Netflix holt Legend- und EA-Mann Mike Verdu
Streaming von Spielen bei Netflix wird immer wahrscheinlicher. Das Unternehmen hat nun mit Mike Verdu einen Branchenveteranen an Bord geholt, der zuvor mit Legend Entertainment und Electronic Arts in Verbindung stand.
Die Gerüchte, das Netflix in Streaming- und Abonnement-Geschäft von Spielen einsteigen wird, werden nun von einem personellen Neuzugang untermauert. Mike Verdu wurde als Vice President of Game Development angeheuert. Manch einer kennt den Namen aus Zeiten bei Legend Entertainnment oder Electronic Arts. Bei Command & Conquer war Verdu zum Beispiel Senior Producer von "Generäle" und zusätzlich Product Manager bei "Die Stunde Null".
Dass Mike Verdu nun bei Netflix andockt, dürfte wohl ein klarer Hinweis darauf sein, dass der Streaming-Rise auch ins Gaming-Business einsteigen will. In dem Geschäft wird durchaus die Zukunft der Branche gesehen, wenn es um Umsätze geht. Zu erwarten ist hier auch eine deutliche Fragmentierung des Marktes, die sich anschließend auf ein gesundes Maß reduziert. Spannend bzw. leidlich wird in dem Zuge die Frage sein, wie es mit Exklusivspielen aussieht. Microsoft rüstet sich hier mit eigenen Studios. Google hatte für Stadia einige zeitliche beschränkte Deals abgeschlossen.
Von Netflix gibt es bisher offiziell keine Stellungnahme zur Situation. Angeblich soll es ab 2022 dann auch Spiele im Abo geben. Wie das dann gestaltet wird, bleibt aber erst einmal unklar. Das bestehende Abo könnte erweitert werden, was auch eine Erhöhung der Gebühren seitens Netflix rechtfertigen würde. Oder man bietet eine Zusatzoption an. So oder so ist Diversifizierung ein großes Thema, da der reine Videostreamingmarkt immer mehr Druck hat und bei Spielen sind Abolaufzeiten potenziell von längerer Natur als bei Videos. Da sind die Leute schlimmstenfalls nur einen Monat oder zwei Monate an Bord, um eine neue Staffel einer Serie zu sehen.
Quelle: Bloomberg

Wenn Netflix ins Streaming einsteigt, wer weiß, vllt beauftragen sie auch Entwickler für Exklusivtitel.