Unreal Engine 5.6: Vorschau-Version zeigt Vorteile für Spiele wie The Witcher 4
Kurz vor dem Unreal Fest stellt Epic Games eine Vorschau auf die Unreal Engine 5.6 bereit - The Witcher 4 lässt grüßen.
Die enge Zusammenarbeit zwischen CD Projekt Red und Epic Games bei The Witcher 4 ist alles andere als ein Geheimnis. Schon letztes Jahr zeigte man einige Details der Koop, um die verwendete Unreal Engine 5 auf die speziellen Anforderungen eines Open-World-Spiels anzupassen. Immerhin schickt CDPR dafür die eigene RED-Engine in Rente.
Vorschau auf die Unreal Engine 5.6
Kurz vor dem Unreal Fest in Orlando, das in der ersten Juniwoche stattfindet, gibt es nun eine Entwickler-Preview auf die Unreal Engine 5.6. Wie Epic schreibt, gibt es am 3. Juni noch mehr Details zur aktuellen Engine-Version. Im Fokus der UE 5.6 stehen unter anderem "riesige, naturgetreue offene Welten mit maximaler Leistung und konsistenten 60-Hz-Bildraten". Das neue Update sei das bisher "größte und leistungsstärkste" für das Erstellen von Animationen.
Besondere Bedeutung kommt auch Epics hauseigenem MetaHuman Creator zu, der nun auch direkt in der Engine zur Verfügung steht. Versprochen wird "Blending und Sculpting von MetaHuman-Körpern sowie verbesserte visuelle Wiedergabetreue und neue Echtzeit-Workflows für MetaHuman Animator". Spannend für Entwickler ist auch die Aussage, dass große und realitätsnahe Spielwelten "schneller als je zuvor mit leistungsstarken prozeduralen Arbeitsabläufen" erstellbar sind. Da werden einige Fans direkt an The Witcher 4 denken.
Der Blick auf die Roadmap der Unreal Engine zeigt weitere Felder für Verbesserungen und Details in der UE 5.6. Mit Lumen Hardware Raytracing soll eine höhere Leistung auf aktueller Hardware erreicht werden. Low-Level-Optimierungen sollen letztlich "wertvolle CPU-Ressourcen" freisetzen und eine konsistentere 60-Fps-Framerate sicherstellen. Virtuelle Shadow Maps sollen die Schattenleistung und die Speichernutzung durch optimiertes Weglassen von nicht sichtbaren Elementen verbessern.
Man darf gespannt sein, inwiefern CD Projekt Red bzw. The Witcher 4 ein Thema beim kommenden Unreal Fest ist. Letztes Jahr gab es eine große Präsentation mit dem Titel "Wie kleine offene Türen zu besserer CPU-Auslastung und größeren Spielen führen können". Der Fokus bei der Zusammenarbeit zwischen CDPR und Epic liegt unter anderem auf der Verbesserung der Streaming-Prozesse, um eine bessere Leistung zu erzielen, insbesondere in komplexen Szenen mit vielen statischen und dynamischen Objekten. So habe man bei Cyberpunk 2077 gelernt, dass für 95 Prozent der Fälle allgemeine Regeln fürs Streaming gut funktionieren, man aber für die restlichen 5 Prozent eine fein abgestufte Kontrolle haben muss. Ein weiteres System namens Turbo Streaming bietet CDPR mehr Kontrolle über den Streaming-Prozess in der Engine, insbesondere in Bezug auf das Laden und Entladen von Objekten während des Spiels.
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