Surface-Geräte im Hands-on: Stift in die Hand und los geht's
Auf einem Microsoft-Event in Berlin sind die neuen Surface-Geräte präsentiert worden. Zudem gab es einen Ausblick auf Surface Neo und Surface Duo, welche beide im kommenden Jahr auf den Markt kommen werden. Microsofts-Designer Ralf Groene macht klar, warum man sich für zwei Bildschirme statt eines faltbaren Displays entschieden hat.
Ab sofort sind das Surface Pro 7 und das Surface Laptop 3 im Handel erhältlich. Microsoft hat daher eine Veranstaltung in Berlin abgehalten um die neue Surface-Familie zu präsentieren und zu zeigen, wie sich der Konzern die Zukunft dieser Hardware-Baureihe vorstellt. Laut Microsoft nehme man eine gewisse Dynamik bei der Digitalisierung wahr. Hiermit meint man, dass viele Unternehmenskunden ihre Server-Architekturen nun überarbeiten und sich von Windows 7 auf Desktop-PCs verabschieden.
Azure und Modern Devices
Im Zuge der Digitalisierung würde der Azure Cloud eine deutlich höhere Bedeutung zukommen. So können Unternehmenskunden direkt auf den Microsoft-Servern ihre Anwendungen hosten und Anwendungen wie beispielsweise den Windows Virtual Desktop nutzen, um virtuelle Computer mit Windows 7 oder 10 betreiben zu können. Firmenkunden können auf Wunsch auch dafür sorgen, dass ihre Microsoft Azure-Server ausschließlich innerhalb der EU stehen und somit die Daten nicht die EU-Grenzen verlassen. Beim Anwender zeigt sich die Digitalisierung in Form von sogenannten Modern Devices. Diese Computer können genauso administriert werden wie Smartphones. Also können IT-Administratoren EMS, Microsoft Intune und Autopilot verwenden, um alle Geräte ihrer Mitarbeiter zu administrieren. Diese Unternehmenskunden sind oftmals auch gute Kunden für Surface-Geräte.
Wachstumsmarkt für den PC-Markt durch Modern Devices
Wie Microsoft bekannt gab, sind Modern Devices derzeit der einzige Bereich im PC-Markt, der sich noch über zweistellige Wachstumsraten freuen kann. Hierbei kann diese Kategorie in drei Bereiche aufgeteilt werden. Einmal All-In-One-PCs wie das Surface Studio oder andere Desktop-PCs, welche vor allem Kreativschaffende als Zielgruppe haben. Zusätzlich die Convertibles und 2-in1-PCs wie das Surface Pro. Dieser Bereich umfasst also mobile Computer, welche sich auf Wunsch wie ein Tablet nutzen lassen und so zum Beispiel für Notizen geeignet sind. Den größten Bereich mit aktuell 70 Prozent Marktanteil stellen die Ultra Slims dar. Hierunter versteht man klassische Notebooks wie das Surface Laptop 3, welche allerdings vergleichsweise wenig Gewicht auf die Waage bringen und mit spezifischen Merkmalen aufwarten. Das können Hardwareausstattungen oder Gerätefunktionen sein. Das Surface Laptop 3 beispielsweise kommt mit einer Wartungsklappe hinter der Tastatur daher, ein Wunsch vieler Unternehmenskunden. Zudem ist die 15-Zoll-Version mit AMD Ryzen-Prozessoren ausgestattet.
Idee für die Surface-Zukunft
Auf dem Event erzählte der Chef der Surface-Abteilung Panos Panay auch, wie er sich die Zukunft der Baureihe vorstellt. Es müsse möglich werden, die Technik in den Hintergrund zustellen. Nutzer sollen in der Lage sein, einfach einen Stift zugreifen und dann müsse die Tinte fließen. Schließlich wollen Menschen nicht darüber nachdenken, welches Werkzeug - ob jetzt Maus, Tastatur, digitaler Stift etc. - sie verwenden müssen, sondern sie wollen einfach den Gedankengang zu Papier bringen. So sind die kommenden beiden Surface-Geräte - Surface Duo und Surface Neo - entwickelt worden. Beide verkörpern die Zukunft von Modern Devices. Vielseitig einsetzbare, mobile Computer mit unterschiedlichen Eingabemodi. Zudem sind beide Geräte immer online. Egal, ob man das auf Windows 10X setzende größere Surface Neo mit zwei Bildschirmen setzt oder zum kompakteren Android-Gerät Surface Duo greift, beide sollen verschiedene Einsatzgebiete ermöglichen. Die beiden Geräte entspringen nicht dem Wunsch nach einem faltbaren Bildschirm, sondern unterschiedlichen Nutzungsgewohnheiten so Design-Chef Ralf Groene. Schließlich hätten einige Nutzer auch auf dem Desktop-PC lieber zwei Bildschirme, statt eines großen. So würden dann mindestens zwei verschiedene Programme laufen, eine Hauptanwendung und auf dem zweiten Bildschirm dann andere Informationsquellen. Bei nur einem einzigen großen Bildschirm würden viele User nur die Hauptanwendung größer darstellen, statt die zusätzliche Fläche für weitere Apps zu nutzen.
Das Surface Duo und Android seien perfekt füreinander, so Panos Panay. Schließlich gebe es dort bereits heute alle beliebten Anwendungen wie Spotify und Co. Zumal man das in etwa in der Größe eines Smartphones gehaltene Surface Duo, eben auch als smartes Telefon verwenden kann. Und in diesem Marktsegment ist Android das Betriebssystem mit der größten Verbreitung. Insofern wird es keine Version des Surface Duo mit Windows 10X geben. Das größere Dual-Screen-Gerät Surface Neo hingegen wird mit Windows 10X daherkommen. Es ist auch von der Größe her mit einem zusammengenommen etwa 13-Zoll großen Display eher ein Convertible als ein Smartphone.
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Fakten zum Microsoft Surface-Event in Berlin:
- Microsoft hatte zum Event in Berlin geladen, um die neuen Surface-Geräte zu präsentieren. Bereits jetzt sind das neue Surface Pro 7 und das Surface Laptop 3 im Handel erhältlich.
- Laut Microsoft ist das einzige PC-Segment mit zweistelligen Wachstumsraten das Segment der sogenannten "Modern Devices". Hierzu zählen sowohl All-in-one-PCs, als auch Convertibles und 2-in-1-PCs wie das Surface Pro und Ultra Slims. Letztgenannte sind klassische Notebooks wie das Surface Laptop 3, die jedoch besonders leicht sind und die ein oder andere Sonderfunktion aufweisen. Die Ultra Slims würden etwa 70 Prozent aller Modern Devices ausmachen, so Microsoft.
- Zukünftig soll es als weiteren Formfaktor der Modern Devices sogenannte Dual-screen-Geräte wie das Surface Duo und Surface Neo geben. Mit zwei Bildschirmen sei man produktiver, als mit einem einzigen großen Display, das gefaltet wird, so die Meinung Microsofts.
Quellen: Drwindows, Heise, Microsoft (1), Microsoft (2)
