The Last of Us Part 2: Benchmarks von 25 GPUs
In diesem Artikel
The Last of Us Part 2 bietet eine ganze Reihe dedizierter Optionen für den PC, darunter die modernen Upsampling-Verfahren von FSR (inkl. FG) über DLSS (inkl. FG) bis XeSS (ohne FG). Es stehen obendrein Latenz-Verbesserungen in Form von Reflex (für Nvidia-Nutzer) sowie Anti-Lag 2 für Radeons zur Verfügung. Sie können außerdem ein gut justierbares Frame-Limit setzen, um etwa die Basis-Framerate für die Frame Generation zu setzen. Stellen Sie etwa 60 ein, so rendert The Last of Us Part 2 nach Möglichkeit 60 Bilder voll und nutzt darauf die jeweils ausgewählte FG um diese Basis-Bildrate mit interpolierten Zwischenbildern optisch zu verflüssigen.
Benchmarkfindung
Was ist die beste Grafikkarte für The Last of Us Part 2 auf PC? Diese Frage beantworten wir gewohnt umfangreich - sogar noch etwas umfangreicher als sonst, denn während unserer gut 20 Stunden im endzeitlichen Seattle stießen wir auf eine besonders interessante Performance-Charakteristik. Wie jedes Spiel läuft auch TLOUP2 sehr unterschiedlich, je nach Szene muss der Rechner mehr oder weniger schuften. Treue PCGH-Leser wissen, dass wir stets auf der Suche nach den anspruchsvollsten Szenen für unsere CPU- und GPU-Benchmarks sind. Da sich die Szenenfindung in diesem Spiel als besonders spannend gestaltete, möchten wir Sie kurz hinter die Kulissen nehmen.
Der Ablauf vor PCGH-Benchmarks ist immer gleich: Wir spielen - praxisnäher geht's nicht - und haben dabei stets einen Blick auf das On-Screen-Display des MSI Afterburner. Stellt sich eine Szene als besonders anspruchsvoll heraus, sichern wir den Speicherstand und machen weiter. Im Fall von TLOUP2 hatten wir nach ausgiebiger Spielzeit fünf Szenen mit überdurchschnittlichem Anspruch auf dem Zettel. Nach weiteren Tests blieben die drei forderndsten übrig. Doch welche ist die Richtige für die kompetitiven Grafikkarten-Benchmarks? Sehen wir uns dazu die Evaluierungsmessungen an. Eine Radeon RX 7900 XTX und Geforce RTX 4080 Super, über eine breite Palette an Spielen gleich stark, stellen sich den drei Szenen in fünf Auflösungen. Die Ergebnisse:
Die Testszene spielt bei jedem Spiel eine Rolle, im Falle von TLOUP2 erwarten wir jedoch besonders stark streuende Ergebnisse, falls Sie mehrere Benchmark-Outlets vergleichen. Der Grund zeigt sich bei genauem Blick auf die Ergebnisse der beiden Kontrahenten: Je nach Szene entwickeln sich die GPUs in unterschiedliche Richtungen. Sieht man sich Szene #1 an (die dritt-anspruchsvollste bei unseren Sessions), gewinnt man den Eindruck, die RTX 4080 Super sei der RX 7900 XTX klar überlegen. In der etwas anspruchsvolleren Szene #2 bröckelt der Lack bereits, die Perzentilwerte der AMD-Grafikkarte sind durchweg besser als bei der Nvidia-GPU. Szene #3, ein echtes Worst-Case-Szenario, verschärft die Situation weiter: Die RTX 4080S zeigt eine unregelmäßige Frame-Verteilung und auch die Average-Fps sind kaum noch besser als bei der RX 7900 XTX. Da man den Unterschied deutlich fühlen kann - die Geforce ruckelt, die Radeon nicht -, haben wir uns für Szene #3 entschieden, um das ganze Grafikkartenfeld zu messen. Damit sind unsere Benchmarks nicht repräsentativ für das ganze Spiel, sondern für die anspruchsvollsten Sequenzen.
GPU-Benchmarks
25 Grafikkarten der Baujahre 2017 bis 2025 stellen sich TLOUP2 in fünf Auflösungen von 16:9 bis 32:9. Die Messungen erfolgen wie üblich via CapFrameX; aus dem Durchschnitt von drei Messungen errechnen wir unsere Ergebnisse. Selbstverständlich entsprechen die Grafiktreiber den zum Testzeitpunkt aktuellen Versionen, in diesem Fall die AMD Software 25.3.2, der Intel Game On Driver 6653 und der Nvidia Game Ready Driver 572.83. Damit Sie die Ergebnisse bestmöglich nachvollziehen können, geben wir auch die während der Messungen durchschnittlich anliegenden Taktraten an und zeigen die finale Benchmarkszene "Darksite" im Video (oben). Falls Sie unsere Benchmarks am eigenen Rechner nachstellen möchten, sind Sie herzlich dazu eingeladen. Die Spielstände lassen sich zwischen Accounts transferieren, weshalb wir unsere Spielstände zum Download bereitstellen.
Dank der 25 teilnehmenden Grafikkarten unterschiedlichster Architekturen wird das ganze Bild ersichtlich - und dieses ist weitgehend erfreulich. The Last of Us Part 2 Remastered ist auf einer Vielzahl von Grafikkarten spielbar. Das Gameplay funktioniert selbst mit 30 Fps ordentlich, allerdings sind konstante 60 Fps für ein optimales Spielgefühl und Treffsicherheit wünschenswert. Diese Bildrate wird in Full HD ab der GPU-Leistungsklasse rund um Radeon RX 67x0 XT, Geforce RTX 3070 (Ti) und RTX 4060 (Ti) erreicht. In 1440p braucht es deutlich mehr Pixel-Power, wir empfehlen eine Radeon RX 69x0 XT, RX 7800 XT, Geforce RTX 3080 oder RTX 4070. Erst in Ultra HD und Dual-QHD sind die ganz großen Geschütze rund um Radeon RX 7900 XTX, RX 9070 XT und Geforce RTX 4080(S) notwendig, um 60 Fps zu erhalten.
Unschön ist, dass das oben beschriebene Zuckeln ausnahmslos jede Geforce-GPU betrifft. Auch Arc-Grafikkarten leiden darunter (diese zeigen außerdem sporadische Farbfehler - Intel arbeitet daran), allerdings nicht so stark. Die Ausprägung des Ruckelns skaliert mit der Leistungsfähigkeit der Grafikkarte und Auflösung. Je niedriger die Pixellast, desto auffälliger streuen Perzentile und Durchschnitts-Fps. In Ultra HD, bei dem verhältnismäßig viele Pixel gegenüber anderen Aufgaben zu bearbeiten sind, läuft das Geschehen am "rundesten". Dabei handelt es sich jedoch um kein klassisches CPU-Limit, sondern um eine andere Bremse, die wir noch nicht zweifelsfrei identifizieren konnten. AMD-GPUs - sogar die 2019er-Modelle Radeon VII und 5700 XT - zeigen, dass es besser geht. Bereitet Direct Storage den Nvidia-GPUs wieder Probleme? Wir werden das Geschehen weiter verfolgen. Die gute Nachricht lautet, dass die schwache Frame-Verteilung aller Geforce-Grafikkarten in den meisten Spielszenen nicht auftritt oder auffällt.
The Last of Us Part 1 war vor allem für seine hohe VRAM-Belastung berüchtigt, unter der populäre 8-GiByte-Grafikkarten wie die Geforce RTX 3070 reihenweise kollabierten. Part 2 weist ein deutlich verfeinertes Streaming-System auf, sodass speicherarme Grafikkarten nicht völlig überfordert werden. Zwar kommt es mit 6 und 8 GiByte VRAM zu deutlich fühlbaren Nachladerucklern, immerhin beiben Nutzer aber von Texturbrei verschont. Wer ruckelfrei durch Seattle streifen möchte, gerade in hohen Auflösungen, ist mit 12 GiByte gut gerüstet. Kommt noch Frame Generation hinzu, helfen 16 GiByte gegen Nachladeruckler, gerade bei langen Sitzungen.
GPU-Minimalanforderung geprüft
Sony nennt für The Last of Us Part 2 Remastered sehr konkrete Mindestanforderungen. Aufseiten der Grafikkarte werden eine Geforce GTX 1650 und Radeon RX 5500 XT genannt. Die beiden 4-GiByte-Grafikkarten sollen mit niedrigen Details in 720p-Auflösung für 30 Fps genügen. Wir haben anhand einer GTX 1650 (GDDR5) ausprobiert, was von diesen Angaben zu halten ist. Auch für diese kleine Messreihe kommt unsere erläuterte Worstcase-Szene zum Einsatz.
Tatsächlich: Eine Budget-Grafikkarte wie die Geforce GTX 1650, welche laut Steam weitverbreitet ist, erlaubt das Spielen von The Last of Us Part 2 Remastered mit 30 Fps - sogar in Full HD. Die Inszenierung leidet jedoch sichtlich unter dem Detailverzicht. Falls Sie günstig und trotzdem effektiv für das Spiel aufrüsten möchten, raten wir zu einer gebrauchten Radeon RX 6600 oder Geforce RTX 3060.

Bei mir ist es reproduzierbar immer nach der Kirche mit Bill hier nach diesen Zombies abgestürzt, bis ich SAM deaktiviert habe: https://images.pushsquare...
Geht zwar OT, aber hat das Problem evtl. sonst noch jemand mit AMD-Hardware?
krank geil
Edit:
Ich glaube der heutige Hotfix hat das Verhalten tatsächlich gefixt. Zusätzlich ist das Bild nicht mehr so schrecklich überschärft. Da wurde jetzt doch zügig reagiert.
Ich habe keinerlei technischen Probleme gehabt und zocken auf den TV mit FSR 3 in UHD. Die DF Kritik halte ich auch für überzogen...