Twitch: Partner hatten mehr Spielraum bei TOS-Verstößen

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Twitch: Partner hatten mehr Spielraum bei TOS-Verstößen (1)
Quelle: PC Games Hardware

Eines der Rätsel im geleakten Quellcode von Twitch waren weiße Listen und Hinweise auf den Umgang mit Sperren einiger großer Streamer. Das legte den Verdacht nahe, dass die zumindest eine Sonderbehandlung haben. Ehemalige Mitarbeiter berichten nun, dass es zumindest früher für bestimmte Partner mehr Spielraum gab.

Beim Twitch-Leak waren nicht nur die sogenannten Payouts der Streamer ein Thema, sondern auch der "do not ban"-Hinweise im Code zu einigen Influencern. Bei den Streamern, die nicht einfach gesperrt werden sollen, gab es dann auch in einigen Fällen interne Kontaktdaten, die im Falle eines Vorfalls zu konsultieren sind. Die ganze Sache sorgte für einige Diskussionen, denn insbesondere große Streamer bekommen diese Sonderbehandlung.

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Die Washington Post versucht nun Licht ins Dunkel zu bringen und hat sich umgehört, was es mit den Hinweisen bei Influencern auf sich hat. Demnach ist die Anti-Sperr-Liste schon mindestens fünf Jahre alt und ein Relikt aus alten Tagen. Aber offenbar bestätigt sich der Verdacht, dass manche größeren Influencer bei Sperren etwas mehr Spielraum hatten und genau das löste auch die Diskussionen aus, denn Vorwürfe, dass es bei Twitch nicht immer ganz vorbildlich läuft, gab und gibt es immer wieder. Alleine schon die Berichte darüber, dass es für verpartnerte Streamer ein eigenes Team gab, während über alle anderen die Admins entschieden, lässt ahnen, dass es mindestens eine Zweiklassengesellschaft gab und möglicherweise auch noch gibt. Die Hinweise im Code dienten den Berichten zufolge den Admins dazu zu entscheiden, an welche Person Verstöße weitergeleitet werden mussten.

Partner haben mehr Spielraum

Teile der Liste ist auch Marcus "DJWheat" Graham, Head of Community bei Twitch, dem jüngst vorgeworfen wurde, die Twitch-TOS (Terms of Service) zu verletzen, als er sein Kind in den Stream holte. Maßnahmen gab es erwartungsgemäß keine. Die TOS sehen vor, dass alle Personen im Stream mindestens 13 Jahre alt sein müssen. Die heute beliebten IRL-Streams waren auf Twitch anfangs gar nicht erlaubt und wurden erst dadurch populär, dass einige große Streamer doch etwas mehr Spielraum bei Sperren hatten. Auch beim Wortschatz scheinen Streamer wie Bryan "RiceGum" Le mit interessanten Witzen oder Tyler "Tyler1" Steinkamp mit cholerischen Anfällen im kompetitiven Umfeld mehr Freiheiten zu genießen.

"Ich erinnere mich daran, dass RiceGum und Tyler1 viel mehr Nachsicht gezeigt wurde, als ihnen hätte zuteilwerden sollen", so einer der ehemalige Twitch-Mitarbeiter. Und wenn einer von uns Admins sie trotzdem [an das Partnerverhaltensteam] meldete, wurde uns gesagt, wir sollten mal wegsehen und auf die "do not ban"-Liste achten. Es war nicht gerade eine "Du kommst aus dem Gefängnis frei"-Karte, aber es gab eindeutig einige Streamer, die mit mehr Chancen oder Fähigkeiten behandelt wurden als andere".

Das sind nur ein paar von vielen Beispielen, wo Zuschauer Fragen über die Konsequenz in der Umsetzung der Regeln auf Twitch stellen - vor allem, weil bei den Kandidaten in der Regel auch größere Summen Geld im Spiel sind. Das scheint sich nach den Berichten auch zu bestätigen: "[Große] Twitch-Partner erhielten mehr Nachsicht - [und] haben vielleicht immer noch -, aber es gab nie eine 'Banne diesen Account nicht, egal was sie tun'-Liste." Heute sollen die Maßnahmen anders umgesetzt werden, aber man würde wohl vermuten, dass die Kultur weiter im Team verankert ist. Allein die Querelen um Hot-Tub-Streamer zeigen, dass zwischen den eigenen TOS und dem Umsatz, den die Streamer generieren, gefangen ist.

Und so dürfte das nächste Geheimnis, dass Twitch-Zuschauer gerne gelüftet hätten, sein, warum Guy "Dr. Disrespect" Beahm gesperrt wurde und ins Exil auf Youtube gezogen ist. Beahm hatte vor einiger Zeit rechtliche Konsequenzen angedeutet.

Quelle: Washington Post

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    • Kommentare (3)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Chupsii Kabelverknoter(in)
        Zitat von zerogott
        Extra News. Wasser ist Nass.

        Es ist doch schon Jahre bekannt das große Partner eine sonderbehandlung kriegen.
        Große Streamer bei Twitch haben halt Vitamin B! In den vergangen Wochen sah man bei Twitch in der Kategorie "Pools, Hot Tube and Beaches" das da gewisse Streamerinnen gebannt worden sind, allerdings worden diese gewissen Frauen innerhalb von noch nicht mal 24Std wieder entbannt, obwohl diese Frauen gegen die TOS verstoßen haben! Dazu noch Werbung für Onlyfans, was eigentlich nicht auf Twitch zu suchen hat, finde ich, da auch viele kleine Kinder bei Twitch unterwegs sind. Da sieht man leider, in welcher Richtung sich Twitch hinbewegen tut
      • Von Chupsii Kabelverknoter(in)
        Zitat von zerogott
        Extra News. Wasser ist Nass.

        Es ist doch schon Jahre bekannt das große Partner eine sonderbehandlung kriegen.
        Große Streamer bei Twitch haben halt Vitamin B! In den vergangen Wochen sah man bei Twitch in der Kategorie "Pools, Hot Tube and Beaches" das da gewisse Streamerinnen gebannt worden sind, allerdings worden diese gewissen Frauen innerhalb von noch nicht mal 24Std wieder entbannt, obwohl diese Frauen gegen die TOS verstoßen haben! Dazu noch Werbung für Onlyfans, was eigentlich nicht auf Twitch zu suchen hat, finde ich, da auch viele kleine Kinder bei Twitch unterwegs sind. Da sieht man leider, in welcher Richtung sich Twitch hinbewegen tut
      • Von Gast1754557804
        Zwei-Klassen-Gesellschaften gibt es doch überall. Warum sollte Twitch da eine ausnahme sein? Ob beim Geld, bei der Gesundheit, ... . Überall!
      • Von zerogott Freizeitschrauber(in)
        Extra News. Wasser ist Nass.

        Es ist doch schon Jahre bekannt das große Partner eine sonderbehandlung kriegen.
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