Epic Games kauft Quixel und bohrt Unreal Engine auf
Der Entwickler Epic Games hat das schwedische Unternehmen Quixel aufgekauft. Die Photogrammetrie-Bibliothek wird allen Nutzern der Unreal Engine zugänglich gemacht. Mit den hochauflösenden Scans werden zahlreiche Filme und Spiele ausgestattet.
Um Spiele und Filme wie zum Beispiel der Neuverfilmung The Jungle Book möglichst realistisch werden zu lassen, wird oftmals auf die Datenbank an eingescannten realen Oberflächen zugegriffen. Diese hochauflösenden Fotokopien nennen sich Photogrammetrie und können von Assets und Texturen genutzt werden. Die nach eigenen Aussagen größte Datenbank an gescannten Oberflächen hat das schwedische Unternehmen Quixel. Die Firma wurde nun vom Entwickler Epic Games aufgekauft.
Megascans kostenfrei nutzbar
Mit dem Besitzerwechsel geht auch ein neues Finanzierungsmodell einher. Bislang mussten Nutzer ein kostenpflichtiges Abo abschließen, um Zugang zur Bibliothek zu bekommen. Ab sofort ist es allen Entwickler, die die Unreal Engine einsetzen, möglich kostenfrei auf die Megascans zuzugreifen. Im Unreal Engine Marketplace lassen sich aktuell zehn Pakete ohne Kosten herunterladen. Weitere Pakete mit hochauflösenden Scans sollen folgen. Ab nächstem Jahr sollen die Entwicklerwerkzeuge Bridge und Mixer kostenfrei nutzbar sein. Die Zielsetzung sei, dass man möglichst alle Oberflächen dieser Erde hochauflösend einscannt, damit Grafiker und Entwickler diese in Texturen verwenden können.
Ebenfalls lesenswert: Unreal Engine 4: Kurzfilm Rebirth zeigt, was Photogrammetrie kann
Fakten zum Quixel-Kauf:
- Epic Games hat das schwedische Unternehmen Quixel aufgekauft. Nun gehören die Programme Bridge und Mixer zum Konzern und können ab 2020 kostenfrei von Jedermann genutzt werden.
- Zudem kann jeder Unreal-Engine-Nutzer auf die hochauflösenden Scans der Oberflächen kostenfrei zugreifen.
- Diese Megascans kommen bereits in etlichen Spielen und Filmen wie zum Beispiel in The Jungle Book zum Einsatz.

Werden die Spiele über den Epic Games Shop verteiben, dann entfallen die 5% Umsatzbeteiligung.
@OField, sry, jetzt erst wieder reingeschaut.
Werden die Spiele über den Epic Games Shop verteiben, dann entfallen die 5% Umsatzbeteiligung.
Photogrammetrie sind ja nicht nur Texturen, sondern vorallem Polygonmodelle, die man direkt aus den 3D Scans automatisiert erstellt. Selbst an einem realistischen Mülleimer mit paar Dellen modelliert ein Designer Stunden, wenn er es von Hand macht. In Zukunft wird diese Technik gerade in Bezug auf die stark gestiegene CPU Leistung zukünftiger Konsolen quasi ein Standardwerkzeug, weil die Polygonmassen problemlos gestemmt werden können.
Jetzt fehlt nur noch eine Motion Capture Middleware zur theoretisch foto-und filmrealistischen Engine. Die Beleuchtung bekommt man mit Raytracing wirklichkeitsgetreu hin. Und PhysX hat man schon vor Ewigkeiten von Nvidia bekommen.
Die Frage ist nur ob andere Engines jetzt überhaupt noch Quixel lizenzieren dürfen oder ob das jetzt der UE vorbehalten bleibt.
Beim Scannen werden die Lichtverhältnisse festgehalten und nachträglich wird alles per software neutralisiert.
Schatten und Highlights werden entfernt. Man kann die Modelle also selbst so beleuchten wie man möchte, da passt immer alles zusammen, wäre ja auch blöd wenn nicht.
Quixel ist wirklich ein top Unternehmen. Bridge funktioniert klasse und freue mich schon extrem auf Mixer 2020.