Sulon Q: Carrizo-Rechner in VR-/AR-Brille mit vier Kameras
Das Startup Sulon hat ein bislang einzigartiges VR-Brillen-Konzept vorgestellt, bei dem eine Carrizo-APU von AMD direkt in der Brille untergebracht wird. So hat man die Mobilität einer Gear VR (keine Kabel, etc.) bei besserer Leistung, ohne einer Oculus Rift oder HTC Vive leistungstechnisch gefährlich zu werden. Die Veröffentlichung soll im späten Frühling stattfinden.
Bisher haben sich die Hersteller von VR-Brillen auf zwei Konzepte konzentriert: Entweder wird die Hardware zum Berechnen der Inhalte extern in Form eines PC aufgestellt (u.a. Oculus Rift und HTC Vive) oder ein Smartphone als Display und zugrundeliegende Hardware (u.a. Gear VR und Google Cardboard) genutzt. Sulon schlägt mit der Sulon Q nun einen dritten Weg ein und verbaut die Hardware fest in seiner VR-Brille, die sich gleichzeitig für AR eignet.
Als Basis dient AMDs Carrizo-APU-Topmodell, der FX-8800P (zwei Excavator-Module, 512 Shader), der sich hier die von AMD maximal spezifizierten 35 Watt genehmigen darf. Dazu gesellen sich voraussichtlich 8 GiByte DDR3L-RAM, deren Ausbauform nicht weiter benannt wird, und eine 256 GByte große SSD. Die "Spatial Processing Unit" verarbeitet die Tracking-Daten von zahlreichen Sensoren (Beschleunigungsmesser, Gyroskop und Magnetometer). Das dürfte indes der stärkste Vorteil gegenüber anderen VR-Brillen sein, sollte das Tracking ohne externe Hilfsmittel besser funktionieren als bei der Gear VR. In der hinteren Box am Hinterkopf vermuten wir einen Akku-Pack, um das Ganze kabellos mit Strom versorgen zu können.
Zur Darstellung nutzt die Sulon Q ein OLED-Display, das mit 2.560 × 1.440 Bildpunkten bei 90 Hertz auslöst und eine Sichtfeld von 110 Grad bietet. Der FX-8800P wird bei Spielen in diesen Specs garantiert keinen Schönheitspreis gewinnen, sollte aber "Casual"-Titel akzeptabel darstellen können. Nicht umsonst erwähnt Sulon die Gaming-Fähigkeiten nur nebenbei. Als Betriebssystem wird übrigens Windows 10 vorinstalliert.
An der VR-Brille sitzen vorne und seitlich insgesamt vier Kameras, die für Augmented-Reality-Anwendungen genutzt werden können. Die Hardware soll das Kameramaterial mit virtuellen Inhalten verrechnen können, beispielsweise könne ein Lagerfeuer die gesamte Beleuchtung im Raum verändern. Ansonsten könne die Sulon Q auch den Arbeitsplatz ersetzen, indem man sich verschiedene Displays in der AR anzeigen lässt. Im Iron-Man-Stil ließen sich diese dann anordnen.
Zum Verbinden anderer Geräte wird WLAN bis zum ac-WLAN-Standard und Bluetooth 4.0 unterstützt. Für Kabelverbindungen stehen zwei Mal USB 3.0 und ein Micro-HDMI-Ausgang zur Verfügung. Über eine 3,5-mm-Audio-Klinke kann ein eigenes Headset angeschlossen werden, wobei Gen-Audios Astound-Sound-Technologie auf den True-Audio-DSP im FX-8800P setzen dürfte. Preise nennt Sulon aktuell noch keine. Die Auslieferung soll im späten Frühling beginnen.
Quelle: sulon.com

Ich frage mich bei dem Ding, wie wollen die das kühlen? Bei einer TDP von 35W braucht das ja nen Lüfter vorne drin.
Mir fehlt irgendwie son 200€ VR Gerät ^^ Das in der Lage ist kleine bzw anspruchslose Games zu zocken wie eben Minecraft. Stell mir das damit lustig vor
Mir fehlt irgendwie son 200€ VR Gerät ^^ Das in der Lage ist kleine bzw anspruchslose Games zu zocken wie eben Minecraft. Stell mir das damit lustig vor
Dank DX12 sollte der CPU-Teil nicht mehr so ins Gewicht fallen und die iGPU solle für solche "Kleinstpixelmengen" auch reichen können.