CES 2017: Chinesen wollen VR-Brille mit 200-Grad-Sichtfeld und 4k pro Auge vorstellen

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CES 2017: Chinesen wollen VR-Brille mit 200-Grad-Sichtfeld und 4k pro Auge vorstellen.
Quelle: Upload VR

Die chinesische Firma Pimax hat angekündigt, dass sie auf der diesjährigen CES ein VR-Headset der besonderen Art vorstellt. 4K soll es pro Auge geben, außerdem wird das Sichtfeld mit 200 Grad angegeben. Zum Einsatz kommen jedoch nur LCD-Displays.

Pimax scheint das VR-Genre revolutionieren zu wollen. Dieser Eindruck entsteht zumindest, wenn man sich die Spezifikationen des VR-Headsets ansieht, das die Chinesen auf der diesjährigen CES präsentieren wollen. Angedacht ist eine 4K-Auflösung - pro Auge. Zu den weiteren Merkmalen zählen ein 200-Grad-Sichtfeld, eine Reaktionszeit von 18 Millisekunden und die Integration eines räumlichen Trackings.

Das liest sich auf dem Papier bemerkenswert, vor allem mit Blick auf die Konkurrenz, die maximal 1.080 mal 1.200 Pixel pro Auge und ein 110 Grad breites Sichtfeld in die Waagschale wirft. 3.840 x 2.160 Bildpunkte muten da schon wie eine Verbesserung von mehreren Größenordnungen an. Allerdings wird sich zeigen müssen, ob die Verbesserungen in der Praxis auch nur ansatzweise so eindrucksvoll ausfallen, wie es das Zahlenwerk vermuten lässt.

So handelt es sich bei den beiden Displays nur um LCD-Schirme. Konkurrenten wie Oculus und HTC machen sich hingegen die Vorzüge eines OLEDs zunutze. Dieser überzeugt im Zusammenhang mit VR unter anderem durch weniger Schlieren. Pimax weist jedoch darauf hin, dass ihnen ein Durchbruch bei der LCD-Technik gelungen sei. Ob das stimmt, werden Besucher der CES diese Woche selbst herausfinden können.

Auch ist fraglich, welche Art von Computer die hohe Auflösung eigentlich stemmen und als Bildsignal übertragen soll. Schon einfaches 4K bringt in aktuellen Titeln schon mal High-End-Grafikkarten und Multi-GPU-Gespanne an ihre Grenzen. Dass ein VR-Erlebnis erst bei 90 Fps ordentlich funktioniert, macht die Sache nicht einfacher. Möglicherweise ist das Set eher für den gewerblichen Einsatz gedacht, etwa in Spielhallen. Oculus' Michel Abrasch hatte erst jüngst verlauten lassen, dass derartige Auflösungen im VR-Bereich erst in einigen Jahren umsetzbar sind - für Pimax offenbar eine Aufforderung, es wesentlich früher hinzubekommen.

Auf dem Bild des VR-Headsets kann man übrigens noch zwei 3D-Controller sehen, die offenkundig zum Lieferumfang zählen. Was das Set kostet, hat der Entwickler noch nicht bekannt gegeben. Auch der Name der "Brille" ist offen. Pimax hatte bereits vor einigen Wochen für Aufsehen gesorgt, als es ein VR-Headset mit 4k-Auflösung präsentierte. Für die Hardware werden 350 Euro fällig, überzeugen konnte sie jedoch nicht. Vor allem die Software empfanden Tester als zu rudimentär.

Quelle: Upload VR

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    • Kommentare (12)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von stefan667 Kabelverknoter(in)
        Zitat von violinista7000
        Mir jucken die Finger immer wenn ich eine Rift/Vive sehe! Ich habe mir jedoch versprochen, erst bei der zweite Generation einzusteigen. Diese neue Brille könnte ein Schub in die richtige Richtung bringen.
        Habe selbst ne Rift und es macht schon tierisch Spaß, aber alles in einem kann ich dir nur recht geben auf die nächste Generation zu warten. Die Technik rechtfertigt auf keinen Fall die enormen Preise, da muss sich noch ne Menge tun...
      • Von stefan667 Kabelverknoter(in)
        Zitat von violinista7000
        Mir jucken die Finger immer wenn ich eine Rift/Vive sehe! Ich habe mir jedoch versprochen, erst bei der zweite Generation einzusteigen. Diese neue Brille könnte ein Schub in die richtige Richtung bringen.
        Habe selbst ne Rift und es macht schon tierisch Spaß, aber alles in einem kann ich dir nur recht geben auf die nächste Generation zu warten. Die Technik rechtfertigt auf keinen Fall die enormen Preise, da muss sich noch ne Menge tun...
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von rooooney87
        Naja mehr Auflösung ist doch immer gut. Man muss sie ja nicht zwingend nutzen, hauptsache die Zwischenräume werden weniger sichtbar Aber ich denke dass schon eine 1080 (non Ti) bei angepasster Grafikquali das ein oder andere Game stemmen könnte
        Größere Pixel ohne Zwischenräume sehen in Bewegung auch nicht besser aus, sondern führen an allen kontrastreichen Kanten zu sehr deutlichen, unangenehmen Treppenstufeneffekten – siehe Playstation VR. Desweiteren steigt die Pixeldichte hier "nur" um 50 Prozent. Der Rest wird in das vergrößerte periphere Sichtfeld investiert.
      • Von Terracresta BIOS-Overclocker(in)
        Stellen die dann auch gleichzeitig Grafikkarten vor, die genügend Leistung bieten um 2x 4k bei hohen Frameraten und Details darstellen zu können?
      • Von Pilo Software-Overclocker(in)
        Oi...da haben die Chinesen wohl eifrig bei HGT, Sony, Oculus und Valve geklaut. Kunststück, deren Produktionsstätten liegen ja ausschliesslich in asiatischen Niedriglohnländern mit niedrigen moralischen Bedenken der Angestellten, Betriebsgeheimnis für sich zu behalten. Werksspionage und Bestechung ist da doch Standard.
      • Von Mephisto_xD BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von warawarawiiu
        keine aktuelle grafikkarte liefert 2x4k bei mindestens 90fps in irgend einem aktuellen spiel.
        In akutellen AAA-Titeln nicht, nein. Die haben aber onehin selten VR-Support, da das meistens auch aus anderen Gründen nicht klappt (Motion-Sickness, Eingabe, etc.) Spiele wie Superhot sollten aber problemlos in 2x4K@90fps darstellbar sein. Schwierig wird es aber wohl bei EVE-Valkyrie oder Ähnlichem. Aber dafür kann man ja dann zwei GPUs nutzen, wobei jede für ein Auge zuständig ist.

        BTT: 2x4K geht schon in die richtige Richtung, bei den aktuellen VR-Brillen ist der Fliegengittereffekt ja noch unerträglich, weshalb ich sie mir auch nicht zugelegt habe. Das verwenden von LCDs statt OLEDs ist aber imo ein Fehler, OLEDs schlieren weniger und sind zusätzlich deutlich leichter. Ich hoffe dann mal weiterhin auf meine Vive 2 mit 2x4K (oder auch mehr....) und 144 Hz Bildwiederholrate .
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