The First Descendant: Benchmarks & Fazit
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The First Descendant: Benchmarks & Fazit

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Zeit, den Hardware-Hunger von The First Descendant abzuklopfen. Wir präsentieren Ihnen auf dieser Seite die Messwerte von 16 Grafikkarten und 18 Prozessoren. Die Ergebnisse sind sehr interessant, denn die Unreal Engine 5 steckt derzeit noch in der "Findungsphase" und läuft bei jedem Spiel ein bisschen anders.

The First Descendant Benchmarks: Grafikkarten

Wir haben 16 Grafikkarten in den vier Auflösungen Full HD, WQHD, UWQHD sowie Ultra HD für Sie getestet. Resizable BAR (rBAR) respektive Smart Access Memory (SAM) sind stets im UEFI unserer Systeme aktiv. Die Messungen erfolgen wie üblich via CapFrameX; aus dem Durchschnitt von drei Messungen errechnen wir unsere Ergebnisse. Selbstverständlich entsprechen die Grafiktreiber den zum Testzeitpunkt aktuellen Versionen, in diesem Fall die AMD Software Adrenalin 24.6.1 WHQL, Intel Game On Driver 5594 Beta und Nvidia Game Ready Driver 556.12 WHQL.

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Unsere Benchmarkszene ist ausnahmsweise nicht sonderlich spektakulär, aber anspruchsvoll - und wird von Ihnen als Spieler oft besucht: Albion, die Hubwelt, welche man bereits nach kurzer Spielzeit betritt. Wir nutzen diese hübsch gestaltete und ausgeleuchtete Basis sowohl für die Prozessor- als auch Grafikkarten-Benchmarks, wenngleich mit unterschiedlichen Einstellungen. Für die Grafikkarten, mit denen wir beginnen, setzen wir alle Details auf das jeweilige Maximum. Davon ausgenommen ist Ray Reconstruction, das nur auf Geforce-RTX-GPUs zur Verfügung steht, das Sharpening (verweilt auf 0) und das Field of View (FoV), welches wir auf 90 belassen. Um die Grafikkarten praxisnah zu entlasten, testen wir The First Descendant mit Upsampling. Geforce-RTX-GPUs greifen auf DLSS Quality zurück, Arc-GPUs auf XeSS Ultra Quality. Da das Engine-eigene Upsampling TSR etwas stabilere Ergebnisse erzielt als AMDs FSR, aktivieren wir bei Radeon-Chips TSR Quality - das wäre auch unsere Empfehlung an Sie. Sehen wir uns die Ergebnisse an:

*Nvidia Geforce: DLSS Quality, AMD Radeon: TSR Quality, Intel Arc: XeSS Ultra Quality - in jedem Fall wird spatial mit 67 Prozent der Auflösung gearbeitet.

Wundertüte Unreal Engine 5: Während Version 4 durchweg ein Geforce-Faible aufwies, weiß man bei der fünften Hauptversion nie, was man bekommt. So lief beispielsweise Hellblade 2 trotz des grafischen Bombasts sehr gut mit Radeon-Grafikkarten. The First Descendant präferiert hingegen eindeutig Geforce-Chips. Das Leistungsbild erinnert frappierend an den PCGH-Raytracing-Leistungsindex 2024, weshalb wir ins Grübeln kamen. Nutzt The First Descendant tatsächlich Hardware-Lumen, also "echtes" Raytracing mit Hardware-Beschleunigung? Die hochwertigen Spiegelungen inklusive transparenter Scheiben sowie die Abwesenheit grober Distance Fields sind starke Indizien. Wir haben daher umfassend nachgeforscht.

The First Descendant: Hardware-Lumen oder nicht? Die (hier halb transparenten) Spiegelungen sind jedenfalls spitze - kein Vergleich zu Hellblade & Co. Quelle: PCGH The First Descendant: Hardware-Lumen oder nicht? Die (hier halb transparenten) Spiegelungen sind jedenfalls spitze - kein Vergleich zu Hellblade & Co.

Hardware-Lumen: Beweisstücke

Der Einsatz von Hardware-Lumen, also der höherwertigen und gleichzeitig beschleunigten Variante des UE5-Raytracings, ist sehr rar. Die meisten Entwickler, auch von Grafikperlen wie Hellblade 2, verlassen sich vollständig auf Software-Lumen, das zwar eine hübsche Globale Beleuchtung erzielt, speziell bei den Reflexionen respektive deren Inhalt mit relativ grobschlächtigen Abbildern der Spielwelt arbeitet. Hardware-Lumen lässt sich derzeit nur in Fortnite, Desordre und The Isle bewundern. Entwickler müssen diesen Modus gezielt implementieren, simples "Anknipsen" ist nicht möglich. Betreibt ein Entwickler den Aufwand, sind damit nicht nur höherwertige Ergebnisse möglich, es werden außerdem dedizierte Raytracing-Rechenwerke verwendet - dafür sind sie schließlich da. Da man einem Spiel von außen nicht entnehmen kann, ob es sich um Software- oder Hardware-Lumen handelt, ist eine andere Herangehensweise notwendig. Wir haben uns angesehen, was The First Descendant macht, wenn man es auf Grafikkarten ohne dedizierte RT-Einheiten startet. Bei Software-Lumen gilt: Es tut sich rein gar nichts an der Grafik, da alles über die konventionellen Rechenwerke läuft (siehe Robocop: Rogue City). Bei The First Descendant regt sich hingegen etwas an zwei Stellen. Weder die von uns verwendete Radeon RX 5700 XT, noch die Geforce GTX 1080 Ti sind in der Lage, die Einstellung "Raytracing: Ultra" fehlerfrei darzustellen - es fehlen große Teile der Beleuchtung. Außerdem kommt hier eindeutig ein Fallback zum Einsatz, die Grafik sieht schlechter aus als bei der Geforce RTX 4090, mit der wir die Referenzbilder anfertigten. Sehen wir uns das an der markantesten Stelle an:

Was fällt auf? Die beiden linken Bilder, von einer nicht Raytracing-fähigen GPU stammend, sehen beinahe identisch aus, obwohl das eine "Raytracing aus" und das andere "Raytracing hoch" abbilden soll. In beiden Fällen kommt eindeutig der zusammengesparte Software-Lumen-Ansatz mit groben Distance Fields zum Einsatz. Auf einer Grafikkarte mit Raytracing-Einheiten hat die Einstellung hingegen große Auswirkungen: Das Abbild der Spielwelt in der Spiegelung wird wesentlich detaillierter und auch die unvollständige Screen-Space-Reflexion der Spielfigur wird gegen eine echte RT-Spiegelung ersetzt. Wir sehen hier eine transparente Raytracing Reflection, welche man in UE5-Spielen bislang nur in Desordre bewundern konnte. Hardware-Lumen in Aktion - somit lassen sich auch die großen Leistungsunterschiede zwischen Radeon und Geforce erklären. Der Vollständigkeit halber: Das Bild aller Non-RT-Grafikkarten sieht gleich aus, das haben wir anhand einer RX 5700 XT und GTX 1080 Ti überprüft. Ebenso erzielen alle Raytracing-fähigen Grafikkarten das gleiche Bild, überprüft anhand von Arc, RX 6000, RX 7000, RTX 3000 und RTX 4000.

The First Descendant benötigt selbst mit Upsampling eine starke Grafikkarte, denn einen Multiplayer-Shooter spielt man am besten mit 60+ Fps. Um diese Bildrate in Full HD zu erreichen, ist bereits eine Geforce RTX 4070 oder Radeon RX 7900 XT vonnöten. Höhere Auflösungen schlagen fühlbar ins Kontor, sodass wir empfehlen, den Upsampling-Faktor zu erhöhen.

The First Descendant Benchmarks: Prozessoren

Auch unsere CPU-Benchmarks finden in der Hubwelt Albion statt, von der aus man Missionen startet und anderen Dingen nachgehen kann. Wir haben, wie üblich, ein Video zum Benchmark vorbereitet, welches den genauen Weg zeigt sowie die Einstellungen für den CPU-Benchmark:

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Generell läuft das Spiel auf Core-Prozessoren und Ryzen-CPUs mit 3D V-Cache am besten, wohlgemerkt skaliert The First Descendant aber wesentlich besser mit Kernen als mit L3-Cache. Auf Wunsch können Sie die beiden schnellsten Prozessoren der PCGH-Redakteure David Ney und Raffael Vötter einblenden. Empfohlen ist laut dem Entwickler ein Ryzen 5 2600, was laut unseren Zahlen keine gute Empfehlung ist, da sie offensichtlich auf 30 Fps abzielt. Das fühlt sich in diesem schnellen Loot-Shooter zäh und falsch an. Wir empfehlen mindestens einen schnellen Achtkerner, wie den Core i7-10700K oder Ryzen 7 3800XT. Auf der sicheren Seite wiegen Sie sich mit einem Zen-4- oder Raptor-Lake-Prozessor, doch auch ein alter 16-Kerner wie der Ryzen 9 5950X erzeugen flüssige Bildfolgen.

The First Descendant: Fazit

Wir wissen nicht, wer The First Descendant angesichts des Überangebots von Looter-Shootern ernsthaft benötigt. Im Gegensatz zu den allermeisten Konkurrenten bietet das Spiel jedoch einiges fürs Auge und ist somit für Grafikfetischisten einen Blick wert, schließlich kostet The First Descendent keinen Cent. Falls Ihnen das Gameplay nicht zusagt, wäre hier somit dennoch ein Spielplatz für Technikfreunde, mit Raytracing-Beleuchtung und zahlreichen Upsampling-Verfahren zur Wahl - die Unreal Engine 5 macht's möglich. Tatsächlich erweist sich The First Descendant als eines der wenigen Spiele mit Hardware-Lumen-Support, was bildhübsche Reflexionen ermöglicht. Damit ist es eines von derzeit vier Spielen mit dieser Fertigkeit.

The First Descendant: Impressionen

Was halten Sie von The First Descendant und diesem Techniktest? Die PCGH-Redaktion freut sich über Ihre Meinung in den Kommentaren. Um zu kommentieren, müssen Sie auf PCGH.de oder im Extreme-Forum eingeloggt sein. Sollten Sie bisher noch keinen Account haben, könnten Sie sich hier unverbindlich registrieren. Beachten Sie beim Kommentieren aber bitte die geltenden Forenregeln.

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    • Kommentare (87)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von HerrBolsch Kabelverknoter(in)
        Im Artikel steht, dass die Mindestanforderungen nicht überprüft werden konnten. Meine Mühle kommt dem recht nahe (i5-3570, RX 590, 32GB DDR3-1600, PCIe2-NVMe SSD). Ich komme auf gut 50fps im Albion Hub (FHD, RT off, settings hauptsächlich "low", Frame Generation -es geht!- "balanced") , im "Vorspann" war es deutlich mehr. Das hat mich positiv überrascht, hätte ich nicht erwartet. Und es sieht nichtmal so schlecht aus!
      • Von HerrBolsch Kabelverknoter(in)
        Im Artikel steht, dass die Mindestanforderungen nicht überprüft werden konnten. Meine Mühle kommt dem recht nahe (i5-3570, RX 590, 32GB DDR3-1600, PCIe2-NVMe SSD). Ich komme auf gut 50fps im Albion Hub (FHD, RT off, settings hauptsächlich "low", Frame Generation -es geht!- "balanced") , im "Vorspann" war es deutlich mehr. Das hat mich positiv überrascht, hätte ich nicht erwartet. Und es sieht nichtmal so schlecht aus!
      • Von Darkearth27 BIOS-Overclocker(in)
        Wahrscheinlich..

        Aber es gibt ja noch andere die es interessiert 😁
      • Von PCGH_Dave Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von Darkearth27
        @PCGH_Dave weißt ja nun wie es geht, also direkt in die Reviews mit einbauen
        Das eine ist nicht das Problem. Das andere hängt von der Zeit ab. Tuning-Artikel kommen auch meist deshalb etwas später, um den Leuten auch die Zeit zu geben, das Zeug erst mal zu kaufen ^^ Und wie ich das RAM OC Discord kenne, wird sich dort doch ohnehin auf Zen 5 gestürzt, ihr habt die Erkenntnisse zum RAM-OC also wahrscheinlich lange vor mir.
      • Von Darkearth27 BIOS-Overclocker(in)
        Hab das Game noch mal im CPU Limit mit 8000er RAM getestet.

        AVG sind etwas mehr geworden, aber die lows sind schlechter (sieht man auch schön an den Spikes).


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        Also bleibt alles wie gehabt, synchroner Modus (synchron zum Speicherkontroller) ist schneller bzw. "fluffiger" als asychron mit hohem RAM Takt.

        Aber dennoch schön zu sehen, dass die UE5 hier auch auf TAKT vom RAM noch etwas anspringt.
        Bin dann auf die 9000er gespannt.
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] weißt ja nun wie es geht, also direkt in die Reviews mit einbauen
      • Von meckswell Freizeitschrauber(in)
        Hallo [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] warum dauert Shader opt. bei einem Spiel 1 Minute und bei anderen 20 Minuten, oder mit Gurkentreiber 40 Minuten? Ich kann doch wegen dem keine CPU kaufen, oder?

        Nach "Verarbeitungskette" habe ich aufgehört zu lesen.

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