UE5-Showcase Desordre - Technik und Performance
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UE5-Showcase Desordre - Technik und Performance

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Desordre: Technik und Performance

Die Unterschiede zwischen Epics Lumen und Nvidias RTXDI sind recht offenkundig: Nvidias Lösung ist qualitativ deutlich hochwertiger und bezieht weitere Elemente respektive zusätzliche (indirekte) Lichtquellen mit in die Berechnung ein. Konsequenterweise wirkt die RTXDI wesentlich authentischer, allerdings ist auch der Performance-Impact um ein Vielfaches höher. Beinahe noch interessanter als die Unterschiede sind aber einige auffällige, zumindest optische Gemeinsamkeiten von Lumen und RTXDI: Wir meinen an dieser Stelle dediziert eine merkliche Artefaktbildung, die ab mittlerer Entfernung auftritt und immer gröber ausfällt, je weiter die Objekte entfernt sind. Dieser Umstand lässt sich besonders gut anhand der weißen, verschachtelten Wände und dem dortigen (indirekten) Schattenwurf beobachten. In Entfernung "blinken" diese, es treten bei beiden Techniken (in etwas unterschiedlicher Form und Schwere) je nach Entfernung mehr oder minder große "Flecken" auf, die über die Oberflächen tanzen.

Beide Techniken nutzen ein Resampling und verwenden Algorithmen, die mittels eines Zwischenspeichers ("Reservoir" bei RTXGI/ReSTIR, "Surface Cache" bei Lumen) und Importance Sampling arbeiten, um Leistung zu sparen. ReSTIR, der für RTXDI/RTXGI genutzte Algorithmus, ist eine Abkürzung für Reservoir Spatio-Temporal Importance Resampling. Bei allen optischen und technischen Unterschieden nutzen sowohl Lumen als auch Nvidias noch junge RTX-Ansätze einen zumindest grob vergleichbaren Optimierungsansatz für die Berechnung einer Raytracing-GI. Denn wie sowohl Epic als auch Nvidia anmerken - "We can't even afford one ray per pixel" (Epic) respektive "Furthermore, only a few rays can currently be traced at each pixel" (Nvidia) - ist die Darstellung einer komplexen, volldynamischen GI ohne kräftige Optimierung auch mit heutiger High-End-Hardware kaum darstellbar.

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Sowohl Nvidia als auch Epic nutzen also Optimierungs-Algorithmen, die mit nach Wichtigkeit (Importance) priorisierte Beleuchtungsdaten, einem zusätzlichen Speicher sowie anschließendem Resampling und Denoising arbeiten. Die technischen Herangehensweisen und das optische Ergebnis und der Performance-Anspruch bei RTX GI und Lumen unterscheiden sich zwar relativ stark, doch die Optimierungs-Methodik ist in beiden Fällen ähnlich - und im gewissen Rahmen ähnlich ist auch die durch die Optimierungen auftretende Artefaktbildung.

Wenn Sie sich näher für Nvidias RTXDI/RTXGI/ReSTIR interessieren, können Sie unsere ausführliche Abhandlung für Portal RTX zurate ziehen. Alternativ finden Sie unter diesem Link ein umfangreiches Paper zu Nvidias ReSTIR und unter folgendem Link eine aktualisierte Abhandlung zu Lumen. Im Rahmen von Portal RTX sind wir die wichtigsten Punkte für Sie durchgegangen.

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Frame Generation mit RTXDI in Desordre

"Echter" Frame Zwischenframe

Lumen-GI ist, selbst mit höchstmöglicher Qualität, deutlich flüssiger als RTXDI. Letztere ist dafür optisch wesentlich überzeugender - zumindest, solange man die Auswirkungen der geringeren Bildrate und den dadurch verstärkt auffälligen temporalen Verrechnungen nicht in diese Gleichung einbezieht. Generell haben beide Herangehensweisen gewisse Vor- und Nachteile. Die deutlich niedrigere Performance der RTXDI lässt sich allerdings bis zu einem gewissen Grad mittels Upsampling kompensieren, allerdings wird mit verschärftem Upsampling-Faktor respektive niedrigerer Render- und damit Raytracing-Auflösung die Artefaktbildung deutlicher. Dieser Umstand gilt natürlich auch für Lumen, doch für Epics GI-Ansatz ist wiederum weniger Leistung notwendig, die daraufhin in eine höhere Auflösung investiert werden könnte. Besitzer einer Nvidia-Grafikkarte der RTX-4000-Serie können die Bildrate indes auch mittels Frame Generation erhöhen. Ganz sauber beziehungsweise artefaktfrei arbeitet Nvidias KI-Bildinterpolation allerdings ebenfalls nicht. Damit leiten wir zu den Benchmarks über.

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  1. Seite 1 UE5-Showcase Desordre - Einleitung
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  3. Seite 3 UE5-Showcase Desordre - Benchmarks und Fazit
    • Kommentare (35)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von latiose88 BIOS-Overclocker(in)
        hm gibt es da auch ein Full HD und WQHD Test oder echt nur alles in 4k,weil da zockt ja nicht jeder.Also ist der Test nicht ganz vollständig ,kann man so sagen oder ist das die Mindestanforderung ist mit 4k und so.
      • Von latiose88 BIOS-Overclocker(in)
        hm gibt es da auch ein Full HD und WQHD Test oder echt nur alles in 4k,weil da zockt ja nicht jeder.Also ist der Test nicht ganz vollständig ,kann man so sagen oder ist das die Mindestanforderung ist mit 4k und so.
      • Von PCGH_Raff Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Cleriker
        Die RTX4090 macht unter RTXDI 24 fps... in einem kahlen Raum, ohne Menschen, oder andere bewegliche Objekte, mit nur ein paar echten Lichtquellen und in einem halbwegs kleinen Raum. Stellt man sich jetzt ein offenes Areal voller Pflanzen vor, unter offenem Himmel, was schafft sie dann? Ein Drittel davon? Die Beleuchtung ist super geil, aber da sieht man gut wie teuer das noch ist.
        Das Tolle an Raytracing ist, dass die Kosten bei zusätzlichen Objekten nicht durch die Decke gehen, die Kurve verläuft anders als beim Rasterizing. Klar, man hat hohe Grundkosten und insgesamt ist es sehr teuer, aber je komplexer man wird - gerade bei mehreren Licht-Emittern -, desto besser steht Raytracing in Sachen Optik und Leistung relativ da. Und da Raytracing so gut mit Dingen wie GPU-Leistung, Aufösung und somit Upsampling skaliert, führen alle Wege dorthin.

        MfG
        Raff
      • Von Cleriker Kokü-Junkie (m/w)
        Die RTX4090 macht unter RTXDI 24 fps... in einem kahlen Raum, ohne Menschen, oder andere bewegliche Objekte, mit nur ein paar echten Lichtquellen und in einem halbwegs kleinen Raum. Stellt man sich jetzt ein offenes Areal voller Pflanzen vor, unter offenem Himmel, was schafft sie dann? Ein Drittel davon? Die Beleuchtung ist super geil, aber da sieht man gut wie teuer das noch ist.
      • Von Olstyle Trockeneisprofi (m/w)
        Zitat von JackTheHero
        Dass RTXDI auf Radeon Karten miserabel läuft - welche eine Überraschung. Man will ja seine RTX Karten bei nvidia verkaufen.. Dass es anders geht, sieht man dann wenn man Lumen vergleicht wo nicht auf nvidia optimiert wird..
        Textverständnis 0
        Der Test hier zeigt genau das Gegenteil: Der Einbruch von Lumen auf RTXDI ist zwischen AMD und NV Karten quasi identisch.
      • Von Gast1719868203
        Dass RTXDI auf Radeon Karten miserabel läuft - welche eine Überraschung. Man will ja seine RTX Karten bei nvidia verkaufen.. Dass es anders geht, sieht man dann wenn man Lumen vergleicht wo nicht auf nvidia optimiert wird..
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