45 Jahre Ultima: Die legendäre Rollenspiel-Reihe von Richard Garriott
Im Juni 1981 erschien mit Ultima 1 das erste Rollenspiel der heute legendären Ultima-Reihe. Wir erinnern uns zurück an eine Reihe, die den "Lord British" so berühmt machte, dass er nach seiner Zeit bei Origin nicht wieder an alte Glanztaten anknüpfen konnte.
Hinweis: Heute vor 45 Jahren erschien Ultimate 1 - PCGH erinnert sich an den legendären ersten Teil.
Wer in den 1980er- und 1990er-Jahren am PC spielte und sich für Rollenspiele interessierte, kam nicht an der Ultima-Serie vorbei. Kaum vorstellbar, dass das erste Spiel bereits vor über 40 Jahren auf den Markt kam - PCGH erinnert sich.
Ultima: Die Hauptreihe
Mit Ultima I: The First Age of Darkness begann im Juni 1981 eine lange Reihe an unterschiedlichen und offiziellen Ultima-Spielen, die bis 2012 reichte - also über 30 Jahre lang. Als Chefentwickler und Gesicht der Reihe gilt Richard Garriott bzw. Lord British, der 1979 mehr oder weniger zum Spaß das erste Computer-Rollenspiel überhaupt, Akalabeth: The World of Doom, veröffentlichte. Mit dem Geld konnte er das erste Ultima-Spiel zusammen mit einem Freund programmieren, das zuerst für den Apple II erschien und von Sierra Online vertrieben wurde. 1982 folgte Ultima II - The Revenge of the Enchantress und parallel zu Ultima III - Exodus (1983) gründete Garriott Origin Systems, eine heute legendäre Spieleschmiede.
Die Hauptserie von Ultima gliedert sich in drei Trilogien: Unter Age of Darkness werden die ersten drei Titel einsortiert (1981, 1982, 1983), Age of Enlightenment bildet das Mittelstück (1985, 1988, 1990) und The Age of Armageddon den letzten Teil (1992, 1993, 1994, 1999); auch bekannt als The Guardian Saga, die vier Spiele umfasst, da Ultima VII zwei Teile beinhaltet. Ultima I X - Ascension bleibt wegen seines Hardwarehungers vor allem unter Direct 3D legendär, außerdem waren damals sehr viele Patches nötig. Als Hauptcharakter fungiert zuerst The Stranger - bis zum Ende von Teil 4, als der "Avatar" geboren wird. Die Ultima-Rollenspiele gelten als richtungsweisend und Klassiker der Rollenspielgeschichte, so prägten die drei Trilogien viele heute bekannte RPG-Mechaniken. Bedeutsam ist auch, dass ab Ultima IV moralische Elemente wie ein Karma-System dazukommen.
Ultima: Spin-offs
Als Spin-off-Serien gelten Worlds of Ultima (zwei Spiele) und Ultima Underworld (1992 und 1993), das von Blue Sky bzw. Looking Glass als das First-Person-Rollenspiel entwickelt wird. Inoffiziell gab es mit Underworld Ascendant im Jahr 2018 sogar Teil 3 von Underworld, aber das Spiel kam bei den Fans nicht gut an. An offiziellen Ultima-Spielen fehlen noch das MMORPG Ultima Online von 1997, das Browserspiel Lord of Ultima von 2010 und das Mobile-Spiel Ultima Forever von 2012. Das war es dann mit offiziellen Spielen, zwischenzeitlich wurden noch zwei große Projekte im Ultima-Universum eingestellt, darunter Ultima Worlds Online: Origin (2001 eingestellt) und Ultima X: Odyseey (2003 ohne Beteiligung von Richard Garriott angekündigt, im Juni 2004 dann eingestellt).
Richard Garriot aka Lord British
Garriotts Rolle bei den Ultima-Spielen ist eine Erwähnung wert. 1992 und damit um den Release von Ultima VII: Teil 1 verkaufte er Origin Systems für 30 Mio. US-Dollar an EA. Das sollte er später bereuen, denn EA pochte darauf, neue Ultima-Spiele in schneller Folge zu veröffentlichen, und Ende der 1990er-Jahre wurden dann Online-Projekte wie Privateer Online und Harry Potter Online eingestellt. Garriott verließ die Firma und gründete ein neues Unternehmen, das zusammen mit NC Soft Tabula Rasa auf den Markt brachte - allerdings mit geringem Erfolg. 2008 flog er nicht nur als privater Astronaut für 30 Millionen Dollar zur Internationalen Raumstation und wandelte damit auf den Spuren seines Vaters, sondern er gründete auch 2009 das Entwicklerstudio Portalarium.
Bildergalerie
Mit Shroud of the Avatar: Forsaken Virtues sollte der Ultima-Geist wiederbelebt werden, per Crowdfunding sammelte Garriott über drei Millionen US-Dollar ein. Doch ein Erfolg wurde das Spiel nicht. Der versprochene Singleplayer war kein echter, die Veröffentlichung 2018 wurde von Fans eher als "lauwarm" bezeichnet. Auch der Schritt zum Free2Play-Spiel und dubiose Geldsammel-Aktionen wie der Verkauf von Garriotts Blut auf Ebay halfen nicht, auch wenn Teile der Erlöse gespendet wurden. Letztlich verkaufte Garriott die Spiele-Assets weiter und der Titel wird auf Steam heute noch von Catnip Games weiterentwickelt - aktuell mit Patch Nummer 150 (!). Im April 2022 kam Garriott erneut in die Schlagzeilen, als er ein neues Entwicklerstudio sowie ein neues MMO ohne Pay-to-Win, aber mit NFTs ankündigte. Bei der Ankündigung blieb es aber. Im August 2024 glaubte er noch, dass er "bald" an Ultima Online kommen würde.
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Lag aber auch viel an der community und der Art, wie das Spiel gespielt wurde
Lag aber auch viel an der community und der Art, wie das Spiel gespielt wurde
Grüße
phila
Ziemlich krüselige Grafik damals. War aber teils sehr kompliziert die Spiele und tiefgründig. War aber nie besonders der Fan auch wenn es keine schlechten Spiele waren. Da kam Doom schon besser an damals. Auch musste man Englisch sprechen können , dabei lernten wir das noch in der Schule.
Alles im allem aber schöne Erinnerungen.