erste Quartal 2017 angesetzt. HTC hat eine englische Pressemitteilung verschickt, auf die die deutsche Presseagentur aufmerksam machte. Die Werbetrommel wird also schon einmal gerührt. Die Hoffnung besteht, dass zumindest die finalisierte Ausführung auf den westlichen Märkten erscheinen wird. Eine Integration in eine HTC Vive 2 ist ebenfalls denkbar.

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    • Kommentare (12)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Cinnayum Volt-Modder(in)
        AW: Tpcast macht HTC Vive für 200 Euro kabellos

        Zitat von Grendizer
        Hab mir das Teil bestellt. Habe mir einige Seiten in Europa angeschaut und hab in England zugegriffen. Da krieg ich das Teil für 359- Versand inklusive.

        Ist teuer, keine Frage, aber es ist halt ein riesiger Schritt nach vorne und war mir bewusst, dass ich als Early Adopter und Enthusiast wohl als Testkarnickel diene. Bis jetzt habe ich noch nichts bereut, macht einfach zu viel Spaß. Das ist das Beste was mir in den 30 Jahren als Gamer bisher untergekommen ist.
        Sowohl aus Hardware- als auch medizinischer Sicht.

        Ich glaube nicht, dass es sehr zuträglich ist, sich eine HF-Quelle direkt auf / hinter den Kopf zu klatschen und dabei das Seh- und Orientierungszentrum im Gehirn mit falsch fokussierten Entfernungsinformationen zu bombardieren.
        Aber jedem das Seine .
      • Von Cinnayum Volt-Modder(in)
        AW: Tpcast macht HTC Vive für 200 Euro kabellos

        Zitat von Grendizer
        Hab mir das Teil bestellt. Habe mir einige Seiten in Europa angeschaut und hab in England zugegriffen. Da krieg ich das Teil für 359- Versand inklusive.

        Ist teuer, keine Frage, aber es ist halt ein riesiger Schritt nach vorne und war mir bewusst, dass ich als Early Adopter und Enthusiast wohl als Testkarnickel diene. Bis jetzt habe ich noch nichts bereut, macht einfach zu viel Spaß. Das ist das Beste was mir in den 30 Jahren als Gamer bisher untergekommen ist.
        Sowohl aus Hardware- als auch medizinischer Sicht.

        Ich glaube nicht, dass es sehr zuträglich ist, sich eine HF-Quelle direkt auf / hinter den Kopf zu klatschen und dabei das Seh- und Orientierungszentrum im Gehirn mit falsch fokussierten Entfernungsinformationen zu bombardieren.
        Aber jedem das Seine .
      • Von twack3r Software-Overclocker(in)
        AW: Tpcast macht HTC Vive für 200 Euro kabellos

        Zitat von Amigo
        Gibt es Erfahrungen mit Supersampling und dem Tpcast?
        SS hat nichts mit der übertragenen Bandbreite zu tun und klappt deshalb prima.
      • Von Amigo Volt-Modder(in)
        AW: Tpcast macht HTC Vive für 200 Euro kabellos

        Gibt es Erfahrungen mit Supersampling und dem Tpcast?
      • Von Grendizer Freizeitschrauber(in)
        AW: Tpcast macht HTC Vive für 200 Euro kabellos

        Zitat von PCGH_Thilo
        Ich würde mich über einen BEricht im Forum freuen
        Das werd ich sicher machen. Es gibt bereits gute Videos von der China Version auf Youtube. "SweViver" hat drei sehr gute Videos zu dem Thema. Das letzte Video spricht über die Probleme, dass das Mikro und die Kamera nicht funktionieren mit TPCAST. YouTube
      • Von PCGH_Thilo Lötkolbengott/-göttin
        AW: Tpcast macht HTC Vive für 200 Euro kabellos

        Zitat von Grendizer
        Hab mir das Teil bestellt. Habe mir einige Seiten in Europa angeschaut und hab in England zugegriffen. Da krieg ich das Teil für 359- Versand inklusive.

        Ist teuer, keine Frage, aber es ist halt ein riesiger Schritt nach vorne und war mir bewusst, dass ich als Early Adopter und Enthusiast wohl als Testkarnickel diene. Bis jetzt habe ich noch nichts bereut, macht einfach zu viel Spaß. Das ist das Beste was mir in den 30 Jahren als Gamer bisher untergekommen ist.
        Ich würde mich über einen BEricht im Forum freuen
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