OculusVR: Berater übt Kritik an Facebooks Plänen zum Metaverse
Aus den eigenen Reihen gibt es Zweifel an den ambitionierten Plänen des Facebook-Chefs: Oculus-Berater John Carmack kritisiert das Unternehmen dafür, das Metaversum aus dem Nichts heraufbeschwören zu wollen. Vielmehr müsse es sich periodisch aus anderen Anwendungen heraus entwickeln.
Vergangene Woche fand die Facebook Connect statt, eine hauseigene Veranstaltungen, auf der u. a. die Pläne für das "Metaverse" offengelegt wurden. Dabei handelt es sich um eine virtuelle Welt, in der die Teilnehmer miteinander kommunizieren und interagieren können sollen - das zweite Leben in VR sozusagen. John Carmack übte nun in seinem Keynote Kritik an den Plänen, ein Metaversum aus dem Nichts heraus zu entwickeln. Er selbst glaubt an die Idee des Metaversums, sieht die geplante Vorgehensweise aber nicht als ideal an.
John Carmack arbeitete zuerst beim Entwicklerstudio id Software und wechselte anschließend zu OculusVR, wo er als CTO tätig war. Heute ist nur noch in der Funktion eines beratenden CTOs für Oculus, da er sich mehr in der KI-Forschung betätigen wollte. Er meint, dass das Metaversum am Rande der Technik, die für andere Anwendungen produziert wird, Schritt für Schritt mitwachsen müsse. Das Metaversum per se zu entwickeln, hält er nicht für den besten Weg.
Kritik hat John Carmack auch für die sogenannten "Architektur-Astronauten" übrig. Bei diesen handelt es sich ihm zufolge um Programmierer und Designer, die nur theoretischen Zugriff auf ihre visionären Ideen haben und die Praxis dahinter vernachlässigen würden. Für solche Architektur-Astronauten stellt das Metaversum eine Falle dar, in die es sich leicht hineintappen lässt.
Mehr handfeste Produkte statt Technologien
Mark Zuckerberg soll während der Facebook Connect angekündigt haben, das Metaverse in den nächsten fünf bis zehn Jahren vollenden zu wollen, was nicht im Sinne Carmacks sein dürfte. Da aber dem Firmenchef die Entscheidung obliegt, wurde die Entwicklung des Metaversums nun in Auftrag gegeben. Die zahlreich vorhandenen Ressourcen, die Facebook zur Verfügung hat, müssen laut John Carmack jetzt sinnvoll in die Entwicklung manifester Produkte investiert werden und nicht etwa in Architektur oder Technologien. Die VR-Bereiche "Horizon Worlds" und "Horizon Workrooms" sollen als Vorläufer des Metaversums beispielsweise einen Mehrwert haben, den John Carmack begrüße.
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Aktuell erscheint solch ein Metaversum, welches laut Zuckerberg eine Evolution sozialer Netzwerke darstelle, noch in weiter Ferne zu liegen. VR-Brillen, die sich derzeit auf dem Markt befinden, seien noch nicht in der Lage, wirklich in den Alltag der Nutzer eingebunden zu werden. Auch die Oculus-Modelle von Facebook erfüllten nicht die nötigen Standards für den Gebrauch im Metaversum (zu groß, technisch noch nicht weit genug entwickelt, geringe Akkulaufzeit). John Carmack würde sich derweil darüber freuen, wenn das Metaversum nicht nur über High-End-VR-Headsets, sondern auch über günstigere Alternativen zugänglich wäre.
Quelle: via Heise

Würde gerne mal VR ausprobieren.
Man kann die Dinger glaub ich mieten.
Hat da einer Erfahrung mit?
Würdest du wohl auch, könntest du deine Expertise
als "Berater" zu Geld machen.
Immerhin ist er als CEO seiner Firma Profiteur von VR.
Wenn ich hoch greife: Er ist der Elon Musk der Virtual Reality.
Der VR-Neuzeit... (gab schon viele vor ihn....)