The Witcher 4: Ein Skandal, der keiner ist
Wie CD Projekt Red jetzt noch einmal bestätigt hat, stammt das gezeigte Gameplay zu The Witcher 4 nicht aus dem Spiel, sondern explizit aus einer Techdemo, welche in der Welt von The Witcher 4 spielt.
Wie das polnische Entwicklerstudio CD Projekt Red jetzt noch einmal gegenüber der Website VGC bestätigt hat, stammt das gezeigte Gameplay zu The Witcher 4 nicht aus dem Spiel, also einem frühen Build oder einer Vorabversion, sondern ist der explizit für diese Zwecke entstandenen Techdemo entnommen worden. Die Stellungnahme war nötig, da einige Beobachter ganz offensichtlich die Kennzeichnung auf dem gezeigten Bildmaterial übersehen haben.
Techdemo zeigt kein Gameplay aus dem Spiel
Was auf Social Media und in den Kommentaren zur Techdemo einmal mehr von der sich betrogen fühlenden und wütenden Meute zu einem "Skandal" hochstilisiert wird, ist letztlich keiner. Sowohl in den Zwischensequenzen, den sogenannten "Cinematics", als auch zum Beginn der Gameplay-Szenen, blendete das Entwicklerstudio nämlich einen entsprechenden Hinweis ein, der unmissverständlich klarstellte, dass das Bildmaterial "kein aktuelles Gameplay" zeige, sondern eben eine technische Präsentation. Auch wir Medien hätten das besser herausstellen können.
Quelle: CD Projekt Red
Das alles ändert nichts an der Tatsache, dass CD Projekt Red sich jetzt trotz entsprechender Hinweise sowie der mehrfachen Aussage, dass es sich bei dem gezeigten Material um eine "Techdemo" handelt, welche "die Welt und Technologie" von The Witcher 4 zeigt, zu einer Stellungnahme genötigt sah. Gegenüber VGC machte ein Pressesprecher von CDPR jetzt die nachfolgenden Aussagen.
Dies ist eine technische Demo und ein erster Blick auf die hochmoderne Technologie, die The Witcher 4 antreibt - aber nicht auf das Spiel selbst.
Sie zeigt das leistungsstarke Fundament, das wir in enger Zusammenarbeit mit Epic Games aufbauen, um das Design von Open Worlds weiter voranzutreiben als je zuvor, sowie die Kernsysteme und Funktionen, die wir mit Unreal Engine 5 entwickeln.
Wir sind wirklich stolz auf diesen frühen Meilenstein und freuen uns, euch einen Vorgeschmack auf einige der coolen Technologien wie UAF, Nanite Foliage, Smart Objects, ML Deformer und FastGeo Streaming zu geben, welche die Zukunft von The Witcher mitgestalten. - CD Projekt Red -
Angesichts der Tatsache, dass mit einem Release von The Witcher 4 nicht vor dem Jahre 2027 zu rechnen ist, sollte jedem Beobachter klar sein, dass es sich bei dem gezeigten Gameplay noch nicht um einen frühen Build oder eine Vorabversion des eigentlichen Spiels gehandelt haben kann. Eine bereits dermaßen weitreichend ausgearbeitete Spielwelt samt der zahlreichen gezeigten technologischen Neuerungen ist zum aktuellen Zeitpunkt schlicht absolut realitätsfern.
Auch in der Beschreibung zur offiziellen Techdemo, welche gemeinsam mit Epic Games und auf Basis einer spezifisch angepassten Version der Unreal Engine 5.6 realisiert wurde, betont CD Projekt Red diesen Umstand noch einmal ganz deutlich.
Dabei handelt es sich nicht um Gameplay aus The Witcher 4, sondern um einen tieferen Einblick in das technologische Fundament der neuen Witcher-Saga. - CD Projekt Red -
Auch auf der offizielle Website formuliert das polnische Entwicklerstudio unmissverständlich, was in der Techdemo und dem darin enthalteten Gameplay zu sehen ist. Auf Social Media und YouTube wird der Hype hingegen dafür genutzt, einen Skandal zu entfachen, der letztendlich überhaupt keiner ist.
Quelle: CD Projekt Red
Die Techdemo und das gezeigte Gameplay samt der technologischen Neuerungen sind auch heute noch genauso beeindruckend wie am gesterigen Tag, daran ändert auch eine wütende Meute nichts. Auch unsere Kollegen von PC Games hatten im Rahmen ihrer Einschätzung bereits zu Beginn darauf hingewiesen, dass das präsentierte Gameplay nicht aus The Witcher 4 stammt.
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Quelle: CD Projekt Red via VGC

Wenn ich das Gezeigte für die frühe Version des Spiels hielte, warum sollte mich das wütend machen? Ich müsste mich doch im Gegenteil freuen über so viel Feinschliff zu einem so frühen Zeitpunkt.
Man kann verdammt viel optimieren, die Frage ist nur, ob man das auch möchte. Wenn man es darauf angelegt hätte, dann wäre z.B. selbst eine gute PS3 Version von Cyberpunk 2077 möglich gewesen. Dazu hätte man die alte Kunst der Parallelportierung ausgraben müssen. Wollte man für eine tote Konsole natürlich nicht, völlig verständlich. Aber für die schlechte PS4 und X-Box One Version gibt es deshalb keine Ausreden.
Soll man ihnen das jetzt vergessen, nur weil es ein paar Jahre her ist? Damit lädt man die Entwickler ein, unfertige Spiele auf den Markt zu schmeißen.
Mit Witcher 4 müssen sie erstmal zeigen, dass sie es wieder besser können.
Kein Vergleich zu Cyberpunk.