Samsung Odyssey+: VR-Brille verhindert Fliegengittereffekt mit Display-Beschichtung
Samsung hat in den USA die Odyssey+ vorgestellt, die eine überarbeitete Version des Windows-Mixed-Reality-Headsets Odyssey darstellt. Der Hersteller verwendet auf den AMOLED-Panels eine Beschichtung, welche das Licht der Pixel streut und so den ungewünschten Fliegengittereffekt verringern soll - Samsung spricht von einer gefühlt doppelt so hohen Auflösung bei der VR-Brille.
Bei VR-Brillen ist der sogenannte Fliegengittereffekt, im Englischen Screen Door Effect genannt, eines der größten Probleme in Sachen Bildqualität. Die Displays befinden sich so nah an den Augen, dass selbst bei Ultra HD und darüber hinaus die schwarzen Linien zwischen den einzelnen Pixeln sichtbar sind. Weil sich die Auflösung spätestens aufgrund der benötigten Rechenleistung zum Rendern nicht beliebig erhöhen lässt, wenden die Hersteller Tricks an, um den Fliegengittereffekt einzudämmen. Einen solchen hat nun Samsung bei dem verbesserten Windows-Mixed-Reality-Headset Odyssey+ vorgestellt.
Samsung Odyssey+ mit Anti-SDE-Beschichtung
Es kommen weiterhin zwei hauseigene, 3,5 Zoll große AMOLED-Panels mit einer Auflösung von jeweils 1.440 × 1.600 Pixeln zum Einsatz. Das ergibt eine Gesamtauflösung von vergleichsweise hohen 2.880 × 1.600 Bildpunkten beziehungsweise eine Pixeldichte von 616 ppi - die Zahl ist bei VR-Brillen nicht ganz so wichtig wie bei Monitoren, weil dort unter anderem die Linsen noch zur Bildqualität beitragen, geben aber eine grobe Richtung an. Beim Odyssey+ spricht Samsung von einer Anti-Screen-Door-Effect-Beschichtung, die auf den Displays aufgetragen ist und das Licht der einzelnen Pixel so streuen soll, dass dieses die schwarzen Linien zwischen den Bildpunkten überdecke. Inwiefern das die Schärfe beeinflusst, werden Tests zeigen müssen. Samsung nennt eine wahrgenommene Auflösung in Höhe von 1.233 ppi.
Mehr Infos zum Vorgänger: Samsung Odyssey: Mixed-Reality-Headset mit AMOLED und hoher Auflösung
Bisher setzt Samsung bei der Odyssey AMOLED-Panels ein, die eine Pentile-Matrix nutzen. Anders als bei RGB-Varianten werden nur zwei statt drei Subpixel pro Pixel angezeigt, was die Fliegengitterproblematik verstärkt. Unter anderem die Oculus Rift und HTC Vive (Pro) greifen auf die gleiche Technik zurück. Bei der Odyssey+ dürfte es sich genauso verhalten. Verbesserungspotenzial wäre dort dann noch vorhanden. Weitere Änderungen der Osyssey+ betreffen indes die Ergonomie: Die Aussparung für die Nase ist unten 40 statt 32 mm breit, der Rahmen, der auf dem Gesicht aufliegt, 146 statt 138 mm.
Samsung listet die VR-Brille in den USA für 500 US-Dollar und übernimmt damit den Preis der normalen Odyssey. Innerhalb von Microsofts WMR-Plattform stellt das Modell die Oberklasse dar. Bisher liefert Samsung die Odyssey nicht in Europa aus. Spannend wird, ob sich das mit der Plus-Version ändert.

Was für ein Material ist das denn? Wo kann Ich einen Anti-SDE-Filter kaufen? Ist das nicht ein Industrieprodukt? Kann das überhauot jemand kaufen? Gibt es so etwas bei Farnell (aber ohne große Mengen abzunehmen)?
Wie Displayschutzfolie? Oder muss Ich "Anti-Glare" kaufen, und "missbrauchen". Evtl. indem Ich 2, 3 oder 4 Lagen davon übereinander lege.
Auf eine Vive und eine Pimax 5K XR.
Was für Staubprobleme sind das? Kann da nicht auch ungeöffnet schon Staub ans Display gelangen?
Das Bild wird wesentlich besser, selbst durch die Probleme mit Staub die ich hierbei aber habe, Texte sind sogar deutlich besser zu lesen, Filme sogar sehr gut geniessbar
Bislang fand ich noch nicht raus, wie ich beim Umbau verhindern kann, dass die dünne Kunststofffolie Staub statisch an sich klebt...
Von daher ist die Odyssey+ momentan für mich das interessanteste angekündigte Gerät für ein VR-Upgrade, auch wenn das mit dem Inside-Out-Tracking gut funktionieren sollte. Voraussichtlich wesentlich bessere Bildqualität bei vergleichsweise niedrigen Hardwareanforderungen.