The Outer Worlds 2 mit Unreal Engine 5 & Raytracing: Erste Tech-Eindrücke aus der Preview
Obsidian zeigt mit The Outer Worlds 2 den Nachfolger seines Sci-Fi-Rollenspiels. In der Gamescom-Preview auf und abseits der Messe konnten wir die ersten Schritte in der neuen Kolonie Arcadia anspielen und einen Eindruck gewinnen.
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Die eigentliche Gamescom-Messe mag vorüber sein, doch nicht alle Embargos sind gefallen. Parallel zur Gamescom stand eine rund einstündige Preview-Version von The Outer Worlds 2 bereit, die Microsoft für Pressevertreter auf und auch fernab des Events in Köln zugänglich machte. Die Anspielversion umfasst das Prolog-Kapitel und vermittelt einen ersten Eindruck davon, wie sich Obsidian Entertainment den Nachfolger des 2019 erschienenen Rollenspiels vorstellt. Wir durften in die gekürzte Vorabversion reinspielen.
Neues Sternesystem, neue Fraktionen, alte Konflikte
Der Schauplatz wechselt in Teil 2 von der bekannten Halcyon-Kolonie nach Arcadia - einem Sonnensystem, die genauso von mehreren Machtkämpfen geprägt ist. Neben dem Erd-Direktorat als offizielle Ur-Fraktion des Spielers (in der Anspielversion) mischen ein herrisches Protektorat, religiös motivierte Rebellen und aggressive Konzernstrukturen mit. Der Spieler übernimmt die Rolle eines Erd-Agenten. Wie schon im Vorgänger steht am Anfang die individuelle Charaktergestaltung im Vordergrund: Attribute, Fähigkeiten und Vorgeschichte lassen sich anpassen. Die Spielwelt reagiert selbst in dem kleinen Vorschau-Abschnitt spürbar auf die gewählten Punkte wie die Vorgeschichte des Charakters. Laut Obsidian sollen selbst kurioseste Builds immersiv umgesetzt sein (ähnlich wie in vorangehenden Titeln etwa bei mangelnder Intelligenz des Hauptcharakters).
Charakter-Erstellung in der Preview
Im Fokus: Entscheidungen mit langfristigen Folgen
In Outer Worlds 2 sollen Spieler-Entscheidungen weitreichende Konsequenzen haben - sowohl kleinere Aktionen als auch zentrale Ereignisse verändern den Fortgang der Kampagne. Missionen lassen sich typisch für das Genre auf verschiedene Weisen lösen, darunter diplomatische Ansätze, leises Vorgehen oder direkte Konfrontation mit Baller-Etappen.
"Tutorial"-Gebiet nach der Charaktererstellung
Begleiter haben ihre eigenen Hintergründe und Ziele, die sich abhängig vom Verhalten des Spielers anpassen oder enden. Wie auch im Vorgänger sind keine romantischen Questlines mit NPCs vorgesehen. Der erste Companion-Trailer trifft auf wenig Gegenliebe. Das Design erinnert (den Kommentaren nach) viele Spieler an das gescheiterte Concord. Die sechs vorgestellten Begleiter sollen Fans des ersten Teils mit unterschiedlichen Taktiken und Queststrängen unterhalten. Inwieweit sich diese von den Inhalten des Vorgängers abheben können, bleibt bis zum Launch am 29. Oktober 2025 abzuwarten.
Technik-Fundament mit UE5
Technisch setzt The Outer Worlds 2 auf die Unreal Engine 5, während im Teil 1 von 2019 auf die UE4 gesetzt wurde. Charaktergesichter wirken detaillierter, Rüstungen und Oberflächen bieten feinere Strukturen, und die Beleuchtung sorgt - mit oder ohne Hardware-Raytracing - für eine stimmungsvollere Atmosphäre im teils in den Comic-Look hineinreichenden Stil. Bekannte Schwächen wie leichtes Ausfransen bei Haaren oder Augenbrauen sind zwar weiterhin erkennbar, fallen jedoch weniger stark ins Gewicht. Die Mindestanforderungen sind, gemessen an 2025er-Hardwareanforderungen, überschaubar; abgesehen vielleicht vom notwendigen SSD-Speicherplatz von 110 GB.
Upsampling und Frame Generation an Bord
Die Systemvoraussetzungen für den PC sind zumindest bei der Minimalforderung überschaubar. Wer noch eine GTX 1070 im Rechner verbaut hat, wird Outer Worlds 2 spielen können. Nvidia DLSS liegt in der Vorabversion in der recht aktuellen Version 310.2.1.0 vor (Preset K) und bringt Frame Generation mit, AMD FSR ist mindestens in Version 3 integriert, und Intels XeSS-Upsampling ist mit V. 2.0.1.41 eingebaut. Alternativ stehen TSR (UE-eigene Upsampling-Variante) und klassisches TAA bereit (relativ unscharfes Anti-Aliasing, da temporal verarbeitet, ohne feinere Algorithmen wie bei DLSS/FSR/XeSS).
Quelle: PCGH
In der kleineren Preview-Version von The Outer Worlds 2 lässt sich Hardware-Raytracing nur in Gänze de-/aktivieren (keine Unterscheidung zwischen etwa Schatten und Reflexionen möglich).
Für Hardware-Raytracing braucht es stärkere Grafikkarten. Der optische Gewinn hält sich allerdings größtenteils in Grenzen, der Unterschied zwischen dem sehr hohen Grafik-Preset und dem zugeschalteten Hardware-Raytracing ist oftmals sehr subtil. Ecken wirken heller und authentisch beleuchteter, aber im üblichen Spielverlauf fällt das nicht gravierend auf. Was dagegen negativ auffallen kann, ist die geringere Sichtweite der Raytracing-Schatten, die je nach Szene störend aufploppen können. Im Rahmen der rund einstündigen Vorschau ist uns abseits des Starts im Weltraumschiff keine Umgebung mit nennenswertem Raytracing-Mehrgewinn ins Auge gefallen.
Zum Release mit Xbox Game Pass
The Outer Worlds 2 erscheint am 29. Oktober 2025 für PC, Playstation 5 sowie Xbox Series X und S. Als Teil von Microsofts Xbox Game Pass wird der zweite Teil für alle Abonnenten zum Release am Windows-PC und der Xbox spielbar sein. Auf allen anderen Plattformen, wie der Playstation 5 oder dem Steam-Shop (mit Linux-Schnittstelle Proton) werden rund 70 Euro fällig. Spieler dürfen sich auf eine erweiterte Lore, dynamische Reaktionen der Spielwelt auf die eigenen Entscheidungen und eine Vielzahl an Lösungsansätzen freuen - ob mit Diplomatie, Strategie oder blankem Chaos. Das Gameplay und die Dialoge sind wie man sie als Nachfolger von The Outer Worlds 1 erwarten würde: Minimal verfeinert, aber sonst im Grunde das identische Spieldesign mit verfeinerter Grafik.
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Zeigen wird sich das bei dem Preis aber erst in einem Sale.
Genau für solche Spiele ist der Gamepass doch super.
Isses gut, spielt mans eh in nem Monat durch.
Isses schlecht, ärgert man sich wenigstens nicht das man 70€ verballert hat