Netflix: Ab sofort wird's auch für Bestandskunden teurer

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Netflix: Ab sofort wird's auch für Bestandskunden teurer (1)
Quelle: Comparitech

Wie Netflix bekannt gegeben hat, gelten die neuen Abopreise ab sofort auch für Bestandskunden in Deutschland. Fast alle Abonnements des Streaming-Dienstes werden teurer.

Weltweit hat Netflix gut 204 Millionen zahlende Mitglieder, wie das Unternehmen bei der Vorstellung der Geschäftszahlen für das Jahr 2020 bekannt gegeben hatte. Zugleich erhöht Netflix die Abo-Preise, wie im Januar 2021 publiziert worden ist. Nun werden Bestandskunden informiert, dass auch für Sie ab sofort die neuen Monatspreise gelten. Falls man der Erhöhung der Preise nicht zustimmt, kann man den Streaming-Dienst nicht mehr nutzen. Nur das Basisabo kostet weiterhin 7,99 Euro monatlich, alle anderen Pakete erfahren eine Preiserhöhung.

Was kostet Netflix ab sofort monatlich?

Netflix bietet verschiedene Abo-Pakete an, je nachdem, in welcher Bildqualität und auf wie vielen Endgeräten man den Service ansehen möchte. Los geht's mit dem Standardpaket mit SD-Wiedergabe auf nur einem Gerät für 7,99 Euro monatlich. Für das HD-Paket und zugleich der Option, auf zwei Geräten parallel verschiedene Inhalte ansehen zu können, zahlt man 12,99 Euro monatlich. Inhalte in UHD und auf vier Endgeräten, so wie es auch Disney Plus ermöglicht, gibt's bei Netflix für 17,99 Euro monatlich. Günstiger kommt man an Netflix, wenn man das Sky Entertainment Plus Paket abschließt, da dies ein Netflix-HD-Abo für nur 7,50 Euro monatlich offeriert und zusammen mit Sky-Serien, Inhalten von Universal, HBO & Co. im 1-Jahres-Abo 20 Euro pro Monat kostet. Allerdings gibt es das Sky-Paket nur in Verbindung mit dem TV-Receiver Sky Q und nicht mit dem Streaming-Dienst Sky Ticket.

Netflix hat nun zum vierten Mal in Deutschland die Monatspreise angehoben. Die erste Erhöhung gab es im Jahr 2015, danach sind alle zwei Jahre die Monatskosten gesteigert worden. Streaming-Dienste erfreuen sich zwar - nicht zuletzt durch die Auswirkungen der globalen Coronavirus-Pandemie seit 2020 - steigender Beliebtheit, doch für die Anbieter sind die Abo-Dienste bislang ein Verlustgeschäft. Um das Interesse der zahlenden Kundschaft hochzuhalten, braucht es immer wieder neue Inhalte, doch die Erstellung von Filmen und Serien kostet viel Geld, selbst dann, wenn man nicht selbst produziert und sich nur die Übertragungsrechte für ein spezifisches Land sichert. So müssen Anbieter wie Netflix immer wieder Wege finden, dennoch an Geld zu kommen, damit man den Streaming-Dienst weiterhin für die Nutzer attraktiv hält.

Was bietet die Streaming-Konkurrenz wie etwa Disney Plus an?

Mit den genannten Herausforderungen, die Nutzer bei Laune halten zu müssen, sehen sich alle Anbieter von Streaming-Diensten konfrontiert. So auch Disney mit ihrem Angebot namens Disney Plus. Seit dem 23. Februar sind auch beim Netflix-Konkurrenten die Preise gestiegen, sodass das Monatsabo nun nicht mehr 6,99 Euro, sondern 8,99 Euro kostet. Im Gegenzug gibt es den neuen Erwachsenen-Bereich namens Star, welche Inhalte mit FSK 16 und FSK 18 Einstufung beherbergt. Hier sind direkt zum Start über 55 Serien und mehr als 270 Filme abrufbar. Im Jahr 2021 soll es etliche neue Serien aus den Franchises Star Wars und Marvel exklusiv für Abonnenten von Disney Plus geben. So wird es im Jahr 2021 neben zehn neuen Marvel-Serien - etwa Wanda Vision - auch zehn Serien zu Star Wars geben. Zudem hat Disney bereits ein neues Indiana Jones angekündigt, wobei hierzu noch Details fehlen.

In Ermangelung offizieller Zahlen von Amazon und dessen Streaming-Dienst Prime Video, scheint es so, dass Disney Plus die Nummer zwei im Markt der kostenpflichtigen Video-Streaming-Dienste ist. Im März 2021 vermeldet der Disney-Vorstandschef Bob Chapek, dass Disney Plus nun weltweit über 100 Millionen zahlende Abonnenten hat. Nur Apple TV Plus scheint bei den Kunden nicht so recht angenommen zu werden. Der kostenpflichtige Video-Streaming-Dienst soll nur rund 33 Millionen Abonnenten haben.

Anbieter aus Europa können von derartigen Nutzerzahlen nur träumen. So hat beispielsweise der kostenpflichtige Streaming-Dienst TV Now Premium von RTL rund 1,28 Millionen zahlende Abonnenten (im Dezember 2020), ist allerdings auch nur in Deutschland aktiv. Der Konkurrent Joyn vom Joint-Venture Prosieben, Sat1 und Eurosport kommt auf eine Nutzerzahl von rund 3,46 Millionen Unique Users (im Dezember 2020). Joyn selbst lässt sich kostenlos nutzen und bietet einen zusätzlichen, kostenpflichtigen Bereich namens Joyn Plus mit Eigenproduktionen, Spielfilmen und dem Eurosport Player, wobei unklar ist, wie viele Nutzer tatsächlich für Joyn Plus bezahlen. So oder so schreibt Joyn 163 Millionen Euro Verlust im Jahr 2020, wie der Geschäftsbericht für 2020 aufzeigt.

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Ebenfalls lesenswert: Disney Plus: Am 24. März feiert der Streaming-Dienst einjähriges Jubiläum in Deutschland

Sammlung zur Preiserhöhung von Netflix:

  • Netflix erhöht ab sofort auch für Bestandskunden die Monatspreise. Lediglich das Basisabo kostet weiterhin 7,99 Euro, bietet dafür aber alle Inhalte nur in SD-Auflösung an.
  • Wer Netflix-Inhalte in UHD und auf bis zu vier Geräten zeitgleich sehen will, muss fortan 17,99 Euro pro Monat zahlen.
  • Günstiger kommt man an Netflix, wenn man das Sky Entertainment Plus Paket abschließt, da dies ein Netflix-HD-Abo für nur 7,50 Euro monatlich offeriert und zusammen mit Sky-Serien, Inhalten von Universal, HBO & Co. im 1-Jahres-Abo 20 Euro pro Monat kostet.

Quellen: Netflix, Disney, Sky, DWDL (1), DWDL (2)

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    • Kommentare (32)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von CD LABS: Radon Project Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von Standeck
        (...) Ich würde sagen Netflix "UHD" sieht jetzt schlechter aus als BluRay FHD. Und dafür 17.99 monatlich. Die haben das um 70% eingedampft wenn ich das richtig in Erinnerung hab. Bei angeblich keinem Qualitätsverlust. Für wie blöd halten die ihre Kunden? Ich wage mal zu behaupten dass Kunden die sich extra das UHD Abo leisten da schon genau hinschauen und einigermaßen anspruchsvoll sind.
        Also du meinst UHD in Eigenproduktionen, aber mit deaktiviertem HDR? Denn die UHD-HDR-Streams erhalten ja 16Mbit. Deren Ergebnis sieht wenig überraschend klar besser aus als eine Bluray.
        Mit deaktiviertem HDR wird man halt mit den Ultra-Spar-Bitrates abgefrühstückt. In manchen Szenen gewinnt dann natürlich eine Bluray, in manch anderen verliert sie.
      • Von CD LABS: Radon Project Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von Standeck
        (...) Ich würde sagen Netflix "UHD" sieht jetzt schlechter aus als BluRay FHD. Und dafür 17.99 monatlich. Die haben das um 70% eingedampft wenn ich das richtig in Erinnerung hab. Bei angeblich keinem Qualitätsverlust. Für wie blöd halten die ihre Kunden? Ich wage mal zu behaupten dass Kunden die sich extra das UHD Abo leisten da schon genau hinschauen und einigermaßen anspruchsvoll sind.
        Also du meinst UHD in Eigenproduktionen, aber mit deaktiviertem HDR? Denn die UHD-HDR-Streams erhalten ja 16Mbit. Deren Ergebnis sieht wenig überraschend klar besser aus als eine Bluray.
        Mit deaktiviertem HDR wird man halt mit den Ultra-Spar-Bitrates abgefrühstückt. In manchen Szenen gewinnt dann natürlich eine Bluray, in manch anderen verliert sie.
      • Von Astra-Coupe Software-Overclocker(in)
        Zitat von Julian K
        Das weiß man doch wohl vorher, dass man auch Inhalte mitfinanziert, die einen selbst nicht interessieren.

        Sonst klingt das ein wenig nach "Warum macht Ihr denn Dinge, die für mich uninteressant sind? Richtet Euch gefälligst nach mir als Einzelperson!" Dass es so etwas (also die sogenannte Eierlegende Wollmilchsau) in so einer Branche nicht geben kann, sollte einem wohl schon klar sein.
        ...und was willst du mir jetzt damit sagen? Hältst du mich für komplett bescheuert, daß du mir zutraust, das nicht zu raffen? xD

        Trotz allem wird der Content der Querfinanzierung bekommt immer breiter und breiter und umso mehr uninteressantes nunmal produziert wird, desto mehr steigt die finanzielle Aufwendung des Einzelnen, was man an den Preiserhöhungen sieht. Weiß nicht, wo da nun das Verständnisproblem bei dir liegt. Wie du so schön sagst, eigentlich weiß man das - trotzdem habe ich es angesprochen, weil es einen Teil des Problems verdeutlicht, das auch Netflix mittlerweile hat.
      • Von Incredible Alk Flüssigstickstoff-Guru (m/w)
        Zitat von Standeck
        Bei angeblich keinem Qualitätsverlust. Für wie blöd halten die ihre Kunden?
        Für was das angeht extrem blöd - und das dumme daran ist dass sie damit Recht haben.

        Mindestens 3 von 4 Netflixkunden (sehr vorsichtig geschätzt) haben noch nie was von Videokompression gehört geschweige denn davon dass Netflix die Kompressionsraten massiv erhöht hat.
        Und diejenigen, die den Unterschied erkennen (auch weil sie wissen worauf man achten muss) zwischen ner 6000 kBit/s und ner 15000 kBit/s UHD-Videodatei (mit sonst gleichen Encodersettings) dürften noch viel weniger der Kunden sein. Ich kenne Leute die ewig lange UHD Abos gezahlt haben und weil sies nie eingestellt hatten oder ihre Hardware es nicht kann nur HD oder gar SD geschaut haben... ohne es zu merken!

        Klar, wenn man selbst damit zu tun hat sieht man nach ner halben Sekunde automatisch schon das Blocking bei gammliger Bitrate/Settings (das Schlimme ist dass man automatisch dann drauf achten muss... is wien Unfall man kann nicht wegsehen ) aber der Ottonormalmensch hat nach meiner Erfahrung da ne verdammt hohe "Qualitätsschwelle" bevor ihm was auffällt.
      • Von Standeck BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von Incredible Alk
        Bei Streamingdiensten gute Bildqualität zu erwarten ist auch nicht wirklich sinnvoll. "Netflix-UHD" war schon bevor sies nochmal eingedampoft hatten schon qualitativ höchstens auf dem Level von Blu-Ray FullHD.

        Blöd ist halt, dass die Auflösung, also ob SD, HD oder UHD, keinen direkten Zusammenhang zur tatsächlichen Bildqualität hat (bzw. der nur existiert wenn alle sonstigen Kodierparameter gleich sind) - ein sehr gut gemachtes 720p Video kann viel besser aussehen als ein totkomprimierter 2160p-Stream. Das Problem daran: 99% der Leute da draußen wissen das nicht und verbinden "UHD" automatisch mit "hohe Bildqualität".
        Mir ist das bekannt gewesen darum erwähn ich es ja. Und auch eine UHD Blu Ray muss nicht unbedingt besser aussehen als eine FullHD BluRay. Hab ich mal mit der von Game of Thrones (Season 1) gegengetestet. Es war absolut kein Unterschied zu sehen, allenfalls minimale. HDR war aus. Kommt natürlich auch aufs Ausgangsmaterial drauf an, besonders wenn es schon sehr alte Filme sind und die erst aufwendig restauriert werden bevor sie nochmal digital abgetastet werden.

        Ich würde sagen Netflix "UHD" sieht jetzt schlechter aus als BluRay FHD. Und dafür 17.99 monatlich. Die haben das um 70% eingedampft wenn ich das richtig in Erinnerung hab. Bei angeblich keinem Qualitätsverlust. Für wie blöd halten die ihre Kunden? Ich wage mal zu behaupten dass Kunden die sich extra das UHD Abo leisten da schon genau hinschauen und einigermaßen anspruchsvoll sind.
      • Von Rivellon Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Ich nutze Netflix (und diverse andere Streaming-Dienste) auch nur immer mal für 1-2 Monate, schaue durch was mich interessiert bzw. sich so angesammelt hat und dann wird wieder gekündigt. Sowas geht glücklicherweise immer recht fix, und ist jeder Zeit möglich. ^^
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