Ryzen 5000 im ersten Quartal: 5800X und 5600X angeblich mit höchster Priorität gefertigt

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Ryzen 5000 im ersten Quartal: 5800X und 5600X angeblich mit höchster Priorität gefertigt (1)
Quelle: AMD

Noch immer wechseln Prozessoren der Ryzen-5000-Reihe oberhalb der unverbindlichen Preisempfehlung den Besitzer. Aus Insider-Kreisen sei nun zu hören, dass AMD im ersten Quartal 2021 den Ryzen 7 5800X und Ryzen 5 5600X priorisiert fertigt, ebenso den weiterhin beliebten Ryzen 5 3600.

Als Grund für die angespannte Liefersituation bei Ryzen-5000-Prozessoren verweisen Insider immer wieder auf die hohe Nachfrage und den bis an die Grenzen ausgelasteten Auftragsfertiger TSMC. Mittlerweile sind die CPUs zwar breiter und preiswerter zu haben, kosten aber in der Regel immer noch mehr, als sie das laut unverbindlicher Preisempfehlung sollten. Die Webseite WCCF-Tech hat sich nun bei ihren Quellen über AMDs Prioritäten für das erste Quartal 2021 erkundigt. Dadurch will man erfahren haben, wie AMD mit den begrenzten Fertigungskapazitäten haushaltet.

Demnach werden der Ryzen 9 5950X und 5900X, der Ryzen 7 3800X sowie der Ryzen 3 3300X und 3100 nach aktuellem Stand der Dinge nur in sehr geringen Kontingenten hergestellt. Händler verlangen für den Ryzen 9 5950X und 5900X laut unserem Preisvergleich aktuell rund 780 und 950 Euro und damit weiterhin Preise, die weit über der unverbindlichen Preisempfehlung von 549 beziehungsweise 799 Euro liegen. 16- und 12-Kerner dürften so oder so nur einen vergleichsweise kleinen Käuferkreis ansprechen. Preis- und Verfügbarkeitsprognosen anhand von subjektiven Zuteilungen wie "Very Low Quantity" gestalten sich entsprechend schwierig.

Höhere Prioritäten, laut WCCF-Tech "some Quantity", genießen laut Bericht der Ryzen 9 3900X, der Ryzen 7 3700X, der Ryzen 3 3200G, der Ryzen 5 3400G sowie der Ryzen 5 3600X. Ryzen 5000 ist in dieser Spalte nicht zu finden, was bedeuten könnte, dass sich die meisten Zen-2-Prozessoren einer größeren Beliebtheit erfreuten als die beiden Zen-3-Flaggschiffe.

Ryzen 5 3600 wohl immer noch sehr beliebt

Der Fertigungsfokus ("decent Quantity") liegt dem Bericht zufolge auf dem Ryzen 7 5800X und Ryzen 5 5600X. In ordentlicher Anzahl werde im ersten Quartal 2021 auch der Ryzen 5 3600 produziert. Tatsächlich sind die "Brot-und-Butter-Chips" bereits jetzt zu angemessenen Preisen erhältlich: Ab rund 340 Euro gibt es den Ryzen 5 5600X und ab rund 450 Euro den Ryzen 7 5800X. Letzterer hätte damit fast auf den Euro seine UVP von 449 Euro erreicht, den Sechskerner trennen allerdings noch 40 Euro von seiner unverbindlichen Preisempfehlung.

Mehr zum Thema: AMD besetzt mit Ryzen 5000 Mobile die Passmark-Spitze

Interessanterweise hatten Händler die Preise des Ryzen 5 3600 in der Weihnachtszeit deutlich angezogen. Ging die CPU im Sommer noch für etwa 160 Euro über die (virtuellen) Ladentheken, musste man kurz vorm Jahreswechsel mitunter 210 Euro für den Prozessor hinlegen. Inzwischen startet der Ryzen 5 3600 bei rund 190 Euro. Wie sich die Lage entwickelt, wird sicherlich abzuwarten sein. Das jüngste Gerücht lässt zumindest bei den Mainstream-Prozessoren auf Entspannung hoffen.

Quelle: WCCF-Tech

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    • Kommentare (74)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von onkel-foehn
        Zitat von gerX7a
        Ergänzend, weil es gerade in den Kontext passt:

        Feb'20, TR 3990X, 64 C 2,9/4,3 GHz 280 W 3990 US$
        Jan'21, TR Pro 3995WX 64 C 2,7/4,2 GHz 280 W 5489 US$

        OHNE Worte !!

        MfG Föhn.
      • Von onkel-foehn
        Zitat von gerX7a
        Ergänzend, weil es gerade in den Kontext passt:

        Feb'20, TR 3990X, 64 C 2,9/4,3 GHz 280 W 3990 US$
        Jan'21, TR Pro 3995WX 64 C 2,7/4,2 GHz 280 W 5489 US$

        OHNE Worte !!

        MfG Föhn.
      • Von Mahoy Volt-Modder(in)
        Bitte keinen Zoff. Wenn man das Preisgestaltungsverhalten von Herstellern beurteilen will, kann man sich selbstverständlich die UVP vergleichen, denn was die Händler aufschlagen, darüber haben keine Kontrolle.
        Aber: Händler werden nur unter UVP verkaufen, wenn der Hersteller ihnen das Produkt so günstig überlässt, dass auch unter der Preisempfehlung noch ein Gewinn bleibt.

        Aus rein pragmatischer Sicht heraus vergleicht man natürlich die Ist-Preise zum Zeitpunkt des beabsichtigten Kaufs.
        Und wenn man einen flotten Achtkerner will, kostet nun einmal ein 10700K derzeit rund 350 Euro und ein 5800X rund 450 Euro. Also knapp 30% Aufpreis für knapp 30% mehr Leistung.
        Damit ist die Preisberechnung allerdings nicht abgeschlossen. Damit sich der 10700K ordentlich austoben kann, braucht er einen Z490-Board. Allein hier ist man schon mit ungefähr 50 Euro mehr dabei. Damit verringert sich der Preisunterschied auf rund 15% für rund 30% mehr Leistung.

        Wenn man die Mehrleistung braucht, eigentlich ein No-Brainer, da man keine Miese macht. Braucht man die Leistung nicht, weil man beispielsweise ohnehin vorher ins GPU-Limit läuft, wird der Aufpreis unattraktiv - gleichzeitig wird aber der 3700X interessant, den es für rund 300 Euro gibt.
        Man merkt schon, das ist von Preis und Performance genau das umgekehrte Verhältnis und es kommt folglich die gleichen Argumente für den 3700X zum Tragen wie vorher für den 10700K.

        Und weil es noch nicht kompliziert genug ist, gibt es da noch den 5600K, der zwar keine 8 Kerne hat, aber trotzdem aus Sicht des Gamers sowohl mit Intels Achtkernern (sowie manchen Zehnkerner) und natürlich auch allen Zen-2-Boliden mitzieht, oder diese sogar übertrumpft.

        Nur ... Wenn man sich schon mit einem Sechskerner anfreundet, hat Intel wieder den 10600K für nur 230 Euro im Angebot, der innerhalb des stets präsenten GPU-Limits auch wieder ganz gut dasteht. Übrigens schon wieder im selben Preis-/Leistungsverhältnis, dass uns schon seit den Achtkernern begleitet.
        Kurz gesagt, man muss schon wissen, was genau man will/braucht und daran sehen, welcher Hersteller (oder eben Händler) gerade das günstigste Angebot dafür hat.

        Man kann das Ganze nach oben und unten durchziehen und landet stets bei der augenblicklichen Wirklichkeit: Die günstigste heutzutage noch sinnvolle Gaming-CPU bietet Intel mit dem 10400(F). Wer die größtmögliche Leitung will und nicht auf den Preis schaut, wird bei AMD fündig. Also genau das umgekehrte Verhältnis wie noch vor ein paar Jahren - und auch die Argumente für alle möglichen Teilaspekte kommen einem von damals doch sehr, sehr bekannt vor.
      • Von gerX7a BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von Bärenmarke
        Dann verdreht man die Tatsachen aber extrem! Dass AMD zurücklag, hat auch sehr viel mit der Marktmanipulation von intel zu tun und den fehlenden Einnahmen für AMD!!!
        Lol, ja natürlich, Intel hat AMD bspw. gezwungen den K5 oder die Bulldozer-Architektur zu entwickeln ... hast du noch mehr kreative Einfälle?

        Und das Urteil gegen Intel hat das EuGH aufgehoben, da nach deren Ansicht das Verfahren nicht in ausreichendem Maße darlegen konnte, dass hier die reklamierten Maßnahmen zu einer Wettbewerbsverzerrung geführt haben.
        Da muss man sicherlich nichts Schönreden und das wahr ohne jeden Zweifel grenzwertig, aber dieses kindisch-navie Intel-die-Schuld-für-alles-Übel-dieser-Welt-geben zu wollen, und insbesondere wenn es um AMD geht, ist völlig absurd. Das ist übrigens ebenso geistiger Dünnp**** wie der gern zitierte Spruch "Ohne AMD/Zen würden wir heute noch mit 4 Kernen rumkrebsen".

        Zitat von Bärenmarke
        Man vergleicht keine Marktpreise mit Preisen von Produkten die neu am Markt sind, denn die UVP ist immer höher. Des Weiteren gilt hier auch zu beachten, dass momentan eine sehr angespannte Liefersituation herrscht, was sich enorm auf die Preise ausübt. Wenn sich das alles eingependelt hat, wird man sehen, dass vor allem der 6 und 8 Kerner noch deutlich im Preis fallen werden und was du vollkommen außer Acht lässt, nicht AMD macht die Shoppreise von MF, sondern MF bestimmt den Preis. Wenn die aktuell eine hohe Nachfrage haben und deswegen meinen ok, lass 100€ mehr verlangen, hat das mit AMD rein gar nichts zu tun...
        Und zu guter letzt, der Preis und die Leistung korrelieren nicht. Gerade im High End Segment und dazu würde ich die neuen Ryzens für den Desktop aufjedenfall zählen, bezahlt man immer tendenziell mehr für die extra Leistung.
        Aber das sind alles Punkte, die du eigentlich wissen solltest....
        Vielleicht solltest du dann mal richtig lesen lernen, denn ich habe es nicht umsonst vermieden gegen aktuelle, überteuerte Marktpreise zu vergleichen und darüber hinaus ist deine impllizite Annahme, dass sich Preise nur in eine Richtung entwickeln können, nähmlich unter die UVP, unsinnig. An der beobachtbaren Situation hat sich nichts geändert gemäß AMDs eigenen Preisvorgaben: erst etwas teuerer, dann zunehmend billger um weitere Marktanteile schneller gewinnen zu können und jetzt wieder langsam teuerer. Und btw, dass eine Nachfolgegeneration mehr Leistung bietet, ist eigentlich selbstverständlich, denn andernfalls gäbe es bis auf den technischen Ausfall zumeist überhaupt keinen Grund für ein Upgrade oder Neukauf und das wäre für die Industrie das weitaus größere Problem.
        Und auch wenn ich deine heile AMD-Welt damit zerstöre, die haben die Fans auch schon im Laufe der letzten paar Jahre mehr als einmal (unverblümt gesprochen) verar****. Die sind ebenfalls nur ein börsennotiertes, gewinnorientiertes Unternehmen, denen es um Umsatz und Gewinn geht. Dass deren "Underdog(markt)status" für Konsumenten (derzeit *) positive Effekte hat, streitet keiner ab, aber denen deshalb irgendwelche blauäugigen Attribute **) zuschreiben zu wollen und sie über jedwede Kritik erhaben darzustellen ist schlicht absurd und eher diversen (markt/en)psychologischen Effekten zuzuschreiben.

        *) Das ist absehbar zeitlich beschränkt, denn mit dem Verlust dieses Status wird AMD sich auch höhere Preise erlauben können und derartige Bestrebungen sah man auch schon vor Zen3 seit 2019 hier und da und die wurden auch explizit vom CEO Anfang 2020 ggü. Investoren erklärt.

        **) Und dann noch naiv-polarisierend allen Konkurrenten entsprechend gegen/nachteilige Attribute andichten zu wollen, ...

        Preise gemäß AMDs MSRP:
        Zen

        1800X 499 US$
        1700X 399 US$
        1600X 249 US$

        Zen+

        2700X 329 US$
        2600X 229 US$

        Zen2

        3800X 399 US$
        3700X 329 US$
        3600X 249 US$

        Zen3

        5800X 449 US$
        5600X 299 US$

        Ergänzend, weil es gerade in den Kontext passt:

        Feb'20, TR 3990X, 64 C 2,9/4,3 GHz 280 W 3990 US$
        Jan'21, TR Pro 3995WX 64 C 2,7/4,2 GHz 280 W 5489 US$

        Der Pro bietet mit acht Kanälen und offiziellem ECC-Support (zumindest bei Lenovo) auch ein wenig mehr, dennoch langt AMD auch hier nun ordentlich zu (und die Plattform wird zweifellos auch noch einmal teuerer); das ist nun mal so und vollkommen normales, marktübliches Vorgehen ...

        Wenn man als Konsument seine Augen offen hält und ggf. den ein oder anderen Kompromiss akzeptiert, kann man in solchen Situationen eine für sich vorteilhaftes Angebot finden und ein mögliches Schnäppchen machen, d. h. aber nicht, dass der betreffende Hersteller damit altruistisch ist oder aber etwa nicht gierig, etc. Die geschäftliche Zielsetzung bei AMD, Intel und nVidia ist grundlegend die Gleiche (und die sind auch alle gleich gierig), nur die Märkte und Herangesehenweisen unterscheiden sich und das auch z. T. schlicht gezwungenermaßen, denn AMD hatte bspw. keine andere Wahl als über den Consumer-Markt sein Comeback zu initiieren und dementsprechend musste man sich derart ausrichten und daher hörte man auch vielfach Lisa Su's gebetsmühlenartiges "We love Gamers" ... aber das ist dennoch nicht mehr als eine reine Marketingfloskel.
      • Von Bärenmarke BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von gerX7a
        Hängt halt immer von der Marktsituation ab ... da könntest du genau so mit dem bösen Finger auf AMD zeigen, die Jahrelang "nichts hinbekommen haben" ...
        Dann verdreht man die Tatsachen aber extrem! Dass AMD zurücklag, hat auch sehr viel mit der Marktmanipulation von intel zu tun und den fehlenden Einnahmen für AMD!!!

        Zitat von gerX7a
        *) Vergleicht man bspw. den Preis der beiden AMD-8-Kerner vom Mai und November (ohne die Teuerung aufgrund der Lieferproblematik zu berücksichtigen) ist der 5800X mal eben +55 % teuerer und ist selbstredend nicht einmal ansatzweise um so viel leistungsfähiger geworden. Beispielsweise im PCGH-Gaming-Index schneidet die CPU gemittelt gerade mal +29 % besser ab und hierbei wohlgemerkt in maximal 720p, d. h. die Unterschiede fallen in realen Auflösungen gar noch niedriger aus, d. h. in einer relativen Betrachtung ist Zen3 schlicht teuerer geworden als sein Vorgänger. Und das spielt bspw. natürlich auch Intel in die Hände, die nun von weiteren Preisnachlässen voraussichtlich absehen bzw. diese auf ein Minimum beschränken werden.
        Man vergleicht keine Marktpreise mit Preisen von Produkten die neu am Markt sind, denn die UVP ist immer höher. Des Weiteren gilt hier auch zu beachten, dass momentan eine sehr angespannte Liefersituation herrscht, was sich enorm auf die Preise ausübt. Wenn sich das alles eingependelt hat, wird man sehen, dass vor allem der 6 und 8 Kerner noch deutlich im Preis fallen werden und was du vollkommen außer Acht lässt, nicht AMD macht die Shoppreise von MF, sondern MF bestimmt den Preis. Wenn die aktuell eine hohe Nachfrage haben und deswegen meinen ok, lass 100€ mehr verlangen, hat das mit AMD rein gar nichts zu tun...
        Und zu guter letzt, der Preis und die Leistung korrelieren nicht. Gerade im High End Segment und dazu würde ich die neuen Ryzens für den Desktop aufjedenfall zählen, bezahlt man immer tendenziell mehr für die extra Leistung.
        Aber das sind alles Punkte, die du eigentlich wissen solltest....
      • Von gerX7a BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von onkel-foehn
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
        Ja, aber halt erst JETZT !! Und die letzten Jahre ?
        MfG Föhn.
        Hängt halt immer von der Marktsituation ab ... da könntest du genau so mit dem bösen Finger auf AMD zeigen, die Jahrelang "nichts hinbekommen haben" ...
        Zudem hängt es auch zu einem wesentlichen Teil vom Workload ab. 08/15-Tasks und Gaming sind in dieser Hinsicht ein problematisches Umfeld für AMD, da es hier keinesfalls so rosig in der ersten Zeit aussah. Ein 1800X kostete 499 US$ und ein 1700X 399 US$, jedoch war das Topmodell nur in etwa gleichwertig zu einem 7700K, der gerade mal 305 US$ kostete (und in etlichen Titeln unterlag man diesem gar noch) und im 4. Quartal reichte Intel den 8700K für 359 US$ nach, der noch mal ein paar Prozentpunkte drauflegte.
        Beispielsweise im September 2017 kostete ein 1800X 400 €, ein 1700X 325 € und ein 7700K nur 295 € bei MF. In Relation zur Kernzahl waren die AMD-Preise sicherlich immer noch günstig, nur brachte das für einen Großteil der Workloads nur wenig, sodass man mit Intel immer noch recht gut fuhr, selbst preislich. Die Preisschere ist dann erst danach auseinandergegangen, schlicht weil Intel es sich leisten konnte und AMD wurde relativ gesehen zunehmend günstiger, weil es für die Gewinnung weiterer Marktanteile im vorgesehenen Rahmen notwendig wurde, denn im Mainstream konnte man sich nicht übermäßig absetzen. Beispielsweise 3D-Rendering und Videoschnitt/encoding betreibt nun einmal nur ein recht kleiner Teil des Marktes. Im Mai 2020 kostet bspw. ein 3700X nur noch 289 €, was die damaligen 8-Kerner schon fast als überteuert dastehen lässt, zudem wenn man noch berücksichtigt, dass die Fertigung nun teuer für AMD wurde, aber offensichtlich musste man weiter anpassen, um preislich deutlich attraktiver zu sein und um Marktanteile gewinnen zu können, denn das Problem bestand nach wie vor: In Mainstream-Workloads inkl. dem Gaming konnte man sich weiterhin nicht nennenswert absetzen (wenn überhaupt, denn vielfach unterlag man gar) und so kostete zu der Zeit ein 10700K 448 €. Und nachdem man nun bei AMD noch ein paar Prozentpunkte mit Zen3 drauflegen konnte, zieht man auch hier gleich die Preise wieder an um die Marge zu erhöhen, denn der 8-Kerner kostet nun gemäß UVP als 5800X wieder mindestens 449 € (faktisch derzeit immer noch leicht mehr).
        Das ist das ewige Auf und Ab, das durch Angebot, Nachfrage und die Konkurrenzsituation bestimmt wird und natürlich auch zu einem gewissen Grade durch die jeweilig konkrete Zielsetzung, die ein Unternehmen in dem Moment hat.

        *) Vergleicht man bspw. den Preis der beiden AMD-8-Kerner vom Mai und November (ohne die Teuerung aufgrund der Lieferproblematik zu berücksichtigen) ist der 5800X mal eben +55 % teuerer und ist selbstredend nicht einmal ansatzweise um so viel leistungsfähiger geworden. Beispielsweise im PCGH-Gaming-Index schneidet die CPU gemittelt gerade mal +29 % besser ab und hierbei wohlgemerkt in maximal 720p, d. h. die Unterschiede fallen in realen Auflösungen gar noch niedriger aus, d. h. in einer relativen Betrachtung ist Zen3 schlicht teuerer geworden als sein Vorgänger. Und das spielt bspw. natürlich auch Intel in die Hände, die nun von weiteren Preisnachlässen voraussichtlich absehen bzw. diese auf ein Minimum beschränken werden.
        Ein 5800X ist ggü. dem 10850K im PCGH-Gaming-Index gerade mal +9 % besser, ersterer kostet aktuell bei MF 458 €, letzterer 425 € und bspw. im App-Index schrumpft der Vorteil gerade mal auf minimale +2 %, ist also vernachlässigbar und das alles @Stock, während ein CML hier noch deutlich getuned werden kann (wenn man sich denn die Arbeit machen will).
        Wirklich eindeutig zugunsten von AMD werden die Vergleiche erst bei massiv-parallelen Workloads und im hochkernigen Bereich, schlicht weil Intel hier derzeit passen muss aufgrund der Spätfolgen ihrer Fertigungsproblematik mit 10nm, die sie auf dem Desktop bisher immer noch nicht sinnvoll einsetzen konnten. Erst mit Alder Lake wird man hier im 2HJ21 mit ihrer neuesten Architektur und auch Fertigung erstmals seit langem wieder einen größeren Sprung beobachten können, nachdem man die 10nm-Fertigung wieder einigermaßen auf Trab gebracht hat, aber der Verzug wird noch weiterhin spürbar sein, da AMD in 2022 bereits auf 5 nm wechseln wird, während Intel hier erst 9 - 12 Monate später folgen wird mit vermutlich Meteor Lake. Nichtdestotrotz schließt man die FertigungsGap offensichtlich bereits wieder langsam und scheint hierzu bei Bedarf wohl auch auf externe Kapazitäten zurückgreifen zu wollen, falls erforderlich, wobei Pat Gelsinger jedoch erklärte, dass er zuversichtlich ist, dass der Großteil der CPU-Fertigung in 2022/23 aus der eigenen Fertigung kommen wird. Man wird sehen ...
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