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  • Geforce GTX 970 in The Division: Performance-Probleme aufgeklärt

    Ubisofts The Division demonstriert dieser Tage, dass großartige Grafik immer einen Tribut fordert. Nvidias Kassenschlager Geforce GTX 970 hat mit Performance-Problemen im Third-Person-Shooter zu kämpfen, welche über gewöhnliches Ruckeln hinausgehen - die Leistung bricht teilweise katastrophal ein. Was dahintersteckt und wie man das Problem umgeht, klären wir in diesem Artikel.

    In unregelmäßigen Abständen setzen neue Spiele die technische Messlatte nach oben. Am 8. März war es wieder soweit: Ubisofts Online-Shooter The Division ist erschienen und verzückt seitdem Millionen von Spielern. Darüber, dass der Titel bei höchster Detailstufe fantastisch aussieht, ist sich die Spielerschaft weitgehend einig. Doch nicht jeder PC-Zocker verfügt über die nötige Hardware, um die ganze Pracht zu sehen - nicht einmal Käufer einer 300-Euro-Grafikkarte sind vor Rucklern gefeit. Nvidias Geforce GTX 970 trifft es besonders hart: In The Division kann die kontroverse Segmentierung des Grafikspeichers verheerende Auswirkungen auf die Bildrate haben - aber nicht immer. PC Games Hardware hat sich die Sache genauer angesehen.

    Geforce GTX 970: 4 GiByte nur auf dem Papier

          

    Wir erinnern uns: Die Geforce GTX 970 wurde bei ihrem Debüt im Herbst 2014 für ihr hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis gefeiert und verkauft sich seitdem wie geschnitten Brot - das ist unisono aus diversen Quellen zu hören. Es scheint, als könnte nichts die Verbreitung dieser Grafikkarte aufhalten. Nicht einmal der nachträglich aufgedeckte Skandal um die beschnittene Speicheranbindung änderte daran etwas. Doch die glänzende Rüstung der Geforce GTX 970 bekam erste Dellen. In letzter Zeit, mit dem Erscheinen neuer, speicherhungriger Spiele, wurde aus dem potenziellen Ärgernis ein reales Problem. Die Performance in The Division darf als bisheriger Höhepunkt angesehen werden.

    Wer unsere ausführlichen Benchmarks von The Division aufmerksam studiert hat, wird die durchwachsene Performance der Geforce GTX 970 gesehen haben: In Full HD sieht die Welt noch in Ordnung aus, die beliebte Grafikkarte kann mit vergleichbaren Modellen mithalten. Beim Wechsel auf die immer populärere WQHD-Auflösung bricht die Leistung jedoch dramatisch ein und erholt sich natürlich auch beim Wechsel auf noch größere Pixelmengen nicht. Diagnose: Speichermangel, das langsame Segment bremst das Geschehen aus. Mittlerweile wissen wir, dass diese Schlussfolgerung zwar nicht falsch ist, doch sie entspricht nur der halben Wahrheit. Die ganze Geschichte erfahren Sie im folgenden Video:

    05:35
    Geforce GTX 970 vs. The Division: Performance-Probleme aufgeklärt, Tuning-Tipps im Video
    Spielecover zu The Division
    The Division

    Geforce GTX 970: Status quo und Ausblick

          

    Die besondere Konfektion der Geforce GTX 970 erfordert es also tatsächlich, sie nicht wie eine "echte" 4-GiByte-Grafikkarte zu behandeln. Der einzigartige Aufbau des Speicher-Subsystems führt im Falle Division sogar dazu, dass sich die GTX 970 nicht einmal wie eine 3-GiByte-Karte verhält: Weder die Radeon R9 280(X) noch die Geforce GTX 780 (Ti), allesamt mit voll angebundenen 3 GiByte bestückt, zeigen einen derart großen Performance-Abfall, die 4-GiByte-Modelle Geforce GTX 980 und Radeon R9 Fury (X) ebenfalls nicht.

    Wir haben Nvidia Deutschland von unserer Beobachtung in Kenntnis gesetzt und warten auf Rückmeldung. Der beste Tuning-Tipp für die zahlreichen GTX-970-Nutzer lautet heute und in Zukunft: Wenn die Performance zu wünschen übrig lässt, reduzieren Sie zuerst die Texturdetails, um Speicherplatz zu schaffen. Starten Sie ein ruckelndes Spiel neu, sollte die Bildrate plötzlich auf ein kurios niedriges Niveau fallen. Es ist nämlich nicht auszuschließen, dass speicherhungrige Spiele wie The Division erst nach einiger Zeit, wenn immer neue Daten nachgeladen werden, doch noch die kritische Speicherschwelle der Geforce GTX 970 erreichen. Kommende Spiele werden das Problem immer häufiger zutage fördern und nicht immer wird es so einfach sein, es zu beheben. PC Games Hardware wird selbstverständlich weiterhin genau hinsehen und Sie über die Entwicklung informieren.

    Doch zurück zu The Division. Die Benchmarkwerte der werkseitig übertakteten Geforce GTX 970 sehen nach Anwendung des Kniffs (Neustart der Anwendung) nicht mehr so dramatisch aus wie anfangs skizziert. So steigt die Bildrate in WQHD/1440p von 24,8 (Min: 23) auf 33,4 (Min: 30), ein Plus von beeindruckenden 35 Prozent im Durchschnitt. In höheren Auflösungen wie Ultra HD ist der Speicher dann tatsächlich gefüllt, die Leistung ändert sich nicht. AMDs Radeon R9 390 begegnet egal welcher Speicherlast dank ihrer 8 GiByte souverän und ist ab WQHD schneller als die spezialbehandelte GTX 970 - und ist deswegen seit Monaten unsere Empfehlung für PC-Spieler mit gehobenen Ansprüchen und alle, die ihre Grafikkarte länger als ein paar Monate nutzen möchten.

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Geforce GTX 970
Geforce GTX 970 in The Division: Performance-Probleme aufgeklärt
Ubisofts The Division demonstriert dieser Tage, dass großartige Grafik immer einen Tribut fordert. Nvidias Kassenschlager Geforce GTX 970 hat mit Performance-Problemen im Third-Person-Shooter zu kämpfen, welche über gewöhnliches Ruckeln hinausgehen - die Leistung bricht teilweise katastrophal ein. Was dahintersteckt und wie man das Problem umgeht, klären wir in diesem Artikel.
http://www.pcgameshardware.de/Geforce-GTX-970-Grafikkarte-259503/Tests/GTX-970-Division-Benchmark-1188697/
09.03.2016
http://www.pcgameshardware.de/screenshots/medium/2014/09/GeFoce_GTX_970-3qtr-pcgh_b2teaser_169.jpg
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