Gehirnschnittstellen statt VR: Valves Gabe Newell glaubt, dass Spiele eines Tages Emotionen auslesen
Geht es nach Gabe Newell, können Spiele eines Tages per Gehirn-Interface auf die Gefühle eines Menschen zugreifen und sich an die Stimmung ihres Nutzers anpassen. Vorstellbar sei auch eine Schlaf-App.
Die Virtual Reality hat sich, obwohl mittlerweile zahlreiche VR-Headsets und durchaus auch interessante Spiele veröffentlicht wurden, noch nicht als Gamechanger herausgestellt. Trotzdem forscht Valve offenbar schon an einem Nachfolger. Potenzial sieht das Unternehmen hinter Steam nach Angaben seines Chefs Gabe Newell bei Brain-Computer-Interfaces, kurz BCI.
Gedankenlesen oder gar -kontrolle sei darunter nicht zu verstehen. Vielmehr geht es darum, die Emotionen eines Spielers zu analysieren und ihm die für seine Stimmung passenden Inhalte zu liefern. Gegenüber "1 News" gab Newell bereits an, wie er sich eine BCI-Zukunft vorstellt. Flach, farblos und unscharf werde die reale Welt im Vergleich zu der Erfahrung aussehen, die man direkt im Kopf des Spielers erzeugen kann.
Brain-Computer-Interfaces sollen auf Emotionen reagieren
Zunächst sollten die von Gabe Newell beschriebenen Headsets nur auf die Stimmung des Spielers regieren und zum Beispiel den Schwierigkeitsgrad verringern, wenn er frustriert ist. In fernerer Zukunft könnten derartige Schnittstellen auch Einfluss auf die Emotionen nehmen. Als Erstes werde es wohl gelingen, den Schlaf zu verbessern. Newell könne sich eine App vorstellen, die jemand mit folgendem Argument ausführt: "Oh, ich brauche so viel Schlaf, ich brauche so viel REM." Schlafstörungen sind in unserer hoch technisierten Welt tatsächlich weit verbreitet, unter anderem wegen der vielen künstlichen (Blau-)Lichtquellen, denen sich viele bis spät in die Nacht aussetzen. Auch bis kurz vor dem Schlafengehen stattfindender Medienkonsum lässt Menschen nachts nicht zur Ruhe kommen.
Ohne Weiteres ließen sich solche Techniken jedoch nicht auf den Markt bringen. Alleine schon aus Gründen des Datenschutzes, aber auch, weil eine Beeinflussung des Gehirns sehr viel Vertrauen voraussetzt. Im Zweifel könnten Interfaces sogar körperliche und physische Schmerzen bereiten. Nicht jeder werde ein Brain-Computer-Interface schätzen und besitzen wollen, so Newell. Ob Features, Funktionalität und Preis überzeugen, müsse jeder für sich entscheiden.
Auch der Sicherheitsaspekt sei nicht von der Hand zu weisen. Brain-Computer-Interfaces müssten vor ihrem Einsatz besonders hartnäckig geprüft werden. "Niemand will sagen: 'Oh, erinnerst du dich an Bob? Weißt du noch, als Bob von einer russischen Malware gehackt wurde? Das war übel - rennt er immer noch nackt durch die Wälder?' oder was auch immer. Also ja, die Leute werden viel Vertrauen haben müssen, dass dies sichere Systeme sind, die keine langfristigen Gesundheitsrisiken bergen."
Ebenfalls interessant: Wo steht eigentlich VR? Ein Interview mit HTC
Trotz aller Bedenken sei es ein Fehler, nicht in derartige Schnittstellen zu investieren. Valve will zwar nicht im Detail verraten, in welchem Kontext man genau an Brain-Computer-Interfaces arbeitet. Allerdings haben die Amerikaner bereits Geld in die Open-Source-Lösung OpenBCI investiert. Dort arbeitet man an einer Schnittstelle, um Hirnsignale mit aktuellen VR-Headsets zu verbinden.
Quelle: 1 News

Dazu kommt, dass Intelligenz von der Natur nicht unbedingt evolutionär bevorzugt wird. Ein Leopard mag, im Vergleich zu einem normal gebildeten Menschen geistig ein recht simples Geschöpf sein, dennoch standen 99,9% der Zeit, die die Menschen schon auf dem Planeten hausen, die Chancen klar auf Seiten des Leoparden, wenn es zu einem eins gegen eins kam.(und heute sollte man besser und gute Schusswaffe dabei haben und schnell schießen können, damit man überhaupt eine Chance hat) Der weiße Hai dreht schon seit gut 400 Mio Jahren seine Runden in den Ozeanen, wir wären beinahe vor 75.000 Jahren von einem popligem Vulkan ausgelöscht worden.
Das Hirn ist eine sehr komplexe Sache und immer noch verhältnismäßig wenig verstanden. (unglücklicherweise haben wir einen der weltweiten Hirnforscher aus Deutschland vergrault, dann geht der Nobelpreis eben nach China)
Seitdem die direkte biologische Selektion nachgelassen hat, ist die Entwicklung weitestgehend beendet. Unser Hirnvolumen unterscheidet sich nicht von dem unserer Vorfahren vor ein paar Jahr(zehn)tausenden. Und wenn man nicht aktiv gejagd wird oder jemanden den eigenen Lebensraum systematisch zerstört, stirbt man auch nicht innerhalb einer Menschen-Lebensspanne aus.
Die Kapazität des einzelnen Menschen zur Informationsverarbeitung braucht sich auch nicht mehr im Hirn zu steigern, schließlich sind wir jetzt Werkgzeug-Macher und Anwender. Man hackt schließlich auch kein Holz indem man mit der bloßen Hand einen Baum Karate-Chopt. Man hat eine Axt, dann eine Stahl Axt, dann eine Kettensäge und seit neuesten eine vollautomatisierte Erntemaschine die den Baum abknipst wie einen Zahnstocher und in die Hackschnitzelanlage füttert.
Mit dem Hirm-Maschine Interfaces steht auch unser Denken vor dem gleichen Sprung. Ganz ohne interne Verbesserung, das wird stattdessen alles von außen aufgestülpt. Wer so eine Hardware hat, der wird ganz weit jenseits von allen anderen Menschen sein, die ohne so ein Interface rumrennen. Instant Zwei-Klassengesellschaft. Genau wie ein spontaner evolutionärer Sprung.
Seitdem die direkte biologische Selektion nachgelassen hat, ist die Entwicklung weitestgehend beendet. Unser Hirnvolumen unterscheidet sich nicht von dem unserer Vorfahren vor ein paar Jahr(zehn)tausenden. Und wenn man nicht aktiv gejagd wird oder jemanden den eigenen Lebensraum systematisch zerstört, stirbt man auch nicht innerhalb einer Menschen-Lebensspanne aus.