Radeon RX Vega: AMD vergleicht sich nun auch mit Geforce GTX 1080 Ti
AMD hatte mit seiner "Mini-Community-Tour" zur Radeon RX Vega in Budapest und der dünnen Informationslage zuletzt reichlich Verwirrung gestiftet. Dort konnten Spieler kurz auf Systemen mit Vega-basierter Grafikkarte und der Geforce GTX 1080 spielen und sollten Unterschiede benennen. Nun hat AMD Detailinformationen zum Setup geliefert. Dabei wird deutlich, dass es AMD auch darum ging, G-Sync ein schlechtes Preisleistungsverhältnis zu bescheinigen. Außerdem vergleicht man sich nun auch mit der Geforce GTX 1080 Ti. Doch es bleiben immer noch Fragen.
Als bekannt wurde, dass AMD im Zuge seiner "Mini-Community-Tour" zur Radeon RX Vega in Budapest Spieler kurz an zwei unterschiedlichen Systemen hat spielen lassen, bei denen einmal eine Geforce GTX 1080 und einmal eine Vega-10-basierte Grafikkarte zum Einsatz kam, sorgte das für reichlich Verwirrung. Wichtige Details blieben seinerzeit offen und am Ende stand die Frage, warum man Vega nur mit einer Geforce GTX 1080 vergleicht anstatt mit der Geforce GTX 1080 Ti - und das auch nur im Rahmen einer spürbaren Performance. Sollte Vega etwa nicht einmal an die schwächere der beiden Karten heranreichen?
Konkrete Leistungsfragen bleiben immer noch unbeantwortet, allerdings hat AMD nun einige Details zum Event nachgelegt, die man zumindest teilweise als Entwarnung sehen kann. Doch der Reihe nach. So ließen die Amerikaner wissen, dass auf beiden Rechnern ein Ryzen 7 1800X zusammen mit 16 GiByte Arbeitsspeicher gepaart wurde. Das System mit AMD-Grafikkarte sei an einen Curved-Monitor aus dem Hause Asus (MX34Q) angeschlossen worden, auf dessen Habenseite Freesync und ein 1440p-Ultrawide-Display standen. Beim Nvidia-Rechner wiederum setzte man auf einen "ähnlichen" G-Sync-Monitor (PG34), beide liefen mit bis zu 100 Hz. Zwischen den Monitoren gibt es abgesehen von G- und Freesync noch andere Unterschiede. Das auf AMDs Technik zugeschnittene Modell verfügt über ein VA-Panel mit laut AMD "etwas besseren" Bildbetrachtungswinkeln, das andere setzt auf ein IPS-Panel, bei dem Farbwiedergabe und Kontrast etwas besser ausfallen sollen.
Obwohl man die Einstellungen so weit wie möglich anglich, sei manchen Spielern aufgefallen, dass ein Monitor etwas bessere Farben hat. Allerdings koste der auch 300 Dollar mehr - was laut AMD dem Gegenwert einer Mittelklassegrafikkarte oder zwei SSDs der Oberklasse entspricht.
Der Hintergrund der Aktion lag laut AMD darin zu klären, ob das geschulte Spielerauge einen Unterschied erkennen kann und ob eine Seite "smoother" als die andere läuft. Tatsächlich hätten die meisten Spieler festgestellt, dass das linke System flüssiger wirkt. Wenig überraschend handelte es sich dabei um den Freesync-Rechner mit Vega-Grafikkarte. Trotz besserer Farben des G-Sync-Monitors sei die Kombination aus RX Vega und Freesync von den meisten Spielern favorisiert worden, die Spieler hätten aber auch festgehalten, dass die Unterschiede minimal sind. Außerdem sollen sie Schwierigkeiten gehabt haben, die Unterschiede zu benennen.
Abschließend stellt AMD die Frage, ob G-Sync wirklich den Aufpreis wert ist, wenn das Ergebnis nahezu gleich ausfällt. "So here's the question every gamer will have to ask themselves: is the Nvidia G-Sync solution worth the extra few hundred bucks if it provides almost the same (or in the Budapest case, somewhat inferior) experience?"
Außerdem vergleicht sich AMD nicht mehr nur mit der Geforce GTX 1080, sondern auch mit der Geforce GTX 1080 Ti, indem man festhällt, dass man selbst mit einer mächtigeren Geforce GTX 1080 Ti zu einem ähnlichen Ergebnis kommen würde. "Even if we pitted Radeon RX Vega against the mightier GeForce 1080Ti, my money would still bet on a similar outcome: that you wouldn't really be able to tell the difference with variable refresh rate. And I believe no gamer should ever consider buying a monitor that isn't capable of variable refresh rate."
Offen bleibt, ob sich das "mightier Geforce 1080Ti" auf die Leistungsfähigkeit der Geforce GTX 1080 aus den Testsystemen bezieht oder auf die Radeon RX Vega. AMD bleibt insgesamt vage und belässt es bei einem gefühlten Vergleich bei variabler Bildrate mit Betonung auf das Preisleistungsverhältnis. Das nähert den Verdacht, dass man es mit der Geforce GTX 1080 Ti nicht ganz oder eben nur gefühlt wird aufnehmen können. Zuletzt kolportierte Preise deuten hingegen Gegenteiliges an. Es bleibt also bis zuletzt spannend.
Quelle: AMD

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Gesendet von meinem MohbiehlTehlehfohn