Bloodlines 2: Paradox erklärt Strategie zu Day-1-DLCs
Paradox sorgt mit kostenpflichtigen Day-1-DLCs für Diskussionen rund um Vampire: The Masquerade - Bloodlines 2. Fans des Kult-RPGs reagieren gespalten - doch die Entwickler betonen, dass die Zusatzinhalte echte Mehrwerte bieten.
Publisher Paradox macht bei Vampire: The Masquerade - Bloodlines 2 das, was man erwarten durfte, und unterfüttert den Release direkt mit kostenpflichtigen DLCs. Zwei Vampirclans samt ihren Fähigkeiten und kosmetischen Inhalten stecken in einem auf 30 Euro festgelegten DLC, der zwar in der 90-Euro-Premium-Edition enthalten ist, dort aber ebenfalls eingepreist wurde.
Das sorgte für Unmut bei einem Spiel, das viele Fans des ersten Teils seit Jahren heiß herbeisehnen und das bereits einige schlechte Nachrichten hinter sich hat. Nun können sie eine weitere Erklärung auf die Liste setzen, denn Paradox hat sich zum Fall geäußert.
Nicht nur kosmetischer DLC
Ian Thomas, Narrative Director von Bloodlines 2, erklärte bei Rock Paper Shotgun, dass sich das Spiel im Laufe seiner Entwicklung aufgrund von Spieltests und Feedback aus der Community erheblich verändert habe - einschließlich zahlreicher neuer Story-Inhalte, Features und zusätzlicher Elemente.
"Wir haben es also ständig über das ursprünglich geplante Maß hinaus erweitert, und Paradox hat sich wirklich fair verhalten, wenn wir, die Kunden oder Paradox gesagt haben: 'Wir sollten hier noch etwas hinzufügen. Verschieben wir das Datum nach hinten.' Wie Sie wissen, wurde das Datum verschoben, aber das geschah, um das Spiel zu etwas auszubauen, von dem wir glauben, dass es den Wünschen der Spieler entspricht."
Die Entwickler, übrigens bereits das zweite Studio an dem Projekt, haben bis vor wenigen Wochen noch Inhalte hinzugefügt. Design Director Jey Hicks betont dazu: "Es handelt sich nicht nur um Füllmaterial, das wir einfach so einfügen. Es hat alles dieselbe Qualität."
Vermutlich wurden die beiden Clans Toreador und Lasombra - mit ihren einzigartigen Spielstilen und Fertigkeiten - von Teams eingebaut, die gegen Ende des Entwicklungszyklus Kapazitäten freihatten. Statt die Clans aber noch ins Basisspiel zu integrieren, entschied man sich, den Umsatz stärker in den Blick zu nehmen.
Quelle: Paradox Interactive
Quelle: Paradox Interactive
Quelle: Paradox Interactive
Quelle: Paradox Interactive
Risiko wie bei Cities Skylines 2
Die Chance, dass Bloodlines-Fans zugreifen, ist dennoch hoch - schließlich will man die komplette Erfahrung haben. Zudem betont Paradox, dass es sich beim Day-1-DLC nicht um ein rein kosmetisches Paket handelt. Ob sich diese Rechnung trotz des kritischen Tenors der Community auszahlt, bleibt abzuwarten. Mit dem frühen Hype konnte der Publisher den Zusatzinhalt jedenfalls gut vermarkten.
Für Spieler kommt das Thema kaum überraschend: Titel wie Stellaris oder Hearts of Iron leben seit Jahren von zahlreichen DLCs. Und auch bei Cities: Skylines 2 sorgte bereits der Zustand des Spiels für Diskussionen. Bleibt zu hoffen, dass Bloodlines 2 einen gelungenen Release hinlegt - und die Aufregung über den DLC in Freude am Gameplay umschlägt.

Hier bei VTMB2 ist halt mies, weil man im Original direkt deutlich mehr Clans zur Verfügung stellte und auch das Rollenspiel mehr oder minder daran anpasste; wirkt halt beschnitten.
aber das die sich extra aufwand machen und den release verschieben um ein dlc am tag 1 zu releasen ist wirklich schon krankhaft.
//EDIT
auch leicht dämlich, warum haben sie nicht einfach 90 euro genommen und es fest eingebaut, dann würde sich keiner aufregen, höchstens über den zu hohen preis. das wär aber nicht schlimm, wie wir wissen fällt der ja nach einiger zeit. strategisch irgendwie nicht so gut gemacht finde ich.
Würde glatt bezahlen, um Ratten fressen zu können.
Zudem betont Paradox, dass es sich beim Day-1-DLC nicht um ein rein kosmetisches Paket handelt.
Unfassbar, dass die glauben, ihre Community mit so einer Aussage besänftigen zu können. Das zeugt von Ignoranz.