The Division 2: Benchmarks
The Division 2: Grafikkarten-Benchmarks - Einstellungen
The Division 2 ist, passend zur grafischen Güte, ein recht anspruchsvolles Spiel. Dabei wurde schon die Darstellung des volumetrischen Nebels um die über das Ultra-Setting hinausgehende Einstellung "Cinematisch" im Optionsmenü der Beta erleichtert. Dieses Setting allein war für einen massiven Performance-Abfall verantwortlich, ohne die optische Darstellung deutlich sichtbar zu verbessern, daher ist das "Wegrationalisieren" seitens der Entwickler nicht allzu verwunderlich. Dennoch ist der Loot-Shooter relativ anspruchsvoll, auch wenn das von uns für die Benchmarks genutzte Ultra-Setting noch nicht der maximierten Grafik entspricht. Beim Ultra-Preset sind unter anderem Reflexionen, Schatten und Objektsichtweite sind leicht reduziert. Wir nutzen neben dem Ultra-Preset außerdem die DirectX-12-Schnittstelle und lassen die "Latzenzreduktion" zugunsten einer besseren Eingabe-Latenz und theoretisch auf Kosten der (CPU-)Performance aktiviert.
Wie immer verwenden wir für die Grafikkarten-Benchmarks die zum Testzeitpunkt aktuellen Treiber von AMD und Nvidia, in diesem Fall die Radeon Software Adrenalin 19.3.2 und den Geforce 419.35 WHQL. Beide Treiber werden mit Unterstützung für The Division 2 beworben, der Vergleich ist ergo fair.
Unsere Benchmarkszene finden Sie im Federal District, wenn Sie die Hauptmission im Jefferson Trade Center starten. Wir kämpfen uns in den überfluteten Innenbereich vor, dort fertigen wir unsere Messungen. Die Szene ist grafisch sehr anspruchsvoll und ausgesprochen gut reproduzierbar, die CPU wird in Außenbereichen indes stärker belastet. Ein Benchmark-Video liefern wir nach.
Quelle: PC Games Hardware
The Division 2: Grafikkarten-Benchmarks - Ergebnisse
Unsere Benchmarkszene findet sich in der Mission im Jefferson Trade Center, welche nach der Beendigung der ersten Hauptmission freigeschaltet wird. Unsere Messungen führen wir in den überfluteten Gängen des Gebäudes durch, denn hier haben die wechselnden Wettereinflüsse und der Tag-Nacht-Zyklus keine die Messungen beeinflussenden Auswirkungen. Anders sieht das in Außengebieten aus, wo je nach Wetter- und Lichtsituation eine leicht unterschiedliche Last anfallen kann - ein unerwünschter Faktor bei reproduzierbaren Benchmarks, den wir vermeiden. Die Grafiklast in dem von uns gewählten Szenario fällt sehr hoch aus, höher als in vielen Außenarealen. Auf der anderen Seite wird der Prozessor etwas weniger stark belastet als draußen, womit selbst die schnellsten GPUs in Full HD ihre Leistung voll entfalten und dem übertakteten Intel Core i7-8700K Bildraten von knapp 200 Fps entlocken können. In den Außenarealen sind mit dem übertakteten Intel-Sechskerner etwas niedrigere Werte um 150 Fps realistisch. Angesichts der Pracht und weitgehend offenen Welt wirkt diese Bildrate durchaus beeindruckend.
Um Prozessoren soll es hier jedoch nicht gehen - Vorhang auf für die Grafikkarten-Benchmarks! 24 Modelle der Jahrgänge 2013 bis 2019, mit 3 bis 24 GiByte Speicher, haben The Division 2 in vier Auflösungen absolviert. Die Ergebnisse:
The Division 2 (FINAL) – GPU-Benchmarks
Wählen Sie die Auflösung im Drop-Down-Menü aus / Choose resolution in the drop-down menu!
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Die Ergebnisse der Grafikkarten sind nicht außergewöhnlich, die meisten Modelle landen dort, wo man sie anhand anderer Spiele erwarten würde. Auffällig ist lediglich die relativ schwache Performance der Pascal-GPUs. Die GTX 1080 schlägt sich zu großen Teilen mit der RTX 2060 und nicht wie üblich mit der RTX 2070 herum und die GTX 1080 Ti erreicht die sonst so nahe RTX 2080 nicht. Die Vega-Chips performen gut, allerdings nicht außergewöhnlich.
Wer mit 60 Fps spielen möchte, benötigt für Full HD mindestens eine Geforce GTX 1660 oder Radeon RX 590. In dieser Auflösung sind sogar dreistellige Bildraten möglich, sofern der Prozessor Schritt halten kann; dafür benötigen Sie mindestens eine Radeon VII oder Geforce RTX 2080 mit werkseitiger Übertaktung. In WQHD wird The Division 2 wesentlich anspruchsvoller, hier weren für 60+ Fps schon eine Radeon RX Vega 64 OC, Geforce GTX 1080 OC oder RTX 2060 OC fällig. Wer dieses Fps-Niveau in der Pixelkönigsklasse Ultra HD sehen möchte, benötigt die schnellsten Grafikkarten am Markt oder reduziert einige GPU-lastige Details.
Einfluss des Grafikspeichers
The Division 2 protzt wie kein anderes Spiel mit seiner Texturvielfalt und deren Qualität. Damit geht automatisch ein Grundbedarf einher, welcher (bei maximalen Details) einige Grafikkarten überfordert. Mit dem für die obigen Benchmarks genutzten Ultra-Preset bekommen 4-GiByte-Grafikkarten Probleme, egal in welcher Bildschirmauflösung. Interessant ist dabei der Vergleich der Geforce GTX 970 mit der GTX 980. Wir erinnern uns: Die GTX 980 nutzt einen voll aktiven Maxwell GM204 mit 256-Bit-Speicherschnittstelle und 4 GiByte GDDR5-Speicher. Bei der GTX 970 nahm Nvidia aus Kostengründen hingegen einen bisher einzigartigen Beschnitt vor. Zwar bleibt die Gesamtkapazität von 4 GiByte auf dem Papier erhalten, die "hinteren" 512 MiByte werden jedoch halbherzig angebunden. Adressiert eine Anwendung diesen Speicherbereich, ist das zwar problemlos möglich, die Grafikkarte verhält sich jedoch anders als die GTX 980 und andere 4-GiByte-Modelle. Nvidia hat den Level-2-Cache des hintersten Speicher-Controllers stillgelegt, sodass die Kommunikation über den Controller daneben stattfinden muss. Dieser muss folglich doppelt so viele Anfragen stemmen wie seine Kollegen, was katastrophale Auswirkungen auf die Frametimes und Grundperformance hat. Bereits The Division 1 war in der Lage, eine GTX 970 zu überfordern. Weitere Informationen zum Thema erhalten Sie im Artikel Geforce GTX 970 in The Division: Performance-Probleme aufgeklärt.
Interessant ist, dass The Division 2 bis inklusive Ultrawide-QHD mit 6 GiByte Speicher auskommt. Erst in Ultra HD brechen 6G-Grafikkarten wie die Geforce GTX 1660 und RTX 2060 ein, sodass 8G-Modelle wie die Radeon RX 590 oder Vega 56 Boden gutmachen. Wer im Spiel wirklich alle Optionen auf das Maximum stellt, benötigt noch etwas mehr Grafikspeicher. Dann sollten es für WQHD+ bereits 8 GiByte sein, während wir für Ultra HD mindestens 11 GiByte empfehlen, um von sporadischem Stocken und/oder Texturbrei gefeit zu sein.
The Division 2: Ein Beispiel für Texturbrei aufgrund unzureichenden Grafikspeichers. Dies tritt vorwiegend auf Modellen mit weniger als 6 GiByte auf. Mit maximalen Einstellungen in Ultra HD sind 11 GiByte anzuraten.
Quelle: PC Games Hardware
Die Grafikkarten-Messmethodik der PCGH
Basierend auf Leser-Feedback verwendet PC Games Hardware für Spiele-Benchmarks seit einigen Jahren keine Referenz-Grafikkarten mit Standard-Taktraten mehr. An ihre Stelle treten Herstellerdesigns samt werkseitiger Übertaktung, wie sie von einem Großteil unserer Community verwendet werden. Hierbei handelt es sich um typische Modelle, wenngleich "typisch" gar nicht so einfach zu definieren ist. Die Auswahl richtet sich nicht nur daran, welche Grafikkarten noch im PCGH-Testlabor anwesend sind, sondern auch, ob sie repräsentativ für das jeweilige Modell sind: Wir nutzen nach Möglichkeit weder unübertaktete, sich wegen Überhitzung drosselnde oder enorm schnelle Herstellerdesigns, sondern "Vernunftversionen", wie wir sie auch in den PCGH-Grafikkartentests meistens empfehlen.
Beachten Sie bitte, dass wir nicht sämtliche Modelle am Markt testen können, sondern uns auf eine Auswahl beschränken müssen. Auch behalten wir uns vor, einzelne hier herangezogene Herstellerkarten in anderen Tests auszutauschen, beispielsweise dann, wenn sie das Testlabor verlassen müssen. Jede Grafikkarte wird vor den Benchmark-Durchläufen einer Aufheizperiode unterzogen, während derer sich der Kerntakt (Boost) auf ein bestimmtes, von Modell zu Modell unterschiedliches Niveau absenkt. Auf diese Weise vermeiden wir unrealistisch hohe Werte: Eine gerade aus dem Regal genommene Grafikkarte, noch kalt vom Nichtstun, boostet höher als im normalen Betrieb nach einiger Zeit unter Last. Die durchschnittliche, automatisch gesetzte GPU-Taktfrequenz beim Test der jeweiligen Karten finden Sie in den Benchmarks. Die tatsächliche Frequenz ist wichtig und kann angesichts der großen möglichen Unterschiede nicht einfach unter den Tisch fallen, denn "GTX 1080 Ti" ist nicht "GTX 1080 Ti", um nur ein Beispiel zu nennen - je nach Herstellerdesign können zehn Prozent Differenz dazwischen liegen. Hinterfragen Sie daher Messwerte im Internet, die ohne jegliche Taktangabe veröffentlicht werden. Dem gegenüber stehen wenige Grafikkarten, von denen keine übertakteten Versionen existieren. Die prominenteste ist AMDs Radeon R9 Fury X, welche wir als Referenzdesign testen - gäbe es OC-Versionen, würde eine solche in den Benchmarks mitmischen. Derzeit teilt die Radeon VII ihr Schicksal, allerdings geht man hier davon aus, dass Hersteller-/OC-Versionen nur eine Frage der Zeit sind.
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Hast Du zufällig aufgerüstet auf 16 GB? Und kannst mir sagen, ob das was gebracht hat?
ich habe mehr als einen Rechner und habe mich einfach an eine andere Kiste gesetzt.
Aber ja, dieses Problem hatte ich nur an einem von drei Rechnern und das war der einzige mit nur 8 GB RAM. Die Fps waren mit ~60 ganz ok, aber dieses minimale Gestotter nervte halt. An der CPU (i5-8400) oder den 8GB VRAM der GPU wird es kaum gelegen haben.
Hast Du zufällig aufgerüstet auf 16 GB? Und kannst mir sagen, ob das was gebracht hat?
Frage ist dann auch ob im Gehäuse gestestet wird, wo es schneller thermische Limits geben kann. GGf. waren die Karten bei TT nicht aufgeheizt?