Praxiseindrücke, Lautheit, Verbrauch und Temperaturen
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Praxiseindrücke, Lautheit, Verbrauch und Temperaturen

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PC Games Hardware testet die Radeon Vega Frontier Edition. Die Praxiseindrücke und Details zur Lautheit und dem Stromverbrauch finden Sie hier.

Aktuelle Änderungen hervorheben

Radeon Vega Frontier Edition im Test: Vega im Alltag - Praxiseindrücke

Obgleich Grund zur Annahme besteht, dass der derzeitige Vega-Treiber nicht alle Funktionen des Chips anspricht, hinterlässt die Radeon Vega Frontier Edition in der Praxis einen weitgehend ausgereiften Eindruck. Die Einstellungsvielfalt in den Radeon Settings hängt vom aktiven Modus ab. Standardmäßig wird die Vega FE als "Pro"-Grafikkarte installiert, die grafische Oberfläche ist daher blau gehalten und zeigt einige Funktionen, die im Gaming-Mode nicht verfügbar sind (u. a. die Option des Farbformats). Klickt man im Hauptfenster der Radeon Settings links unten auf den entsprechenden Knopf, ist ein Moduswechsel möglich, woraufhin das GUI neu geladen wird. Der Gaming- Mode lässt die Radeon-Einstellungen im bekannten Rot erstrahlen und ergänzt das Wattman-Menü, in dem sich die Frontier Edition sowohl übertakten als auch undervolten lässt.

Während unserer Tests fielen uns zwei Bugs auf. Erstens führt eine Modus-Umschaltung zu einem fehlerhaft gesetzten Speichertakt im Leerlauf: Standardmäßig bei 167 MHz, verweilt die Radeon Vega Frontier Edition nach dem Wechsel bei 500 MHz, was die Abwärme und Leistungsaufnahme erhöht. Dagegen hilft kein erneuter Wechsel, sondern nur ein Neustart des PCs im gewünschten Modus. Das zweite Problem betrifft den Wattman: Wer an den Lüfterdrehzahlen spielt und anschließend den Knopf zur Wiederherstellung der Standardeinstellungen betätigt, bekommt vom Wattman eine Maximaldrehzahl von 4.900 U/Min serviert. Auch dagegen hilft ein Neustart des Betriebssystems.

Virtual Super Resolution, AMDs Downsampling-Implementierung im Grafiktreiber, funktioniert auf der Radeon Vega Frontier Edition bereits im jetzigen Treiberzustand gut, der Funktionsumfang entspricht dem einer Polaris-basierten Grafikkarte. So können Nutzer eines verbreiteten Full- oder WQHD-Displays die zusätzlichen Auflösungen 3.200 × 1.800 und 3.840 × 2.160 auswählen und aktivieren. Nimmt ein Ultra-HD-Panel Kontakt zur Radeon Vega FE auf, stellt VSR die 5K-Auflösung 5.120 × 2.880 zur Verfügung. Letztere zeichnet ein sehr feines Bild, ist jedoch nur bei anspruchsarmen Spielen wie TES 5: Skyrim oder World of Warcraft flüssig nutzbar. Ob AMD zum Release der RX Vega für Spieler den VSR-Funktionsumfang erweitert, ist offen. Dringend nötig wäre der Schritt, VSR auch 21:9-tauglich zu machen, denn diese Funktion fehlt dem Treiber bislang, steht jedoch auf der Treiberwunschliste zu Auswahl - stimmen Sie am besten gleich ab, um den Wünschen Gewicht zu verleihen!

Auch die weiteren Merkmale erinnern an Polaris oder die Vorgänger. Nach wie vor stellen 16:1 AF, auf Wunsch mit der Filterqualität "Hoch", sowie 8× EQAA das Höchste der Gefühle dar. Letzteres stellt eine Ende 2010 mit der Cayman-GPU vorgestellte Erweiterung klassischen Multisamplings dar, das in modernen Spielen jedoch nur selten funktioniert, da MSAA hier kaum noch angeboten wird und sich nicht einfach per Treiber forcieren, oft nicht einmal erweitern lässt. Wer EQAA in Aktion erleben möchte, kann das in Dirt 4 oder Grid Autosport tun oder versucht sein Glück bei älteren Spielen wie Black Mesa.

Selbstverständlich haben wir uns auch die Qualität der anisotropen Texturfilterung angesehen, denn in der Vergangenheit war diese oft das Ziel von "Optimierungen". Auch bei der Radeon Vega Frontier Edition sind im Treiberstandardzustand Kniffe aktiv, welche Rechenzeit sparen. Das trifft auf jede aktuelle Radeon und Geforce zu und ist nicht verwerflich, zumal sich die Sparmaßnahmen mit zwei Klicks deaktivieren lassen: Wählen Sie einfach "Hoch" anstelle von "Standard". Vegas HQ-AF ist in all unseren Stichproben sauber und liefert keinen Anlass zur Kritik.

Radeon Vega Frontier Edition im Test: Taktraten, Temperaturen, Kühler, Lautheit, Verbrauch

Lüftervergleich: Vega FE neben Fire Pro W9100, RX 480 und 290X Quelle: PC Games Hardware Lüftervergleich: Vega FE neben Fire Pro W9100, RX 480 und 290X Die Radeon Vega Frontier Edition Air verwendet, wie der Name bereits impliziert, einen Luftkühler. Dieser arbeitet nach dem DHE-Prinzip: Beim Direct Heat Exhaust sitzt ein Radiallüfter am Heck der Platine, saugt Umgebungsluft von oberhalb der Lüfternabe (je nach Einbauposition im Gehäuse also durchaus auch von unten) an und presst sie anschließend durch einen Lufttunnel, an dessen Ende sich die Slotblende der Grafikkarte befindet - der Löwenanteil der Abwärme wird aus dem Gehäuse gepresst. Damit tritt sie in die Fußstapfen unzähliger Referenzkarten, welche fast ausschließlich DHE-Designs darstellen.

Die Kühlerabdeckung (Shroud) verleiht der Vega Frontier Edition ein edles Antlitz. Sie besteht aus eloxiertem/anodisiertem Aluminium, das blau gefärbt und anschließend gebürstet wurde. Aussagen, wonach es sich um Kunststoff handele, können wir nicht bestätigen, doch haben wir einen Verdacht, woher diese Aussage kommt: Erwärmt sich der Kühler auf Zimmertemperatur, fühlt sich die Abdeckung nicht mehr metallisch-kalt an und auch Klopfen auf die Haube erzeugt einen eher dumpfen, an Kunststoff erinnernden, denn blechernen Ton. Unter der Haube befindet sich übrigens eine große Vapor Chamber, wie bei Nvidias Pascal-Topmodellen auch.
Test der Radeon Vega Frontier Edition (4) Quelle: PC Games Hardware Test der Radeon Vega Frontier Edition (4)

Taktraten, Spannungen, Temperaturen

Die Radeon Vega Frontier Edition ist nicht auf maximale Leistung beziehungsweise auf das Halten des höchsten Boosts getrimmt. Anders formuliert: Die Zielsetzung dieser Grafikkarte ist gewiss nicht der längste Benchmarkbalken. Mit den ihrer Firmware hinterlegten Parametern kann die Frontier Edition gar nicht anders, als sich nach kurzer Zeit selbst zu kasteien. Ab Werk, das heißt ohne Eingriffe durch den Nutzer, ist die Karte "alleslimitiert" - wie auch Nvidias Referenzdesigns mit GP102-Chip. Das heißt, je nachdem, wie lange die Last andauert, führen entweder die fließenden Ströme oder die Temperatur dazu, dass der Boost von bestenfalls 1.600 MHz auf 1.528 bis 1.440 MHz unter normaler (Spiele-)Last, auf 1.348 MHz unter hoher Spielelast oder sogar 1.269 MHz in Stresstests und in einzelnen besonders fordernden Spielen wie Anno oder Doom_vk in Ultra HD fällt.

Wer die Frontier Edition zum Spielen verwendet, zwingt sie dazu, nach wenigen Minuten im Temperaturlimit von 85 °C zu arbeiten. Das im Wattman ebenfalls hinterlegte Temperaturziel von 80 °C scheint aktuell ohne Auswirkungen zu sein und wird ignoriert. Bis 85 °C klettert die Temperatur unter dauerhafter Volllast immer, da die maximale Lüfterleistung auf rund 40 Prozent respektive 2.000 Umdrehungen pro Minute "festgetackert" ist. Aufgrund der nicht punktgenauen Regelung können die Werte auch 41/42 Prozent sowie maximal 2.060 RPM betragen. Dort angekommen, drosselt sich die GPU eifrig, die Leistung sinkt. Der niedrigste Boost-Schritt, den wir zu Gesicht bekamen, sind 1.269 MHz. In den meisten unserer Tests wechselt der Boost zwischen den Stufen 1.348 und 1.440 MHz, was in etwa zum von AMD angegebenen, als typisch bezeichneten Boost von 1.382 MHz passt.

Ob sich die verhältnismäßig grobkörnige Regulierung der Boost Steps auf eine fehlende oder nur rudimentäre Implementierung des Features Adaptive Voltage & Frequency Scaling (AVFS) schließen lässt oder ob im Treiber lediglich eine begrenzte Anzahl von Kontrollpunkten, zwischen denen der Chip wesentlich feiner und schneller interpoliert als es die gängigen Tools anzeigen können, hinterlegt ist, können wir aktuell nicht mit Gewissheit sagen, tippen aber eher auf Letzteres.

Derzeit lässt sich die Kernspannung nicht in Echtzeit mithilfe von Overclocking-Tools auslesen, doch das ist nur eine Frage der Zeit. Bis dahin gibt der Wattman Aufschluss über die Takt-Spannungs-Kombinationen, ergänzt von unseren eigenen Strommessungen. Werfen wir zunächst einen Blick auf die von unserem Vega-FE-Sample im Treiber angebotenen Boosts:

  • 1.600 MHz @ 1.200 mV: Bestcase-Boost, wird unter Last nur kurz/selten verwendet
  • 1.528 MHz @ 1.150 mV: Nächsttiefere Stufe, wird idR nach wenigen Sekunden verwendet
  • 1.440 MHz @ 1.100 mV: Unter Volllast sehr häufig anzutreffende Boost-Stufe
  • 1.348 MHz @ 1.050 mV: Unter Volllast vergleichbar oft anzutreffen wie 1.440 MHz
  • 1.269 MHz @ 1.000 mV: Tiefste von uns protokollierte Boost-Stufe unter Last, nur selten verwendet
  • 1.137 MHz @ 950 mV: Vorletzte Boost-Stufe, im Test niemals verwendet
  • 992 MHz @ 900 mV: Tiefste Boost-Stufe, im Test niemals verwendet

Die großen verfügbaren Taktsprünge wären verschmerzbar, wenn nicht jeder mit einer 50-Millivolt-Differenz einherginge. Was nach wenig klingt, hat große Auswirkungen auf die Leistungsaufnahme. Fest steht, dass die Frontier Edition die Kombination aus 1.600 MHz und 1,2 Volt unter Last niemals halten kann, das verhindert die GPU-interne Begrenzung der Ströme. Unter Spielelast üblich sind die gefetteten Einstellungen, welche die Frontier Edition abwechselnd verwendet.

Leistungsaufnahme und Lautheit

Die Hochs und Tiefs sind nicht nur beim Takt, sondern auch als "Zickzack"-Verlauf der Leistungsaufnahme ersichtlich. Ein Beispiel aus unseren Messungen: Setzt die Karte 1.440 MHz bei 1,1 Volt, messen wir auf den 12-Volt-Versorgungskabeln je nach Auslastung eine Stromstärke zwischen 10,5 und 11 Ampere. Sinkt der Takt auf 1.348 MHz bei 1,05 Volt, fallen die Ströme auf 8 bis 8,5 Ampere. Mit anderen Worten: Zwischen den beiden Taktstufen liegen bis zu (circa!) 50 Watt Leistungsaufnahme. Die Schwankungen haben zur Folge, dass wir bei den angegebenen Messwerten weder den Spitzen- noch den Minimalwert angeben, sondern einen Durchschnittswert, welcher die meistverwendete Frequenz berücksichtigt. Übrigens lässt sich die Spannung der GPU und des Speicherkontrolleurs via Wattman auf jeweils bis zu 1,25 Volt setzen, flankiert von der Option auf +50 Prozent Powerlimit - auf eigene Gefahr! Nun ist es aber höchste Zeit für die Messwerte:

  Vega Frontier Edition (Air) R9 Fury X Titan X (Pascal) GTX 1080 Ti GTX 1080 GTX Titan X GTX 980 Ti
Lautstärke
Leerlauf (Desktop) 0,0 - 0,1 Sone 1,3 Sone 0,5 Sone 0,4 Sone 0,4 Sone 0,3 Sone 0,3 Sone
2 LCDs (UHD + FHD) 0,1 Sone 1,3 Sone 0,5 Sone 0,4 Sone 0,4 Sone 0,3 Sone 0,3 Sone
UHD-Youtube 0,2 Sone 1,3 Sone 0,5 Sone 0,4 Sone 0,4 Sone 0,3 Sone 0,3 Sone
Crysis 3 (FHD) 3,6 Sone 1,4 Sone 3,9 Sone 2,8 Sone 3,1 Sone - -
Anno 2070/Witcher 3 (UHD) 3,6 Sone 1,6 Sone 4,9 Sone 4,0 Sone 3,2 Sone 4,3 Sone 4,5 Sone
Leistungsaufnahme
Leerlauf (Desktop) 17 Watt 21 Watt 12 Watt 12,5 Watt 9,5 Watt 18 Watt 15 Watt
2 LCDs (UHD + FHD) 22 Watt 25 Watt 14 Watt 15 Watt 11,5 Watt 23 Watt 20 Watt
UHD-Youtube 26 Watt 55 Watt 17 Watt 19 Watt 12 Watt 24 Watt 21 Watt
Crysis 3 (FHD) 252 Watt 250 Watt 227 Watt 225 Watt 175 Watt - 230 Watt
Anno 2070/Witcher 3 (UHD) 259 Watt 313 Watt 231 Watt 230 Watt 171 Watt 243 Watt 234 Watt

Die Tabelle offenbart, dass AMD den Großteil seiner Hausaufgaben erledigt hat. Die Leistungsaufnahme im Leerlauf erreicht zwar nicht ganz das Sparflammenniveau der Pascal-Chips, mit deutlich unter 20 Watt ist die Radeon Vega Frontier Edition jedoch zweifellos konkurrenzfähig. Löblich ist weiterhin, dass Vega mit einer Unsitte aufhört, welche Radeon-Chips seit Generationen herumschleppen: hohe Leistungsaufnahme nach Anschluss mehrerer Monitore mit unterschiedlicher Spezifikation. Unser Muster arbeitet im Leerlauf mit 852 MHz Kern- und 167 MHz Speichertakt. Wird ein (UHD-)Video abgespielt, verweilt der Takt größtenteils auf ebendiesen Werten, nur kurzzeitig schnellt der Speicher immer wieder auf 500 MHz hoch. Nimmt ein zweiter Bildschirm Kontakt zur Vega FE auf, begrüßt sie ihn mit 167 MHz Speichertakt - bravo, AMD, das war überfällig.

Unter Last bewegt sich die Radeon RX Vega Frontier Edition in der uns vorliegenden, luftgekühlten Version um die 250-Watt-Marke herum. Abhängig von der Temperatur und Last sind mal 220, mal Spitzenwerte auf bis zu 280 Watt zu verzeichnen. Das ist ein klarer Fortschritt gegenüber der Radeon R9 Fury X, kommt jedoch nicht ansatzweise an die Effizienz der Geforce GTX 1080 Ti, Titan X (Pascal) oder Titan Xp heran, welche bei knapp unter 250 Watt deutlich höhere Bildraten in Spielen erreichen. Sobald jedoch die Fesseln gelockert werden und im Wattman etwa die Grenze der erlaubten Leistungsaufnahme um 50 Prozent heraufgesetzt wird und die Vega FE ihren Maximal-Boost von 1.600 MHz hält, steigt auch der Stromverbrauch sprunghaft an.

Bei der Lautheit rangiert die Vega FE auf einem akzeptablen Niveau. Der verwendete Radiallüfter aus dem Hause Delta bietet einen weiten Regelbereich zwischen 375 und 4.600 Umdrehungen pro Minute (praktisch via Wattman einstellbar). Beim Booten ertönt er kurzzeitig mit einer Lautheit von 3,6 Sone und arbeitet anschließend bis zur Treiberinstallation mit 2,1 Sone. Ist ein Treiber installiert und initialisiert, wird der Regelbereich ausgenutzt: Je nach Last und Temperatur dreht der Lüfter entweder mit Werten zwischen 300 und 700 U/Min oder schaltet sich vollständig ab. Unter Last greift das erwähnte Target von knapp über 2.000 Umdrehungen pro Minute, was in einer Lautheit von 3,6 Sone in allen Volllastapplikationen resultiert.

Wer die Radeon Vega Frontier Edition übertaktet und dabei einen stabilen Boost sehen möchte, muss sich auf eine wesentlich größere Geräuschemission gefasst machen. Mit 50 Prozent Lüfterleistung, was rund 2.500 Umdrehungen pro Minute entspricht, steigt die Lautheit auf 5,8 Sone, mit 60 Prozent (~3.000 U/Min) sogar auf 8,5 Sone. Mit dieser Lüfterleistung ist die Kühlung ausreichend für mehr als 300 Watt Abwärme. Wer die Radeon Vega FE per Wattman auf die Maximaldrehzahl setzt, erhält stand jetzt 93 % PWM und 4.600 U/Min, wobei ein Orkan der Stärke 17,7 auf der Sone-Skala ausbricht.

[COLOR=textColor3]Update 13.07.2017: Undervolting

Mittlerweile haben wir uns einige Stunden mit dem Undervolting der Frontier Edition befasst und können viel Gutes berichten. Nachdem die Karte bereits alle Spiele-Tests mit 1.600 MHz bei nur 1,1 statt 1,2 Volt abgeschlossen hatte (siehe Benchmark-Abschnitt dieses Artikels), haben wir die Spannung testweise weiter gesenkt. Mit 1,075 Volt via Wattman ist unser Exemplar aus dem Einzelhandel immer noch rockstable, alle Spiele-Benchmarks laufen problemlos und ohne Grafikfehler mit 1.600 MHz durch. Die Leistungsaufnahme des gesamten PCs bewegt sich dabei auf dem Niveau der Werkseinstellung, obwohl wir das Powerlimit auf +50 Prozent gesetzt haben. Letzteres stellt sicher, dass sich die Radeon Vega Frontier Edition nicht zeitweise drosselt, sollte sie ins Powerlimit laufen. Außerdem gestatten wir der Karte eine höhere Lüfterleistung. Mit 1.060 Millivolt (ob diese Spannung 1:1 gesetzt oder direkt auf 1.050 Millivolt gewechselt wird, wissen wir noch nicht) kam es zum ersten Absturz.

Die Ergebnisse zeigen erstens, dass der Chip enorm von Undervolting profitiert und zweitens, dass Vega sich deutlich höher takten lässt als Polaris - letzterer ist kaum stabil über 1,45 GHz zu bekommen, geschweige denn auf 1,6 GHz bei so wenig Spannung. Wir werden die Leistungsaufnahme und Effizienzgewinne weiter untersuchen.
Radeon Vega FE: Optimized Wattman settings for 1,6 GHz Quelle: PC Games Hardware Radeon Vega FE: Optimized Wattman settings for 1,6 GHz

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  1. Seite 1 Einleitung und Spezifikationen
  2. Seite 2 Praxiseindrücke, Lautheit, Verbrauch und Temperaturen
  3. Seite 3 Benchmarks und Fazit
    • Kommentare (263)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Cleriker Kokü-Junkie (m/w)
        AW: Test der Radeon Vega Frontier Edition: Hoffnungsträger mit Startproblemen

        Zitat von Ampre
        Interessant ist aber das der Benchmark für eine 980ti geschrieben werden musste! Siehe links im Artikel!

        Hättest du Mal genau gelesen würde dir auch auffallen das Nvidia nur mit 1000 MHz läuft. Da gibt es etwas im Benchmark was Nvidia gar nicht gefällt.
        Ist mir doch aufgefallen. Ich verstehe nicht woran du dich störst. Bitte erklären.

        Gesendet von meinem HTC 10 mit Tapatalk
      • Von Cleriker Kokü-Junkie (m/w)
        AW: Test der Radeon Vega Frontier Edition: Hoffnungsträger mit Startproblemen

        Zitat von Ampre
        Interessant ist aber das der Benchmark für eine 980ti geschrieben werden musste! Siehe links im Artikel!

        Hättest du Mal genau gelesen würde dir auch auffallen das Nvidia nur mit 1000 MHz läuft. Da gibt es etwas im Benchmark was Nvidia gar nicht gefällt.
        Ist mir doch aufgefallen. Ich verstehe nicht woran du dich störst. Bitte erklären.

        Gesendet von meinem HTC 10 mit Tapatalk
      • Von Apollo4244 PC-Selbstbauer(in)
        AW: Test der Radeon Vega Frontier Edition: Hoffnungsträger mit Startproblemen

        Zitat von PCGH_Carsten
        Hab' Angst...
        Schon gesehen?

        TITAN Xp Enables New Levels of Performance for Creative Professionals | NVIDIA Blog
        Zitat
        Our latest driver — available today — delivers 3x more performance in applications like Maya to help you create and design faster than ever.
        Wird das Nvidia's Antwort auf AMD's Semi-Pro-Erfindung?
      • Von Ampre PC-Selbstbauer(in)
        AW: Test der Radeon Vega Frontier Edition: Hoffnungsträger mit Startproblemen

        Zitat von Chukku
        Wir reden aneinander vorbei.. ich rede ja gar nicht von "2nd Stage Boss" Ergebnissen irgendeiner nVidia Karte... es geht mir um Folgendes:

        im 2nd Stage Boss Benchmark ist die Vega auf 1600MHz (mit Nachrüst-Kühler im 4-Slot Design) 72% schneller, als die Fury X (@ 1050).
        Die nVidia Ergebnisse aus diesem Benchmark sind offensichtlich nicht für einen Vergleich zu gebrauchen.. deswegen kann man hier nur den Vergleich zur Fury X herstellen.
        Hat PCGH_Carsten ja weiter oben auch so kommentiert.

        Um zu sehen, wie schnell eine Vega denn bei so einem Ergebnis im Vergleich zu einer 1080Ti tatsächlich wäre, bin ich also in die Grafikkarten-Rangliste von PCGH gegangen.
        Grafikkarten-Rangliste 2017: 33 Radeon- und Geforce-GPUs im Benchmarkvergleich
        Dort ist die 1080 Ti 66% schneller als eine Fury X (@1050).
        Zu diesem Zeitpunkt haben wir uns also schon komplett von "2nd Stage Boss" gelöst. Es geht nur noch um den Vergleich zur Referenz "Fury X".

        Auf den ersten Blick könnte man also annehmen, dass eine VEGA FE - wenn sich dieses schöne Benchmarkergebnis in Zukunft wegen optimierter Treiber denn als repräsentativ herausstellen sollte - minimal schneller wäre, als eine 1080 Ti (172% vs. 166%).

        Auf den 2ten Blick stellt man aber fest, dass die 1080Ti in dieser Rangliste mit 1582MHz angegeben ist.
        Das hat nichts mit "durchschnittlicher Leistung" zu tun und ist auch nicht von PCGH irgendwie so ermittelt worden, sondern ist einfach der offiziell von nVidia angegebene Boosttakt.
        Von diversen PCGH Tests + Videos wissen wir aber, dass dieser Takt nur im Worst Case anliegt (Stock Settings, hohe Last, schlechte Belüftung).
        Bei freiem Powertarget und aufgedrehtem Lüfter wird man zwar taub, aber dann hat die 1080Ti FE halt über 1800MHz.

        Wenn man also einen VEGA Wert nimmt, der mit Nachrüst-Kühler und freiem Powertarget ermittelt worden ist, dann sollte man den gleichen Vorteil auch der 1080Ti zugestehen.

        Wenn man die "166% Fury-X-Leistung" nun also auf 1850 MHz hochrechnet, dann landet man bei ca. 194%.
        Interessant ist aber das der Benchmark für eine 980ti geschrieben werden musste! Siehe links im Artikel!

        Hättest du Mal genau gelesen würde dir auch auffallen das Nvidia nur mit 1000 MHz läuft. Da gibt es etwas im Benchmark was Nvidia gar nicht gefällt.
      • Von bastian123f BIOS-Overclocker(in)
        AW: Test der Radeon Vega Frontier Edition: Hoffnungsträger mit Startproblemen

        Zitat von scorplord
        Soweit ich weiß gibt PCGH dort immer den typischen Boost an welcher von der Karte gehalten wird nach Aufwärmzeit (gemittelt).
        Und 1600 MHz sind kein "leichtes OC" sondern der Standardboosttakt der Vega bei guter Kühlung.
        Wurde ja auch so von PCGH durch Wattmann festgesetzt. Wie in manch anderen Benches.
      • Von Chukku Software-Overclocker(in)
        AW: Test der Radeon Vega Frontier Edition: Hoffnungsträger mit Startproblemen

        Zitat von Cleriker
        Nö!

        Hast du überhaupt den Test zu 2nd Stage Boss gelesen, der im Artikel hier verlinkt wurde? Damals sind selbst Customs die eigentlich 1400-1500 MHz fahren auf 1000 MHz abgesackt. Da kann man sich durchaus denken, dass es hier ebenfalls so sein könnte, oder?
        Wenn die Männer von PCGH hier diesen Takt angeben, dann hat das einen Grund.
        Wir reden aneinander vorbei.. ich rede ja gar nicht von "2nd Stage Boss" Ergebnissen irgendeiner nVidia Karte... es geht mir um Folgendes:

        im 2nd Stage Boss Benchmark ist die Vega auf 1600MHz (mit Nachrüst-Kühler im 4-Slot Design) 72% schneller, als die Fury X (@ 1050).
        Die nVidia Ergebnisse aus diesem Benchmark sind offensichtlich nicht für einen Vergleich zu gebrauchen.. deswegen kann man hier nur den Vergleich zur Fury X herstellen.
        Hat PCGH_Carsten ja weiter oben auch so kommentiert.

        Um zu sehen, wie schnell eine Vega denn bei so einem Ergebnis im Vergleich zu einer 1080Ti tatsächlich wäre, bin ich also in die Grafikkarten-Rangliste von PCGH gegangen.
        Grafikkarten-Rangliste 2017: 33 Radeon- und Geforce-GPUs im Benchmarkvergleich
        Dort ist die 1080 Ti 66% schneller als eine Fury X (@1050).
        Zu diesem Zeitpunkt haben wir uns also schon komplett von "2nd Stage Boss" gelöst. Es geht nur noch um den Vergleich zur Referenz "Fury X".

        Auf den ersten Blick könnte man also annehmen, dass eine VEGA FE - wenn sich dieses schöne Benchmarkergebnis in Zukunft wegen optimierter Treiber denn als repräsentativ herausstellen sollte - minimal schneller wäre, als eine 1080 Ti (172% vs. 166%).

        Auf den 2ten Blick stellt man aber fest, dass die 1080Ti in dieser Rangliste mit 1582MHz angegeben ist.
        Das hat nichts mit "durchschnittlicher Leistung" zu tun und ist auch nicht von PCGH irgendwie so ermittelt worden, sondern ist einfach der offiziell von nVidia angegebene Boosttakt.
        Von diversen PCGH Tests + Videos wissen wir aber, dass dieser Takt nur im Worst Case anliegt (Stock Settings, hohe Last, schlechte Belüftung).
        Bei freiem Powertarget und aufgedrehtem Lüfter wird man zwar taub, aber dann hat die 1080Ti FE halt über 1800MHz.

        Wenn man also einen VEGA Wert nimmt, der mit Nachrüst-Kühler und freiem Powertarget ermittelt worden ist, dann sollte man den gleichen Vorteil auch der 1080Ti zugestehen.

        Wenn man die "166% Fury-X-Leistung" nun also auf 1850 MHz hochrechnet, dann landet man bei ca. 194%.
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