Nach Account-Sperren bei Oculus Quest 2-Nutzern: Gepflegter Facebook-Account zur Nutzung empfohlen
Facebooks Vice President der Augmented- und Virtual-Reality-Sparte empfiehlt ausschließlich die Nutzung gepflegter Facebook-Accounts im Zusammenhang mit der Oculus Quest 2. Mögliche Probleme sollten potentielle Käufer bereits im Vorfeld lösen, um keine böse Überraschung zu erleben.
Käufer des VR-Headsets Oculus Quest 2 waren schon im Vorfeld wenig erfreut über die Notwendigkeit, das eigene Facebook-Nutzerkonto verknüpfen zu müssen, um die Hardware überhaupt nutzen zu können. Umso ärgerlicher war es für einige Nutzer, als sie dann auch noch mit frisch erstelltem oder etwas eingestaubtem Account von der Nutzung ihrer neuen Gerätschaft ausgesperrt wurden.
Statt direkt ins VR-Vergnügen einzutauchen, verlangt Facebook von den Betroffenen einen Identitätsnachweis inklusive Foto, dessen Bearbeitung aufgrund händischer Prüfung durch Facebook-Mitarbeiter einige Wochen in Anspruch nehmen kann.
Mittlerweile hat der Vice President der Augmented und Virtual Reality-Sparte von Facebook, Andrew "Boz" Bosworth, via Instagram AMA zu diesem Umstand Stellung bezogen. Ihm zufolge seien nur einige wenige Nutzer der Oculus Quest 2 von den Login-Problemen und Account-Sperren betroffen. Die Lage habe man derweil im Blick. Seine Empfehlung: Ein gut gepflegter Facebook-Account ohne Auffälligkeiten. Dass dies bereits im Vorfeld des Kaufs bereits sichergestellt werden solle, wie Bosworth einschiebt, kommt für aktuell Betroffene jedoch reichlich zu spät.
"Wir haben bereits seit dem ersten Tag einen genauen Blick darauf und verfolgen jeden einzelnen Fall, der uns auffällt, nach. Die Anzahl der Fälle ist nicht so hoch, doch die Auswirkungen auf die Leute natürlich riesig. Das nehmen wir sehr ernst. Jede einzelne Person im VR-Bereich ist uns wichtig. Damit meine ich, dass ich denke, dass die Leute weiterhin sicherstellen sollten, dass ihre Facebook-Konten einen vertrauenswürdigen Status haben, bevor sie das Headset kaufen. Sie können sich im Vorfeld durch diese Probleme arbeiten.", so Bosworth.
Weiter heißt es von ihm, dass man sich seitens Facebook schnell um die Probleme kümmere, die auftauchen, während der Account-Zwang verteidigt wird. "Es gibt Probleme mit Facebook-Accounts, die gelöst werden können und wir arbeiten diese ab. Ich möchte aber auch klarstellen, dass dies keine Seltenheit ist - Google, Apple, Xbox, such dir einen aus. Sie verlangen auch Logins mit Nutzerkonten und dafür gibt es durchaus einen Grund. Wir können dadurch einen besseren Service bieten und mehr Zusicherungen bei Dingen wie Datensicherheit und der Konformität mit Vorschriften machen. Ich bin daher ein großer Fan dieses Schrittes, trotz allem."
Auch lesenswert: Steam Survey September 2020: VR weiter auf Vormarsch
Das Oculus Quest 2 VR-Headset ist bereits weltweit für etwa 300 US-Dollar erhältlich. Einzige Ausnahme bildet derzeit der deutsche Markt, der aufgrund des Facebook-Account-Zwangs und einer damit einhergehenden Bestimmung durch das Bundeskartellamt nicht bedient wird, gleichwohl die Beschaffung von Außerhalb nicht allzu problematisch ist.
Quelle: via uploadvr.com

echt krank so ein kommentar von den Facebook/Oculusmachern
Stasi DDR 2.0
widerlicher Verein
hab schon 30 tages Sperre bekommen wegen eigener meinung , heisst dann , in der zeit kann man auch die VR Brille nicht nutzen?? Echt krank und unverschämt
FB hat es, so wie die das handhaben, allerdings verdient, damit so richtig krachend zu scheitern.
Nur fürchte ich, dass sie es dann auf VR schieben werden, dass das generell nicht rentabel sei (was andere potentielle Anbieter abschreckt), statt ihre Geschäftspraktiken zu hinterfragen...
Das sind dann häufig Personen, die weder viel IT Wissen noch von Datenschutz/Privatsphäre Ahnung haben und womöglich auch viel intensiver Facebook als Social Media Plattform nutzen. Genau diese Art von Nutzern will FB anlocken und in ihr VR Ökosystem holen, weil sie die meisten interessanten Daten generieren/liefern.
Wir "tech-savvy" Leute würden zähneknirschend noch nen FB Account mit Realdaten machen damit dieser nicht gesperrt wird, aber jegliche Aktivitäten auf Minimum fahren und Privatsphäre auf Maximum stellen. Wir sind quasi nur das notwendige Übel, dem man jetzt auch möglichst viele Steine in den Weg legen möchte.
Spätestens seit der Ankündigung, dass FB Account Pflicht wird um Oculus Produkte/Services zu nutzen (und Q2 gar von Anfang an), war doch jeder halbwegs informierten Person klar wohin die Reise geht und was Facebook als langfristiges Ziel verfolgt.
Aber ne VR Brille brauch auch nicht, also bleibe ich ohne wohl einfach unterm Radar
Nach Meldungen wie diesen hab ich aber meine Meinung geändert. Dieser Laden ist es nicht wert, unterstützt zu werden.
Das ist IMO ein Rückschlag für VR. Die Technik hat eh schon einen so schweren Stand, da kann man so ein Debakel nicht brauchen!
FB hat es, so wie die das handhaben, allerdings verdient, damit so richtig krachend zu scheitern.
Nur fürchte ich, dass sie es dann auf VR schieben werden, dass das generell nicht rentabel sei (was andere potentielle Anbieter abschreckt), statt ihre Geschäftspraktiken zu hinterfragen...
Jeder der sich so ein Ding kauft, ist ein Volldepp.