AMD Ryzen 5000: Gute Verkaufszahlen und 26 % Preissteigerung
Bei den Verkaufszahlen von Mindfactory macht Ryzen 5000 (Vermeer) trotz der schwierigen Versorgungslage eine gute Figur. Allerdings ist der Durchschnittspreis auch um 26 Prozent gestiegen.
PC-Bauteile und Konsolen zu bekommen, ist derzeit ein Glücksspiel - und das vor allem zu gesitteten Preisen. Darunter leiden auch alle jene, die sich für einen Zen-3-Prozessor interessieren. Der Ryzen 5 5600X wird mitunter für über 600 Euro angeboten - das Doppelte der von AMD ausgegebenen unverbindlichen Preisempfehlung. Und AMD hatte die Preise bereits um 50 Euro für das Modell im Vergleich zum Vorgänger erhöht.
AMD wehrte sich ja auch gegen die Vorwürfe, Vermeer sei ein Paper Launch. Und wenn man den Verkaufszahlen von Mindfactory Glauben schenken will, gab es zumindest mehr Ryzen-CPUs auf dem Markt als Navi-21-Grafikkarten. Mindfactory verbucht nämlich für Ryzen 5000 über 5.500 verkauften Prozessoren - wohlgemerkt ist das der Wert für einen Händler. Insgesamt hat Mindfactory im November 35.000 Prozessoren verkauft - ein Rekordwert.
AMD erreicht damit eine anteilige Verkaufsquote von 84 Prozent. Folglich bleiben für Intel 16 Prozent übrig. Auch beim Umsatz wird es deutlich besser, obwohl die AMD-CPUs ja in der Theorie günstiger sind. Von 76 auf 84 Prozent geht es hoch. Das liegt logischerweise an den gestiegenen Verkaufspreisen, die im Schnitt auf 271,25 Euro zulegten (+25,7 Prozent). Intel-Prozessoren sind aber nach wie vor im Schnitt teurer mit 281,95 Euro.
Und hätte AMD mehr Ware produziert, wären sicher auch ein paar Prozessoren mehr verkauft worden. Generell wird ja angenommen, dass AMD einfach nicht genug Waferkontingent bei TSMC hat, um Ryzen, Radeon und Konsolen zu bedienen. Folglich muss man Prioritäten setzen und die sollen vor allem bei Konsolen und Prozessoren liegen.
Sollte AMD die Versorgungslage besser in den Griff bekommen, könnte man mit Zen 3 Intel vorerst deutlich überrollen. Die Chance besteht, da man in Santa Clara im Moment auch kein Produkt hat, dass AMD echten Widerstand leisten kann. Und selbst bei Rocket Lake wird es wohl nicht so werden, dass Intel einfach das Ruder wieder übernimmt.

Verkaufszahlen sehen echt krass aus dafür das kaum welche verfügbar sind/waren.
5600X - 3960 Stück
5800X - 2990 Stück
5900X - 2260 Stück
Mein Ryzen 5 3600 bleibt einfach noch ne Weile drin und irgendwann wird günstig ein 5800x drauf gesetzt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass der sich dann bis zur PS6 und Xbox One Y? nicht langweilt.
Bei AMD kann man ja auch mal 3 Prozessoren mit einem Board erleben.