AMD Radeon Vega Frontier Edition: Stromsparmechanismen noch nicht funktional
In AMDs Treibern für die Radeon Vega Frontier Edition sind neben dem offenbar noch deaktivierten Tile-Based-Renderer auch noch Stromsparmechanismen nicht funktional. Das betrifft das Adaptive Voltage & Frequency Scaling (AVFS) und Advanced Clock-Gating (ACG), wodurch die Effizienz mit einem künftigen Treiber verbessert werden könnte.
Erste Tests aus dem US-amerikanischen Raum haben bereits gezeigt, dass eines der wichtigsten neuen Features von AMDs fünften GCN-Generation alias Vega, der Tile-Based-Rasterizer (Draw Stream Binning Rasterizer; DSBR) bei der Radeon Vega Frontier Edition entweder per Treiber noch komplett deaktiviert ist oder zumindest in eigentlich geeigneten Situationen nicht greift. Neben einer Leistungssteigerung durch das Verwerfen nicht sichtbarer Polygone kann dieser die effektive Bandbreite deutlich erhöhen.
Aus dem 3DCenter kommen nun Hinweise, dass weitere Funktionen im aktuellen Vega-FE-Treiber noch nicht korrekt funktionieren. Das Adaptive Voltage & Frequency Scaling (AVFS) hat AMD mit Polaris (GCN Gen 4, RX 400/500) und den Bristol-Ridge-APUs eingeführt und erlaubt eine individuelle Takt-Spannung-Kurve pro Siliziumchip. Funktioniert das Feature noch nicht - oder im Falle der Vega FE noch nicht korrekt -, wird eine von AMD festgelegte, einheitliche Kurve angewandt, die vor allem "bessere" GPUs schlechter dastehen lässt. AMD ging bisher von einer Effizienzverbesserung im einstelligen Prozentbereich durch AVFS aus. Das neue Advanced Clock-Gating (ACG) hat AMD noch nicht erklärt, dürfte aber das Schlafenlegen einzelner GPU-Teile erlauben, wenn diese gerade nicht benötigt werden. Die Funktion ist aktuell noch deaktiviert. Im Falle des High-Bandwidth Cache Controllers (HBCC) hat AMD bislang keinerlei Dokumentation veröffentlicht, wie die Funktion zu testen ist. Ein Schalter ist in den Radeon-Settings immerhin vorhanden, im Gaming-Modus aber ab Werk deaktiviert.
AMD selbst sagt, dass der Vega-FE-Treiber nicht nur einen angepassten Fiji-Treiber darstelle. Aktuell stellt sich jedoch die Frage, welche neuen Funktionen von Vega überhaupt genutzt werden. Lediglich die Raster-Endstufen (ROPs) haben auf der Hardware-Ebene eine tiefgehende Überarbeitung erfahren und gehen anders als bisher nicht mehr den Umweg über die Speicher-Controller, sondern hängen direkt am L2-Cache, wodurch die GPU-Auslastung vor allem in Spielen mit Deferred-Renderer erhöht werden soll.
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AMD Radeon RX Vega: Zeitplan fur die Custom-Designs bekannt
Das wäre zumindestens die letzte Karte in dieser Kategorie, die ich von AMD gekauft hätte.
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Man kann natürlich der Verschwörungstheorie anhängen, dass AMD die Karte mit voller Absicht so verstümmelt hatte, wie sie jetzt ist. Dann kann man aber auch davon ausgehen, das die DDR nur so schlechte Autos produziert hat, damit die Wessis nicht neidisch werden.
Die Karte ergibt keinen Sinn, sie ist angeblich für Entwickler gedacht, aber es ist keine neue Funktion einsatzbereit. Wie sich die Spiele mit AMDs TBR verhalten, kann man nicht vorhersehen, es geht ja nicht, auf CF mit zwei Vega Karten kann man auch nicht optimieren, es funktioniert ja angeblich nicht richtig. Von daher kann ein Entwickler keine Aussagen treffen, die nicht schon mit Fury X und der RX 480 zu ermitteln waren.
Von daher kann man mit Ockhams Rasiermesser durchaus annehmen, dass AMD diese Dinge aufgrund von Problemen nicht hinbekommen hat.
Die schlechte Presse sehe ich auch nicht. Alles was man bisher sieht lässt einen die Werte direkt hinterfragen. Nur Leser die es unbedingt negativ wollen und dafür mit Scheuklappen unterwegs sind, die könnten dumpf meinen, das bleibt so.
Im Prinzip nur 3:
1: Es gibt Vega, in Form von auslieferungsfähigen Chips
2: sie haben ihre Taktraten um ein Drittel gesteigert
3: man braucht dafür jetzt "nur" noch 300W
Punkt 1, 2 und 3 sind am absolut unterem Ende der Erwartungen und ansonsten ließt man von den vielen Punkten, in denen scheinbar nichts so funktioniert wie es soll. Um das alles nicht zu sehen, muß man eine Augenbinde tragen, Scheuklappen reichen nicht. Wieviel sich bis zum Erscheinen noch bessert ist fragwürdig, zwar kann es nur nach oben gehen (außer mit der Verfügbarkeit), aber es sind einfach sehr viele Baustellen, die allesamt sehr groß sind. Ob sich das in einem Monat lösen läßt? Nach den Erfahrungen, die man bei allen HiTech Firmen machen konnte, wenn sie Probleme hatten, darf man durchaus skeptisch sein.
Jede Art von Planung basiert auf Annahmen, realistischerweise sollte man auch einkalkulieren das es manchmal nicht läuft wie im Wunderland. Tatsache ist, dass AMD Vega für 2016, zusammen mit Polaris vorgesehen hat, ihr wolltet mir das nicht glauben, es ist aber so gewesen. Ich habe dir einen Beweis geliefert und jetzt redest du dir das ganze zwanghaft schön.
Verbindlich ist da ohnehin nichts, es sei denn AMD hätte die Karten schon im vorhinein, mit einer Liefergarantie verkauft. Auch eine ganz offizielle Ankündigung (wobei die Roadmap schon eine war) ist nicht bindend, keiner hätte AMD irgendetwas getan, wenn sie Vega FE nicht herausgebracht hätten.
Mit der Realität habe ich keinerlei Probleme. Wenn Vega RX nächsten Monat rauskommt, die Leistung oberhalb einer Titan Xp liegt und der Stromverbrauch darunter und sie gut lieferbat ist, dann bricht bei mir nichts zusammen, im Gegenteil ich würde mich für AMD freuen (ich bin aber nicht so blöd, damit ich über alle Probleme hinweg sehe).Bei dir und einigen anderen scheint es nicht der Fall zu sein, frei nach dem Motto "es kann nicht sein was nicht sein darf" werden die Probleme entweder geleugnet oder man geht davon aus, dass AMD die in nur 4 Wochen in den Griff bekommt.
Nun ist es offen, wer von uns beiden bei der Vegavorstellung einen Realitätsschock bekommt, ich wünsche dir jedenfalls ebenfalls alles gute und ein Vegaflop ist nicht das Ende der Welt, es gibt mit Navi (sollte eigentlich noch dieses Jahr erscheinen) weiterhin Hoffnung.