RTX 3080 und Co.: Das Ende von Virtual Link
Mit Virtual Link hätten VR-Headsets eigentlich einen sinnvollen Standard gehabt, der Strom und Daten durch ein einziges Kabel übertragen kann. Das Konzept hat aber offenbar nicht ausgereicht, um sich zu etablieren: Wie spätestens der Release der RTX-3000-Grafikkarten zeigt, ist der Standard am Ende.
2018 wurde mit Virtual Link ein neuer Standard vorgestellt, der die Kommunikation mit VR-Headsets vereinfachen sollte. Strom und Daten wurden gesammelt über ein einzelnes USB-C-Kabel übertragen. Mit AMD, Microsoft, Nvidia, Oculus VR und Valve hatte Virtual Link auch zahlreiche Unterstützer - fast alle relevanten Branchengrößen standen hinter dem Standard. Für den Erfolg hat das aber offenbar nicht ausgereicht, denn Virtual Link scheint nun am Ende zu sein. Dafür spricht auch die Vorstellung der RTX-3000-Grafikkarten.
Der Standard konnte sich nicht durchsetzen
Virtual Link setzt einen USB-C-Port auf der Grafikkarte voraus, der den alternativen Übertragungsmodus unterstützt. Auf Nvidias RTX 2000-Grafikkarten wurde der besagte Anschluss auch prompt verbaut, und es gab schnell Headsets, die Virtual Link unterstützen wollten. Das von Acer und Starbreeze entwickelte VR-Headset StarVR und das von Vrgineers entwickelte VR-Headset XTAL sollten nativ per Virtual Link angeschlossen werden.
Beide Headsets kamen aber erst spät: Das XTAL wurde im Mai 2019 veröffentlicht und das StarVR wurde aufgrund der vorübergehenden Insolvenz von Starbreeze - mittlerweile läuft der Betrieb wieder - bis ins Jahr 2020 verzögert. Valve wollte für das eigene Index-Headset zwar noch einen Adapter für Virtual Link auf den Markt bringen, doch dieser wurde vergangenen August gestrichen.
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Wie es scheint, konnte sich Virtual Link also nicht richtig durchsetzen. Die Präsentation von Nvidias RTX-3000-Grafikkarten hat das bekräftigt, denn auch diese verzichten nun, wie schon die eingeschobenen Super-Grafikkarten, auf einen entsprechenden Anschluss. Von AMD wurde Virtual Link, wohl mangels High-End-GPU, ohnehin nie verbaut. Zudem führt die offizielle Website des Standards nur noch zum entsprechenden Wikipedia-Artikel, und laut Vrgineers ist es schon seit längerem still um das Konsortium geworden. Das Ende von Virtual Link ist also anscheinend besiegelt.
Quelle: Road To VR

PS: Kabellos per Virtual Desktop über Wifi ist sowieso die Zukunft. PCVR ohne Kabel ist saugeil.
Läuft ja auch so ohne standartisierten Anschluß, eventuell kommt ja die große Zielgruppenerweiterung noch.
Komprimieren ist halt immer so ne Sache, denn das sorgt nicht nur potentiell für Artefakte, sondern auch für zusätzliche Latenz - bei VR ein Killer. DLSS könnte helfen, dann bräuchten die Brillen aber deutlich mehr Rechenpower als bisher. Bei Foveated Rendering und Eyetracking sehe ich noch die besten Chancen, aber auch da könnte die Latenz in der nächsten Zeit noch der Killer bleiben.