Login Registrieren
Games World
Zur Mobil-Seite
  • Benchmarks und Fazit
    Quelle: PC Games Hardware

    Benchmarks und Fazit

    PC Games Hardware testet die Radeon Vega Frontier Edition. Zahlreiche Spiele- und Synthetik-Benchmarks finden Sie neben einem vorläufigen Fazit.

    Aktuelle Änderungen hervorheben

    Radeon Vega Frontier Edition im Test: Benchmarks      

    Falls Sie bis hier hin alles gelesen haben, warten Sie gewiss sehnsüchtig auf die Benchmarks, deren Ausgang wir behutsam vorweggenommen haben. Die Radeon Vega Frontier Edition hat unzählige Tests im PCGH-Lab über sich ergehen lassen, darunter synthetische, produktive und spaßige. Für alle Tests verwenden wir unser aktuelles Grafikkarten-Testsystem, bestehend aus einem Core i7-6800K (Broadwell-E) @ 4,4 GHz, 4 × 8 GiByte DDR4-3000 sowie Windows 10 x64. Während die Radeon- und Geforce-Grafikkarten auf die klassischen Grafiktreiber zurückgreifen, verwenden wir für die Vega Frontier Edition den einzigen bislang veröffentlichten Treiber: die Radeon Pro Software 17.6 vom 27. Juni. Für die Spiele aktivieren wir den Gaming-Mode, für alle weiteren Benchmarks den Pro Mode; Vsync bleibt bei allen Tests deaktiviert und die Texturfilterqualität steht wie bei PCGH seit Jahren üblich auf "Hoch".

    Beginnen möchten wir mit synthetischen Tests, welche eine erste Einordnung der Grafikkarte erlauben. Neben der aufschlussreichen Beyond3D-Testsuite präsentieren wir Ihnen den GPGPU-Test von AIDA64 sowie eine Tessellationsskalierung mithilfe des DX11-SDKs.

    Radeon Vega Frontier Air Edition (+OC & UC): Beyond 3D Suite

    An in-depth low-level architecture benchmark designed by experts with professional industry tools

    • Latency
    • ALU
    • Polygons
    • Fillrates
    • Effective Texture Bandwidth
    Info Icon
    Resolution/AA/AF 4.096 × 2.160 off-screen
    Software/Drivers Windows 10 x64, Geforce 384.80 HF (HQ), Radeon Pro Software 17.6 (HQ), [...] Crimson Edition 17.6.2 (HQ)
    • 0 von 10 Produkten sichtbar

    <=1600e/1,89 GT/s
    2.7
    @1600e/1,89 GT/s
    2.7
    <=1450e/8,0 GT/s
    3.0
    <=1873e/10,0 GT/s
    3.3
    <=1835e/10,0 GT/s
    3.4
    @1050e/1,89 GT/s
    4.1
    <=1050e/1,0 GT/s
    4.1
    0
    1
    2
    3
    4
    5
    6
    Name
    ALU Latency (FMA) (Nanoseconds)

    System

    Core i7-6800K @ 4,4 GHz, 4 × 8 GiB DDR4-3000 (1T), MSI X99A Tomahawk

    Resultate nicht unbedingt vergleichbar mit früheren Reviews/Results not necessarily comparable with earlier reviews

    Für sich betrachtet sehen die ALU-Leistung und -Latenz der Radeon Vega FE völlig in Ordnung aus. Die B3D-Suite misst bislang allerdings keine Half-Precision (FP16) oder den Integer-Durchsatz (INT8) - beides Bestandteile der von AMD als "NCU" (New Compute Unit) vermarkteten Vega-Überarbeitung der grundlegenden Rechenblöcke. Im Pro-Takt-Vergleich mit der Fury X fällt auf, dass nichts auffällt - weitere mögliche Verbesserungen der NCUs dürften hier nicht im Durchsatz sondern eher bei der Auslastung zu suchen sein, die ein "Throughput"-Benchmark in der Regel nicht erfasst. Bei den Polygonen fällt im Vergleich zur Fiji-GPU der Fury X ebenfalls auf, dass nur der komplett verworfene Triangle-Strip-Test wesentlich flotter läuft - doch das tat er schon mit Polaris. Pro Megahertz betrachtet ergibt sich auch hier keine weitere Verbesserung, doch je größer der Anteil der Dreiecke, die nicht früh verworfen, sondern tatsächlich dargestellt werden müssen, desto besser schneiden die Radeon-Karten und auch die Vega FE ab - bei der reinen Zeichenleistung können sie sich gar vor der Titan X (Pascal) platzieren.

    Die Füllraten zeigen bei den Pixeln das erwartete Bild: Vega vor Fjij, aber chancenlos gegen die schnelleren Geforce-Modelle. Tatsächlich liegt die Vega FE nur knapp vor der Geforce GTX 1070. Das laut AMD verbesserte Front-End schlägt hier nicht durch, ist in Form des DSBR im Treiber noch nicht aktiv oder wird durch den Test nicht angesprochen. Ein wenig effizienter ist Vega FE gegenüber Fiji allerdings geworden. Bei den Texturen fällt im Pro-MHz-Vergleich mit Fiji auf, dass in jeder getesteten Ausprägung der Pixeltapeten der alte Chip um 25 Prozent vorn liegt. Ob hier möglicherweise noch ein Treiberbeschnitt vorliegt oder ob in Vega durch das andere, eigentlich verbesserte Caching-System auch Opfer gebracht wurden, lässt sich derzeit nicht sagen.

    In eine ähnliche Kerbe schlägt auch die Messung der Framebuffer-Komprimierung anhand der erreichten Transferrate mit quasi gar nicht sowie mit sehr gut komprimierbaren Texturen (random/black) - die übrigens nicht zu verwechseln mit der festverdrahteten Texturkompression in verschiedenen Formaten ist. Hier nehmen die erreichten Zuwächse (also der Nutzen aus der Framebuffer-Komprimierung) von einer auf acht Texturschichten deutlich ab. Die erreichte Transferrate speziell im Pro-MHz-Vergleich zu Fiji enttäuscht. Hier scheint im aktuellen Paket aus Vega-GPU und Treiber der Schwachpunkt zu liegen, der vermutlich auch die Gaming-Leistung beeinträchtigt. Wie gesagt, ob es sich um ein Problem mit der Hardware, eine bewusste Designentscheidung (etwa der Verzicht auf dedizierte Texturcaches) oder eine Beschneidung seitens des Treibers handelt, ist schwer einzuschätzen.

    Ergänzend haben wir einige Resultate aus dem GPGPU-Test des Tools AIDA64 für Sie, welche wir für sich sprechen lassen:

    Wie üblich haben wir uns auch die Tessellationsleistung anhand des DX-SDK-Samples SubD11, welches ursprünglich von AMD programmiert wurde, angeschaut. Wir haben die originale Version etwas erweitert, sodass sich nun Tessellationsfaktoren bis 64 anstatt nur bis 32 einstellen lassen. Ein Diagrammpaar vergleicht Radeon- und Geforce-Karten im regulären Betrieb miteinander, ein zweites die Vega FE bei jeweils gleichen GPU-Taktraten zur Polaris 20 und Fiji XT. Vega hat gegenüber den Vorgängern zulegt, allerdings nicht in dem Maße, wie man das anhand der Vorabankündigungen möglicherweise erwartet hätte. Wir bleiben gespannt, ob die Vega-basierten Radeon-RX-Modelle, die Ende Juli auf der Siggraph gelauncht/gezeigt werden sollen, hier noch eine Schippe drauflegen können.

    Produktiv-Benchmarks - Update 13.07.2017       

    Den Anfang macht die aktuelle ViewPerf-Suite 12.1.1 aus dem Hause des industrieweiten Benchmarkgremiums SPEC (Standard Performance Evaluation Corporation). Hier werden verschiedene und trotz Aktualisierung des Benchmarks am 24. August 2016 zum Teil auch ältere Workstation-Programme mit Fokus auf die Grafikkarte getestet. Vorausgesetzt wird die Unterstützung des uralten OpenGL 2.0 sowie DirectX 11, die Tests laufen standardmäßig in einem 1.920 × 1.080 Pixel großen Fenster und so haben wir auch getestet. Wie immer haben wir vertikale Synchronisation abgeschaltet und die Texturfilterung auf "Hohe Qualität", respektive "Hoch" eingestellt.

    Im Einzelnen enthalten sind Tests für die folgenden Programme:

    • 3dsmax-05: Autodesk 3D Studio Max, Modelle aus dem SpecCapc-Benchmark 3dsmax 2015 mit dem DX11-Nitrous-Renderer aus 3dsmax 2016.
    • catia-04: Dassault System CATIA V6 R2012, Auto- und Flugzeug-Modelle mit 5,1 bis 21 Millionen Vertizen.
    • creo-01: PTC Creo 2, Auto- und Flugzeug-Modelle mit 20 bis 48 Millionen Vertizen.
    • energy-01: Typische Simulation eines volumetrischen Renderers, basiert nicht explizit auf einem angewandten Programm. Nutzt 2D- und 3D-Texturen und volumetrisches Rendering, wie es bei medizinischen Anwendungen in der Kernspin- oder Computer-Tomographie oder etwa bei der geographischen Bodenschatz-Analyse genutzt wird.
    • maya-04: Aus Autodesks Maya 2013 mit einem aus 727.500 Vertizen bestehenden, von AMD gestelllten Modell und vielen verschiedenen Render- und Antialiasing-Modi.
    • medical-01: Volumenrendering aus dem medizinischen Bereich, grob vergleichbar mit dem Ansatz von energy-01, basiert ebenfalls nicht explizit auf einem einzelnen Anwendungsprogramm, sondern repräsentiert eher den Ansatz des Voxel-Renderers im MRT/CT. Zwei Modelle, eines mit rund 80, eines mit 650 MByte Größe.
    • showcase-01: Das dritte Autodesk-Programm Showcase in der 2013er-Version und ehemals der Pionier für DirectX-basierte Programme in der ViewPerf-Suite. Das Rennwagen-Modell nutzt 8 Millionen Vertizen.
    • snx-02: Siemens PLM NX 8.0, Modelle von 7,15 bis 8,45 Millionen Vertizen. Rendering-Modi mit Wireframe, Transparency und Shaded-with-edges.
    • sw-03: Das zweite Programm aus dem Hause Dassault Systeme: Solidworks 2013 SP1 dient als Grundlage für dieses Viewset. Die Modelle reichen von 2,1 bis 21 Millionen Vertizen und neben der Wireframe-Darstellung wird hier auch mit Ambient Occlusion, Bump-, NParallax- und Environment-Mapping sowie Shadern für die (geometrischen) Normalen gearbeitet.

    Die Werte der ViewPerf 12.1.1 sind mit etwas Vorsicht zu genießen, denn als Quasi-Standardbenchmark für Workstations genießt er bei der Treiberoptimierung einerseits einen ähnlichen Stellenwert wie im Gaming-Bereich der 3DMark. Auf der anderen Seite sind viele Wireframe-Darstellungen (teils mit Anti-Aliasing) enthalten, die bei Consumer-Karten der Radeon- oder Geforce-Reihe künstlich gebremst werden, um die teuren Workstation-Karten der Radeon-WX-, Fire-Pro- oder Quadro-Reihe an den Mann zu bringen. Zunächst mit der Radeon Pro Duo und nun mit der Radeon Vega Frontier Edition geht AMD noch einen Mittelweg: Die Beschleunigungsfunktionen sind freigeschaltet, aber zertifizierte Treiber gibt es nicht - das bleibt der WX-Reihe vorbehalten.

    Die Quadro FX 5800 kann aufgrund der auf Nvidia-Seite nur für Quadro-Karten verfügbaren Treiber-Features im snx-02 Viewset jede Geforce-Karte schlagen. Um diese extreme Treiberabhängigkeit zu demonstrieren, haben wir die Fire Pro W9100 auf Basis der Hawaii-GPU sowie für einen besonders exemplarischen Test Nvidias uralte Quadro FX 5800 auf Basis des GT200-Chips mitlaufen lassen. Die W9100 zeigt in mehr als einem Ausreißer-Test der eigentlich wesentlich stärkeren Fury X die Rücklichter. Die Quadro FX 5800 kann aufgrund der auf Nvidia-Seite nur für Quadro-Karten verfügbaren Treiber-Features trotz des uralten 342er-Treibers im snx-02 Viewset jede Geforce-Karte schlagen. Hier ist übrigens auch die W9100 um rund Faktor 4,5 schneller als die Fury X. Bei der zeigte sich im Viewset maya-04 auch ein merklicher Unterschied zwischen der älteren Windows-10-Version 1607 und der aktuellen 1703er: Der Sub-Test #5 im Modus shaded_SSAO_MSAA_transpWeight bringt mit der neueren Windows-Version mit 31,9 anstelle von 67,93 Fps weniger als die Hälfte der Leistung, ohne dass ein Vergleich der gerenderten Bilder eine Auffälligkeit zeigt.

    Bedenken Sie bei der ViewPerf also, dass Sie hier eher die freigeschalteten Funktionen des Treibers sehen als die reine Leistungsfähigkeit der verbauten GPUs selbst. Die Tests können Sie über das Dropdown-Menü "Benchmarks" oben links hinzuwählen.

    Upate 02.08.2017: Wir haben die Ergebnisse des View-Perf-Durchlaufes mit dem kürzlich aktualisierten 385.12er-Treiber für die Titan X (Pascal) hinzugefügt. In einigen Teilbereichen (Catia, Creo, Energy. SNX oder Solidworks) hat Nvidia die oben beschriebene Handbremse etwas gelöst. Maya und Showcase wurden hingegen tatsächlich etwas langsamer.

    Gaming-Benchmarks      

    Erst die Arbeit, dann das Vergnügen - kommen wir nun zu den Spielebenchmarks. Die erste Fuhre an Messungen besteht aus dem PCGH-Leistungsindex, welcher 19 Spiele in drei Auflösungen und die OpenCL-Anwendung Capture One Pro beinhaltet. Die Radeon Vega Frontier Edition hat den kompletten Parcours bereits zweimal absolviert: einmal mit freiem Boost und einmal mit einer manuell gesetzten Optimal-Einstellung, welche wir zuvor ermittelt haben. In den folgenden Benchmarks treffen Sie die Vega FE daher zweimal an, wobei nur die Free-Boost-Einstellung dem Werkszustand entspricht. Welche Boosts pro Spiel erreicht werden, geben wir in den Benchmarks an.

    "Maxed out" zeigt die Leistung der Vega FE, wenn sie ihren Maximalboost von 1.600 MHz konstant halten kann. Dieses Ziel erreichen wir mithilfe einer manuellen Wattman-Optimierung. Die Benchmarks haben ergeben, dass unsere Karte aus dem Einzelhandel bei 1.600 MHz bereits mit 1.100 Millivolt zufrieden ist, obwohl 1.200 mV Standard sind. Zusätzlich erhöhen wir das Powerlimit auf +50 Prozent, erlauben der Karte ergo einen deutlich größeren Durst. Zusammen mit der erhöhten Minimal- und Maximaldrehzahl des Lüfters erhalten wir stabile 1.600 MHz bei allen Lasten - das soll der vorläufige Bestcase-Benchmark sein, bevor wir uns ans echte Overclocking wagen. Übrigens simulieren wir mit der 1,6-GHz-Karte voraussichtlich genau die Performance der Vega FE Liquid, denn letztere bietet als Mehrwert gegenüber der Air-Version eine wesentlich potentere Kühlung sowie ein um 75 Watt geweitetes Power-Korsett.

    Für diesen Test beschränken wir uns auf die fordernden Auflösungen 2.560 × 1.440 und 3.840 × 2.160, da Full HD auf den schnellsten Grafikkarten partiell prozessorlimitiert ist und die Werte daher leicht verfälscht werden. Beachten Sie, dass alle Modelle abseits der Frontier Edition konsequent auf ihren offiziellen, vom jeweiligen Hersteller als typisch bezeichneten Boost fixiert wurden.

    Vega FE: Index Benchmarks

    Wählen Sie die Auflösung im Drop-Down-Menü aus / Choose resolution in the drop-down menu!

    • Ashes of the Singularity
    • Assassin's Creed: Syndicate
    • Deus Ex: Mankind Divided
    • Doom
    • F1 2016
    • Far Cry: Primal
    • GTA 5
    • Mirror's Edge: Catalyst
    • Overwatch
    • Rise of the Tomb Raider
    • Total War: Warhammer
    • The Witcher 3
    Info Icon
    Game/Version Ashes of the Singularity, GoG, DirectX 12 - 'Scavenger'
    Details Max. details including 4× MSAA; Asynchronous Compute ON
    Software/Drivers Radeon Pro Software 17.6-June27 / RSC 17.6.2 (HQ), Geforce 382.05/.19 (HQ); Windows 10 x64
    • Resolution/AA (1 von 2)

    • 0 von 17 Produkten sichtbar

    ~1.582 MHz, 11,4 GT/s
    43.4
    28
    ~1.582 MHz, 11 GT/s
    42.2
    27
    ~1.531 MHz, 10 GT/s
    41.3
    27
    ~1.733 MHz, 10 GT/s
    36.3
    23
    MAXED OUT @ 1.600 MHz, 1,89 GT/s
    33.3
    23
    1.348-1.440 MHz, 1,89 GT/s
    31.5
    21
    ~1.683 MHz, 8 GT/s
    28.6
    18
    ~1.050 MHz, 1 GT/s
    27.5
    18
    ~1.075 MHz, 7 GT/s
    24.2
    16
    ~1.050 MHz, 6 GT/s
    22.7
    15
    ~1.340 MHz, 8 GT/s
    22.7
    15
    ~1.000 MHz, 6 GT/s
    21.7
    15
    ~1.709 MHz, 8 GT/s
    21.4
    15
    ~947 MHz, 5 GT/s
    20.1
    15
    ~1.178 MHz, 7 GT/s
    18.1
    12
    ~928 MHz, 7 GT/s
    17.8
    12
    ~875 MHz, 6 GT/s
    16.7
    12
    0
    10
    20
    30
    40
    50
    Name
    2.560 × 1.440, 4× MSAA/16:1 HQ-AF (Average Fps)
    Minimum Fps

    System

    Core i7-6800K @ 4,4 GHz (Ring/L3: 3,6 GHz), MSI X99A Tomahawk, 4 × 8 GiB Corsair DDR4-3000 (1T)

    Resultate nicht unbedingt vergleichbar mit früheren Reviews/Results not necessarily comparable with earlier reviews

    Speichermangel mit den dazugehörigen Symptomen ist bei der Vega FE niemals ein Thema. Die Radeon Vega Frontier Edition kann sich in den meisten Fällen von der Geforce GTX 1070 absetzen, scheitert jedoch in der Regel an der Geforce GTX 1080. Arbeitet die Vega FE mit ihrem Maximalboost, bessert sich die Lage vor allem in Ultra HD, da sich die Karte hier mit der Standardkonfiguration stark drosseln muss. Der vorläufige Wert im PCGH-Leistungsindex beträgt 69,6 (freier Boost) und 75,1 mit dem Maximalboost. Zum Vergleich: Die Fury X liegt bei 56,8, die GTX 1070 bei 64,8 und die GTX 1080 (10 Gbps) bei 79,2, während die Titan Xp die 100-Prozent-Messlatte darstellt.

    Zwar setzt die absolute Leistung der Radeon Vega Frontier Edition keine Maßstäbe, das Spielgefühl fällt mit dieser Grafikkarte jedoch tadellos aus. Dank des üppigen Speicherpolsters kann der Enthusiast von heute nach Herzenslust an den Einstellungen herumspielen, Speichermangel mit den dazugehörigen Symptomen ist niemals ein Thema. Die Frametimes glänzen in jedem Subjektivtest, störendes Ruckeln ist uns während der Tests nicht aufgefallen. Wir werden Frametimes respektive Frame-Verläufe beizeiten nachliefern.

    Gaming-Spezialbenchmarks - Update 15.07.2017       

    Wir haben eine große Messreihe mit weiteren Spielen, vorwiegend neueren Datums, angefertigt. Dabei handelt es sich um potenzielle Neuzugänge im PCGH-Leistungsindex Edition 2017/2018. Die Evaluation eines neuen PCGH-Benchmarks zieht sich in der Regel über mehrere Monate, während derer wir die Reifung der Spiele durch Patches abwarten und die Performance beobachten. Auch müssen die Spiele nach Möglichkeit über ein tolerantes DRM verfügen - sperrt sich ein Spiel nach fünf Grafikkartenwechseln selbst oder gibt es immer wieder Server-Ausfälle respektive unangekündigte Wartungsabarbeiten, bedeutet das die Disqualifikation als regelmäßiger Test.

    Der folgende Benchmark zeigt aber nicht nur neue Spiele, sondern auch einige unserer aktuellen Standardtitel mit erhöhtem Schwierigkeitsgrad. So testen wir unter anderem GTA 5 mit dem rechenintensiven "Ultra"-Gras, The Witcher 3 mit maximalen Gameworks-Effekten sowie Doom mit Nightmare-Einstellungen. Viele Titel sind mit den verwendeten Einstellungen sehr speicherlastig, neben Doom profitieren auch Call of Duty: Modern Warfare Remastered, Ghost Recon Wildlands, Hitman und Watch Dogs 2 von mehr als 4 GiByte Grafikspeicher, was unter den getesteten Grafikkarten der Fury X schadet, aber eine Vega-Stärke betont. Ziel der Messungen ist eine tiefergehende Einschätzung der Stärken und Schwächen von Vega respektive der Radeon Vega Frontier Edition. Vorhang auf!

    Special Benchmarks

    Wählen Sie die Auflösung im Drop-Down-Menü aus / Choose resolution in the drop-down menu!

    • CoD: Modern Warfare Remastered
    • GTA 5
    • Dirt 4
    • Doom (Vulkan/Nightmare)
    • Ghost Recon Wildlands
    • Nex Machina
    • Hitman (DX12)
    • Prey
    • Sniper Elite 4 (DX12)
    • Titanfall 2
    • Watch Dogs 2
    • The Witcher 3
    Info Icon
    Game/Version CoD: Modern Warfare Remastered (Steam), PCGH-Benchmark 'The Swamp'
    Details Maxed out including 2× SSAA
    Software/Drivers Radeon Pro Software 17.6-June27 / RSC 17.7.1 (HQ), Geforce 382.19/384.80 (HQ); Windows 10 x64
    • Resolution/AA (1 von 2)

    • 0 von 7 Produkten sichtbar

    ~1.582/5.508 MHz
    94.1
    82
    ~1.733/5.006 MHz
    73.9
    63
    MAXED OUT @ 1.600 MHz, 1,89 GT/s
    68.7
    59
    1.348-1.440 MHz, 1,89 GTs
    65.7
    58
    ~1.683/4.007 MHz
    60.9
    53
    ~1.050/1.000 MHz
    48.9
    41
    ~1.340/4.000 MHz
    46.7
    41
    0
    10
    20
    30
    40
    50
    60
    70
    80
    90
    100
    Name
    2.560 × 1.440, 2× SSAA+SMAA T2x/16:1 AF (Average Fps)
    Minimum Fps

    System

    Core i7-6800K @ 4,4 GHz (Ring/L3: 3,6 GHz), MSI X99A Tomahawk, 4 × 8 GiB Corsair DDR4-3000 (1T)

    Resultate nicht unbedingt vergleichbar mit früheren Reviews/Results not necessarily comparable with earlier reviews

    Die Quintessenz der Messreihe ist nicht überraschend: Insgesamt landet die Radeon Vega Frontier Edition (Air) im aktuellen Auslieferungszustand auch hier meist vor der Geforce GTX 1070, aber hinter der GTX 1080. Dabei gibt es Lichtblicke und düstere Kapitel. Beginnen wir mit Letzteren: Watch Dogs 2 und Ghost Recon Wildlands, welche wir beide mit aktiven Gameworks-Effekten testen, schmecken der Vega FE überhaupt nicht. Das ist bedauerlich, hätte ein relativ gutes Abschneiden doch einen Architektursprung bedeutet. Der Hexer unterstreicht, dass hohe Tessellationslast (Hairworks) nach wie vor einen großen Leistungseinbruch bedeutet, die Vega FE kommt bei den neuen Benchmarks auf Skellige nicht mehr so nah an die GTX 1080 heran wie auf Beauclair ohne Gameworks. GTA 5 läuft ebenfalls eher schlecht als recht, allerdings verliert die Vega FE durch das Ultra-Gras weniger Leistung als die meisten anderen Grafikkarten und steht daher relativ besser da. Zu den Performance-Glanzlichtern zählen erwartungsgemäß die von AMD unterstützten Spiele Dirt 4 und Prey, der Vulkan-Vorzeigetitel Doom sowie - überraschenderweise - Titanfall 2. Bei allen kommt die Radeon Vega Frontier Edition in Schlagdistanz zur Geforce GTX 1080 Founder's Edition.

    Weitere Benchmarks und Analysen finden Sie in der kommenden PCGH 09/2017.
    Radeon Vega Frontier Edition Speicheranzeige 16G in GTA 5 Radeon Vega Frontier Edition Speicheranzeige 16G in GTA 5 Quelle: PC Games Hardware

    Spezialbenchmarks - Szene-Demo (Update 18.07.2017)      

    Wir haben vor und nach dem Kühlerumbau der Radeon Vega Frontier Edition noch verschiedenste andere Benchmarks mit der Karte durchgeführt, um ihre Stärken und Schwächen zu ergründen. Und auch wenn sich derzeit insgesamt doch eher ein Leistungsbild in der groben Region der Geforce GTX 1080 einzustellen scheint, gibt es auch Lichtblicke. Einen davon wollen wir Ihnen hier schon einmal präsentieren. Alle weiteren Erkenntnisse, auch zum Kühlerumbau, präsentieren wir in der PCGH 09/2017.

    Es handelt sich dabei um eine Szene-Demo, welche auf dem Tokyo Demo Fest 2016 zum Sieger bei den 4k-Demos gekürt wurde. Wir haben bereits darüber berichtet und auch, dass Radeon-Karten die von der Demo geforderten Berechnungen offenbar besonders gut liegen (siehe Test). Mit der Radeon Vega Frontier Edition haben wir die Demo erneut angeworfen und ein erstaunliches Leistungsbild erhalten: Bis auf wenige synthetische Polygontests haben wir nur selten auch nur den theoretischen Zuwachs der Rechenleistung gegenüber der Radeon R9 Fury X von +52,4 % gesehen - von Architekturverbesserungen ganz zu schweigen. Viele neue, speziell der Gaming-Performance zuträgliche Funktionen, so heißt es im Internet nebulös, seien noch gar nicht im Treiber integriert. Mit der 2nd Stage Boss-Demo haben wir offenbar einen Anwendungsfalle gefunden, wo Vega seine Stärken ausspielen kann. +72 Prozent Leistungszuwachs gegenüber der Fury X sind schonmal eine Ansage - und verorten die Vega Frontier Edition dort, wo viele AMD-Fans sie sehnlichst erwartet haben.

    Ob diese Performance ein (absoluter) Ausreißer oder ein Indiz für die künftig zu erwartende Leistung ist, lässt sich bisher noch nicht mit Gewissheit sagen - eines jedenfalls steht fest: Potenzial hat Vega.

    Radeon Vega Frontier Air Edition - Demoscene

    2nd Stage Boss from Tokyo Demo Fest 2016

    • 2nd Stage Boss
    Info Icon
    Detail Settings Full demo run (~145 seconds), default settings (not adjustable)
    System Intel Core i7-6800K @ 4,4 GHz, 4 × 8 GiB DDR4-3000 (1T), MSI X99A Tomahawk, Windows 10 x64, Geforce 384.80 HF (HQ), Radeon Pro Software 17.6. (HQ), [...] Crimson Edition 17.7.1 (HQ)
    Game 2nd Stage Boss
    • Resolution (1 von 2)

    • 0 von 7 Produkten sichtbar

    <=1.600 MHz/1,89 GT/s
    142.4
    80
    <=1.050 MHz/1,0 GT/s
    83.2
    47
    <=1.835 MHz/10,0 GT/s
    77.5
    42
    0
    15
    30
    45
    60
    75
    90
    105
    120
    135
    150
    Name
    1.280 x 720 (Average Fps)
    Minimum Fps

    Resultate nicht unbedingt vergleichbar mit früheren Reviews/Results not necessarily comparable with earlier reviews

    Weitere Informationen zur 4k-Demo "2nd Stage Boss" hält unser ursprünglicher Artikel bereit.
    Radeon Vega Frontier Edition mit Raijintek Morpheus II sowie 2 × Silent Wings 3 PWM 120mm - 50 °C Kerntemperatur ohne Lärm Radeon Vega Frontier Edition mit Raijintek Morpheus II sowie 2 × Silent Wings 3 PWM 120mm - 50 °C Kerntemperatur ohne Lärm Quelle: PC Games Hardware

    Radeon Vega Frontier Edition im Test: momentanes Fazit      

    Wir sind am Ende unserer Momentaufnahme der Radeon Vega Frontier Edition angekommen, mit gemischten Gefühlen. Derzeit ist es nicht möglich, diese Grafikkarte abschließend zu bewerten. Die Rechenleistung der 1.199 Euro teuren Prosumer-Grafikkarte ist hoch, die Gaming-Performance liegt jedoch weit unter den an Vega gestellten Erwartungen. AMD betont, dass die Spieler-Topmodelle der RX-Vega-Reihe schneller arbeiten werden als die Frontier Edition. Ob das nur an gefestigten Boosts durch stärkere Kühlung liegt oder an der Treiberarbeit bis zur letzten Minute, wird sich spätestens Anfang August zeigen. Einige Resultate, bei denen die Vega FE sich trotz des höheren Takts und der internen Verbesserungen kaum von der Fury X absetzen kann, schüren die Hoffnung, dass der Chip über brachliegendes, bei den Gaming-Karten freigesetztes Potenzial verfügt.

    Der Draw Stream Binning Rasterizer gilt als der Trumpf. Warum dieser nicht schon jetzt ausgespielt wird - oder warum er trotz Aktivität so unscheinbar arbeitet -, ist unbekannt. Gesetzt den Fall, AMD zündet diesen Nachbrenner erst in den Gaming-Treibern, ist mit einem großen Leistungsplus zu rechnen. Es bleibt zu hoffen, dass auch Käufer der Frontier Edition in den Genuss dieser Verbesserungen kommen werden.

    Die Vorarbeit ist geleistet und wir werden diesen Artikel sukzessive um weitere Messungen ergänzen. All das ist nicht für die Katz, denn sobald ein neuer Treiber erscheint, der die Handbremse der Frontier Edition löst, stehen wir zum Nachtest und Vergleich mit den RX-Produkten bereit. Außerdem bereiten wir einige weitere Messungen vor, welche in der PCGH 09/2017 zu finden sein werden.

    Reklame: Die besten RX-Vega-64-Grafikkarten jetzt bei Alternate entdecken
    [PLUS-TOPSELLER] Tuning für Ryzen 5000: Ryzen 9 5900X, Ryzen 7 5800X und Ryzen 5 5600X [PLUS-TOPSELLER] Tuning für Ryzen 5000: Ryzen 9 5900X, Ryzen 7 5800X und Ryzen 5 5600XPCGH Plus: Zen 3 bietet einen deutlichen Sprung bei der Leistung pro Megahertz. Die Ryzen-5000-CPUs locken Tuner aber auch mit höheren Taktfrequenzen als noch die Vorgängergeneration. Der Artikel stammt aus PC Games Hardware 02/2021.
    mehr ...
    zum Artikel
    Die mit * gekennzeichneten Links sind Affiliate Links. Affiliate-Links sind keine Anzeigen, da wir bei der Recherche und Auswahl der vorgestellten Produkte unabhängig sind. Für Produktverkäufe erhalten wir eine kleine Provision, mit der wir die kostenlosen Inhalte der Webseite teilweise finanzieren.
      • Von Cleriker Registrierte Benutzer
        AW: Test der Radeon Vega Frontier Edition: Hoffnungsträger mit Startproblemen

        Zitat von Ampre
        Interessant ist aber das der Benchmark für eine 980ti geschrieben werden musste! Siehe links im Artikel!

        Hättest du Mal genau gelesen würde dir auch auffallen das Nvidia nur mit 1000 MHz läuft. Da gibt es etwas im Benchmark was Nvidia gar nicht gefällt.
        Ist mir doch aufgefallen. Ich verstehe nicht woran du dich störst. Bitte erklären.

        Gesendet von meinem HTC 10 mit Tapatalk
      • Von Apollo4244 Registrierte Benutzer
        AW: Test der Radeon Vega Frontier Edition: Hoffnungsträger mit Startproblemen

        Zitat von PCGH_Carsten
        Hab' Angst...
        Schon gesehen?

        TITAN Xp Enables New Levels of Performance for Creative Professionals | NVIDIA Blog
        Zitat
        Our latest driver — available today — delivers 3x more performance in applications like Maya to help you create and design faster than ever.
        Wird das Nvidia's Antwort auf AMD's Semi-Pro-Erfindung?
      • Von Ampre Registrierte Benutzer
        AW: Test der Radeon Vega Frontier Edition: Hoffnungsträger mit Startproblemen

        Zitat von Chukku
        Wir reden aneinander vorbei.. ich rede ja gar nicht von "2nd Stage Boss" Ergebnissen irgendeiner nVidia Karte... es geht mir um Folgendes:

        im 2nd Stage Boss Benchmark ist die Vega auf 1600MHz (mit Nachrüst-Kühler im 4-Slot Design) 72% schneller, als die Fury X (@ 1050).
        Die nVidia Ergebnisse aus diesem Benchmark sind offensichtlich nicht für einen Vergleich zu gebrauchen.. deswegen kann man hier nur den Vergleich zur Fury X herstellen.
        Hat PCGH_Carsten ja weiter oben auch so kommentiert.

        Um zu sehen, wie schnell eine Vega denn bei so einem Ergebnis im Vergleich zu einer 1080Ti tatsächlich wäre, bin ich also in die Grafikkarten-Rangliste von PCGH gegangen.
        Grafikkarten-Rangliste 2017: 33 Radeon- und Geforce-GPUs im Benchmarkvergleich
        Dort ist die 1080 Ti 66% schneller als eine Fury X (@1050).
        Zu diesem Zeitpunkt haben wir uns also schon komplett von "2nd Stage Boss" gelöst. Es geht nur noch um den Vergleich zur Referenz "Fury X".

        Auf den ersten Blick könnte man also annehmen, dass eine VEGA FE - wenn sich dieses schöne Benchmarkergebnis in Zukunft wegen optimierter Treiber denn als repräsentativ herausstellen sollte - minimal schneller wäre, als eine 1080 Ti (172% vs. 166%).

        Auf den 2ten Blick stellt man aber fest, dass die 1080Ti in dieser Rangliste mit 1582MHz angegeben ist.
        Das hat nichts mit "durchschnittlicher Leistung" zu tun und ist auch nicht von PCGH irgendwie so ermittelt worden, sondern ist einfach der offiziell von nVidia angegebene Boosttakt.
        Von diversen PCGH Tests + Videos wissen wir aber, dass dieser Takt nur im Worst Case anliegt (Stock Settings, hohe Last, schlechte Belüftung).
        Bei freiem Powertarget und aufgedrehtem Lüfter wird man zwar taub, aber dann hat die 1080Ti FE halt über 1800MHz.

        Wenn man also einen VEGA Wert nimmt, der mit Nachrüst-Kühler und freiem Powertarget ermittelt worden ist, dann sollte man den gleichen Vorteil auch der 1080Ti zugestehen.

        Wenn man die "166% Fury-X-Leistung" nun also auf 1850 MHz hochrechnet, dann landet man bei ca. 194%.
        Interessant ist aber das der Benchmark für eine 980ti geschrieben werden musste! Siehe links im Artikel!

        Hättest du Mal genau gelesen würde dir auch auffallen das Nvidia nur mit 1000 MHz läuft. Da gibt es etwas im Benchmark was Nvidia gar nicht gefällt.
      • Von bastian123f Registrierte Benutzer
        AW: Test der Radeon Vega Frontier Edition: Hoffnungsträger mit Startproblemen

        Zitat von scorplord
        Soweit ich weiß gibt PCGH dort immer den typischen Boost an welcher von der Karte gehalten wird nach Aufwärmzeit (gemittelt).
        Und 1600 MHz sind kein "leichtes OC" sondern der Standardboosttakt der Vega bei guter Kühlung.
        Wurde ja auch so von PCGH durch Wattmann festgesetzt. Wie in manch anderen Benches.
      • Von Chukku Registrierte Benutzer
        AW: Test der Radeon Vega Frontier Edition: Hoffnungsträger mit Startproblemen

        Zitat von Cleriker
        Nö!

        Hast du überhaupt den Test zu 2nd Stage Boss gelesen, der im Artikel hier verlinkt wurde? Damals sind selbst Customs die eigentlich 1400-1500 MHz fahren auf 1000 MHz abgesackt. Da kann man sich durchaus denken, dass es hier ebenfalls so sein könnte, oder?
        Wenn die Männer von PCGH hier diesen Takt angeben, dann hat das einen Grund.
        Wir reden aneinander vorbei.. ich rede ja gar nicht von "2nd Stage Boss" Ergebnissen irgendeiner nVidia Karte... es geht mir um Folgendes:

        im 2nd Stage Boss Benchmark ist die Vega auf 1600MHz (mit Nachrüst-Kühler im 4-Slot Design) 72% schneller, als die Fury X (@ 1050).
        Die nVidia Ergebnisse aus diesem Benchmark sind offensichtlich nicht für einen Vergleich zu gebrauchen.. deswegen kann man hier nur den Vergleich zur Fury X herstellen.
        Hat PCGH_Carsten ja weiter oben auch so kommentiert.

        Um zu sehen, wie schnell eine Vega denn bei so einem Ergebnis im Vergleich zu einer 1080Ti tatsächlich wäre, bin ich also in die Grafikkarten-Rangliste von PCGH gegangen.
        Grafikkarten-Rangliste 2017: 33 Radeon- und Geforce-GPUs im Benchmarkvergleich
        Dort ist die 1080 Ti 66% schneller als eine Fury X (@1050).
        Zu diesem Zeitpunkt haben wir uns also schon komplett von "2nd Stage Boss" gelöst. Es geht nur noch um den Vergleich zur Referenz "Fury X".

        Auf den ersten Blick könnte man also annehmen, dass eine VEGA FE - wenn sich dieses schöne Benchmarkergebnis in Zukunft wegen optimierter Treiber denn als repräsentativ herausstellen sollte - minimal schneller wäre, als eine 1080 Ti (172% vs. 166%).

        Auf den 2ten Blick stellt man aber fest, dass die 1080Ti in dieser Rangliste mit 1582MHz angegeben ist.
        Das hat nichts mit "durchschnittlicher Leistung" zu tun und ist auch nicht von PCGH irgendwie so ermittelt worden, sondern ist einfach der offiziell von nVidia angegebene Boosttakt.
        Von diversen PCGH Tests + Videos wissen wir aber, dass dieser Takt nur im Worst Case anliegt (Stock Settings, hohe Last, schlechte Belüftung).
        Bei freiem Powertarget und aufgedrehtem Lüfter wird man zwar taub, aber dann hat die 1080Ti FE halt über 1800MHz.

        Wenn man also einen VEGA Wert nimmt, der mit Nachrüst-Kühler und freiem Powertarget ermittelt worden ist, dann sollte man den gleichen Vorteil auch der 1080Ti zugestehen.

        Wenn man die "166% Fury-X-Leistung" nun also auf 1850 MHz hochrechnet, dann landet man bei ca. 194%.
  • Print / Abo
    Apps
    PCGH Magazin 12/2021 PC Games 11/2021 PC Games MMore 10/2021 play5 12/2021 Games Aktuell 11/2021
    PCGH Magazin 12/2021 PC Games 11/2021 PC Games MMORE Computec Kiosk