Unity Engine bekommt Unterstützung für Vulkan und Googles Daydream VR
Die bekannte Spiel-Engine Unity, welche besonders im Indie-Bereich sehr beliebt ist und eine sehr große Community aufweisen kann, erhält mit der jetzt verfügbaren Beta-Version des Editors Support für die quelloffene Grafikschnittstelle Vulkan, sowie für Google Daydream VR. Unity Technologies nennt einen einen Leistungsschub von bis zu 60 Prozent.
Nicht nur, aber besonders bei kleineren Entwicklerstudios, erfreut sich die Unity Engine größter Beliebtheit. Die auch für Windows verfügbare, ursprünglich aber für Apples Mac OS entwickelte Spiel-Engine gehört zu den erfolgreichsten Vertretern ihrer Art und ist mittlerweile selbst für Linux erhältlich. In der aktuellen Beta kommt jetzt neben einigen Verbesserungen auch die Unterstützung für Google Daydream VR und die Grafikschnittstelle Vulkan der Khronos Group hinzu. Letztere soll für eine deutliche Verbesserung der Performance in Anwendungen sorgen, welche mit der Unity Engine erstellt wurden.
Scheinbar können Entwickler mit einer Verbesserung von bis zu 60 Prozent rechnen. Das gibt zumindest das Unternehmen Unity Technologies an. Mit Hilfe der Engine ist es dann auch nicht nötig, sich selbst bis ins Detail mit der Vulkan API auseinanderzusetzen. Der große Vorteil von Vulkan im Gegensatz zu Microsofts DirectX ist die plattformübergreifende Unterstützung für Anwendungen. Die Verbreitung hält sich bisher aber noch in Grenzen, was zum Teil an der relativ kurzen Verfügbarkeit, aber auch an der fehlenden Öffentlichkeitsarbeit liegt.
Im Gegensatz zur Khronos Group sorgt Microsoft hier für mehr Aufmerksamkeit und bietet deutlich umfangreichere Leitfäden und weitere Hilfestellung an, um die Nutzung von DirectX für Entwickler einfacher und lukrativer zu machen. Eventuell bekommt die Schnittstelle durch die Implementierung in die Unity Engine mehr Relevanz auf dem Markt und erfährt damit mehr Verbreitung und mehr Unterstützung. Durch die Quelloffenheit steht es im Prinzip jedem frei, sich an dem Projekt zu beteiligen. Des weiteren bietet die Vulkan API Unterstützung für weit mehr Grafikkarten als das momentan aktuelle DirectX 12.
Für Vulkan wird eine Grafikkarte von AMD mit einem Prozessor ab GCN 1 (Cape-Verde, Pitcairn, Tahiti) vorausgesetzt. Bei Nvidia muss es ein Chip vom Typ Kepler, Maxwell oder Pascal sein. Vulkan arbeitet sehr viel hardwarenäher als OpenGL, wodurch mehr Rechenleistung möglich wird. Die Beta 5.6 der Unity Engine bietet die Unterstützung vorerst für Windows, Linux und Android. Weitere Plattformen sollen folgen, unter anderem auch Samsungs Tizen OS. Auf der offiziellen Seite zur Beta ist der Editor für Windows und Mac verfügbar, Linux-Nutzer werden, wie gehabt, im Forum fündig.
Quelle: The Tech ReportMehr zur Unity Engine erfahren Sie auf der Themenseite.

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