Mixer: Microsoft schließt ab 22. Juli die Streaming-Plattform

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Mixer: Microsoft schließt ab 22. Juli die Streaming-Plattform (1)
Quelle: Microsoft

Im Markt der Streaming-Dienste hat Microsoft mit Mixer das Handtuch geworfen. Wie der Konzern bekanntgegeben hat, sollen beim Konkurrenten von Amazon Twitch am 22. Juli die Lichter ausgehen. Zugleich gibt's eine Kooperation mit Facebook Gaming.

Streams zu Videospielen haben nicht erst in Zeiten der Coronavirus-Pandemie einen großen Zulauf an Zuschauern, die die Spieler etwa bei Amazon Twitch verfolgen. Seit dem Jahr 2016 gehört die Plattform Beam zu Microsoft. Der Konzern hat dann entschieden, den Service in Mixer umzubenennen und rüstete im Kampf um Marktanteile auf. So wurden exklusive Verträge mit den Stars Richard "Ninja" Tyler Blevins und Michael "Shroud" Grzesiek im letzten Jahr geschlossen. Allerdings blieb der Marktanteil von Mixer trotz dieser Bemühungen bei nur zwei Prozent im ersten Quartal 2020, wie die Webseite Streamlabs ermittelt hat. Selbst in der Corona-Zeit konnte man kaum profitieren. Für Microsoft ist dies offenbar viel zu wenig, um weiter in diesen Bereich zu investieren. Wie der Konzern mitteilt, wird zum 22. Juli 2020 Mixer geschlossen.

Nach Ende von Microsoft Mixer zu Facebook Gaming oder Amazon Twitch wechseln

Die Streamer und Mitglieder von Mixer können aber zu Facebook Gaming wechseln. Microsoft und Facebook haben eine entsprechende Kooperation angekündigt. Wer sich entschließt zu wechseln, erhält Goodies wie etwa einen Gutscheincode für Xbox Live Gold. Allerdings ist es jedem ehemaligen Mixer-Nutzer freigestellt, ob er oder sie wirklich zu Facebook Gaming übersiedeln möchte. Den auf Gaming-Streams spezialisierte Ableger des sozialen Netzwerks gibt es erst seit dem Jahr 2018. Inzwischen kommt Facebook Gaming aber auf einen Marktanteil von 11 Prozent. Zudem sind bei Facebook selbst mehr als zwei Milliarden Nutzer angemeldet, die theoretisch auch auf Facebook Gaming zugreifen können. Die Kooperation soll sich vor allem beim kommenden Spiele-Streaming-Dienste Microsoft Project xCloud auszahlen. So will Microsoft gegen Google Stadia samt Youtube-Integration bestehen können.

Microsoft überlässt es aber jedem ehemaligen Mixer-Nutzer, wohin gewechselt wird. So gibt es auf den Xbox-Konsolen etwa auch eine Integration von Amazons Streaming-Dienst Twitch. PC-Spieler können mit der aktuellen Version der Xbox Game Bar neben Widgets auch eine Verknüpfung zwischen ihrem Microsoft- und dem Twitch-Konto herstellen und so Amazons Streaming-Service verwenden. Twitch ist mit einem Marktanteil von 65 Prozent derzeit unangefochtener Spitzenreiter im Bereich der Streaming-Dienste. Auf Platz zwei kommt Youtube Gaming mit 22 Prozent Marktanteil. Der Schwede Felix Kjellberg alias PewDiePie hat jüngst verkündet, wieder bei Youtube zu sein und exklusiv für die Google-Tochter zu streamen. Felix Kjellberg war im August 2019 der erste Youtuber weltweit mit über 100 Millionen Abonnenten. Google ist der Marktanteil zu wenig, sodass Bestimmungen gelockert und PewDiePie verpflichtet wurde.

Interner Skandal bei Mixer

Neben dem geringen Marktanteil von Mixer gibt es zudem einen internen Rassismus-Skandal. Der Mitarbeiter Milan Klee berichtete auf Twitter davon, dass er von seinen Vorgesetzten bei Mixer rassistische Handlungen erlebt hat. Nachdem dies öffentlich wurde, schaltete sich der Chef der Xbox-Abteilung, Phil Spencer, ein und bot Milan ein Gespräch an. Rassismus werde nicht geduldet bei Microsoft. Mixer durfte relativ unabhängig von der Xbox-Abteilung bei Microsoft operieren. Am 22. Juli wird damit aber Schluss sein.

Ebenfalls lesenswert: Twitch: Youtube Gaming und Mixer kommen näher

Fakten zum Ende von Microsoft Mixer:

  • Zum 22. Juli 2020 wird die Streaming-Plattform Mixer von Microsoft geschlossen. Noch im vergangenen Jahr hatte man versucht, durch Exklusivverträge für Richard "Ninja" Tyler Blevins und Michael "Shroud" Grzesiek seinen Marktanteil auszubauen.
  • Allerdings hatte Microsoft Mixer im ersten Quartal 2020 nur zwei Prozent Marktanteil. Facebook Gaming, dass erst zwei Jahre nach Mixer (ehemals Beam) gestartet ist, hat derzeit dagegen 11 Prozent Marktanteil. Youtube Gaming von Google belegt mit 22 Prozent den zweiten Platz. Auf Platz eins liegt weiterhin Amazon Twitch mit 65 Prozent Marktanteil.
  • Microsoft hat zum Ende von Mixer eine Kooperation mit Facebook Gaming angekündigt. Alle ehemaligen Mixer-Nutzer können freiwillig zum Game-Streaming-Ableger von Facebook wechseln und erhalten dafür Goodies wie etwa eine Gutscheinkarte für Xbox Live Gold.
  • Ziel ist es, ebenfalls eine Integration von Spiele-Streaming via Microsoft xCloud und Streaming davon über Facebook Gaming den Nutzer anbieten zu können. Google hat bei seinem Konkurrenten Stadia mit Youtube schließlich ähnliches vor.
  • Allerdings können Ex-Mixer-User auch zum Marktführer Amazon Twitch wechseln. So gibt es auf den Xbox-Konsolen etwa auch eine Integration von Amazons Streaming-Dienst Twitch. PC-Spieler können mit der aktuellen Version der Xbox Game Bar neben Widgets auch eine Verknüpfung zwischen ihrem Microsoft- und dem Twitch-Konto herstellen und so Amazons Streaming-Service verwenden.

Quellen: Microsoft, Facebook, Mixer, Streamlabs, Youtube, Twitter (1), Twitter (2), Twitter (3)

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    • Kommentare (28)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Infi1337 Freizeitschrauber(in)
        Zitat von fipS09
        Was hätten sie denn "richtig machen" sollen?
        Technisch war die Plattform auf einer Ebene mit der Konkurrenz (wenn nicht sogar besser). Sie haben das Zeug in ihr Konsolen Dashboard integriert und zusätzlich noch jede Menge Geld ausgegeben für Exklusiv-/Marketingdeals.
        Mehr Brechstange kann man schlecht auspacken. Mixers Problem war einfach nur das die Konkurrenz schon deutlich zu groß war. Sie waren ähnlich wie mit Windows Phone (was entgegen aller Unkenrufe wirklich kein schlechtes OS war) einfach zu spät. Der Kuchen war schon aufgeteilt
        Seh ich exakt genau so, die Leute hängen halt meist an ihrer Plattform und gehen ungern woanders hin, dieses Phänomen kennt man überall. Sachlich und technisch gesehen was das ziemlich gut von MS wobei der Name mir auch nicht gefallen hat .

        Zitat von sam10k
        war zu erwarten, microsoft ist mittlerweile schlusslicht und bekommt überhaupt nichts mehr auf die reihe.

        twitch gehört zu amazon, youtube zu google und beide plattformen sind no.1.
        youtube hat sogar schon facebook überholt, wenn man nur den social media anteil betrachtet.

        twitch wird zukünftig die plattform wie bisher erweitern und nicht nur games streamen.
        twitch wird das youtube für live-streams. monopol.
        Wenn ich Schlusslicht bin und nix auf die Reihe bekomme aber noch 1.15 Billionen USD Wert bin ist die Welt noch in Ordnung ;D.
      • Von Infi1337 Freizeitschrauber(in)
        Zitat von fipS09
        Was hätten sie denn "richtig machen" sollen?
        Technisch war die Plattform auf einer Ebene mit der Konkurrenz (wenn nicht sogar besser). Sie haben das Zeug in ihr Konsolen Dashboard integriert und zusätzlich noch jede Menge Geld ausgegeben für Exklusiv-/Marketingdeals.
        Mehr Brechstange kann man schlecht auspacken. Mixers Problem war einfach nur das die Konkurrenz schon deutlich zu groß war. Sie waren ähnlich wie mit Windows Phone (was entgegen aller Unkenrufe wirklich kein schlechtes OS war) einfach zu spät. Der Kuchen war schon aufgeteilt
        Seh ich exakt genau so, die Leute hängen halt meist an ihrer Plattform und gehen ungern woanders hin, dieses Phänomen kennt man überall. Sachlich und technisch gesehen was das ziemlich gut von MS wobei der Name mir auch nicht gefallen hat .

        Zitat von sam10k
        war zu erwarten, microsoft ist mittlerweile schlusslicht und bekommt überhaupt nichts mehr auf die reihe.

        twitch gehört zu amazon, youtube zu google und beide plattformen sind no.1.
        youtube hat sogar schon facebook überholt, wenn man nur den social media anteil betrachtet.

        twitch wird zukünftig die plattform wie bisher erweitern und nicht nur games streamen.
        twitch wird das youtube für live-streams. monopol.
        Wenn ich Schlusslicht bin und nix auf die Reihe bekomme aber noch 1.15 Billionen USD Wert bin ist die Welt noch in Ordnung ;D.
      • Von Acgira BIOS-Overclocker(in)
        Mixer klingt eindeutig schlimmer als Geforce RTX Super oder sonst was - mir ist Streaming aber sowieso egal - ich bin auf keiner der Streamplatform Zuschauer oder Gast.
      • Von fipS09 Volt-Modder(in)
        Zitat von Quake2008
        Ja am Ende haben Sie es einfach nur versucht, wie alles bei MS. Überall will man mitspielen, aber nichts richtig machen.
        Was hätten sie denn "richtig machen" sollen?
        Technisch war die Plattform auf einer Ebene mit der Konkurrenz (wenn nicht sogar besser). Sie haben das Zeug in ihr Konsolen Dashboard integriert und zusätzlich noch jede Menge Geld ausgegeben für Exklusiv-/Marketingdeals.
        Mehr Brechstange kann man schlecht auspacken. Mixers Problem war einfach nur das die Konkurrenz schon deutlich zu groß war. Sie waren ähnlich wie mit Windows Phone (was entgegen aller Unkenrufe wirklich kein schlechtes OS war) einfach zu spät. Der Kuchen war schon aufgeteilt
      • Von Quake2008 Volt-Modder(in)
        Ich hätte es bei dem Namen BEAM belassen, kam auch deutlich besser an. Interessant wäre die Nutzung vor MS übernahme.

        Ja am Ende haben Sie es einfach nur versucht, wie alles bei MS. Überall will man mitspielen, aber nichts richtig machen.
      • Von keinnick Lötkolbengott/-göttin
        Du bist ja ein richtig schlauer Fuchs. Twitch wird allerdings froh sein, wenn sie zurückkehren und nicht bei der Konkurrenz streamen. Jetzt denk mal scharf nach warum. Und dabei bitte die Kindergartendenke ausschalten und mal wie ein Unternehmen denken.
      Direkt zum Diskussionsende
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