Daydream View im Golem-Test: Googles günstige VR-Einstiegsmöglichkeit

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Daydream View im Golem-Test: Googles günstige VR-Einstiegsmöglichkeit
Quelle: Google

Daydream View heißt Googles neues Virtual-Reality-Headset mit Controller, das es für vergleichsweise wenig Geld gibt, sofern ein geeignetes Smartphone vorhanden ist. Wie gut sich die Antwort auf Samsungs Gear VR schlägt, hat Golem.de in einem Test geklärt.

Mit Daydream VR hatte Google im Oktober eine neue Virtual-Reality-Plattform als Nachfolger des hauseigenen "Cardboard" vorgestellt, die ebenso auf ein vorhandenes Smartphone als Basis setzt. Für 70 Euro wird nun im Vergleich zum Vorgänger ein höherwertiges Headset mit entsprechender Halterung namens "Daydream View" angeboten, wobei es auch einen Controller dazu gibt, während die Daydream-App für die VR-Umsetzung sorgt und als zentraler Zugang für passenden Content fungiert.

Gesamtpaket überzeugt

Die Kollegen von Golem.de haben sich die Daydream View näher angeschaut und kommen zu dem Fazit, dass das System trotz einiger Schwächen im Test überzeugen kann und man für den Preis derzeit keine bessere Virtual-Reality-Erfahrung geboten bekommt - ein vorhandenes und geeignetes Smartphone vorausgesetzt. Hier werden aktuell offiziell nur Googles High-End-Modelle Pixel und Pixel XL sowie das neue Huawei Mate 9 unterstützt. Die Testversion der Daydream-App kam vorinstalliert auf einem Google Pixel XL und ließ sich per APK-Extraktion auf einem Mate 9 nicht starten, während es auf einem Nexus 6P zu Rucklern bei Bild und Ton kam. Das getestete Pixel XL wurde durch die Hardware-Beanspruchung sehr warm und konnte nach einer gewissen Zeit nicht ohne Weiteres in die Hosentasche gesteckt werden.

Head-Tracking und Controller als größtes Pro

Überzeugen konnten hingegen vor allem das via Smartphone beziehungsweise Software zuverlässige Head-Tracking und der per Bluetooth verbundene Controller, der ohne externe Kamera erkannt wird, jedoch nach bewegungsintensiven Anwendungen regelmäßig neu justiert werden muss, was jedoch nicht allzu viel Aufwand macht. Daraus resultiert laut den Kollegen "ein Spielerlebnis, das wir dem preiswerten System nicht zugetraut hätten". Etwas weniger positiv kommt hingegen das Headset mit partiellem Lichteinfall und einem ungünstig positionierten Befestigungsband weg, während die Bildqualität durch eine offenbar nicht sonderlich hohe Bildwiederholfrequenz bei manchen Apps stellenweise zum Flimmern neigt. In Sachen Inhalte lassen sich neben den verfügbaren Spielen sowie Videos von Youtube und Google Play beispielsweise auch mit "Arts & Culture VR" Kunstwerke betrachten oder Nachrichten in in einer speziellen VR-Version von The Wall Street Journal neu erleben.

Der Erfolg der Plattform wird aber mit der Unterstützung durch andere Smartphone-Hersteller stehen und fallen, mit denen Google bereits an einer Zusammenarbeit feilt und eine entsprechende Zertifizierung für geeignete Hardware vergibt. Nicht ganz klar ist derzeit inwieweit Daydream womöglich auch auf älteren Smartphones nutzbar wird und ob die Daydream-App ausschließlich unter dem derzeit noch kaum verbreiteten Android 7.0 lauffähig ist. Die Daydream View kann über Google und die Deutsche Telekom derweil bereits käuflich erworben werden.

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