Titan V im Nachtest: Kühlung, Verbrauch & Energie-Effizienz
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Bei der Titan V handelt es sich um die letzte ihrer Art. Mit Turing (Geforce RTX 2000) wechselte Nvidia vom Direct Heat Exhaust (DHE) auf ein Axaillüfter-Design. Äußerlich entspricht die Titan V einer Titan X (Pascal) mit goldfarbenem Chassis - es handelt sich jedoch trotz des hohen Preises nicht um Blattgold. Unter der Haube befindet sich, wie bei allen früheren Nvidia-Grafikkarten, die mit mehr als 150 Watt Leistungsaufnahme arbeiteten, eine Vapor-Chamber. Diese kontaktiert einen klassischen Lamellenkörper und wird mithilfe eines Radiallüfters am Heck gekühlt.
Quelle: PCGH
Nvidia Titan V im Nachtest: Ein Radiallüfter - bis Turing Standard bei Nvidia-Grafikkarten.
Auch die Platine wartet mit interessanten Details auf. Da wäre einerseits das gigantische GV100-Package, welches beinahe die ganze Mitte der Platine beansprucht und - Überraschung - vier HBM-Stapel zur Schau stellt. Davon werden auf der Titan V jedoch nur drei mit Strom versorgt, der Rest dient der physischen Stabilität und besseren Wärmeabfuhr. Die große Siliziumfläche bietet reichlich Angriffsfläche für die Verdampfungskammer, während eine dicke Metallplatte die Hitze der Spannungswandlerphalanx (acht gedoppelte Phasen) aufnimmt.
Kühlung und Leistungsaufnahme
Obwohl die Titan V hochwertig verarbeitet und relativ schwer ist, verhindert der Kühler die Entfaltung der Hardware - die originale Titan lässt herzlich grüßen. Unser Muster vom Gebrauchtmarkt verhält sich genauso wie das anno 2017 brandneue Exemplar: Das in der Firmware hinterlegte Temperaturlimit von 83 °C wird nach kurzer Zeit unter Last erreicht. Zwar versucht der Lüfter sein Bestes, die GPU wird jedoch dauerhaft zum Drosseln gezwungen, sodass der anfängliche Boost von knapp 1,8 GHz auf 1,56 GHz (Mittelwert aller Benchmarks) fällt. Selbst mit maximaler Lüfterdrehzahl limitiert der Kühler die Entfaltung der GPU. Wird das Powerlimit auf die maximal möglichen 300 Watt gesetzt (+20 Prozent), ist Undervolting Pflicht.
Energieeffizienz
Leistung ist Arbeit pro Zeit, das wissen wir spätestens seit dem Physik-Unterricht. Da wir nun sowohl die Bildraten (Fps) als auch den Verbrauch (Watt) durchgekaut haben, können wir diese ins Verhältnis setzen, um die Energieeffizienz zu berechnen. Dafür haben wir einen Benchmark für Sie erstellt, welcher den Leistungsindex mit der Leistungsaufnahme verrechnet. Da sich beide Metriken als Durchschnittswerte über zahlreiche Messungen verstehen, ist die Betrachtung ausreichend präzise. Sehen wir uns an, wie die Titan V im Vergleich abschneidet:
Zur Erinnerung: Bei "12FFN" handelt es sich um eine angepasste 16-nm-Fertigung, ergo nur leicht optimierten Schaltungen gegenüber Pascal, im Chart als Geforce GTX 1080 Ti zu sehen. Dennoch weist die Titan V ein deutliches Effizienzplus auf, Volta erreicht bei gleicher Leistungsaufnahme deutlich mehr Leistung als Pascal. Es klingt paradox, an dieser Stelle ist der schwache Kühler vorteilhaft, denn das Temperaturlimit forciert niedrige Spannungen, sodass die Titan V durchschnittlich nur 215 Watt aufnimmt. Die manuelle Übertaktung verursacht 50 Watt mehr Verbrauch und senkt die Effizienz um fünf Prozent - besser ginge es nur mit einer (wasserge)kühl(t)en GPU. Auf der nächsten Seite ziehen wir ein Fazit.

Edit: lief durch, aber 88.1% Stabilität ist jetzt nicht der Knaller. Muss ich mir morgen noch genauer ansehen. Gute Nacht erstmal
Hier übrigens der Film zum Buch.
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MfG
Raff
Heute siehts so aus:
- Mittlerweile sind ~20-30% Leistungszuwachs beim Generationswechsel die Norm (wie bei CPUs schon lange)
- Mittlerweile ein FPS-Paygap von gut ~350% zwischen ner 5060 und ner 5090
- Selbst die 60Ti sowie 9060XT schlagen in 2025 gerade so eben eine fünf Jahre olle 3070
FRAGE: In welchem Jahrhundert wird die 60er Klasse die 5090 einholen? Die 4090? 5080? 4080? Wann kommt der Mainstream samt Steam also in den Premium-Gamer-Hochgenuss, Borderlesslands in Extreme-Settings 4K nativ spielen zu können? Wenn Borderlands 8 raus ist? 9? 9000? Wetten werden akzeptiert. Und Schummeln gilt nich'!
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